Bezaubernde Schönheiten
So...die Schlägerei wird mit einem Lichteffekt (zum Leid von Geron) beendet, Valmir, Gieselhold und Gamir stürmen in der Menge der Gäste aus dem Zelt, während Geron verwirrt und erblindet zurückbleibt. Kaum dass sich die Menge verlaufen hat, tauscht auch schon die Stadtwache auf. Und beginnt den Wirt zu befragen, was da los ist. Dieser beschwichtigt die Stadtwache und nimmt Geron in Schutz. "Es sei doch nur freundschaftliches Knuffen gewesen. Nix schlimmes" und der Mann hier, Geron, und sein Rausschmeißer des Abends, Nirnwulf, ist mindestens genauso unbeteiligt. Das Leben muss weitergehen und schon betreten die ersten Gäste wieder das Bierzelt. Darunter auch Gieselhold und Valmir, die sich zu ihrem Freund Geron gesellen. Der Offizier der Stadtwache ist misstrauisch (hoffentlich geht das gut...), aber nach längerem hin und her gehen die Wachen wieder. Und wenn man schon dabei ist, so tauscht man sich aus und der Zwerg, Gimbar und Besitzer der Kneipe Gimbars Gesellige Gaststube in der Südstadt von Angbar, erzählt den drei Helden seine Lebensgeschicht...
„Danke, danke, meine Freunde. Aber setzt euch erst mal, ich werde euch eine Runde von meinem schmackhaften Gimbarbräu spendieren.“
Nachdem ihr die schäumenden Krüge vor euch stehen habt schaut Gimbar in die Runde und fragt mit einer gehobenen Augenbraue:
„Ihr seit alle noch recht jung meine Herren. Ich meine, für Menschen. Stimmt doch, nicht wahr?“
"Also bei mir war das so: Als ich noch sehr jung war, da hatten wir in unserer Sippe Besuch vom Nachbarclan und der Waffenschmied jener Sippe hatte seine wunderschöne Tochter mitgenommen. Sie war so schön, dass ich alles um mich herum vergaß und nur noch an sie denken konnte. Auf dem abendlichen Fest kamen wir uns näher und sie war mir auch gewogen, so dass ich am nächsten Tag um ihre Hand anhielt. Doch der Waffenschmied lachte nur und meinte, dass er seine Tochter nur einem fähigen Angroscho anvertrauen würde, der es schaffe drei Aufgaben zu erfüllen. Er solle einen Meisterbrief vorlegen, um zu beweisen, dass er sein Handwerk beherrsche mit dem er eine Familie versorgen kann. Er solle den Kochwettbewerb in Angbar gewinnen, um zu beweisen, dass er eine Familie auch verköstigen kann. Und, er solle ein Monster besiegen, um zu beweisen, dass er sie und die Familie auch verteidigen kann. Kurz darauf verließen sie unsere Sippe wieder, doch ich musste jeden Tag und jede Nacht an sie denken. Und an die beinah unmöglichen Aufgaben, die ihr Vater gestellt hatte.
Doch dann passierte mir eines Tages etwas, was mein Leben verändern sollte. Ich war bei meinem Onkel Grotho in Obhut und erlernte dort das Handwerk des Waffenschmiedes.
Als ich eines Tages von einem Botengang zurück zum Stollen ging überraschte mich ein Unwetter und ich suchte Unterschlupf in einer Höhle. Weil es sich so richtig schön stark einregnete und ich so bald nicht weiter konnte, beschloss ich etwas durch die Höhle zu streifen und fand im hinteren Teil neben einem großen Stalaktiten, der wie eine an den Haaren aufgehangene Menschenfrau aussah, den Zugang zu einem verlassenen Zwergenstollen. Ja ja, so war’s. Da konnte ich natürlich gar nicht mehr anders als mich dort einmal genauer umzusehen. Und was fand ich dort? Ihr werdet es nicht glauben. Dort lagen fein säuberlich aufgestapelt Dutzende von Goldbarren. Glaubt ihr nicht? Wirklich. Ich fand dort einen Schatz der mich auf einen Streich reicher machte als den Sippenobersten…Doch behielt ich das Geheimnis für mich und ich versiegelte auch den Schacht, durch welchen man normalerweise in die Höhle gelangt. Denn der Eingang, den ich gefunden hatte, war nur durch Zufall entstanden.
