Der Hinterhalt – Ein Epos in drei Akten
Akt 1: Der Tag beginnt
In einer malerischen Szenerie, umgeben von schneebedeckten Landschaften, fand unsere Reisegruppe Zuflucht in einem gemütlichen Wirtshaus in Plötzingen.
Nach einer erholsamen Nacht, es war inzwischen der 22. Firun und die Wolken am Himmel verhießen den ganzen Tag Schneefall, diskutierten alle Reisenden wie ihre weiteren Schritte lauten sollten. Die Gruppe war sich sehr schnell einig, dass es nur eine richtige Antwort gab. Sie wollten der Gruppe der schwarzen Ritter sowie ihrem Gefangenen folgen, da sie hofften, dass es sich bei den Gefangenen nur um Olko handel kann. Die freundschaftlichen Bande die sich zwischen uns in den bisherigen Abenteuern geknüpft hatten, sowie der Tatsache, dass er ein guter Zeuge für die Vorfälle in Hinterbruch ist, ließen einfach keinen anderen Schluss zu.
Spieler: Sascha (Berichterstatter), Christoph, Holger, Christian (GM)
Bevor die Gruppe losziehen konnte, wollte Gamrik noch die genaue Anzahl der schwarzen Ritter klären, deshalb begab er sich zum nördlichen Stadttor. Dort angekommen, wurde er von der aufmerksamen Stadtwache empfangen, die ihm die gewünschten Informationen mitteilte. Es stellte sich heraus, dass fünf schwarze Ritter vor zwei Tagen die Stadt verlassen hatten und einen Gefangenen mit sich führten. Doch zu aller Überraschung kehrte einer der Ritter nach kurzer Zeit wieder zurück. Die Stadtwache war sich sicher, dass es sich bei diesem Ritter um einen Bronjahren handle, da er einen Bärenfellkragen trug, ein Kleidungsstück welches nur den adligen vorbehalten war. Diese unerwartete Wendung ließ Gamrik nachdenklich werden. Welche Gründe mochte es für die Rückkehr des Ritters geben? War es ein Zeichen der Schwäche oder vielleicht ein geschickter Schachzug, um die Verfolger in die Irre zu führen? Im Augenblick konnte Gamrik darauf keine Antwort geben.
Mit Entschlossenheit und Mut setzte die Reisegruppe ihre Reise in Richtung Norden nach Rivilauken fort, bereit, den schwarzen Rittern entgegenzutreten und den Gefangenen zu befreien.
Akt 2: Der Hinterhalt
Die Spuren der Schwarzen Ritter waren im Schneebelag der Straße zu erkennen. Die Straße wurde im Augenblick nur von wenigen Reisenden, meist Leibeigenen die im Auftrag ihrer Herrinnen unterwegs sind, genutzt. Darum waren die Spuren des Rittertrosses noch gut zu erkennen.
Die Gruppe folgte diesen Spuren eine Zeit lang bevor sie in einen Hinterhalt der Schwarzen Ritter gerieten. Doch die Reisegruppe war nicht so leicht zu übertölpeln. Mit wachsamem Blicken erkannten sie den Hinterhalt rechtzeitig und zogen ihre Waffen, um sich zu verteidigen.
Die Angreifer, eine Gruppe von vier – wie sich herausstellen sollte – kampferprobten Rittern, stellte sich den Reisenden aus einer erhöhten Position entgegen. Um den Armbrustbolzen der Ritter zu entgehen, bewegte sich die Reisegruppe hacken schlagend auf die Ritter zu.
Als Gamrik die Ritter, voller Mut und Entschlossenheit erreichte, forderte er einen der Ritter zu einem ehrenvollen Zweikampf heraus. Dieser Ritter, von der Herausforderung wenig beeindruckt, lies seine Armbrust fallen und zog sein Schwert und stellte sich Gamriks Forderung. Die beiden Krieger kämpften erbittert und blutig, ihre Waffen klirrten im Takt des Kampfes. Jeder Schlag war von großer Bedeutung, denn es ging um Leben und Tod.
Der Zweikampf zwischen Gamrik und dem schwarzen Ritter erreichte schon nach kurzer Zeit seinen Höhepunkt. Beide Krieger waren erschöpft, doch keiner gab auf. Mit letzter Kraft und Entschlossenheit gelang es Gamrik, dem Ritter seinen Rapier mit voller Wucht in den Torso zu rammen und somit einen wichtigen Sieg für die Reisegruppe zu erringen.
Während Gamrik einen der schwarzen Ritter durch ein Ehrenduell in Beschlag genommen hatte, kämpften Gieselhold und Gerald gegen die verbleibenden drei Ritter. Beide Helden kämpften mit aller Kraft und Geschicklichkeit, um die Oberhand über die drei Gegner zu gewinnen.
