Die Höhle stürzt ein

Wir führen die Pferden einzeln vorsichtig über das Geröll. Schwierig, aber machbar. Den Wagen aber müssen wir zurücklassen. Abwechselnd reitet einer von uns mit Neraida weiter. Klappt. Schwierig, aber klappt.

Als wir dann am Abend in Koschtal ankommen, gehen wird in das Gasthaus, das uns von dem Leutnant der Wegewacht empfohlen wurde. Das ist auch gar nicht mal so schlecht.

Marline trennt sich von uns, um ihren Vater bei Bekannten in der Stadt unterzubringen. Sie geht davon aus, dass er uns nicht weiter begleiten kann.

Nachdem Essen, begeben wir uns auf unser großes Gemeinschaftszimmer, den dieses Gasthaus hat nur einen Schlafsaal. Plötzlich hat Nareida einen wachen Moment und will uns etwas Gutes tun. Sie beginnt zu Tanzen, einen sehr laaangen Tanz…zumindenstens denken das fast alle. Zumindestens ist er auch sehr erholsam. Und als die Sonne aufgeht (und der Tanz magischerrweise auch endet) sind alle sehr erholt. Keiner kann sich das erklären.

Am nächsten Tag verzögert sich die Abreise, da Rahjane verschwunden ist. Gamrik vermutet schon wieder ein übles Mitspielen des Magiers. Nachdem wir anfangen zu suchen, taucht sie mit den Worten „ich war mal für kleine Königstiger“ auf. Wir brechen, nachdem wir die Pferde eingestellt haben, zu Fuß zum Druiden auf.

Der Weg dorthin verläuft ohne größere Zwischenfälle. Der Druide und sein Riesenbär, empfängt uns vor seiner Hütte hoch im Gebirge. Auf Bitte von Merline untersucht der Druide Neraida. Er geht davon aus, dass er dieses selten Gift heilen könne. Nur benötigt er dafür – was für eine Überraschung – noch eine besondere Zutat: Eine Lamelle eines schwarzen Riesenpilzes, der ganz in der Nähe in einer Höhle wachse. Da es aber schon zu dunkel ist, um noch vor Sonnenuntergang wieder da zu sein, beschließen wir hier zu übernachten. Der Druide bietet überraschenderweise an, dass wir in seiner Hütte unser Lager aufschlagen dürfen. Da hat Merline wohl ein gutes Wort für uns eingelegt, trotz der Patzigkeit von Gamrik. Nachdem der Druide erfährt, dass wir verfolgt werden, übernimmt er die magische Sicherung der Gegen, das ich nicht verstehe. Gar kein Plan! Zauberei halt.

Als wir dann am nächsten Tag aufstehen, informiert uns der Druide, dass es in der Nacht den Versuch gab den Schutzkreis zu durchbrechen. Hat aber nicht geklappt.

Wir brechen zur Höhle auf. Als wir ungefähr die Hälfte des Weges hinter uns haben, fragt Maline, ob wir eine Abkürzung nehmen wollen. Diese würde ca. ein Stunde schneller sein, aber durch ein Tal führen, wo wir „wie auf dem Präsentierteller“ für einen Hinterhalt lägen. Der längere Weg ist sicherer, dauert aber halt. Wir riskieren es und entscheiden uns für die Abkürzung.

Als wir dann an der Höhle angekommen sind trennen wir uns: Valmir, Gamrik, Rahjane und Maline betreten die Höhle, während Geron und Gieslhold draußen aufpassen. Als Gieselhold und Geron es sich gemütlich gemacht haben kommt Maline aus der Höhle mit den Worten „ist mir zu stickig da drinnen“ wieder raus.

In ca. 75m Meter Entfernung zeigt sich der Magier und zwei seiner Begleiter (einer mit Hund) und ruft uns an. „Hallo Freunde!“ - was für ein Spaßvogel – „so trifft man sich wieder“. Ich schicke Geron in die Höhle, damit er die anderen rausholt. Maline und ich machen sich zum Kampf bereit. Sie spannt ihren Bogen und ich meine Armbrust. Wir legen auf den Magier, der in einer überlegenen Pose sich uns präsentiert, an. Ich bin irritiert. Und wo ist seine blöde schwarz gekleidete Freundin? Geron kommt wieder aus der Höhlen heraus. „Hab Bescheid gegeben!“. Etwas später tritt Rahjane auch aus der Höhle und wird mit höhnenden Worten des Magiers begrüßt: „Da ist sie ja. Meine geliebte Rahjane! Ihr habt es nicht einmal mitbekommen. Sie ist diejenige, die Euch verraten hat. Sie ist diejenige, die Euren Tod für ihre Rache billigend in Kauf nimmt. Sie ist diejenige, die alles dafür tut, um ihre ‚beste Freundin“ ans Messer zu liefern. Und jetzt soll ich sie dafür auch noch bezahlen.“ Käseweise angelaufen stammelt Rahjane nur ein „das stimmt nicht“ und rennt – vor Schreck? – zurück in die Höhle. Währenddessen zieht der Magier eine Art Stab unter seinem Umhang hervor und zielt in Richtung Höhleneingang. Plötzlich schießtein Feuerlanze, so dick wie ein großer Baumstamm, an uns vor bei auf den Hölleneingang zu und trifft dort ca. 10m vor dem Eingang den Boden und sprengt einen kleinen Krater in den Boden. Gamrik, der in dem Moment aus dem Höhleneingang kommt, blickt nur kurz zur Seite, rennt todesmutig an dem Krater vorbei auf den Magier zu. Dabei zeiht er diesmal keine seiner Waffe, um – vielleicht – schneller rennen zu können.