Erst Jahre später, als ich meine Lehre abgeschlossen, die Feuertaufe bestanden hatte und hinaus in die Welt zog, kam ich zurück und nahm mir einige Stücke vom Schatz mit. Damit konnte ich einen der besten Lehrmeister der Schmiedekunst bezahlen, der mich sehr gut im Geheimnis des Stahls unterrichtete.
Anschließend streifte ich durch die Lande und suchte nach einem Koch, der mich in der Kunst der Nahrungszubereitung unterweisen sollte. Nach vielen vergeblichen Anläufen erinnerte ich mich an meine Urgroßmutter, die mir früher die leckersten Kostbarkeiten auftischte. Ich wanderte einen weiten Weg zu ihr, denn sie lebte in einem entfernten Land. Als ich ihr die Geschichte erzählte ergriff sie meine Hand und versprach mir, mich solange zu unterrichten, bis ich den Wettbewerb gewinnen würde. Einige Jahre später meinte sie es sei soweit und schickte mich nach Angbar. Bei der Abreise gab sie mir noch jenes Amulett, welches mir Glück bei meinem Unterfangen bringen sollte.“
Gimbar zeigt euch ein silbertalergroßes Amulett mit dem Symbol der Göttin Travia darauf, welches er um den Hals trägt.
„Ich gewann den Kochwettbewerb und so konnte ich mich an die letzte Aufgabe wagen. Ich wanderte wieder durch die Lande und suchte ein würdiges Monster, welches es zu besiegen galt. Nach einigen Jahren langer Suche konnte ich das Ungeheuer vom Drunab-See aufspüren und mit meiner Axt in Stücke schlagen. So konnte ich nach vielen Jahrzehnten zurückkehren und den Meisterbrief, den gewonnen Kochwettbewerb und das erlegte Monster vorweisen, was mich nun dazu berechtigte die Frau meiner Träume zu heiraten…Cendraxa, bring uns bitte noch ne Runde. Ja, und von dem restlich Gold konnten wir uns dann dieses Wirthaus hier leisten, denn das Wirtsleben hier in Angbar sagt mir weitaus mehr zu, als das Schmiededasein in einem dunklen Stollen.“
Als Gimbar Geschichte endet pünktlich zum Vorstellungsbeginn. Die drei verabschieden sich und machen sich auf den Weg zum großen Zelt.
Derweil ist Gamrik beim Wandern über den Festplatz bei einer Mitarbeiterin der tulamidischen Tankgruppe "hängen" geblieben: Rahjane
Für Gamrik deutlich zu früh muss sie sich verabschieden, denn sie muss heute Abend noch arbeiten.
Garmik begibt sich dann auch auf den Weg zum großen Zelt. Dort trifft er die anderen in der Lobby. Im passenden Ambiente stimmt man sich ein auf den bevorstehenden Hochgenuss von fremdländischer Kultur.
Auch die Vorstellung wird in eimem passenden Ambiente präsentiert. Man genießt so manchen bezaubernden Moment. Leider kommt es unmittelbar vor dem Höhepunkt zu einer unschönen Unterbrechung. Hinter der Bühne erklingt plötzlich ein schriller Schrei. (... Initiative bitte....)
Giselhold, springt auf und stürmt zielstrebig hinter die Bühne, Geron folgt ihm schnell, Valmir und Gamrik beobachtet checken erst mal die Lage und sehen, dass die "Security" (passend zum Umfeld zwei ältere Damen, die weiterhin in ihrem Anblick Gamrik und Valmir schmeicheln) auch unterwegs ist in den Backstage-Bereich. Giselhold sieht noch, wie eine sehr gut aussehende, in roten wallenden Schleiern gekliedet etwas mit einem Ständer versucht zu schlagen und dann umfällt. Vor ihr eine 10cm große goldige Maus mit einem Bogen in der Hand.