Der reglose Körper im Fluss

(denn wir wissen ja noch nicht, obs schon eine Leiche ist)

Spieler: Christoph, Holger, Timo, Udo

Dramatis Personae

  • Josmene Greifenfurt, Akoluth im Praios Tempel zu Niemith
  • Bier-Bert, ein Bierhändler der auf dem Weg nach Greifenfurt ist um dort sein Bier zu liefern. in Bleichenstein
  • Asha Perishim, die verrückte Alte von Bleichenstein

Nach dem frühen morgendlichen Aufbruch aus Niemith in Richtung Norden, hielten die Helden ihre erste Rast mit dem zweiten Frühstück, direkt am Fluß Breite. Beim Zusammenpacken, erblicken sie auf etwas auf dem Fluß auf sie zu treiben. Nach einer kurzen Schrecksekunde stellt sich das „Etwas“ als ein menschlicher Körper heraus. Die Leiche wird kurzerhand aus dem Wasser gezogen und von Valmir gerichtsmedizinisch untersucht. Die Todesursache ist das fehlende Herz, welches fachmännisch entfernt wurde. Welchem dunklen Ritual das Organ wohl wieder dienen wird? Und vor allem Wem?

Man beschließt die Leiche zurück nach Niemith zu bringen, und einem der dortigen Tempel zur Bestattung zu übergeben. Gesagt getan. Unglücklicher Weise, ist das ein Praios Tempel. Die stellen immer so nervige Fragen und stellen jeden gleich mal unter Generalverdacht. Zum Glück ist die Geweihte außer Haus und der stellvertretende Akoluth reichlich überfordert, und Gamrik kann ihn einfach in Grund und Boden reden. Für weitere Befragungen sollen wir uns im Praios Tempel zu Greifenfurt einfinden. Die Helden sagen zu und brechen erneut Richtung Norden auf.

Auf dem gemächlichen Ritt durch die hügelige, leicht bewaldete Landschaft vernehmen die Helden plötzlich Geschreie und Kampflärm. Noch sind sie außer Sichtweite, da sich der Kampf wohl hinter der nächsten Hügelkuppe abspielt. Kurz entschlossen werden Ausrüstung und Pferde im Wäldchen links von der Straße angebunden und versteckt und die Helden nähern sich dem Kampfgetümmel versteckt durch das Wäldchen. Versteckt am Waldrand entdecken sie mehrere Wagen, besetzt von Bauern, die sich verzweifelt gegen eine Horde Orks erwehrt. Eine recht gut organisierte Horder Orks. Definitiv keine einfache Plündererbande. Etwas abseits vom Erblicken die Helden zwei weitere Orks und einen Hund, die den Kampf ebenfalls verfolgen. Offenbar der Anführer und ein Schamane- und Schmuseköter. Die Helden beschließen, direkt gegen den Anführer zu kämpfen, in der Hoffnung diese schnell zu erledigen und der rest der Horde dann hoffentlich flieht.

Gesagt, getan. Die Helden bewegen sich so nah wie möglich an ihre Ziele heran. Die Bauern werden derweil nach und nach überwältigt – aber seltsamerweiße nicht einfach abgeschlachtet. Als die Helden nah genug heran sind, bzw. es keine Deckung mehr gibt führen sie einen Sturmangriff durch, allen voran Geron. Primäres Ziel ist der Schamane. Erstaunlicherweise ist sogar Gamrik vor Gieselhold an der Reihe und greift den Schamanen an… und verspürt einen ungewohnten Zorn gegenüber Geron. Warum zum Teufel greift er sein Ziel an. Gamrik ignoriert die ungewohnten Gefühle und konzentriert ich auf den Kampf. Die Treffer am Schamanen erzeugen ein gelbes Flimmern, ein magischer Schutzschild?! Trotzdem bricht der Schamane kurz darauf zusammen, wohl doch kein Schild… Valmir kümmert sich derweil um das Kampfhündchen, das ihn immer wieder zu Boden wirft und sich in ihn verbeisst, glücklicherweise kann sich Valmir immer sofort wieder befreien und aufrappeln. Nachdem der Schamane niedergerungen ist, greifen die Helden den Anführer an, und wieder verspürt Gamrik diesen Zorn, als Geron UND Gieselhold ebenfalls auf SEIN Ziel einschlagen. Der Kampf ist kurz und brutal, wie erhofft, ergreifen die übrigen Orks die Flucht, als sie sehen wie ihr Anführer fällt.

Die Dörfler sind in schlechter Verfassung, die Hälfte ist teils schwer verletzt. Und auch die Helden haben einiges einstecken müssen. Während Valmir Erste Hilfe leistet, holt Geron die Pferde und die Ausrüstung und Gieselhold plündert… äh, untersucht die Orks. Danach setzen sich alle gemeinsam in Bewegung in Richtung des nächsten Dorfes. Dort angekommen, stellt sich heraus, das auch das Dorf Ziel eines halbherzigen Orkangriffs gewesen ist. Dank der gut gepflegten Palisaden konnte der Angriff ohne Verluste zurückgeschlagen werden. Offenbar sind gar keine Verluste zu beklagen, fast. Denn es wird ein Holzfäller vermisst, Aussehen und Statur entsprechen der der Leiche, welche die Helden am Morgen gefunden haben. Das trübt die gute Stimmung über den Sieg etwas. Gamrik sinniert zudem über seine Gefühlswallungen nach. Warum war er so zornig im Kampf auf Geron und Gieselhold gewesen? Warum nahm er es ihnen übel, das sie SEINEN Gegner attackiert haben.

Die Helden bleiben, ein zwei Tage um sich zu erholen. Gamrik will auch unbedingt das Orklager aufspüren, um die Gefahr gänzlich zu bannen, aber Gieselhold ruft ihm den Brief an den Magier von Bornsmuld ins Gedächtnis. Das sie bis zu einem bestimmten Tag in Greifenfurt sein sollen, wohl zum Schützenfest. Ein weiterer Termin für Gamriks zukünftigen Reiseführer „Feierkalender der Flusslande“. Man verabschiedet sich von den Dörflern und zieht weiter Richtung Breitenbruck im Norden.

Dort angekommen werden die beiden Orkköpfe gegen 2 Dukanten eingetauscht. Die Wirtsleute vor Ort gewähren den Helden einen 50% Rabatt auf die Übernachtung (d.h. nur 2 Dukaten für alle) inkl. einem deftigen Frühstücksbuffet.

Nach einer "anstrengenden" Abend (die Leute wollen von den Helden unbedingt erfahren, wie heldenhaft sie dieses schwarze Gezüchte ihrer praiosgefälligen Strafte zugeführt haben) fallen alle totmüde ins Bett.