Das Klopf-Ritual der Zibilja
Wir sind auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt mit Junker Anshag von Rodebrannt-Ask. Mit dabei ist auch Guri, der Ehemann von Anka, da wir noch einen weiteren Jantareff als Zeugen dabei haben wollen.
Vor Ort versteckt sich Gieselhold vorsichtshalber hinter einem verschneiten Grashalm. Nur für den Fall, dass es zu einer Auseinandersetzung kommen sollte, was wir nicht hoffen. Währenddessen stehen alle anderen neben der alten toten Esche warten auf den Anshag. Plan ist erst die Bezahlung der Jantareff abzuwarten und danach ihn mit der Anklage zu konfrontiere.
Alle 20 Atemzüge wird auf den Baum 4 mal geschlagen. Der ist hohl und wirkt wie ein Verstärker und es hallen die Schläge durch das gesamte Tal.
Wie nicht anders zu erwarten, wird dies auch von anderen bemerkt. Nach ca. 10 Minuten in denen wir die Baumtrommel geschlagen haben, näheren sich von der gegenüberliegenden Seite der Lichtung, auf der die tote Esche steht ein Bronnjare mit sechs Sonnenlegionären. Nachdem er sich vorgestellt und gefragt hat wer wir sind und was wir hier auf seinem Land machen, stellt sich heraus, dass er Baron-Abt Jelomir von Korswandt und gleichzeitig auch höchster Praiosgeweihter in diesem Bezirk ist. Dann stellt er fest, dass die Zibilja ein unheiliges Ritual durchgeführt hat und läßt sie von den Sonnenlegionären verhaften, um vor einem Gericht zu klären, ob sie unschuldig sei.
Gamrik versucht erstmals den Bronnjaren das etwas genauer zu erklären, was wir hier machen und zeigt ihm den Brief, den Graf Alatzer uns mitgegeben hat. Der Brief wird aufmerksam von Baron-Abt durchgelesen und wir werden gebeten am nächsten Tag auf seine Burg zu kommen um die Angelegenheit genauer zu besprechen. Unabhängig davon sollen wir ins Dorf gehen und dort mit dem Verweis auf ihn uns ein Zimmer nehmen. Falls es Fragen geben sollte, was er bezweifelt, da er großes Vertrauen in seine Anbefohlenen hat, so mögen wir bitte einen Boten ins Kloster schicken.
Danach warten wir sicherheitshalber noch eine halbe Stunde nicht das Junkter Anshag von Reodebrannt-Ask doch noch kommt und nur etwas länger brauchte. Jedoch kommt er nicht und wir gehen zurück zu den Jantareff und berichten. Dabei ist Guri die ganze Zeit über sehr aufgeregt, wie als hätte er Hummeln im Arsch, weil die Fetanka – aus seiner Sicht – „einfach so“ mitgenommen wurde ohne das wir großartig etwas dagegen unternommen hätten.
Nach dem Bericht an Dascha geben wir den Norbarden, wie vereinbart, die 30 Batzen/Dukaten, da ihr Geschäftspartner nicht aufgetaucht ist.
Wir beschließen im Dorf im Gasthaus zu übernachten und die Norbarden ihn ihrer Aufregung erst mal alleine zu lassen. Im Dorf hören wir uns auch noch um, aber Infos bezüglich der schwarzen Ritter sind nicht zu finden. Weder ist Anshag aufgetaucht und noch wurde er gesehen.
Am nächsten Tag, den 28. Firun, gehen wir alle zur Burg. Am Tor leuten wir die Glocke und werden dann, nachdem sich die Wache informiert hat, eingelassen und in den Audienzsaal, der sich in dem secheckigen mehrstöckigen Gelassturms der Burg befindet, geführt.
Im Gespräch ergibt sich, dass Gamrik anbietet Fetanka als juristischen Beistand vor Gericht zu vertreten. Der Baron-Abt begrüßt dies. Er bietet Gamrik an, dass er hier vor Ort in der Burg seine Unterkunft haben könne, um damit jederzeit seinem Mandat nachkommen zu können.
Ohne zu zögern nimmt Gamrik dies so an und kann den Baron-Abt auch davon überzeugen, dass seine drei Begleiter auch hier ein weiteres Zimmer bekämen. Immerhin müssen die 4G’s (Gute Gerechte Glaubwürdige Genialen Helden) auch jederzeit bei der Suche nach Beweisen unterstützen können.