Auf der (Blut-) Spur III
23. Firun – abends
Die Helden verursachen mit ihren Informationen zu Hinterbruch eine lebhafte Diskussion in der Sippe der Jantareffs, die letztendlich zu einer Diskussion über eine grundlegende Ausrichtung der Sippe führt:
- jede Art von Handel ist erlaubt, der nicht erkennbar Missbrauch oder Verbrechen führt. Konkret, Graf Alatzer aus Hinterbruch wegzulocken, bedeutet nicht eine Mitschuld an dem Massaker in Hinterbruch. Das ist die Position der alternden Muhme Dascha
- Man ist verantwortlich für sein Handeln und auch was daraus entsteht. Die Position der Zibilja Fetanka
Trotz allem nehmen die Helden die Einladung der Norbarden an, die Nacht im Lager zu verbringen.
Spieler: Holger (Berichterstatter), Sascha, Christoph, Christian (GM)
An diesem Abend macht Gamrik noch einen Deal mit Fetanka, sie versucht im Seffer-Manich, der Sippen Chronik was um ca. 300 BF dort niedergeschrieben steht, im Gegenzug teilt Gamrik sämtliche Informationen zu den Absonderlichkeiten, die gerade im ganzen Land stattfinden mit Fetanka zu teile.
Gerald möchte zudem noch den einen Handel abschließen. Und natürlich versuchen die Norbarden die Helden über den Tisch zu ziehen, mit ihrem „Ätze geben“. Beim Versuch Pfeilblüten zu erwerben, haben sie damit auch Erfolg, aber Gerald lässt sich auf den Handel nicht ein. Beim Versuch, die überflüssigen Waren der Helden zu Geld zu machen, setzt sich Gerald erfolgreich durch, nicht nur das die Norbarden mit ihrer Verhandlungstaktik scheitern, er holt auch noch den letzten zusätzlichen Heller raus, gute 39 Batzen Gewinn für die Helden.
Am Abend mischen sich die Helden unter die Sippe der Jantareffs, nachdem das Eis gebrochen war erhalten die Helden auch ihre Waffen wieder zurück. Gerald führt ein Gespräch mit Fetanka über die Götterwelt der Norbarden. Gieselhold liefert sich ein Duell mit den Jungen Gestroj der Sippe, man schleicht sich aus der Wagenburg um eine Kletterwettkampf zu führen. Ruf den Baum und wieder runter. Überraschenderweise gleichstand, nichts desto trotz endet alles in einer gewaltigen Schneeballschlacht. Gamrik führt ein Gespräch mit Alriksej Jantareff, geborener Trebritzki und ist tatsächlich der Bruder von Zibilja Tuminka Trebritzki. Zudem hat Alriksej eine überraschend unabhängige Sicht … für einen Norbarden Mann. Zumindest weiß er, wie er sein Schicksal zumindest etwas zu seinen Gunsten wenden kann. Und er scheint auch mit den Gedanken zu haben, ein völlig unabhängiges Leben zu führen. Zudem probiert Gamrik seine neuen „Norbardinnen Anmache“ Strategie aus: er gibt den zurückhaltenden, schüchternen Jüngling und wird auch prompt von Luta, einer 14jährigen, angebaggert. Trotzdem beschließt Gamrik erstmal sich weiter zu zieren. Nicht das er nicht wollen würde, aber er will definitiv nicht wie so mancher Norbardenmann – oder Geron – enden, dem man am Ende nur noch sagt, wann, wo und wem er beiliegen soll. Aber es sind die Norbardinnen, die nicht wissen was ihnen entgeht...
24. Firun
Als die Helden am morgen ins „Mensazelt“ kommen, hat sich die Diskussion von Vortag weiter vertieft, die gesamte Sippe scheint nur noch über dieses Thema zu diskutieren. Wie geht man mit dem Thema Handeln in Zukunft um und konkret, schließt man den aktuellen Handel noch ab. Es gibt viele Argumente für und wider, kurzfristige und langfristige Strategien, Vor- und Nachteile. Wie es scheint können oder müssen die Helden eine Entscheidung in dieser Frage herbeiführen. Das wird nicht so einfach werden, da sie „nur“ Männer sind, die nicht mal zu Sippe gehören. Letztendlich nutzt es den Helden, wenn die Sippe sie freiwillig zu ihrem letzten gesuchten Verdächtigen führt: Anshag von Rodebrannt-Ask, einem Rondrageweihten (wissen wir das mit Sicherheit) und vermeintlicher Mittäter des Massakers in Hinterbruch.
Mit einigen guten Argumente – Schutz vor Zahlungsausfall in Höhe von 300S, ein gutes Wort in Hinterbruch einlegen, .. - und ein paar absoluten dämlichen Argumente – die haben einen Perldrachen… - die Sippe in Richtung von Fetankas Standpunkt zu drängen. Zwar nicht so wie Gamrik es in mittelreichischen Art angegangen wäre – rauf auf den Tisch und eine mitreisende Ansprache halten – sondern den Rat von Alriksej folgend, in vielen kleinen bilateralen Gesprächen die Norbardinnen und Norbarden nach und nach umzustimmen. Immerhin war es letztendlich von Erfolg gekrönt und die Muhme Dascha beugt sich der Mehrheit der Sippe.
Mit Fetanka, die für die Detailklärung des weiteren Vorgehens durch die Muhme beauftragt wurde, vereinbaren die Helden, getrennt zu reisen und sich in drei Tagen an der Abzweigung nach Korswandt wieder mit den Norbarden zu treffen.