Die Mörderhatz – das Finale und der Folgeauftrag

Teilnehmer: Udo, Christoph, Holger (Berichterstatter), Christian (GM)

Nach Abschluss des ersten Verhörs der beiden Gefangenen und des Verarzten der Goblindame Jolmelle Erdpelz untersuchen die Helden den restlichen Keller, allerdings ohne größere Erkenntnisse zu erzielen.

Raum 1: ein ehemaliger Abstellraum mit Regalen und mannshohen Fässern, beides leer und seit langem ungenutzt.

  • Raum 2: der Kohlekeller, ein beeindruckender Haufen Kohle und beim oberflächlichen herumstochern im Kohlehaufen kommt nichts interessantes zu Tage. Die Kohleschütte ist vernagelt und Kohleschaufel und -eimer sind wohl auch schon lange nicht mehr genutzt.

Aktuelles Fazit aus den Geständnissen und der Untersuchen des Kellers ergab sich rein gar nichts. Ist man evtl. doch auf der falschen Fährte?! Aber nein, die Helden wurden hier gezielt erwartet und in einen Hinterhalt gelockt. Während Geron, Gieselhold und Gamrik den Rest des Hauses untersuchen, bleibt Kiisa sowie Gerald zurück im Keller, um die Gefangenen zu bewachen und unliebsame Überraschungen aus der Kanalisation abzufangen und über Jolmelle zu wachen, die verletzt und bewußtlos ist.

Im Erdgeschoss findet sich auch nichts allzu viel aufregendes. Ein Hausflur, ein Eingangsbereich, eine saubere Kammer mit (gemachten) Bett und zwei Schränken mit Kleidung, eine leere und offenbar lange nicht genutzte Kammer sowie ein Küche mit Herd, Anrichte, Schrank, Truhe und Tisch mit zwei Stühlen. Auch hier relativ sauber und mit Haushaltswaren wie Besteck, Geschirr und einigen haltbaren Lebensmitteln. Alles in allem wenig bzw. ungenutzt. Keinerlei Hinweise auf Ilmeroff, seinen Tätigkeiten oder gar persönlichen Gegenständen.

Im Obergeschoss scheint seit langem ungenutzt, eine dicke Staubschicht bedeckt den Boden. Die Helden sparen sich eine weitere Untersuchung.

Frustriert werden alle Schränke und Truhen nochmal auf auf Geheimverstecke oder -mechanismen untersucht – nichts. Nur einer der beiden Schränke scheint die Türe zum Garten zu blockieren, mehr nicht.

Zurück im Keller, behandelt Geron den verletzten Schläger, nicht das er uns noch stirbt. Die restlichen Leichen werden in einer Ecke des Kellers gestapelt. Dann Verhören die Helden die beiden Gefangenen erneut.

Die Frau nennt sich Malwine und ist offenkundig die Anführerin der Truppe, auch wenn sie sich alle Mühe gibt, diese Amt auf einen ihrer toten Kameraden abzuwälzen. Letztendlich gibt sie zu, einen Trupp von Schlägern im Auftrag von Ilmeroff zu führen, und in verschiedenen illegalen Tätigkeiten verstrickt zu sein: Schmuggel, Betrug, Bestechung, Körperverletzung und Mord. Letztendlich hat sie und ihre Schläger im Auftrag Ilmeroffs die Morde an den Goblins ("Ungeziefer") begangen. Zudem nennt sie uns drei weitere Verstecke von Ilmeroff.

Der  zweite Gefangen ist offenbar nur eine temporäre Muskel, angeheuert für diesen Job. Der weiß gar nix.

Die Helden beschließen die beiden Gefangenen in einem Versteck (leerstehende Lagerhalle unter Bewachung von Gerald und Gumba zurückzulassen und Tantchen Alwiischa, die Matrone der Erdpelze aufzusuchen. Beim Gespräch stellt sich jedoch heraus, das die Morde an den Goblins eher von Tantchen Manriischa nachverfolgt wird. Alwiischa benachrichtigt Manriischa und man vereinbart ein weiteres Treffen am kommenden Morgen.

