Die Goblins in der Dorfruine
Ein Zwischenspiel von Gieselhold und Gamrik
Author: Christoph
Als Gieselhold und Gamrik in Alriksfurtam Tisch in Gasthof sitzen und über dies und das so plaudern, kommt Gieseholdein altes Abenteuer, das beide erlebt hatten, wieder in den Sinn. Gemeinsam erinnern sie sich an diesesbesondere Erlebnis, bei dem mal fast alles wie am Schnürchen lief:
Damals waren wir beide mal wieder auf der Suche nach einer neuen Geldquelle, da unserer Geldbörsen nicht gerade voll aussahen und wir immer wieder „auf der Straße“ übernachten mussten, um Geld zu sparen. Essen ist halt doch wichtig.
An solch einem Tag schlendern wir durch eines dieser größeren Dörfer und kommen am Dorfaushang vorbei. Einer der Aufträge spricht uns an: „heldenhafte Unterstützung...große Belohnung“ sind die Schlagworte. Mit dem Anschlagzettel in der Hand gehen wir zum Dorfschulzen und lassen uns die Aufgabe erklären. In einem nahegelegen verlassenen Dorf (ca. 4h von hier) ist zu prüfen, ob sich dort „Monster“ breit gemacht haben. Falls ja, sind die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Belästigungen der braven Bürger dieser Gegen zu verhindern. Die Bezahlung hört sich gut an: 3 Dukaten Aufwandsentschädigung und Risikozulage, vollumfängliches Lootrecht liegt bei uns und da Kopfgeld für die „Monster“ beläuft sich auf 1 Dukate. Wir nehmen an. Für uns Helden ist das eine Kleinigkeit dort aufzuräumen. Mit den Worten „Für die Köpfe solle man schon mal einen großen Karren bereithalten und die dicken Börsen herausholen…“ verlasen wir die Amtsstube.
Mit dem wenigen Geld, das wir noch haben, ergänzen wir unsere Auszurüsten noch um Heilkräuter und weitere Kleinigkeiten. Kurz vor Mittag machen wir uns voller Optimismus auf den Weg zu dieser Ruine diesen alten Dorfs.
Wir wandern auf der alten Straße (wenn man das so bezeichnen will), die in den letzten 100 Jahren wieder vom Wald zurückerobert wurde. Aber hin und wieder sind auch mal alte Spuren von dem Weg zu sehen, an denen wir uns immer wieder orientieren, auch wenn es nicht immer so einfach ist. Dann erinnert unser Magen durch knurren daran, dass es Mittagszeit ist. Wir machen eine Pause um etwas zu essen.
Nach etwa vierStunden „durch den Wald wandern“ kommen wir auf die noch erkennbare Dorflichtung, die etwas erhöht auf einem Hügel liegt. Die Bäume stehen nicht mehr so dicht und dazwischen sind immer wieder Hausruinen zu erkennen. Und eine Rauchsäule. Mein erster Gedanke ist in diesem Moment, dass das ein Lagerfeuer von einer Spezies sein muss, die schlaue genug ist, um es auch anzubekommen.
Erst sind wir die Hälfe am Waldrand entlang gelaufen, um herauszufinden, ob da weitere „Monster“ sich irgendwo herumtreiben. Aber wir finden nix. Als wir dann auf der anderen Seite stehen, beschließen wir doch näher an das Dorf uns heranzutrauen. Vorsichtig beobachten wir das Haus mit dem aufsteigendem Rauch und stellen fest, daß dort Goblins drinnen sind. Mindestens einer, wir sind uns aber sicher, daß dort mehr als einer ist, da er sich mit irgendwem streitet oder redet. Leider können wir die Sprache der Goblins nicht. Auf einmal hörten wir eine weitere, deutlich lautere Stimme, die irgendetwas brüllt. Wir vermutete, dass das vielleicht ein Ork oder etwas ähnliches ist, etwas „stärkeres“ als ein Goblin. Während wir so diese Hausruine beobachten, brechen drei Goblins vermutlich zur Jagt auf. Wir nutzen dies Chance und nähern uns von der – aus unserer Sicht – sichersten Seite dem Haus….ok von der Seite, von der wir annehmen, dass mit geringster Wahrscheinlichkeit ein Bewohner sehen wird. Dort angekommen kauern wir uns eng an die Mauer. Ich blick durch das Fenster auf dieser Seite und stelle fest, dass das ihre Küche sein muss. Da ist eine Art Ofen, in dem noch eine Glut vorhanden zu sein scheint. Außerdem liegen daneben frisch geschlagene Holzscheitel die aufgestapelt wurden. Ich bin dann, nachdem ich alles das auch Gamrik erzählt habe, mal ins Haus eingestiegen und habe versucht weiteres herauszufinden. Ja und zwar in der Küche gibt es auch noch eine Abstellkammer und eine weitere, geschlossene Tür die entweder in einen Keller oder nach oben führt. Da höre ich einen Goblins, der sich anscheinend total langweilt und daher lauthals anfängt irgendetwas auf goblinisch zu singen. Als er dann endlich damit aufgehört hat, schleiche ich mich an und schlage in K.O. Geschlagen und nicht gemeuchelt, da möchte ich betonen. Den Tote kann man nicht mehr verhören. Also trag ich den kleinen Körper zum Küchenfenster und reiche diesen raus zu Gamrik. Er bringt den Goblin dann erstmal in sichere Entfernung hinter einem Baum und dann bring er diesen (lautlos) um. Somit war der erste tot und dann fehlten noch mindestens drei weiter Goblin. Hin und wieder hören wir auch das Knarzen und Knirschen von oben. Das bedeutet, dass „der Boss“ (so vermuten wir) über uns sein muss.