Der Kampf zwischen Gieselhold, der sein scharfes Messer führte, und den drei mutigen Rittern, die mit mächtigen Schwertern bewaffnet waren, entfaltete sich dramatisch.
Gieselhold, geschickt und schnell, versuchte, seine Gegner mit geschickten Ausweichmanövern und präzisen Stichen zu überwältigen. Doch die Ritter, diszipliniert und erfahren, stellten sich mutig dem Angriff entgegen und nutzten ihre Schwerter, um die Angriffe abzuwehren.
Durch das geschickte Vorgehen und ihrer Entschlossenheit gelang es Gieselhold und Gerald einen der Ritter schnell niederzustrecken.
Die zwei verbleibenden Ritter konzentrierten ihre hiebe nun komplett auf Gieselhold. Ihre Schwerter glitten geschmeidig durch die Luft und trafen Gieselhold mit beeindruckender Präzision. Seine Verteidigung brach im öfters zusammen, als er den konzentrierten Angriffen der Ritter nicht mehr ausweichen konnte. Mit jedem Schlag der Schwerter wurde Gieselhold geschwächter und schließlich begann sein Widerstand zu schwinden.
In den letzten Momenten seines Kampfes offenbarte sich Gieselhold die Überlegenheit der Ritter. Obwohl er tapfer gekämpft hatte, war er letztendlich den beiden Rittern mit ihren mächtigen Schwertern nicht gewachsen.
Seine müden Augen blickten auf seine Gegner, während sein Atem schwer und sein Körper von zahlreichen Wunden gezeichnet war. Die Anstrengungen des langen Kampfes haben ihren Tribut gefordert, doch Gieselhold blieb standhaft.
Mit letzter Kraft erhob er seinen Dolch, der einst stolz in der Sonne glänzte, nun jedoch von Blut befleckt war. Seine Muskeln zitterten vor Erschöpfung, doch sein Geist war noch immer voller Entschlossenheit. Er wusste, dass er jetzt dem Tod ins Auge blicken würde, doch er weigerte sich, aufzugeben.
Gieselhold spürte den Schmerz in jeder Faser seines Körpers, doch zum Aufgeben war es jetzt zu spät. Mit einem letzten Aufbäumen stürzte er auf einen seiner Gegner zu, sein Dolch in einer letzten verzweifelten Attacke erhoben. Doch die Kräfte verließen ihn, und sein Körper gab nach. Er sank zu Boden, während sein Dolch in seiner Hand zitterte.
Mit einer Kombination aus Geschick und Technik stellte sich Gerald dem Schwertkämpfer, der Gieselhold niedergestreckt hatte, entgegen, um zu verhindern, dass dieser Gieselhold den letzten Stoß geben konnte. Trotz seines Mutes und seiner Fähigkeiten erkannte Gerald, dass er gegen die überwältigende Kraft der beiden Ritter fast nicht bestehen konnte.
Die Sonne stand in der Zwischenzeit hoch am Himmel und tauchte die Szenerie in goldenes Licht. Jeder Schlag, jedes Ausweichmanöver und jeder strategische Zug wurde von beiden Kämpfern mit höchster Konzentration ausgeführt. Die Intensität des Kampfes stieg von Moment zu Moment, als die Schwertkämpfer ihre Kräfte und Fähigkeiten bis an ihre Grenzen ausreizten.
Schließlich erreichte der Zweikampf seinen Höhepunkt, als Gerald mit letzter Kraft den Klingensturm einsetzte. Ein gewaltiger Aufprall erschüttert den Boden, als einer der Ritter fiel. In diesem Moment wurde klar, wer als Sieger aus diesem Zweikampf hervorgegangen war. Gerald konnte diese Erleichterung nicht lange genießen, da noch ein Ritter übrig war. Dieser Ritter hatte sich nicht weiter in den Kampf von Gerald eingemischt, da er bereits von Gamrik herausgefordert wurde.
Auch wenn Gerald wusste, das Gamrik einen Ehrenhaften Zweikampf bevorzugte, wollte Gerald den letzten Ritter ebenfalls angreifen, um das Gefecht schnellstmöglich zu beenden. Denn Gieselhold lag ohne Lebenszeichen von sich zu geben auf dem Boden und brauchte dringend Hilfe. Je schneller der Kampf endete, desto besser.
Als Gerald versuchte den Ritter hinterrücks zu treffen, baute dieser mit seinen magischen Fähigkeiten einen telekinetischen Schutzschild auf. Dieses warf Gerald in hohen Bogen und einer blutiger Nase zurück.
Da nur Gamrik dem Ritter Schaden zufügen konnte entschied sich Gerald für einen taktischen Rückzug und suchte Zuflucht hinter den nahegelegenen Bäumen. Dort verbarg er sich geschickt, um seine Kräfte zu sammeln und eine neue Strategie zu entwickeln.