Während des Gesprächs erblickt Gieselhold seinen persönlichen Kontakt zu den Mondkindern auf der gegenüberliegenden Straßenseite und zieht sich aus dem Gespräch zurück. Auch Gamrik fällt eine wunderschöne Frau auf der anderen Straßenseite auf, muss sich aber wieder dem Gespräch mit Tantchen Alwiischa widmen, und als er erneut aufblickt ist sowohl Gieselhold als auch die Frau verschwunden. Schade.

Gieselhold erfährt derweil, das Ilmeroff seine Flucht aus Festum vorbereitet. Daraufhin nimmt Gieselhold das Angebot der Mondkinder an, Ilmeroff vor seiner Flucht festzusetzen. Die Dame verabschiedet sich von Gieselhold mit den Worten "Und grüße Tantchen Manriischa von mir" und verschwindet in der Dunkelheit. Etwas verdattert bleibt Gieselhold zurück.

Trotz der späten Stunde machen sich die Helden auf, die drei Adressen von Ilmeroffs Verstecken zu untersuchen. Evtl. kann man Ilmeroff selbst festsetzen.

  • Versteck 1: Eine Kneipe im Vergnügungsviertel, das zudem illegales Glücksspiel im Hinterzimmer anbietet, sowie mietbare gesicherte Lagereinheiten. Eines davon gehört Ilmeroff. Dank Gamriks Charmeoffensive, gelingt es ihm, die Türsteherin zur Spielhölle um den Finger zu wickeln. Einmal drin, lässt Gamrik Geron und Gieselhold über die Hintertür rein und man gibt sich in den Keller Ilmeroffs Versteck zu untersuchen. Außer ein paar Silbertaler findet sich dort nichts nützliches, keine Beweise oder gar Ilmeroff selbst.
  • Versteck 2: Lager auf der Speicherinsel, beim Eindringen in das Versteck wirft Geron aus Versehen einen Kistenstapel um, erneut muss man sich um die verbliebenen fünf Schläger Ilmeroffs herumschlagen. Schließlich obsiegen die Helden. Für 20 Silbertaler und ansonsten nix wert- oder sinnvolles.
  • Versteck 3: Lager auf der Speicherinsel, nur das die angegebene Adresse kein Lager ist, sondern ein Wohnhaus, dessen Bewohner offenbar überhaupt nichts mit Ilmeroff zu tun haben. Eher durch Zufall finden die Helden Ilmeroffs Versteck im nächstgelegenen Lagerhaus, 14 S und sonst wieder nix.

Etwas entmutigt auf jedenfalls hundemüde begibt man sich zurück in den Lindholz Stiefel und trotzdem bleiben die Helden wach für das Treffen mit Manriischa im Hause der Erdpelze. Dort angekommen müssen die Helden kurz warten, und kurz bevor sie hereingerufen werden, verlässt der wunderschöne Kontakt Gieselholds die Küche oder – wenn Tantchen Manriischa da ist – das "Audienzzimmer". Was hat den die Mondkindschönheit hier zu suchen...

Nach kurzer Schilderung der Ereignisse durch die Helden, zeigt sich das die Mondkinder Ilmeroff bereits bei den Goblins abgeliefert haben und Tantchen Manriischa hält sich nun ihrerseits an den Deal, mit dem Hinweis, dass sich der Verantwortliche für den Mord an Albin Sewerski sich die Tage bei den Helden melden werde.

Zurück im Lindholz Stiefel, fallen die Helden ins Bett. Gamrik weißt den Wirt an, sie nicht vor 15 Uhr zu wecken, und dann nur in Notfall. Mehr oder minder ausgeschlafen erwachen die Helden gegen 18 Uhr abends. Nach einer kurzen Erfrischung im Badezimmer geht es in den Frühstücksraum, wo tatsächlich bereits ein äußerst nervöser Mann Ende 20, mit leicht heruntergekommener Kleidung und Rauschebart auf die Helden wartet. Er überreicht den Helden einen Brief, der drei relevante Informationen enthält:

  1. der Überbringer des Briefes ist der Verantwortliche für den Mord an Albin Sewerski
  2. Zeugen für den Mordfall ist Petrowninja Stipko, eine Cousine der Wäscherin Henneke, die bei den Sewerski um die Ecke wohnt.
  3. Gieselhold ist süß (die gutaussehende Dame von den Mondkindern steht wohl auf Gieselhold...)

