Die Verfolgung geht weiter

Allgemein sind die Goblins mit einer unnatürlich anmutender Reisegeschwindigkeit unterwegs und haben ca. 1 Tag Vorsprung, der Honigtopf ist (hoffentlich) weiterhin bei ihnen.

Tag 2 Der Verfolgung (17. Boron)

Wetter am Morgen: Starker Schneefall, windig und sehr kalt, Goblins sind ca. eine Tagesreise voraus

Spieler: Christian (SL), Holger (Berichterstatter), Christoph, Sascha

Auf der Fahrt in der Kaleschka bemerkt Gerald drei Gestalten die durch den Schnee stapfen. Reichlich ungewöhnlich, aber da die Helden in Eile sind, entscheidet Gerald, dass er die winkenden drei Gestalten nicht weiter beachtet. Im Laufe des Tages zieht plötzlich ein sehr schwere Schneesturm auf, hastig wird ein Notlagerplatz gesucht und die Kaleschka sowie die Pferde möglichst sturmfest gemacht. Ausgesprochene ungemütliche Stunden des Sturms hält die Helden auf Trab. Gerald hat dabei Gewissensbisse zu den drei Gestalten, die er nicht weiter beachtet hat, die sind wohl im Schneesturm umgekommen, wenn sie keine anderweitige Hilfe gefunden haben.

In der folgenden Nacht hat Gerald einen unruhigen Schlaf und einen ungewöhnlichen Traum - sofern es ein Traum war: Eine außerkörperliche Erfahrung, frei schwebend über der Kaleschka, das Lager und Gamrik, der gerade Wache hat, beobachtend, bemerkt er einen riesigen Schatten der sich der Kaleschka nähert. Auf seine Warnrufe reagiert Gamrik nicht, als hätte er diese gar nicht gehört.

Aber Gamrik hat wohl selbst irgendwas bemerkt, angestrengt beobachtet er den Wald am Rande des Lagers, ein undeutliches Gefühl, das dort irgendetwas lauert, bis sich dieses etwas nach einiger Zeit offenbar zurückzieht. Plötzlich schrecken die Pferde auf und ein Geräusch, wie wenn eine Faust gegen die Kaleschka schlägt ertönt in der Nacht. Vorbeugend weckt Gamrik, Geron, Leudara und Maria um die Pferde zu beruhigen und um für einen Angriff gewappnet zu sein. Ebenso weckt er die Schläfer in der Kaleschka.

Gerald, weiterhin frei schwebend über dem Lager, beobachtet derweil, wie der Schatten den Wagen umrundet, gegen die Kaleschka schlägt und auf das Dach springt. Gamrik schnappt sich derweil die Laterne von Leudara und umrundet mit Geron die Kaleschka, und findet auf der abgewandten Seite der Kaleschka frische, tiefe Kratzspuren, als hatte  ein Bär mit seiner großen Pranke gegen die Wand der Kaleschka geschlagen (soweit Gamrik das beurteilen kann, denn so richtig nahegekommen ist er bis jetzt nur vier Bären: Dem Höhlenbären, dem Begleiter des Druiden und den zwei Bären, den sie kurz vor dem Eintreffen im Festumer Lager „trafen“). Eine Suche rund um die Kaleschka zeigt keinerlei Spuren im Schnee, aber Gamrik kann beim Leuchten mit der Laterne, einen Schattenwurf von einem Bären (?) im Schnee sehen, deutlich vor ihm, aber nichts was einen Schatten werfen kann. Sobald der Strahl der Laterne das Wesen (?) trifft, scheint dieses kehrt zu macht um im Wald zu verschwinden und auf einmal taucht im Schein der Laterne Gieselholds Gesicht auf, der um die Kaleschka blickt. Auch er hat in den Schneeflocken den Schatten einer großen Tieres erkannt zu haben, aber das Tier selber nicht.

Derweil sieht Gerald – schwebend über dem Lager und damit von dem ganzen Trubel so direkt nichts mitbekommend und unruhig in der Kaleschka weiterschlafend – wie ein Schatten von der Kaleschka springt, offenbar Gamrik verfehlt und im Wald verschwindet. Seine Rufe verhallen weiterhin von den Freunden ungehört. Er kann in seinem Traum noch sehen wie der Schatten in drei Gestalten zerfällt, die ihm ein "Du hast uns umkommen lassen...das werden wir dir nie vergessen..." entgegen heulen.

Gamrik berichtet Leudara von dem Fund. Währenddessen macht sich Gieselhold auf um Gerald und Olko jetzt auch raus zuzitieren. Geron wird von Gieselhold unsanft aus seinem Traum gerissen. Mit den Worten "Ich konnte fliegen..." murmelnd rafft er sich auf. Olko etwas von notwendigen Schlaf murmelnd dreht sich rum, zieht sich die Decke über den Kopf und schläft weiter.

