Baldrom – Ankunft im Feldlager

Um schnellstmöglich zum Heerlager an der märkische Küstenstraße südlich von Baldrom zu kommen beschließen die Helden mit Hilfe der Effertkirche die Reise per Schiff anzutreten.

Es ist der 17. Tsa 1039 BF früh am Morgen, als die Helden am Lager angekommen. Um vor Ort ohne große Verzögerung vorsprechen zu können bitten die Helden um ein passendes Schreiben von den drei Kirchen. Mit diesem Dokument in der Hand waren die Wachen am Eingang des Lagers schnell bereit sie durchzulassen. Zum Zelt von Graf Linjan von Elenau brachte sie Schitze Janne von Büschelkoje, die – für einen Schitzen - auffällig ärmlich gekleidet.

Auf dem Weg durch das Lager entdeckten sie eine bekannte Gestalt unter den Leuten - Jeterine von Salderkeim, die Knappin von Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje, der den Überfall auf das Kloster Korswandt anführte und die Helden dort dann auch verhöhnte. Auch waren einige Jantareffs im Lager zu sehen, die den Soldaten ihre Waren anboten.

Am Ziel angekommen wurden die Gefährten direkt in das Zelt geleitet. Gerald konnte seinen Augen nicht trauen, als er die drei Personen im Zelt sah.

Rechts steht Irinje von Schwerbergen. Die Tempelvorsteherin des wahrscheinlich traditionsreichsten Rondratempels des Landes, dem Ronadratempel zu Firunen.

Links steht Graf Wahnfried von Ask. ein wahrer Held , von Rondra und Rahja begünstigt. Er hat schon einen Drachen getötet und auf den Vallusanischen Weiden gegen Borbarad gefochten. Er hat den Orden der Jagd gegründet, in dem dem Adlige und Gemeine dienen. Der Orden residiert bei Norburg und kämpft gegen Ungeheuer und gilt als ein „loser Verband“ und wird vor allem durch Wahnfried im Amt des Großmeisters zusammengehalten. Man munkelt, dass Wahnfried eine dunkle Vergangenheit haben – und das nicht nur wegen seiner zahlreichen Liebschaften und illegitimen Nachkommen. Manche munkeln von einem dämonischen Erbe, das seiner Familie im Blut läge.

In der Mitte steh Linjan von Elenau, der 1036 BF der Sieger des Heiligengangs von Firunen war, bei dessen Verlauf an der geschichtsträchtigen Riesenburg der so genannte Keim des Landes in die Erde gepflanzt wurde. Obwohl er keinerlei militärische Erfahrung aufweisen kann, gilt er als ausgezeichneter Anführer und ist beauftragt das bornischen Aufgebots gegen Haffax zu sammeln. Manche Munkeln, dass Linjans Schicksal mit dem Bornland verbunden sei. Er ist träger des Ehrentitels Gebietiger und somit – formal – einer der drei Oberbefehlshaber der berühmten geflügelten 99 Reiter des Bornlands, die die Elitekavallerie des Bornlands ist und als unbesiegbar gelten, wenn sie zusammen reiten. Diese Kavallerie besteht aus den 99 besten Kämpfer des Bornlandes, welche alle Rüstungen mit Adler-, Drachen- oder Schwanenflügeln am Rücken tragen. Der Legende nach erlangten drei heldenhafte Theaterritter die ersten Flügelpaare vom Leib eines besiegten Drachen, von der Tierkönigin der Adler und von der Halbgöttin Ifirn selbst. Später wurden jeweils 32 weitere Flügelpaare angefertigt, die im Besitz anderer Familien sind. Nur einmal pro Generation kann eine neue Familie in diesen Bund aufgenommen werden. Der Titel Gebietiger bezeichnet die drei Anführer der Geflügelten aus den genannten Häusern. Strenggenommen gehört Linjan nicht dazu. Dass seine Schwanenflügel ihn (zumindest symbolisch) unter den Befehl des schlecht beleumundeten Hauses Notmark stellen, dürfte ihm missfallen. Nach dem Fall der Theaterritter waren die Ersten Flügel jahrhundertelang verschollen und wurden erst vor 200 Jahren wieder von Angehörigen der drei genannten Häuser gefunden. Die Ersten Schwanenflügel wurden in der Schlacht auf den Vallusanischen Weiden schwer beschädigt und gelten seitdem als unbrauchbar. Ihnen wird nachgesagt, dass Ifirn sie von Hochelfen schaffen ließ. Artefakte welche Gerald gerne einmal näher begutachten würde. Aus diesen Gedanken wurde er jedoch herausgerissen als Gamrik zu sprechen begann.