Durch eine versehentliche Frage Gamriks an den Mann, ob er einen Albin Sewerski kenne, springt dieser plötzlich auf und versucht zu fliehen. Dämlich wie Helden nun mal sind, war keiner darauf vorbereitet, dass, wenn man den Verantwortliche für den Mord auf das Opfer anspricht, dieser vielleicht erwägen könnte das Weite zu suchen…

Glücklicherweise war Gieselhold schnell genug um an dem Flüchtenden doch noch vorbei zu rennen und die die Ausgangstür zu blockieren. Bei dem Versuch alternativ durch ein Fenster zu springen, scheitert der Flüchtende und stürzt. Geron verfehlt den am Boden liegenden. Schließlich kann Gamrik ihn festhalten. Mit vereinten Kräften fixieren die Helden den Mann.

Mit einer geliehenen Kutsche fahren die Helden mit ihrem Gefangenen zu Gerald und Gumba, die immer noch die beiden anderen Gefangenen bewachen. Diese beiden werden letztendlich freigelassen, mit der "Bitte" um den Vorfall stillschweigen zu bewahren und den Helden nicht nochmal in die Quere zu kommen. Gamrik untermauert diese Bitte noch, indem er beiden eine Haarlocke abschneidet und erwähnt, das ein befreundeter Magier mit Hilfe der Haare tolle Sachen mit ihnen anstellen könnte...bei Bedarf. Die entsetzten Gesichter sprechen Bände

Gumba und Gerald gehen zurück in den in den Lindholz Stiefel. Geron, Gieselhold und Gamrik statten der Zeugin einen Besuch ab, und stimmen die Aussagen mit ihr ab. Als letzte Handlung an diesem Tag geben sie Vadim Grumperow, den Auftraggeber und Verantwortlichen für den Mord an Albin Sewerski, bei der Stadtgarde ab. Leider ist Wiebel Maatsen schon außer Dienst und man bittet sie morgen wiederzukommen, um die Formalien zu erledigen. Gamrik hat kein gutes Gefühl. Er ist der festen Überzeugung, dass Vadim am nächsten Morgen „überraschenderweise“ aus seiner Zelle entkommen sein wird. Glücklicherweise haben die anderen mehr Vertrauen in die Obrigkeit.

Am nächsten Morgen, auf dem Weg zu Weibel Maatsen, muss er aber feststellen, dass der überführte Verbrecher, doch noch in seiner Zelle sitzt und auf seine Verhandlung wartet. Endlich schildern die Helden schildern Weibel Maatsen die Sachlage zum finalen Ermittlungsstand:

Die Aussage der Zeugin Petrowinja Stipko in Kombination mit den Indizien ist eindeutig hinreichend für eine Anklage.

Alles rund um die Mordserie an den Goblins, Ilmeroff, den Deal mit den Goblins, die Verwicklungen der Helden mit den Mondkindern und wer weiß wem, lässt man geflissentlich weg.

Auch Weibel Maatsen breitet – wie abgestimmt – das Tuch des Vergessens über die „haltlosen Spinnereien eines Säufers“, die den Helden in die Nähe der Mondkindern bringt.

Schließlich bedankt sich nicht nur Weibel Maatsen, sondern auch Kommandant Timpski bei den Helden. Selbstverständlich wird den Helden die Belohnung über 20 Dukaten (oder Batzen, wie es hier im Bornland heißt) von der Kasse ausgezahlt. Immerhin haben sie sich das durch harte Ermittlungsarbeit auch verdient, so Timpski.

Ein Angebot Maatsen der Stadtgarde beizutreten, lehnen die Helden mehr oder weniger direkt ab, stellen sich aber als Sonderermittler für andere Fälle gerne zur Verfügung.