Maline sagt zum wiederholten mal „Ich habe seinen Kopf genau im Ziel. Soll ich schießen?“ - „Ja!“ und ich schieße mit meiner Armbrust. Wir müssen ihn ablenken, damit Gamrik geschützt zum Magier durchkommt.

Marlines Pfeil und mein Bolzen fliegen beide perfekt auf den Kopf des Magiers zu. Doch der Pfeile und der Bolzen zerbrechen – besser gesagt - „explodieren“ in tausend Holzsplitter in der Luft vor dem Magier, der – so scheint es – nicht einmal überrascht ist.

Der Magier schießt wieder mit seinem Zauberstab und trifft diesmal über dem Höhleneingang die Felsen, die in einer Explosion und Steinrutsch herunterkommen und mindestens den Eingang verschließen.

Zwischenspiel „Valmir“

Valmir bekommt nur mit, dass er irgendwie alleine gelassen wird. Er konzentriert sich auf das Herauslösen der Lamelle des schwarzen Pilzes. Plötzlich kracht es und der Eingang ist dunkel. Oh. Verschüttet. Er packt die Lamelle ein. Und sucht, nachdem er geprüft hat ob der Eingang wirklich verschüttet ist und ihn keiner sein Rufen hört, einen alternativen Ausgang, denn der Wind wehrt noch immer in der Höhle. Im hinteren Teil der Höhle sind lauter Kristalle. Hinter einem Kristall, der eine Frauenstatue umwachsen hat, findet er einen Durchbruch in eine weitere Höhle, die sehr groß ist. Darin befindet sich eine alte verlassene Zwergensiedlung. Mit Hilfe von Überresten aus den Häusern und viel Geduld findet er einen Ausgang aus der Höhle. Noch in der Nacht kommt er beim Druiden an, gibt die Pilzlamelle ab und macht sich dann am Morgen auf den Weg zur Höhle, um seine Freunde – die nachtsüber nicht zum Druiden zurückgekehrt sind – dort wieder zu treffen. Er wählt den langen Weg...

Zurück zu Gamrik, Geron, Gieselhold, Maline und Rahjane(?)

Der Magier und seine Helfer fliehen. Wir geben die Verfolgung auf. In Anbetracht der Tatsache, dass Valmir und Rahjanein der Höhle eingeschlossen sind und wir sie retten müssen, eine gute Idee.

Nach vielen Stunden buddeln – in der Zwischenzeit ist es Nacht geworden – haben wir es geschafft einen durchkrichbaren Tunnel bis in die Hölle hinein freizulegen. In der Höhle suchen wir die beiden vermissten, können aber niemanden finden. Wir schnieden eine Lamelle vom Pilz ab und gehen auf dem schnellsten Weg zurück zum Druiden. Dort kommen wir am frühen Vormittag an. Dort stellt es sich heraus, dass Valmir noch lebt und die Pilzlamelle schon abgegeben hat und er – vermutlich – jetzt uns an der Höhle sucht. Wir müssen uns auf dem Rückweg verpasst habe. Er hat wohl den langen und sicheren Weg gewählt…Valmir kommt dann im Laufe des Tage wieder zu uns. Aber Gamik wollt unbedingt noch zurück, um unsere Reisebekanntschaft – er sagt „seine Freundin“ – Rahjane zu retten (bis jetzt hat ihm keiner Gesagt, dass diese uns hinterhältig verraten hat...werden wir das ihm noch erzählen...unklar...insbesondere unklar ob er die Wahrheit hören will…bei Frauen setzt es immer bei ihm aus…äh nein, anderes: bei Frauen verhält er sich immer komisch...). Unabhängig davon: Wahrscheinlich lebt sie nicht mehr, da Valmir berichtet, das er alleine in der Höhle war. Egal. Gamrik verkündet, dass er sie – falls sie tot sei – dann begraben will. Also gehen wir zurück und buddeln weiter. Schließlich findet Valmir die verschüttete Rahjane. Gamrik buddelt den übel zugerichteten Leichnam wie im Wahn aus und trägt sie, nachdem er den Druiden wieder angepöbelt hat, bis nach Koschtal. wo sie dann auf dem Boronanger begraben wird.

Am nächsten Tag brechen wir mit der genesenen Neraida wieder auf. Maline und Nirnwulf, dem es wieder besser geht, verabschieden sich. Ohne weitere Zwischenfälle schaffen wir es nach weiteren 7 Tagen die Tanzgruppe wieder einzuholen. Neriada bedankt sich. Der Schwester von Rahjane erzählen wir vom Tod ihrer Schwester. Sie ist sehr erschüttert. Die Gauklertruppe ist auch erschüttert, aber „die Show muss weitergehen“. Irritierend für uns ist nur, dass Neraida „überrascht“ war, als sie erfahren hat, dass Rahjane ihre bester Freundin gewesen sei...

Und wir bleiben im Gasthof hier im Dorf zurück…