Der Zweikampf zwischen dem Ritter und Gamrik ging unvermindert weiter. Schließlich gelang es Gamrik den Ritter zu besiegen und den Kampf für sich zu entscheiden.
Nachdem alle Ritter am Boden lagen, kümmerte Gamrik sich um Gieselholds Wunden. Um ihn von Borons Reich fernzuhalten, flößte er ihm einen Heiltrank ein.
Währenddessen fesselte Gerald die zwei überlebenden Ritter, einer von ihnen war augenscheinlich die Anführerin der Ritter gewesen.
In einer Welt voller Schmerzen erwachte Gieselhold nach seinem erbitterten Kampf wieder zum Leben. Doch anstatt Erleichterung zu empfinden, wurde er von einer überwältigenden Drang erfasst, seine Beute noch zu erlegen. Sein Verstand war von einem roten Nebel umhüllt, der seine Sinne trübte und im Delirium flüsterte sein Messer ihm verlockende Worte zu.
Er kroch auf einen seiner gefesselten Peiniger zu und schlitzte ihr die Kehle auf. Doch bevor er seinem zweiten Peiniger, der Anführerin, dasselbe Schicksal zufügen konnte, traten seine treuen Freunde auf den Plan. Sie erkannten die Verzweiflung und den Verlust der Menschlichkeit in Gieselholds Augen und hielten ihn fest, um Schlimmeres zu verhindern.
In diesem Moment der Konfrontation und des inneren Kampfes wurde Gieselhold klar, dass er sich von seinem dunklen Pfad abwenden muss. Die Liebe und Loyalität seiner Freunde erinnern ihn daran, dass es noch Hoffnung gibt, selbst in den tiefsten Abgründen der Seele.
3. Akt: Das Lager der Ritter
Nachdem die Reisenden die Leichen und ihre Gefangene zusammengeräumt hatten, verfolgten sie die Spuren der Ritter zurück zu ihrem Lagerplatz. Als wir das Lager erreichten, bemerken wir sofort, dass hier etwas Ungewöhnliches geschehen sein musste.
Die Spuren im Schnee waren deutlich zu erkennen und ließen darauf schließen, dass ein Drache hier gelandet sein musste. Die Herzen der Reisenden begannen schneller zu schlagen, als wir uns an den Vorfall mit dem Perldrachen erinnerten. Außerdem fanden wir die Reste eine zum größten Teil aufgefressenen Pferdekadavers.
Doch das war noch nicht alles, was es zu entdecken gab. Die Spuren im Schnee im und um das Lager verrieten, dass sieben Personen in diesem Zeltlager gewesen sein mussten. Sechs von ihnen trugen schwere Schuhe, dies deutete darauf hin, dass sie Krieger oder Ritter waren. Ihre Fußabdrücke waren tief und kraftvoll, als ob sie sich auf eine gefährliche Schlacht vorbereitet hätten. Die siebte Person hingegen trug keine schweren Stiefel, sondern „leichtes Schuhwerk“, was darauf schließen lässt, dass es kein Kämpfer war. Vielleicht war es Olko? Würde passen...
Während wir das Zeltlager erkundeten, fiel uns außerdem noch auf, dass ein Pferd das Lager verlassen haben musste. Die Spuren führen in die Ferne und lassen vermuten, dass jemand mit dem Pferd davon geritten ist. Wer könnte es gewesen sein? War es Olko der geflohen ist oder die zwei Ritter die nicht gegen uns gekämpft hatten. Die Antwort auf diese Frage liegen weiterhin verborgen und warten noch darauf, entdeckt zu werden.
Vorerst beschließen wir nach Plötzingen zurückzugehen, um die Leichen und die Gefangene abzugeben. Leider gab es hier noch ein Problem. Alle Toten und auch die Gefangene trage Bärenfellkragen. Wir hatten also bei diesem Hinterhalt mit Bronjahren gekämpft und dabei auch noch drei getötet. Auch wenn wir verbrieft im Auftrag des Grafen Alatzer unterwegs sind, wird das zu Diskussionen mit der Obrigkeit in Plötzingen führen. Ob wir in „besonderes sicherer Verwahrung“ landen werden ist – da wir im Auftrag von Graf Alazer unterwegs sind – zwar unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen...Fehler passieren – bedauerlicherweise – immer wieder einmal...denn bei derartigen „Verwicklungen“ mit Bronnjaren kennen die Bronnjaren keinen Spaß. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird das Ganze dann in eine offizielle Untersuchung und politischen Verwicklungen mit unabsehbaren Auswirkungen münden. Wie lange sich so was dann hinziehen wird ist dann auch noch völlig unklar. Eines ist nur sicher: Lange, gaaaaanz laaaange. Und wir haben keine Zeit...was sollen wir jetzt nur (mit der letzten adeligen Überlebenden) tun?