Die Verhandlungen beginnen

Nachdem die Konditionen über die Verhandlungen festgelegt wurden, beginnen am folgenden Tag die eigentlichen Verhandlungen. Die Konstellation ist wie folgt:

  • Die Festumer: Timpski + Jaruslaw + 12 Personen aus dem Festumer Lager, inkl. Rudjewew Arauken, Verhandlungsführer: Timpski, Jaruslaw
  • Norbarden: die drei Mummen der drei Sippen + 12 Norbarden (inkl. der Zibiljas einer jeden Sippe), Verhandlungsführer: Tuminka Treprizki + Anka Prischkaj
  • Unparteiisch: Leudara + die 4 Helden

Spieler: Christian, Holger, Christoph

Der 1. Verhandlungstag – (2 Silbertaler pro Held)

Das Wetter ist diesmal klar und sonnig, untypisch im Vergleich zu den letzten Tagen. Die Stimmung unter den beiden Verhandlungsparteien ist geprägt von vorsichtigem Taktieren, aber mit der grundlegenden Bereitschaft zu verhandeln. Die Norbarden bestätigen zudem, das sie über die Trommel verfügen.

Die zuvor festgelegten Verhandlungsführer seitens der Norbarden (die drei Muhmen) werden neu bestimmt, um personell gleich mit den beiden Festumer Verhandlungsführer zu sein. Die Norbarden werden nun von Anka Prischkaj und Tuminka vertreten.

Die Verhandlungen beginnen mit

  • Angebot der Festumer: 100 D/Batzen
  • Forderung der Norbarden: 800 D/Batzen

und am Ende des Tages steht es bei

  • Angebot der Festumer: 220 D/Batzen
  • Forderung der Norbarden: 800 D/Batzen

Die Verhandlungsstrategie der Norbarden ist eindeutig besser bzw. geschickter, vor allem Jaruslaw leistet sich einige Schnitzer, die von den Norbarden sofort ausgenutzt werden. Das bestätigen die Helden auch am abendlichen Rückblick mit Leudara.

Nach Abschluss der Verhandlungen an diesem Tag überreicht Muhme Wodnerka Trebritzki den Festumer ein Geschenk: Einen reich verzierten Krug mit nach Hausrezept selbst gebrannten Meskinnes. Timpski, offenbar darauf vorbereitet, überreicht als Gegengeschenk einen Pokal.

Beim abendlichen „Rundgang“ prüfen Gamrik und Gieselhold die allgemeine Stimmung im Lager. Jaruslaw ist nicht der unumstrittene „Anführer“ der Bronnjaren, wie er sich gerne gibt, sondern eher Anführer von Mamas Gnaden und steht zudem unter dem Druck als Drittgeborener sich zu beweisen. Ob die Bronnjaren ihm im Zweifelsfall folgen? Eher nicht. Zudem gibt er einen guten Sündenbock ab, wenn es schiefläuft.

Die Nacht ist ungemütlich, durch andauerndes Wolfsgeheul kann kaum jemand die Augen zu machen, auch die Helden nicht.

Der 2. Verhandlungstag – (2 Silbertaler pro Held)

Das Wetter ist wolkig, ab und zu sonnig oder ein wenig Schneegestöber. Die Stimmung im Festumer Lager, vor allem im Mensazelt ist aufgeheizt, es kommt laufend zu Streit, zu fast Schlägereien und manche meiden das Zelt gänzlich, so auch Gieselhols. Ganz anders als die Stimmung am gestrigen Tag. Vor allem da auf dem Weg zur Verhandlung die Stimmung wieder „normal“ ist.

Die Verhandlungen beginnen mit

  • Angebot der Festumer: 220 D/Batzen
  • Forderung der Norbarden: 800 D/Batzen

und am Ende des Tages steht es bei

  • Angebot der Festumer: 340 D/Batzen
  • Forderung der Norbarden: 800 D/Batzen

Bei Ankunft im Lager erblicken die Helden die beiden Norbardenknaben Kaspai und Sildorjan. Haben sich die beiden doch ihr Vorhaben umgesetzt? Aber warum sind die beiden mit einer Gardistin und einer Bronjarin unterwegs und scheinen auch noch zu turteln. Was ist da bloß los?!

Im Festumer Lager scheint der Streit um/im Mensazelt während des Tages komplett eskaliert zu sein, der Wirt als auch die Gehilfen weigern sich die Mensa weiter zu betreiben, die Hälfte der Lagerbewohner wollen gar nicht mehr ins Mensazelt und die daraus resultierende Kalte Küche treibt die Stimmung im Lager noch weiter in den Keller. Das Mensazelt steht aktuell komplett leer.