Leudara inspiziert derweil mit Gamrik die Kratzspuren, in denen offenbar Moos mit beachtlicher Geschwindigkeit wächst, selbst wenn man es abkratzt. Gamrik holt kurzerhand ein brennendes Scheit aus dem Feuer und brennt die Kratzer aus während Leudara Liturgien rezitiert. Schließlich hört das Moos auf zu wuchern. Evtl. hat das "reinigen Feuer" der Praios Pfaffen doch seine Daseinsberechtigung denkt sich Gamrik.

Geron wurde ja von Tuminka als "Warmflasche" auserkoren. Auch diese Nacht kommt er wieder, wie Slanka versprochen (...oder hatte sie es so bestimmt bzw. sie Tuminka versprochen?...er ist sich da so nicht mehr sicher...egal), seinen Verpflichtungen als Mann pflichtbewusst und gerne nach.

Tag 3 Der Verfolgung (18. Boron)

Wetter am Morgen: Schneefall mit sonnigen Abschnitten, Goblins sind jetzt schon ca. 1,5-2 Tagesreise voraus

Gerald informiert sich bei Olko, nebenbei über Heimsuchungen von Verstorbenen, am Ende war die Auskunft, ja wenn die Umstände „günstig“ sind (was im Auge des Betrachters liegt), dann ist aus magietheoretischer Sicht vieles denkbar. Aber die Spezialisten zu dem Thema sind die Geweihten des Borons. Na ob das ihm weitergeholfen hat.

Gegen Mittag trifft die Gruppe auf eine Gruppe von fünf Goblins. Gamrik startet vorsichtige Annäherungsversuche, doch Geralds Idee, Olko, der das Goblinisch ziemlich gut beherrscht, als Dolmetscher zu holen, klärt die Sache schnell auf: Die Goblins wollen handeln. Dankend lehnen die Helden ab, schließlich hat man es eilig. Man weiß das die Goblins die Helden wohl solange beobachten werden, wie sie sich in ihrem Stammesgebiet aufhalten.

Mit Hilfe von Tuminka wird das Nachtlager diesmal in einem geschützt gelegenen Einschnitt im Gelände aufgeschlagen, was die Nordbarden wohl häufiger zur Rast nutzen. Die Pferde können bequem in einer höhlenartigen Einbuchtung untergebracht werden. Der Platz ist so groß, dass sogar mehrere Kaleschkas windgeschützt abgestellt werden könnten. Eine große Feuerstelle und ein Vorrat an geschlagenen Holz rundet das Lager ab.

Erneut kommt es in Gamriks Wache zu einem „Vorfall“. Eine bildhübsche Mädchen, gekleidet in einem weisen Hauch, lässt es ihm ganz warm ums Herz werden.

Vorsichtig lässt er sich auf die Spielereien der Unbekannten ein, bis diese – aus Sicht von Gamrik – aus dem Nichts – ok...vielleicht war er auch „nur“ sehr sehr abgelenkt bzw. fokussiert...von einer Sumpfranze angefallen wird. Heldenhaft wirft sich Gamrik in die Bresche um die holde Maid vor dem Untier zu erretten und schlägt dabei die Ranze halb tot. Als Dank erhält Gamrik von der unbekannten Schönheit einen schüchtern gehauchten Kuss auf die Wange bevor sie ihn wieder zum Lager zurückführt und zwischen den Bäumen der Schneelandschaft wieder verschwindet. Da die Pflicht Wache zu halten ruft, gönnt sich Gamrik nur ein sehnsüchtiger Blick hinterher, bevor er pflichtbewusst seine Wache beendet. Schnell Geron aus den Armen von Tuminka lösen, um an ihm zu übergeben. Schließlich schläft Gamrik, eingekuschelt in seinem Schlafsack, mit wollig warmen Gedanken und einem Lächeln auf den Lippen, ein.

Nach einer äußerst erholsamen Nacht, nicht nur für Gamrik, erwachen die Helden frisch und munter, was Tuminka mit einem verschmitzten Lächeln auf den guten Lagerplatz schiebt. Gamrik, noch immer berührt von der Wärme, hat da seine eigenen Ideen zur Ursache des erholsamen Schlafs.

Tag 4 Der Verfolgung (19. Boron)

Wetter am Morgen: Schneefall, kalter Wind, Goblins sind ca. 2 Tagesreise voraus (wie sollen wir die nur einholen?!? scheint so, als wären Goblins von den Göttern für dieses Wetter und Witterungsverhältnisse geschaffen worden)

Man erreicht endlich die Große Weststraße, die in westlicher Richtung in Drachenzwinge, der nächsten größeren Siedlung, endet.

Es entbrennt eine Diskussion ob die Helden direkt in Richtung Westen abbiegen oder einen Umweg erst weiter Richtung Süden nach Larsach, einer kleinen, aber sicheren Stadt, fahren. Dort könnte man Vorräte auffrischen, die Pferde tauschen und sich allgemein nach Neuigkeiten umhören.

Die Helden entscheiden sofort Richtung Westen zu reisen, schließlich ist bisher mit jedem Tag der Abstand größer geworden.