Während des Smalltalks erfahren die Helden, dass es grundsätzlich zwei Möglichkeiten gibt legal und offen Waffen tragen zu dürfen:

Zum kann man das Bürgerrecht von Festum offiziell kaufen, indem man jährlich einen Dukaten zahlt. Neben vielen Privilegien (z.B. Wahlrecht, Recht Grund und Boden zu erwerben, ein Geschäft zu eröffnen, Steuern zu zahlen etc.) darf – im üblichen Maß – der Bürger auch offen eine Waffe tragen. Dies ist auch der „übliche“ Weg, wie Leibeigene, die nachweislich ein Jahr und einen Tag in Festum sich aufhielten, sich von ihrem Lehnsherr „freikaufen“.

Zum anderen hat jeder Bronnjare grundsätzlich das Recht selber alle Arten von Waffen offen mit sich zu führen. Sollte der Adelige auch Leibwächter unterhalten, so stehen diesen – im Rahmen der Ausübung ihrer Pflichten als Leibwächter – das gleich Recht zu. Dies Recht können auch „ausländische“ Adelige, die ihren Adelsstand glaubhaft machen können, in Anspruch nehmen.

In allen anderen Fällen ist das Tragen bzw. Mitführen von Waffen untersagt und steht unter Strafe. Und – im Regelfall – behelfen sich sonstige Einwohner mit einfachen, kloppikeren „Spazierstöcke“, was allgemein toleriert wird.

Nach Abschluss des Falls ändern sich auch ein paar der äußeren Umstände für die Helden:

  • kein Status als Sonderermittler mehr, d.h. auch kein Tragen von Waffen mehr.
  • die noble Unterbringung im zweiten Stock des Lindholz Stiefel entfällt und...
  • man muss wieder in die erste Etage des Gasthauses ziehen, aber selbst diese überdurchschnittlich gute Unterbringung wird auf Dauer zu teuer
  • Gieselhold will Gamrik nicht mit seinem Kontakt Vidala, die wunderschöne Frau, bekannt machen

Die nächsten Tage verbringen die Helden mit verschiedenen Tätigkeiten.

Gieselhold kümmert sich vorrangig um eine gute und günstige Unterkunft, und wird mit Hilfe seines Kontakts auf fündig, obwohl er ihr direktes Angebot in ihr Schlafzimmer zu ziehen, ablehnt. Immerhin, ein Einzelzimmer pro Woche kostet gerade mal 5S und man steht unter dem Schutz der Mondkinder, was gut oder schlecht sein kann. Grundsätzlich geht damit einher, dass die Helden die Mondkinder als ihre „Arbeitsvermittlung“ beauftragen. Diese Kondition solle Gieselhold nochmals mit seinen Freunden abstimmen, ins Besondere auch welches „Portfolio“ die Helden mitbringen...immerhin will man ja auch das volle Potential der Helden dann wertschätzen dürfen.

Geron hört sich unter den Soldaten und im Sicherheitsgewerbe um, um Kontakte zu knüpfen und ggf. auch den einen oder anderen Auftrag an Land zu ziehen. Sich als Türsteher zu verdingen ist definitiv nix für Geron. Das Sicherheitsgewerbe wird von den Norbarden und dem Widderorden dominiert – und die sehen es nicht gerne, wenn „Freelancer“ mit am Markt aktiv sind...als Subauftragnehmer würde man aber sicherlich Möglichkeiten finden. Der kümmerlichen Rest, die den beiden Großen übrig lassen, ist nur Kleinkram. Und an das Interessante kommt man wohl nur, wenn man bekannt ist...

