Bei den Prischkaj
Am nächsten Morgen, den 01. Boron 1039BF, nach einer relativ bequemen Nacht im zugewiesenen Nachtlager, begeben sich die Helden auf die Suche nach einem Frühstück. Vor ihrem Nachtlager werden sie schon von zwei Norbarden Amrun und Soldarjan erwartet. Die beiden stellen sich als ihre Ansprechpartner und Begeleiter – d.h. Wachen – bei den Norbarden vor. Die beiden weisen den Helden den Weg zur Kombüse.
Spieler: Holger (Berichterstatter), Christoph, Udo, Christian
Dort wird den Helden ein reichhaltiges Essen – meist aus Fisch – und heiße Getränke serviert. Die Helden beteiligen sich an zahlreichen Gesprächen, gefühlt scheint fast die gesamte Sippe in der Kombüse vorbeizukommen – um die Besucher von außerhalb selbst zu betrachten. Und für die Jüngsten der Norbarden, sind die Helden offenbar Versuchskaninchen um ihre Verhandlungskünste zu erproben, auch wenn sie meist sofort von anderen Sippenmitgliedern wieder von den Helden weggeholt werden. Die Versuche der Helden, etwas über die Norbarden selbst und ihrer Lebensweise herauszufinden, bleiben mehr oder weniger erfolglos, wenig ist zu erfahren und es scheint fast, die Norbarden hätten ihre Antworten untereinander abgestimmt. Nebenbei flirtet eine der Norbardinen – Slanka ihr Name – eifrig mit Geron, offensichtlich sehr interessiert an den muskulösen Helden.
Nach etwa einer Stunde, werden die Helden von Amrun und Soldarjan gebeten ihnen zu folgen, die Mumme Anka Prischkaj – die Cheffin der Sippe – ist bereit die Helden zu empfangen. Nach der Begrüßung und etwas Small Talk zwischen Gamrik und den verschiedenen Personen des Ältestenrats – wobei eine etwa 30 jährige Frau mit eisgrauen Haar hier nicht so recht ins Bild passt – erläutert Gamrik ihr Anliegen, auch mit Verweis auf ihren Auftrag durch das Handelshaus Surjeloff, was zuerst mit ungläubigen Missfallen aufgenommen wird.
Nach Überreichen und Überprüfung des Beglaubigungsschreiben, entspannt sich die Lage wieder, ja wird sogar gefühlt etwas freundlicher. Immerhin erfährt Gamrik durch seine Alaani Grundkenntnisse – die er nicht offenbart – durch die Hintergrundgespäche das ein oder andere.
Norbarden sind nun mal aus tiefsten Herzen Händler, und wie üblich verknüpfen sie ihre potentielle Zusage zum Beginn von Verhandlungen mit den Festumer mit – aus Sicht der Helden – einem Handel. Einen, den die Helden wieder erfüllen müssen. Immerhin können sie „herauskitzeln“ um was es sich handelt und kaufen nicht „die Katze im Sack“: Sie sollen ein „Phänomene“ – herumfliegende Gegenstände – auf einem der Hausboote untersuchen, klären und letztendlich Abhilfe schaffen. Auf den Verweis, dass die Helden keinerlei Magiebegabung haben, um derartige Phänomene zu untersuchen, scheint Anka bzw. den Ältestenrat nicht beunruhigt zu sehen. Vielmehr sind sie davon überzeugt, dass die Helden dies schon lösen werden.
Des weiteren gibt Anka ihre Einschätzung der Lage den Helden mit: Das Boot wird in erster Linie von Dunjeff bewohnt. Und auf ihn hat Norna, eine Hexe, die in der Nähe des Sees eine Hütte bewohnt, ein Auge geworfen. Da sich Dunjeff ihr verweigert, hat sie einen Fluch auf das Boot verhängt, der diese „Phänomene“ verursacht.
Dunjeff selber ist trotz seines Alters von 30 Jahren bis jetzt unverheiratet. Leider komme er seiner Pflicht sich endlich für eine Ehefrau sich zu entscheiden nicht nach. Bewerberinnen geäbe es genügend, immerhin ist er sehr gutaussehend.
Nachdem die Helden eingewilligt haben – mit Spucke und Handschlag – sich der Sache anzunehmen, werden sie von Amrun und Soldarjan zu Werkstatt des Zimmermanns der Sippe begleitet. In einem der Zimmer sei auch der Schlafverschlag von Dunjeff. Auf das Klopfen der Helden antwortet, eine grummelige Stimme.
