Auf dem Weg zum Finale: DerPraiot und das Irrenhaus

...glücklicherweise war Gamrik schnell genug, um sie aufzufangen und sicher in seinen Armen zu halten.

Ganz fasziniert von der wunderschönen Frau, die er gerade in den Armen halten durfte, verblasste die Welt um ihn herum. Er erblickt ein weißes Pferd, eine Stute, seitlich vor ihm. Therinja erhebt sich mit einer Eleganz aus Gamriks Armen, die Gamrik den Atem stocken lässt. Und das liegt nicht an dem betörenden Parfum, das Gamrik in die Nase steigt.

Spieler: Holger (Berichterstatter), Christoph, Sascha, Christian (GM)

„Gamrik, mein Geliebter“ spricht sie, als sie mit fließender, halbdurchsichtiger seidener Schleierkleidung sich zu einem Tischchenen neben eine prächtigen Zelt bewegt.

Die weiße Stute neben ihr stehend, schenkt sie Wein aus einer Karaffe von dem Tischchen in einem Kelch und reicht diesen Gamrik mit den Worten „Meine Schwester braucht Hilfe und es würde mich freuen wenn du auch ihr beistehen würdest.“

Sie kommt zu Gamrik zurück und fügt noch hinzu: „Das Land erwacht.“

„Steht ihm zur Seite.“, flüstert sie zärtlich ins Ohr, während ihre Finger sanft über Gamriks Kinn gleiten. Nachdem sie sich von Gamrik löst, wirft sie einen verführerischen Blick über die Schulter, und in diesem flüchtigen Moment fängt Gamriks Blick ein zartes Rosen­tattoo auf ihrer rechten Wade ein.

Mit diesem letzten Blickt verblast die Vision und der Speisesaal erfüllt wieder Gamriks Blickfeld und er hält weiterhin die bewusstlose Therinja in den Armen. Kann er da eine Lächeln in ihrem Gesicht erahnen?

Langsam dämmert es Gamrik, das er wohl gerade ein göttliche Vision hatte. Weiße Stute, Wein, Zelt, tätowierte Rosenranken und ein verführerischer Auftritt. Gamrik ist überzeugt, dass die Göttin Rahja zu ihm gesprochen hat. Nur welcher Schwester soll er helfen? Oder gar dem erwachenden Land? Er, der nicht mal seinen eigenen Platzt in der aventurischen Welt kennt.

Es dauert einige Augenblicke, bis Gamrik realisiert, das Bruder Stane mit ihm spricht, ihm für seine Reaktionsschnelle dankt und ihn bittet, Therinja auf die soeben herbeigeschaffte Trage zu betten. Bruder Stane verlässt mit den beiden Pflegern, die die Trage tragen, den Speisesaal um Therinja auf ihr Zimmer zu bringen.

Für die anderen sind nur ein paar Sekunden vergangen, das Gamrik in dieser Zeit abwesend in die Luft gestarrt hat, ist im allgemeinem Tumult untergegangen.

Aber das jemand hinter den Helden, ein „Oh noch jemand der Goblinisch sprechen kann“ gemurmelt hat, haben auch Gieselhold und Gerald mitbekommen.

Als sich die beiden umdrehen erblicken sie mehrere Personen, Sonnenlegionäre, Gäste, Besucher und Pfleger. Da die Stimme männlich geklungen hat, kommen vier Personen in Frage, einer der beiden Sonnenlegionäre, die die Eingangstür bewachen, ein Pfleger und zwei Besucher, wohl Bronnjare nach dem äußeren zu urteilen.

Gieselhold fragt direkt nach: „Wer hat gesprochen“. Allerdings mit wenig Erfolgt. die Sonnenlegionäre ignorieren ihn völlig, die Bronnjare blicken ihn an, wie er, ein Gemeiner, es wagen kann sie derart anzusprechen. Lediglich der Pfleger reagiert auf die Frage in einem „nix gesehen, nix gehört, nix gesagt“ und verkrümelt sich schnell. Gieselhold ist klar, dass der Pfleger gerade alles sagen würde, um zu versichern unschuldig und unbeteiligt zu sein.