Gamrik löst derweil noch einige seiner Versprechen ein: Ein Besuch bei den Schwester Gudwinja und Selwine Stipensen mit kleinen Dankesgeschenken und kandierten Früchten, eine längere Unterredung mit Tantchen Alwiischa, wo Gamrik merkt das Goblins doch ganz anders zu ticken scheinen als Menschen:

  • Gamrik war es nicht möglich ihr zu vermitteln was er unter gesellschaftlicher Hierarchie oder Struktur versteht. Auch kann sie nichts mit dem Begriff Ahnen anfangen. All das scheint es bei den Goblins nicht nur nicht zu geben, sondern auch kein entsprechendes Wort zu existieren. Für sie sind das nur komische Menschendinge.
  • Goblins verehren Mailam Rekdai (Göttin der Fruchtbarkeit und des Stammesfriedens), Orvai Kurim (Gott der Jagt). Das personifizierte Böse für die Goblins wird als Nacka Rachti (Gott der Eiseskälte und gnadenlose, unbarmherzige Verfolgung) bezeichnet und wurde von Mailam Rekdai und Orvai Kurim erschlag und dann unter dem Ehernem Schwert begraben. Von dort versucht es sich zu befreien.
  • Immerhin kennt Gamrik nun die wichtigsten Goblinsippen in Festum (Erdpelze, Smudelski, Grauroth, Schmuddelvlies, Zweigler, Altlapper, Wutzik, Festumske, Lomkow, Kurim).

Er bedankt sich auch bei Groink und den netten Damen im Lindholz Stiefel.

Zudem macht er sich auf, seine Kleidung aufzustocken, die alte hat in letzter Zeit doch sehr gelitten und nach einem Feinschmied, der ein Halterung für den Gwen Petryl Stein anfertigt. Dabei stellt sich heraus, das eine am Arm oder am Kopf getragenen Vorrichtung aufgrund der Größe und des Gewichts dieses Steins nicht funktioniert. Bleibt noch die Idee es über die Brust oder als Gürtelschnalle zu tragen, trotzdem müsste der Stein wohl irgendwie zugeschnitten werden. Bleibt am Ende dann wohl doch nur noch ein besonders helle Blendlaterne.

Bei diesen ganzen Aktivitäten stellen die Helden auch fest, das die Stadt wohl kurz vor dem Überkochen steht. Die aggressive Grundstimmung scheint sich noch weiter aufgeheizt zu haben, denn seit dem Atmaskotumzug scheint der Handel völlig zum Erliegen gekommen zu sein. Schiffe dürfen nicht mehr be- und entladen werden und auch nicht aus- oder einlaufen, Waren über Land müssen vor den Toren der Stadt gelagert werden, trotz der herbstlichen Witterung. Die Händler schimpfen über die Adligen, die nix zu Wege bringen, die Schauerleute über die Händler, die in ihrer Gier nach Gold jeden ausziehen, und so weiter.

Hinzu kommt, dass seit dem Fest der innere Rat im Streit zwischen den Traditionalisten und dem Freibund vollkommen in ihrer Entscheidungsfindung gelähmt erscheint. Das führt zur Warenknappheit und steigenden Preisen und damit Unzufriedenheit weiter steigert.

Von Diebstouren und Bestattungsmissionen

Gieselhold wird erneut von seiner neuen besten Freundin Vidala zu einer "Audienz gebeten". Und Gieselhold weigert sich beharrlich, Gamrik mit Vidala bekannt zu machen. Letztendlich wird Gieselhold gefragt, ob er und seine Kumpels jetzt bereit sind für Aufträge. Was Gieselhold bejaht und das Portfolio der Helden (Mietschwert, sittliche und noble Abendbegleitung, Beschattungs- und Bestattungsmission) Vidala nennt. Diese verspricht „die Ohren offen zu halten“ und – falls sich eine Möglichkeit für die Helden ergibt – sie zu kontaktieren. Bis auf weiteres ist damit die aktuelle Unterkunft gesichert.

Abschließend bekommt er einen Zettel mit der Bitte um 9 Uhr am nächsten Tag sie bei einem der Nobelvillen am Elfenweiher einzufinden, „man werde erwartet“. Da es keine weiteren Rückfragen von Gieselhold gibt, verlässt Vidala – sichtlich enttäuscht – den Treffpunkt.