Nach einem kurzen Blick in die Werkstatt durch Amrun, meint dieser ganz eilig zu seiner Schwester zu müssen, da diese dringend seine Hilfe benötige.
„Deine Schwester?“, erwidert Soldarjan grinsend.
„Da komme ich natürlich mit“.
Woraufhin er sich eine Backpfeife von Amrun einfängt. Die beiden ziehen ab, was bedeutet, dass die Helden können sich ohne Aufsicht bewegen könnten.
Gamrik öffnet die Tür und schlägt diese sofort wieder zu. Krachend schlägt ein Gegenstand von Innen gegen die Tür. Beim zweiten Versuch schlüpfen die Helden schnell durch die Werkstatt und hinein in die Kammer von Dunjeff – mit fünf Leuten mehr als überfüllt. Immerhin hat Dunjeff schon eine Unterhose an. Und eine Alkoholfahne, und das früh im 11 Uhr. Nach kurzem hin und her bittet Dunjeff die Helden draußen zu warten und erscheint tatsächlich wenig später ebenfalls.
Gieselhold meint zuvor noch ein gemurmeltes „Ich bin gleich zurück“ von drinnen gehört zu haben, kann aber im Moment nichts damit anzufangen.
Dunjeff geleitet die Helden zurück zu Kombüse, die um diese Uhrzeit ziemlich leer ist. Das Gespräch mit ihm bringt wenig Licht in die Angelegenheit. Dunjeff ist ziemlich zugeknüpft und die Helden wollen ihn nicht mit den bisherigen unbewiesenen Vermutungen angehen. Das einzige nennenswerte ist, das diese Vorkommnisse vor ca. zwei Wochen begonnen haben. Allerdings stellt sich – wie bereits vermutet – heraus, das Dunjeff ein Alkoholiker ist, und er erhält – auf Anordnung seiner Schwester – hier auf den Booten keinerlei Alkohol, sondern nur Wasser. Im Laufe des Gesprächs kommt seine Schwester Slanke in die Kombüse. Genau die Slanke, die Geron schönen Augen macht. Wie eine Furie geht sie zuerst Rilka, die Küchenchefin und dann ihren Bruder an, der wie ein kleines Häufchen Elend am Tisch sitzt. Gamrik kann Slanke soweit beruhigen und schickt sie zusammen mit Geron nach draußen. Am Ende des Gesprächs beschließen die Helden zurück zur Werkstatt zu gehen.
Slanka flirtet erneut heftig mit Geron und lädt ihn zu einem gemeinsamen Abendessen zu sich ein, sie ist offensichtlich auf „Brautschau“. Geron ist davon weniger begeistert, und lässt Slanka ziemlich rüde abblitzen.
Zurück bei der Werkstatt, bittet Dunjeff um seine Werkzeugkiste – welche die Helden holen – und verabschiedet sich dann, mit den Worten er müsse noch eines der kleineren Boot reparieren.
Zunächst etwas ratlos stehen die Helden vor der Werkstatt, bevor erst Geron und dann Gieselhold von dem gehörten bei ihrem ersten Besuch berichten. Daraufhin durchsucht Gieselhold still und leise den Schlafverschlag von Dunjeff und findet – neben den erwarteten versteckten Alkohol – einige merkwürdige Gegenstände:
- schwarzer Haarsträhne mit Perle in einem gefalteten Papiertütchen
- Armband mit Muscheln
- Zettel mit dem Namen Hurta aufgekritzelt
Was es wohl damit auf sich hat? Nach anschließender Beratung haben die Helden die folgenden Möglichkeiten für ihr weiteres Vorgehen:
- Die Hexe Norna aufsuchen, und ihre Version der Geschichte anhören. Ob sie Fremden gegenüber mehr sagt als Dunjeff ist unklar?
- Dunjeff mit den vermeintlichen Fakten konfrontieren, auf das er mehr von sich aus sagt. Kann auch nach hinten losgehen und er sagt gar nix und verweigert jegliche Mitarbeit.
- Dunjeff beschatten, ob er sich mit jemanden offenbar heimlich trifft. Wohl die aktuell beste Möglichkeit mehr rauszubekommen, auch wenn es Zeit kosten wird.