Die Burg fällt – Fetanka überlebt

Geron berichtet die Ereignisse des Tages aus seiner Sicht: Wir stehen am 3. Tsa 1039 BF früh auf und Geron und Gamrik gehen zum Morgengebet, um 6:30 Uhr , Gieselhold schläft sich aus.

Der Alb-Baron ist anwesend aber nur Körperlich so scheint es, dass er total abwesend ist. Irgendetwas hat ihn gehörig aus der Bahn geworfen.

Spieler: Holger, Udo (Berichterstatter), Christoph, Christian (GM)

Er spricht mit uns und weißt auf ein Dilemma hin in dem er stecke, da es gibt da rechtliche Schwierigkeiten. Er gibt an, dass er die Gräfin von Sirmgalvis informieren bzw. beteiligen müsse um ihren Vasallen Emjan von Hursakoje intensiver befragen zu können. Und dies nehme etwas Zeit in Anspruch. Er macht klar, dass er sich an geltendes Recht halten werde.

Gamrik besteht darauf, dass der geplante Tagesplan wie versprochen stattfinden wird, jedoch weigert sich der Alb-Baron den Wunsch zu entsprechen: Es wird keine Abweichung vom angesetzten Zeitplan geben:

  • Um 12:00 Uhr wird mit der Purgation von Fetanka begonnen und er geht davon aus, dass Gamrik seine Pflichten als Verteidiger nachkommt und bezeugt, dass an Fetanka die Purgation korrekt durchgeführt wurde.
  • Um 12:00 Uhr wird auch die Befragung von Emir beginnen.

Die Patientin die Nachts einen Anfall bekommen hat muss in der Zelle bleiben und darf nicht oben Frühstücken.

Geron wir als Unterstützung zur Aufstellung der fünf Balestras gerufen, während Gieselhold zum Frühstück geht. Gieselhold möchte mit dem Alb-Baron noch was klären jedoch wird ihm das verwehrt.

Geron beginnt mit Unterstützung von Sonnenlegionäre und weiteren Leibeigenen die Balestras nach bestem Wissen und Gewissen für die etwaige Bedrohung durch einen Perldrachen in Stellung zu bringen. Geron insistiert, dass auch auf dem dem Turm eine Balestra aufgestellt wird. Die vier anderen werden im Burghof Links, Mitte und Rechts im Hof und eine auf der östlichen Burgmauer positioniert!

Die Befragung von Emir findet wie geplant statt jedoch gibt er sich zwar eingeschüchtert aber unnachgiebig. Er ist eine harte Nuss und pocht auf sein Recht und Brabbelt nur unverständliches Zeug. Also wird nach der Gräfin geschickt und die Befragung endet.

Geron ist mit der Sonnenlegionärin Marissja Gemmenthaler auf dem Turm, um Wache zu schieben. Gamrik wohnt der Purgation bei und Gieselhold bezieht Stellung im Erdgeschoss des Treppenhauses im Turm, um sicherzustellen, dass hier niemand unbeobachtet durch die Burg schleicht...

Geron nimmt einen Rundumblick und ihm fällt auf, dass im Wald Feuer bzw. Fackeln zu sehen sind. Eine Gruppe von ca. 40 Reiter die in ganz gemächlichem Tempo, der für eine Reisegruppe üblich wäre! Er macht Marissja darauf aufmerksam und sprintet nach unten um Gieselhold zu holen und ihm zu bitten die Situation besser einzuschätzen. Gieselhold zögert und lässt sich von Geron dann doch noch überreden seinen Wachposition im Erdgeschoss zu verlassen. Er kommt mit nach oben und beugt sich über die Mauer. Auch Gieselhold erkennt, dass alles auf eine normale Reisegruppe hindeutet, die gemächlich angeritten kommt.

Plötzlich ist vom Keller her Tumult zu hören und einer der Betreuer kommt Blutüberströmt in den Burghof und ruft die Gefangenen sind Wahnsinnig geworden und diese kommen mit lautem Geschrei aus den Kerker.

Geron und Gieselhold drehen sich um und können sehen wie die Gefangenen bewaffnet in den Burghof strömen und es gibt einige verwundete und auch einen Toten.

Sie haben bereits das Tor geöffnet, Geron und Gieselhold machen die Balestra schussbereit und wollen auf Emjan schießen! Wir schießen auf die Gruppe und Gieselhold sprintet den Angreifern entgegen, die auf die Brüstung stürmen wollen, Geron beginnt damit die Balestra nachzuladen!

Gieselhold gelingt es die Türe zu verbarrikadieren um einen sofortigen Angriff zu unterbinden! Geron hat wieder fertig geladen will aber seinen Rücken sichern und läuft mal schnell zur Stelle an der die Burgmauer um den Turm führt. Dort kann er feststellen, dass niemand auf dem Wehrgang um den Turm kommt. Er kann nichts erkenn also begibt er sich wieder zur Balestra um die Türe zu beschießen, falls diese aufgebrochen wird!