"Daheim" unterrichtet Gieselhold Geron und Gamrik über den neuen Auftrag den er an Land gezogen habe. Aber Gamriks Rückfragen „Um was es gehe?“, „Wer ist der Auftraggeber?“ und „Was ist die Bezahlung?“ kann Gieselhold nicht beantworten...was ja auch klar ist, da es sich nur um eine Einladung handelt...

Am nächsten Tag gegen 9 Uhr finden sich die Helden an besagter Adresse ein, ein Prachtbau im Nobelviertel von Festum. Wie sich herausstellt der Wohnsitz des Großherzog Jucho von Dallenthin und Persanzig, des Adelsmarschall a.D.

Etwas eingeschüchtert ob des Prunks melden sich die Helden am Lieferanteneingang, wo diese als "elende Hinterwäldler" verjagt werden. Dann halt beim Haupteingang. Dort werden die Helden von Bewaffneten des Hauses aufgehalten werden. Nach der Frage des Begehrs antwortet Gieselhold, "Keine Ahnung, wir sollen hier heute um 9 erscheinen. Wir werden erwartet." Nach kurzer Rückfrage beim Vorgesetzten werden die Helden, als die EX Sonderermittler, eingelassen, und von einem Bediensteten, der sie zuvor am Hintereingang verjagt hatte, durch das Gebäude in eine Art beheizten Wintergarten geführt werden.

Dort werten sie bewirtet und vom Großherzog persönlich empfangen (kurz: er ist der Boss von demjenigen, der Timpski wegen dem Mord an Albin Sewerski rundgemacht hat...). Nach einem einen kurzen Gespräch mit Danksagungen an den Einsatz der Helden beim Atmaskotumzugs und dem Mordfall Sewerski, überreicht er den Helden eine Schatulle als persönlichen Dank. Die Schatulle bleibt erst mal unberührt.

Es folgt ein längeres Gespräch über die aktuelle politische Lage in Festum und letztendlich zu dem Angebot an die Helden mitzuwirken bei dem Beenden des politischen Stillstand im inneren Rat. Dafür müsse nur von kompetenten Personen die umstrittene Atmaskottrommel, die aktuell in der Asservatenkammer der Stadtgarde aufbewahrt wird, Jucho übergeben werden. Dieser werde dann die Trommel an einen neutralen Ort verbringen (lassen).

Zusätzlich wird Jucho die Nebenkosten der Unternehmung übernehmen und sagt den Helden auch zu sie zu unterstützen, soweit es in seiner Macht stünde. Als Anerkennung für ihre Unannehmlichkeiten werden – im Erfolgsfall - zwei weitere Schatullen angeboten. Daraufhin öffnet Gamrik die Schatulle die geschätzt 50 Dukaten enthält, d.h. rund 100 Dukaten Bezahlung, eine ordentliche Summe.

Nach der Zusage der Helden kommt es zu einem Austausch vom Möglichkeiten und Strategien.

Jucho liefert auch eine erste Grundidee, wie die Trommel entwendet werden könnte: Man versteckt diese in einem anderen Gegenstand aus der Asservatenkammer, welcher aufgrund einer aktuellen Verhandlung in die Gerichtsräume verbracht werden müsse. Dafür stehen – laut der Kopien des Lagerbuchs, die Jucho organisieren konnte und mit entsprechender Vorsicht genutzt werden könne – folgende Gegenstände zur Verfügung:

  • eine Holzkiste, Inhalt unbekannt, evtl. leer, 1x1x1m, Zollstreitigkeit, Festum gegen Kapitän Stadt Festum vs. Kapitän Troldorfer
  • ein Vogelkäfig, abgedeckt, Streitigkeit zur Redefreiheit; Redaktion Festumer Flagge gegen Stadt Festum; der Käfig muss zudem auch regelmäßig in die Wartung
  • Galionsfigur, unbotmäßig; 2 Schritt lang und hohl; öffentliches Ärgernis; Traviatempel gegen Kapitän Skarkad Gurlofson
  • Weidenkorb mit Deckel, übergroß; Schadensersatz wegen überhöhter Marktgebühr (in dritter Instanz), Freibäuerin Travinja aus Misamund gegen Marktvogt Veldrow