Auf dem Weg zum Finale: Verteidigung der Unschuldigen? Nein, finden eines anderen Schuldigen!

Es ist der 29. Firun 1039, die ganze Welt ist ein Irrenhaus und hier ist die Zentrale. Ok, hier nennt man es Sanatorium für seelisch belastete Gemüter. Wie war das nochmal? Auch Gerald überlegt sich selber einzuweisen? (Gamriks Talentprobe auf Heilkunde Seele: 20, 20, …)...

Spieler: Christian (GM), Holger, Christoph, Sascha, Uwe

Aus den Krankenaktenrecherchen von Gamrik (29. Firun Vormittags):

  • In den letzten Wochen, gab es vermehrt Vorfälle mit Patienten die in fremden Zungen sprachen (Notiz Gamrik: Vermutung Goblinisch)
  • Besonders betroffen scheint Therinja III. von Ilmenstein zu sein.
  • die Vorfälle begannen fast Zeitgleich mit der Einlieferung von Therinja vor ca. 2 Wochen
  • Oft wird bei den Diagnosen nicht hinreichend zwischen seelischen Leiden und Besessenheit unterschieden. Bei Gamrik entsteht der Eindruck, dass eventuell die Akten auch nicht mit der nötigen Sorgfalt geführt werden.
  • Notiz Gamrik: liegt evtl. auch am Wissen und der Erfahrung der behandelten Ärzte/Mönche, z.B. hat Bruder Stane die Betreuung von Therinja von Bruder übernommen, wobei Stane der erfahrener Arzt ist. Sprich eine Besessenheit würde ggf. gar nicht erkannt…?

Geschichtliches

  • Theaterritter Orden: gegründet 3 n BF in Arivor zu Vertreibung der Goblins aus dem Lieblichen Feld.
  • später dann auch im Bornland
  • Goblins: haben keine eigene Geschichtsschreibung (Notiz Gamrik: zumindest die heutigen Goblins im Bornland)
  • Goblins: einst herrschte die mächtige Schamanin Kunga Suula (?) über alle Goblins im Bornland. (Notiz Gamrik: angeblich soll sie unsterblich sein)
  • Bornland: Rondra ist die wichtigste Gottheit im Bornland, ins Besondere bei den Bronjaren, beim Volk geht die Tendenz eher zu Travia und Peraine.

Da Therinja mit der Begründung der eigenen Höhenangst nie die Gottesdienste besucht, bleibt Gamrik zum Mittagsgebet zurück, um sie zu überwachen. Die Pfleger lassen Therinja nach der Visite in ihrem Zimmer zurück, anfangs bemerkt Gamrik nichts verdächtiges, dann hört er ein krudes Gerumpel aus der Richtung in der Therinjas Zimmer liegt. Nachsehen wollte Gamrik nicht. Alleine, ohne Anstandsdame, das Zimmer einer geisteskranken und damit hilflosen Frau betreten könnte man auch anderes interpretieren. Später, als die ersten Bewohner und Pfleger vom Gebet zurückkommen, ist es nicht mehr möglich. Einer der Pfleger will Therinja zum Mittagessen abholen und findet diese bewusstlos in ihrem Zimmer. Möglicherweise eine erneute Besessenheit?

Vor dem Mittagesgebet bzw. während des Mittagsessens unterhalten sich Geron und Gerald mit den Pflegern und Sonnenlegionären. Gerald mit dem Pfleger, der der alles für gespielt hält, und die Insassen sich nur wieder mal einen Spaß mit den Pflegern machen. Geron unterhält sich mit der Sonnenlegionärein Marissja (?) über die Arbeit und die Sicherheit des Klosters. Marissja ist von deren Sicherheit des Klosters fest überzeugt. Dabei erwähnt Geron das Licht auf dem Turm, was Marissja verwundert, da kein Lichtzeichen vorgesehen waren. Geron ist fest überzeugt, das sie dem Abt Baron davon berichten wird. Nichtsdestotrotz verabredet sich Geron mit Marissja um 18 Uhr nach deren Dienstende am Klostertor, um gemeinsam die Schwitzhütte im Dorf zu besuchen.