Gerald sucht das direkte Gespräch mit einem der beiden Bronnjaren, der sich als Vito von Elkauen-Schossko vorstellt. Aber schnell mischt sich dessen Ehefrau – Prainike Eslamsrodener, offensichtlich aus dem Mittelreich - in das Gespräch ein und ereifert sich über den Leiter der Anstalt Abt-Baron Jolomar von Korswandt, ob dieser überhaupt noch Herr der Lage sei. Und außerdem habe man doch die verantwortliche Norbardenhexe bereits gefunden. Kurzen Prozess sollte man mit der machen und die Sache sei gelöst. Nachdenklich blickt Gerald den beiden hinterher, als diese sich auf ihr Zimmer zurückziehen. Dabei fällt ihm auf das Prainike ein kleines weißes Schild mit goldenen Rand als Abzeichen trägt. Irgendwoher kennt er das...

Generell brodelt die Gerüchteküche im Speisesaal, unter Anderem fallen folgende Aussagen:

  • … hängt die Norbardenhexe ...
  • … die von Ilmenstein spielt das doch nur vor, um Aufmerksamkeit zu erhalten …
  • … der Abt-Baron soll das jetzt mal endlich klären …
  • … die Armen, werden immer und immer wieder von Dämonen besessen …

Was hilfreiches ist jedenfalls nicht mehr herauszufinden, deshalb beschließen die Helden den Speisesaal zu verlassen und draußen generell die Geschehnisse der letzten Tage Revue passieren zu lassen.

Sie sind sich jedenfalls soweit einig:

  • Hier ist was Großes oder zumindest was anderes im Gange
  • Das hat alles mehr oder minder zeitgleich mit dem Massaker in Hinterbruch angefangen
  • Ist Neesdan von Schlüsselfels-Dornacker wirklich von Gerbald von Rukenau besessen?

Gamrik erzählt von seiner Vision von Rahja. Worauf Gerald witzelt, dass das wohl nur ein von Gamriks Tagträumen sei. Was aber nicht sein kann, denn dann wäre es nach Gamriks Geschmack mehr zur Sache gegangen und die Botschaft wäre niemals so kryptisch. Nichtsdestotrotz scheint Gamrik eine Art Aura zu umgeben, als wenn er von ihnen heraus leuchten würde, als wenn sich sein betörendes Auftreten selbst manifestiert hat. Gamrik selbst bemerkt davon nichts, ihm geht’s einfach nur ausgezeichnet. Seine Kumpels erzählen ihm auch nichts davon, sonst wird sein Ego noch größer...Nach einiger Diskussion beschließen die Helden zurück in den Speisesaal zu gehen um sich nach Neesdan zu erkundigen, um hier evtl. noch mehr zu erfahren.

Der Speisesaal ist mittlerweile leer, nur einige Leibeigene reinigen den Raum. Während die Helden sich nach jemanden umsehen, kommt Travine die Treppe zum Speisesaal herunter um just neben den Helden ebenfalls einen Anfall von Besessenheit erleidet und ebenfalls in Gamriks Armen zusammenbricht.

Die Leibeigenen im Saal würden am liebsten im Boden versinken und Bruder Rochnow eilt kurz darauf ebenfalls die Treppe herunter, bedankt sich bei den Helden für die Hilfe und übernimmt – wie Bruder Stane zuvor – mit Pflegern die Patientin.

Die Helden nutzen die Gelegenheit und fragen bei Bruder Rochnow nach Neesdan, Bruder Rochnow verweist dazu an Bruder Littjew, da dieser Verantwortlich für diesen Patienten ist. Dieser befindet sich aber aktuell in einer Behandlung und steht nicht für Fragen zur Verfügung.

Während des kurzen Gesprächs begleiten die Helden Bruder Rochnow in den ersten Stock des Palas. Während Bruder Rochnow und die beiden Pfleger Travine in ihre Kammer bringen beobachten die Helden den Abt-Baron bei seiner Nachmittagsvisite, das Wohl seiner Patienten liegt im offenbar sehr am Herzen.