Nach einem kurzer Vorstellung und dem Grund ihrer Vorsprache erzählt Gamrik den Anwesenden von ihrem letzten Abenteuer, wobei er geschickt Details auslässt, die belastend sein könnten.

  • Ankunft in Hinterbruch in Begleitung der Effertgeweihten Sulja Elmasjen und der Schitze des Widderordens Salwinja von Elkenacker.
  • Anwesenheit von Anshag von Rodebrannt-Ask in der Gaststätte
  • Nachgereicht wurde am Schluss der Zusammenfassung das Leudara auch in Hinterbruch war und das sie mit Anshag ein Ehrenduell hatte
    Grund: Sie könnte eine mögliche Zeugin für unsere Darstellungen sein.
  • Auf der Suche nach Graf Thezmar Alatzer die Ruine der Küstenfestung Pilkamm aufgesucht
  • Dort Graf Alatzer gefunden
    Keine Aufzählung was dieser gemacht hat oder was wir in den Gemäuern gesehen haben.
  • Überfall durch eine Drachenreiterin (sie hat ihren Name nicht genannt und die Helden spekulierten, dass es Leudara sei) inkl. dem Diebstahl des Blauen Buchen und des Todes der Effertgeweihten Sulja Elmasjen.
    Kein Hinweis, dass die Helden auf der Suche nach Graf Alatzer die Effertgeweihte alleine zurückgelassen hatten, dass der Getreue von Graf Alatzer mit der Effertgeweihten zusammen starb, dass die Drachenreiterin die Helden gedemütigt und „Dinge“ über das Blauen Buch dessen besondere Bedeutung gesagt hat.
  • Rückkehr der Gruppe und des Grafen nach Hinterbruch, das sie zerstört vorfanden.
    Die Reiseroute und die Ereignisse auf der Rückreise wurden nicht erwähnt z.B. die Begegnung mit den Theaterrittergeistern im Sumpf, den Räubern, den Goblins.
  • Er erzählt davon das acht schwarz gekleidete Reiter das Dorf überfallen, das Widderhorn gestohlen, einen Teil der Stadt niedergebrannt haben und dass sechs Menschen von den schwarzen Reitern getötet bzw. vermutlich am Hinterbrucher Vierhaupt geopfert wurden.
  • Von Graf Alatzer den Auftrag bekommen, dass die Verantwortlichen ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, d.h. eingefangen und vor Gericht gestellt werden.
  • Hinterhalt von fünf der Verantwortlichen.
    Nicht erwähnt wurde alles was in Jekdisit passiert ist, dass die Verantwortlichen vermutlich adelige waren, dass wir sie getötet haben und dass wir die Leichen geplündert und am Ort des Hinterhalts nackt im Schnee zurückgelassen haben.
  • Weitere Verfolgung von Anshag von Rodebrannt-Ask.
    Grund warum wir wissen/vermuten das er am Überfall beteiligt war, wurde nicht erwähnt.
  • Begegnung mit der Jantareff Sippe und die gemeinsamem Reise, da sie eine Verabredung mit Anshag von Rodebrannt-Ask haben. Auf Rückfrage der Zuhörer, um welche Jantareffs es sich handelt, wurden die Namen der Mumme Dascha Jantareff und Zibilja Fetanka Jantareff erwähnt.
  • Ausführung des vermeintlichen Klopfrituals am Treffpunkt, sowie die Verhaftung der Fetanka durch den Abt-Baron Jelomir von Korswandt.
    Nicht erwähnt wurden die Ereignisse zwischen dem Treffen der Norbarden und dem Klopfritual z.B. der Tag in Sirmgalvis
  • Es wurde von der Gerichtsverhandlung und der Besessenheit diverser Bewohner auf Burg Korswandt berichtet.
  • Es wurde von den drei versteckten Räumen, dem Blut und der Vermutung der Helden, dass drei Artefakte von dort gestohlen wurden, berichtet.
  • Es wurde vom Überfall der Burg und der Geiselnahme berichtet. Der Überfall wurde durch den „Verrat“ von Emjan von Hursakoje und Bruder Rochnow (was nicht stimmt) begünstigt wurde. Explizit weißt Gamrik darauf hin, dass Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje den Überfall anführte, sich zu erkennen gab und explizit sich namentlich bei den Helden bedankt hat. Von Gamrik hinzugefügt.
    Nicht erwähnt wird, woher Jaruslaw die Helden kennt und welchen Dienst sie ihm erwiesen haben und das „man jetzt quitt sei“. Nicht erwähnt wird, dass die Helden sich unter dem Gerümpel im Dachgeschoss versteckt haben und das Schicksal der Klosterbewohner (inkl. der Patienten und Gäste) der Willkür der siegreichen Angreifer und dem Verhandlungsgeschick des Abt-Barons überlassen haben.
  • Der Abt-Baron beauftragte uns mit der Verfolgung der Geiselnehmer.
    Nicht erwähnt wird, dass auch die Norbarden die Helden beauftragen die Geiseln zu retten. Nicht erwähnt wird, dass sich die Helden für diesen Auftrag vom der Abt-Baron und Dascha Jantareff bezahlt lassen.
  • Bericht von der unerkannte Ankunft am Ritualplatz.
  • Ausführliche Beschreibung der anwesenden Personen, der Täuflinge, des Ritualplatzes und der Durchführung bzw. Ablauf des Rituals inkl. der Ansprache, Zielsetzungen und Prophezeiungen der Korsbund-Vertreter, absolut jede Kleinigkeit, ins Besondere die Rolle von Anshag und der Drachenreiterin (die selbe wie in Pilgramm) beim Ritual.
    Nicht erwähnt wird die Ermordung der Wachen der Geiseln, das billigend in Kauf nehmen von schwersten Verletzungen von Bronnjaren, Unschuldigen und Kinder durch das Aufhetzen der edlen Reittiere der Bronnjaren.