Doch was ist jetzt? Plötzlich reiten aus dem Dorf ca. 40 Ritter in voller Rüstung im Galopp auf das Burgtor zu, sind das die Reisegruppe? So ein Scheiß das war ein geplanter Angriff der zeitgleich von innen und außen!

Geron schreit abermals „Alarm! Wir werden Angegriffen“ und „Zu den Waffen“, Gieselhold fordert den Abt Baron auf die Verteidigung auszurufen, doch dieser sieht keine Veranlassung tätig zu werden, er will verhandeln. Gamrik gelingt es Fetanka zu befreien und er möchte , dass diese mit ihren Zauberkräften eingreift, aber die lehnte dies ab.

Zur strategischen Lage:

  • Die „inneren“ Ausbrecher sind aktuell strategisch beschissen eingekesselt im 1. Stock des Turmhauses
  • Die Ausbrecher sind „nur“ Bewaffnet, sie haben keine Rüstungen oder Schilde tragen diese bei sich.
  • das Dach des Turmhauses brennt eher schlecht als recht „vor sich hin“ und wird wahrscheinlich von selbst erlöschen (altes Holz, Burg ist sowieso so gebaut, dass Feuer schlecht funktioniert, die Turmhausinsassen löschen die kleinen Rauchquellen...etc.)
  • mindestens die Gefangenen (vier?) der Ausbrecher müssen von diesen unter Kontrolle gehalten werden.
  • Wenn die Ausbrecher zum Tor wollen, müssen sie die Treppe des Turmhauses runterkommen, durch den Hof, in das Turmhaus um dann dort den schweren Balken des Tores unter Kraftanstrengung von mehreren Personen gleichzeitig entfernen zu können. Dabei können sie jederzeit von den...
  • ...vier Balestras (wir rechnen die Balestra auf dem Turm auf Grund des ungünstigen Winkels mal nicht dazu), beschossen werden. Diese Balestras werden vom Abt-Baron bzw. den Helden kontrolliert.
  • Gemäß Lehrbuch und wiederholten Erklärungen der in der Burg stationierten Sonnenlegionären ist eine Pattsituation ist bei einer Burgverteidigung erreicht, wenn ein Ration 1:10, Verteidiger zu Angreifer, vorliegt.
  • Gemäß Lehrbuch soll ein Angriff nur dann durchgeführt werden, wenn mit einer Überlegenheit von 3:1, Angreifer zu Verteidiger, vorliegt. Wird nicht mindestens diese Überlegenheit erreicht, so ist mir schweren Verlusten beim Angreifer zu rechnen und ein Erfolg sehr unwahrscheinlich.

Basierend auf diesen Fakten kommen wird Helden zu der Erkenntnis, dass Kämpfen zwecklos ist. Wir suchen uns ein Versteck im obersten Geschoss des Palas und verstecken uns zwischen dem Gerümpel und Müll im Dachboden!

Etwa eine viertel Stunde später stehen die schwarzen Ritter unbeschadet im Burghof, nachdem die Ausbrecher das Tor unbehelligt öffnen konnten. Der kommandierende schwarze Ritter sitzt auf seinem Pferd im Hof und nimmt seinen Helm ab. Durch eine Loch im Dach spitzelnd erkennen wir ihn wieder: Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje. Zum einen weiss er, dass wir da sind und zum anderen scheint es ihm egal zu sein, wo wir uns hier in der Burg versteckt haben. Er ist sich sicher, dass wir ihn hören können, denn er nennt uns beim Namen und provoziert und mit diversen individuellen Details aus unserem Leben...schließlich erklärt er, dass er heute großzügigerweise darauf verzichtet uns auszuräuchern und zur Verantwortung zu ziehen, da wir beim Trommel-Deal an der Hardener Platte ihrer Sache so gut geholfen hätten: „...nein, meine ‚Freunde‘. Heute sterbt ihr nicht. Mit der Trommel habt ihr uns einen guten Dienst erwiesen. Geht eurer Wege. Verlasst dieses Land. Denn seit gewarnt: Jetzt sind wir quitt. Das nächste mal werde ich euch nicht mehr verschonen. Denn ihm Gegensatz zu euch sind für uns Mut, Ehre, Treue, Heldentum für uns nicht nur leere Worte.“ Und mit den Worten aus den Kehlen aller schwarzen Rittern „Kor ist mit uns!“ verlässt der Trupp mit den Ausbrechern und deren Gefangenen die Burg.

Wir vermuten, dass der Truppe in Richtung Blutklippe abzieht.

Und Gieselhold ist sich sicher unter den Rittern auch Rudjew von Arauken, diesen aalglatten Rondrageweihten von der Hardneer Seenplatte, erkannt zu haben.

Nachdem die schwarzen Ritter mit den Ausbrechern und den Gefangenen der Ausbrecher wieder die Burg verlassen haben bleibt die Frage: Können wir die armen, hilflosen, unschuldigen Geiseln retten?