Beim Mittagessen bekommt Geron ein Gespräch zwischen Rochnow und Emjan, einem Insassen aus dem Keller, mit: Rochnow: “Hast du jetzt eigentlich schon das Zweite oder das Dritte gefunden?” Emjan bring Rochnow mit einem Blick zum schweigen. Trotzdem hört Geron noch, dass sich Emjan bei Rochnow darüber beschwert, das er nicht verhindert, das seine Zelle inspiziert wird. Verdächtig! Vor allem da die beiden eher verklausuliert sprechen.

Nach einem kurzen Mahl besuchen Gamrik und Gerald die Zibilja Fetanka. Der wachhabende Sonnenlegionär sieht überrascht von seinem Mittagsmal auf, trägt aber die Besucher ein und bringt die beiden zur Zelle Fetankas. Auf dem Weg dorthin kommen die Helden an drei Zellen vorbei, die erste ist belegt, in der zweiten befindet sich wohl Tirulf und bei der dritten und vierten ist nichts zu hören.

Bei der Zibilja übergeben Gamrik und Gerald die Geschenke und den Seffer Manich, die Sippenchronik der Jantareffs. Zudem informieren sie Fetanka über die aktuelle Lage im Norbardenlager:

  • Dascha will die notwendige Formalitäten mit der Anmeldung der im Gebiet des Abt Barons nicht durchführen → Fetanka bittet die Helden, “ihre” Unterstützer im Lager damit zu bitten Dascha von der Notwendigkeit dieser Formalität zu überzeugen.
  • Dascha könnte mit der Sippe weiterziehen, da ein mögliches gutes Geschäft in Norburg in Aussicht stehe. Das würde bedeuten, dass die Sippe Fetanka einfach zurückzulassen. Davon ist Fetanka wenig begeistert, und Gamrik denkt bei sich, dass dies die Sippe endgültig zerreißen würde.

Zudem berichtet Gamrik über die Besessenheit, und einige Details, z.B. die Aussage in altertümlichen Garethi: “Gib Stolz und Ruhm der Macht der Meute”. Bei diesen Worten horcht Fetanka auf, und erklärt, diese Zeile stammt aus einem alten Gedicht, das in ihrem Seffer Manich stehe. Vor Monaten schon habe sie Graf Alazer und der gelehrte Herr Olko gebeten in ihrem Seffer Manich nach Informationen zu Goblins zu recherchieren. Unter anderem ist ihr dabei auch dieses seltsame Gedicht zu Goblins aufgefallen. Das Gedicht ist so seltsam bzw. das was das Gedicht von Goblins beschreibt so unrealistisch, dass sie schon sehr lange darüber nachdenkt. Und Fetanka hält es für sehr unwahrscheinlich, das die beiden mit der 18-jährigen Therinja III. von Ilmenstein über das Gedicht gesprochen haben, woher soll sie also davon wissen und daraus zitieren. Also doch eine echte Besessenheit? Aber Goblingeister gibt es nicht bzw. in der Literatur es gibt keine dokumentierten Fälle von Erscheinungen oder erfolgreichen Beschwörungen von Goblingeistern, sagt Gerald. Auch der nicht vorhandene Totenkult der Goblins passt irgendwie dazu: Für Goblins gibt es kein „Nach dem Tod“ oder „im ‚Jenseits’ warten die Seele der Toten auf uns“ oder ähnliches. Damals in Festum war es allen Goblins, auch den Kindern, total egal, dass die toten Goblinkinder teilweise von Ratten und Hunden angeknappert wurden...

Das Gedicht stammt, laut Fetanka bzw. den Aufzeichnungen im Seffer Manich, von ca. 80 n. BF, und ist in Alt Alaani verfasst (der einfacher halber für den interessierten Leser hier in lyrischem Garethi verfasst):

Außerdem erfahren wir, dass das Seffer Manich mehrmals „repariert“ bzw neu zusammengesetzt werden musste. Daher sind die Seiten nicht mehr in chronoligischer Reihenfolge. Das macht jede Suche schwierig, da die Folgeseite im Buch nicht die „nächste Seite“ in den Aufzeichnungen ist...