Als die Sprache auf das Öffnen des Blauen Buches fällt, präsentiert Gerald das Blaue Buch und zeigte, dass man es tatsächlich öffnen kann. Inhalte zeigt er keinem der von diesem Anblick geschockten Anwesenden.

  • Anschließend der Abgang der Drachenreiterin mit dem Widderhorn und drei weiteren steinernen Gegenständen, die die Helden als Artefakten bezeichnen.
  • „Befreiung“ des Blauen Buchs inkl. der teilweisen Begleitung der Geiseln zurück zur Burg.
  • Auf Grund Graf Alatzers Auftrags Anshag zu stellen, entscheiden die Helden ihr aktuelles primäres Auftrags-“objectiv“ – die befreiten Männer, Frauen und Kinder bzw. kurz „die Geiseln“ – nur in Begleitung der ortskundigen Jägerin des Abt-Barons alleine im gefährlichen Korsforst zum Kloster zurückgehen. Derweil kehren die Helden zum Ritualplatz zurück.
  • Anshag fordert die Helden, spezieller Geron, zu einem Ehrenduell zwecks freien Abzugs von Anshag. Dazu schneidet er sich ein Ohr ab. Aus uns unklaren Gründen geht das Ehrenduell auf Gamrik überging. Gamrik beendet das Duell Anfahrt siegt Sieg durch die einen tödlichen Schlag gegen Anshag.
    Nicht erwähnt wird, dass Anshag von zwei Rondra-Novizen, der adeligen Page der Göttin Danja zu Sjepengurken-Blütenfeld und dem adeligen Page der Göttin Panek Dotzen-Larsach, begleitet wurde. Nicht erwähnt wurde, dass diese beiden „auch plötzlich verstarben“ und damit auch dass die Helden die Leichen dieser beiden am Ritualplatz zurückgelassen haben. Nicht erwähnt wird, dass die Helden für ihre Aufwände gezwungen waren 520 Silbertaler von den Toten zu akquirieren.
  • In Sirmgalvis übergeben die Helden der älteren Rondrageweihte Vanjescha Nach’Rassandra von Sirmgalvis den Leichnam des Rondrageweihten Anshag von Rodebrand-Ask, für eine ehrenhafte Bestattung nach einem ehrenhaften Duell.
  • Auf dem Rückweg zu Graf Alatzer erfahren die Helden, dass es noch mehr solche Taufen des Korsbund gegeben haben muss.
  • In Neersand werden die Helden von den Kirchen Praios, Rondra und Efferd autorisiert die Bewahrer des Blaune Buchs zu sein. Die drei Kirchen beauftragen die Helden hier im Heerlager vorzusprechen, um persönlich von der schwierigen Ereignissen an der Blutklippe zu berichten.
    Nicht erwähnt wird, dass die Helden einen Zwischenstopp in Festum bei den Surjeloff machen.