Derweil hat Gamrik seinen Bogen herausgeholt, die Sehne aufgespannt und einen Pfeil aufgelegt. Dabei hat er sich so positioniert, dass er bei einem Kampf auch nach oben schauen und schießen könnte. Als nächstes habe ich die Tür in der Küche geöffnete und gesehen, dass diese tatsächlich nach unten ins Dunkle führt. Ich schleiche vorsichtig nach unten. Es ist doch nicht so dunkel, wie erwartet. Von irgendwoher fällt Licht in den Keller. Vom unteren Treppenabsatz geradeaus sehe ich einen Goblin im nächsten Raum schlafen. Ich schleiche vorsichtig an und schlage zu. Ein weiteren Goblin getötet und somit sind es dann zwei.
Das Schnarchen, das ich bei dem Herunterkommen der Treppe gehört habe ist aber weiterhin zu hören. Somit vermute ich, dass da noch jemand schläft. Aber es ist zu riskant sich in der Dunkelheit des restlichen Kellers heranzuschleichen, da ich nichts sehe. Ich gehe wieder leise nach oben, um Gamrik, der geduldig oben wartet und beobachtet, zu berichten, was ich im Keller gefunden habe. Er schlägt vor, dass wir die Kellertür verkeilen, sodass die „Monster“ im Keller uns nicht von Hinten überraschen, wenn wir im Haus etwas unternehmen wollen. Dann kommen die Jäger wieder zurück. Ich verstecke mich in der Abstellkammer.Zwei Goblins kommen in die Küche. Sie haben fünf Hasen dabei, die sie anscheinend zubereiten werden. Sie sehen mich nicht. Der eine setzt sich mit den fünf Hasen auf denn Boden, diese auszunehmen während der andere anfängt den Ofen vorzubereiten. Sehr vorsichtig schleiche ich mich an den am Boden sitzenden Goblin an und erledige ihn leise. Ich fange ihn auf, damit er keine Geräusche macht, und legen den Körper auf den Boden. Dann kümmere ich mich um den den anderem, der bei seinem Herumwursteln am Ofen nichts mitbekommen hat. Danach lege ich die beiden so in die Abstellkammer, dass die Körper nicht direkt auffallen, wenn man daran vor bei läuft.
Da höre ich, dass jemand von unten nach oben kommt. Spontan entscheide ich mich den Keil, der die Kellertür blockiert, wieder herauszuziehen, damit denen nichts auffällt. Schnell zurück in die Schatten der Abstellkammer und verstecken. Ich sehe, dass ein Goblin...dann noch ein Goblin…und dann ein Ork an meinem Versteck vorbeilaufen. Ich hoffe, dass der Ork der letzte in der Reihe ist und meuchle diesen. Keiner scheint etwas mitbekommen zu haben. Ich legen den schweren Körper auf dem Boden ab. Plötzlich höre ich, dass einer der Goblins rufend zurück kommt. Haben sie verdacht geschöpft? Oder „vermissen“ sie nur den Ork? Es ist mir klar, dass es mit der Heimlichkeit jetzt vorbei ist. Ein offenen Kampf steht bevor. Hoffentlich hat Gamrik das auch mitbekommen...