Wie der Zufall es so will, öffnet sich die Türe zur Kammer direkt neben den Helden und Neesdan blickt die Helden an. Erfreut diese zu sehen bittet er die Helden schnell in seine Zelle, man habe nicht viel Zeit, gleich sie die Visite. Die Helden nutzen die Möglichkeit, um evtl. mehr aus der Vergangenheit zu erfahren, sofern Neesdan tatsächlich von Gerbald besessen ist. Einen Test von Gamrik besteht er jedenfalls, evtl. auch nur aus Zufall: Wer hat im Sumpf nach den Sachen von dem Karrenzug getaucht? Neesdan deutet auf Gieselhold, und dann auch auf Gamrik, er habe ganz besonders geholfen…

Neesdan erzählt, damals haben sich die Goblins hier verschanzt, wohl um ihren Kultplatz zu schützen. Erst als Kor in der Schlacht erschien, konnten die Theaterritter die Schlacht für sich entscheiden. Und mit dem Verlust der Kultstätte wurde scheinbar auch der Kampfeswille der aller Goblins gebrochen, die Schlacht markierte den Anfang vom Ende des Befreiungskriegs der Theaterritter gegeben die Goblins im Bornland.

Auf die Frage nach den Vielhaupten und dem Widderhorn weicht er aus, gibt vor nichts zu wissen bzw. sich an nichts erinnern zu können. Seine Adjutant Thuronia von Beilunk kann bestimmt Details nennen, dumm nur das diese zur Zeit nicht vor Ort sei...und – in Gedanken ergänzen die Helden – auch seit ca. 800 Jahren tot ist.

Als es anfängt richtig interessant zu werden, platzt der Abt-Baron ins Zimmer zu Visite. Erstaunt über die Anwesenheit der Helden verweist er diese aus der Kammer des Junkers und ermahnt die Helden im Anschluss, den Junker in seiner Phantasie Gerbald von Ruckenaus zu sein nicht zu bestärken, aber auch dies ihm Gegenüber auch nicht komplett zu verneinen. Und an Gamrik gewandt meinte er, dass er es begrüßen würde, wenn Gamrik sich sorgfältig auf die Verhandlung vorbereite und seine Fokus darauf legen würde.

Da die Zimmer der Helden auf dem selben Stockwerk liegen, beziehen die Helden diese erst einmal und lassen die Ereignisse der letzten beiden Stunden Revue passieren. Mit seinem seelsorgerlichen Wissen und Erfahrung bestätigt Gamrik, das Therinja wohl eine echte Besessenheit durchgemacht habe. Bei Travinia ist er sich nicht so sicher, alle Zeichen deuten auf Besessenheit, aber auch zu perfekt, evtl. ist da auch noch mehr als nur Besessenheit. Wäre eindeutig interessant diesem nachzugehen.

Die Zimmer:

Gamrik erhält als Verteidiger ein eigenes Zimmer mit Schreibpult, während die anderen sich ein Zimmer teilen. Die Zimmer liegen im ersten Stock, am Ende des Ganges gegenüber. Beide Zimmer haben Fenster, aus denen man sich in der Not durchquetschen und runter klettern kann, naja zumindest Gieselhold. Die Fenster sind aktuell verschlossen (üblicherweise: ein mit Tierhaut bespannter Holzrahmen (für etwas Licht) und die Lücken mit Stroh ausgestopft) um die die Kälte möglichst draußen zu halten. Von den Zimmern bis zum Treppenhaus sind es ca. 20m, durch eine Tür, die den Patienten-Gäste-Trakt von den Bediensteten-Angestellten-Wächter-Trakt trennt, und damit an den beiden (Wach-) Kammer der Sonnenlegionäre vorbei. Hinter dem Treppenhaus liegen die Kammern des Pflegepersonals.

Wie die Helden in der Zwischenzeit mehr als einmal erklärt bekommen hat, befolgt man hier im Praioskloster strengstens einem Zeitplan in dem der Tag eingeteilt ist. Man könnte sein Vinsalter Ei danach stellen, wenn man eines hätte:

  • 06:30 – Morgengebet (und damit Ende der 4. Nachtwache)
  • 07:00 – Frühstück
  • 08:00 – Arbeit & Krankenpflege
  • 12:00 – Mittagsgebet
  • 13:00 – Mittagessen
  • 14:00 – Arbeit & Krankenpflege
  • 18:00 – Abendgebet
  • 19:00 – Abendessen
  • 20:00 – Freizeit
  • 22:00 – Strengste(!) Nachtruhe (und damit Beginn der 1. Nachtwache)

Hinzu kommen die üblichen Nachtwachenwechsel:

  • 01:00 – Beginn der 2. Nachtwache
  • 03:00 – Beginn der 3. Nachtwache
  • 05:00 – Beginn der 4. Nachtwache