Nach dem Bericht der Helden äußert sich Graf Wahnfried von Ask als Erstes. Er ist der Meinung, dass eine Bedrohung durch die "Kors-Kasper" (seine Worte) nicht ernst genommen werden kann. So geheim sind die gar nicht. Und man möge diese Möchtegern nicht überbewerten. Er sei selber von diesen Schwaflern besucht und belästigt worden. Sie haben von irgendwelchen alten Schulden seiner Familie fabuliertu und ihm großen Ruhm verheißen. Selbstverständlich habe er diese im hohen Bogen aus seiner Burg geworfen und seines Grafschaft verwiesen. Er habe wichtigeres zu tun, als sich mit diesen dahergelaufenen Lumpen zu befassen, von Machtübernahmepläne der Adligen im Sommer fantasieren. Es gibt eine echte handfeste Bedrohung, die aus dem Westen droht, mit der jetzt umgegangen werden muss. Und – unabhängig davon – wer derartige Anschuldigungen gegen Bronnjaren Familien erhebe sollte dafür auch gerichtsfeste Beweise liefern können.

Dagegen ist Irinje von Schwerbergen ist davon überzeugt, dass dieser Korsbund im geheimen agiert und nicht zu unterschätzen werden darf. Die Rondrakirche beobachtet die Aktivitäten dieser Sekte schon über einen längeren Zeitraum. Irinje ist der Überzeugung, dass mit maximaler Präzision hier entschlossen und gezielt gehandelt werden muss. Ein Herunterspielen der Bedrohung, wie das von Graf Wahnfried von Ask, kann sie in keinster Weise zustimmen. Bedenklich findet sie auch, dass Anshag von Rodebrannt-Ask, der aus dem Firnuner Tempel stammt, in dieses Thema verwickelt zu sein scheint. Für sie ist es ein Hinweis, dass durchaus weite Kreise der Elite dieses Landes von den Irrlehren des Korsbund erreicht wurden.

Linjan äußert sich skeptisch. Selbst, wenn die Geschichte der Helden wahr sein sollte, kann das Heer auf keinen Fall in dieser Sache eingesetzt werden. Es wurden schon zahlreiche Schwüre auf Rondra und Familienehre geleistet, die man nicht einfach ignorieren könne. Außerdem ist das Heer noch nicht vollends versammelt.

Nach längerem Hin und Her, Für und Wieder kann Irinje Linjan überzeugen wenigstens einen Boten an die Adelsmarschall nach Festum zu schicken, um diese zur Sachlage zu informieren.

Die Helden werden von Linjan gebeten (was einem „...bitte verlassen sie nicht die Stadt, falls wir zu dem Fall noch Fragen haben…“ nahe kommt und zwischen den Zeilen einem Befehl nahe kommt) hier im Lager zu bleiben, bis der Bote wieder aus Festum mit Nachricht zurück kommt.

Nachdem alles gesagt wurde, verabschiedeten sich die Helden und wollten gerade aus dem Zelt treten, als sie von Irinje zurückgehalten werden. Die Geweihte bat um ein privates Treffen in einer Stunde zwischen den Helden und ihr. Eine entscheidende Wendung könnte sich anbahnen.