Misstrauisch wie Gamrik nun mal manchmal ist, macht er sich auf die Suche nach Olko, um ihn zu bitten, sein magisches Auge im Zelt schweifen zu lassen. Olko ist nicht sonderlich begeistert und zögert, schwärmt viel lieber von Aljeg Ragaschoff, dem Norbardenhändler, sein neuer bester Kumpel. Und schwärmt von dessen Angebot ihm ein goblinisches Zweigesichtiges, irgendwas aus Tobrien, zu verkaufen. Das offenbar historisches Artefakt hat Olkos Interesse geweckt. Und prompt erreicht ihm die Nachricht, das es einen weiteren Interessenten dafür gibt, Rudejew von Arauken. Olko will schnurstracks zu dem Händler um sich das Artefakt nicht wegschnappen zu lassen. Trotz Gamriks Bemühen ist Olko nicht aufzuhalten, auch den Hinweis das Artefakt zuvor magisch zu analysieren, stößt auf taube Ohren. Nein tut es nicht, Olko sagt zu allem Ja und Amen, Hauptsache er kann zu dem Händler.

Beim Händler treffen die Olko und Gamrik auf Rudejew, und die beiden beginnen sich gegenseitig bei dem Artefakt hochzubinden, bis Olko bei 19 D aussteigt und Rudejew für 20 D das Artefakt für sich erwerben kann, sehr zu Olkos Leidwesen.

Danach kann Gamrik Olko überzeugen, mit ihm ins Mensazelt zu gehen und dort einen Odem Arcanum zu wirken (Gamrik: „magisches Auge schweifen lassen“), wenn auch widerwillig. Dort angekommen, findet Olko tatsächlich ein magisches Artefakt: einen Krug oder Kanne. Aber welcher Natur diese Magie ist, kann er nicht sagen, dazu bräuchte es einen Analys, den er leider nicht beherrscht. Etwas ratlos verlassen die beiden das Mensazelt.

Gamrik sucht Gieselhold auf und die beiden werden erneut Zeuge einer Diskussion der Küchengehilfen mit Timpski, das sie auf keinen Fall mehr dort arbeiten und sich jetzt krankmelden. Auf Gamriks behutsames Nachfragen nach dem Warum, kommt nur ein undefinierbares „man fühle sich dort unwohl“. Gieselhold und Gamrik machen sich daraufhin auf den Weg zum Wirt, bei seinem Zelt angekommen, packt dieser gerade laut schimpfend sein Sachen um „das Lager mit seinem streitlustigen und undankbaren Pack“ zu verlassen. Auch hier kann Gamrik nur ein undefiniertes Unwohlsein im Mensazelt herauskitzeln, aber immer überzeugt er den Wirt mit seiner Abreise bis zum morgigen Tag zu warten.

Mit Gieselhold im Schlepptau geht Gamrik zurück zum verlassenen Mensazelt, auf den letzten Meter musste Gamrik regelrecht zwingen ihn in das Zelt zu folgen. Irgendwas stimmt hier ganz und gar nicht. Im Zelt zeigt Gamrik auf den Krug/Kanne, den er im Verdacht für die Vorkommnisse hat und Gieselhold meint dazu nur, das sei der Krug den die Festumer als Geschenk erhalten hätten. Was macht dieser überhaupt hier im Mensazelt? Gamrik beschließt den Krug mit einem Tuch aufzunehmen und zu entfernen, aber selbst er kann sich nicht dazu überwinden. Auch Gieselhold schafft es nicht. Irgendwas hält die Helden davon ab den Krug in die Hand zu nehmen. Nach mehren verschiedenen Versuchen mit einem Besenstiel und einem Sack den Krug aufzunehmen, fällt dieser schließlich zu Boden und zerschellt. Und damit verschwindet das ungute „Gefühl im Magen“ sofort.

Gieselhold und Gamrik beschließen zur Leudara zu gehen und ihr von den Vorkommnissen zu berichten. Das Ganze ist schließlich hoch brisant für die Verhandlungen. Man beschließt mit den Norbarden zu sprechen und die kommende Nacht auf deren Booten zu verbringen. Darüber muss man nur Timpski und Jaruslaw informieren, was natürlich die Helden übernehmen dürfen.

Dazwischen besuchen die beiden Helden noch den Wirt, der bereits wesentlich besserer Stimmung ist und sogar mit ein paar Kumpels am feiern ist. Man kann ihn sogar überzeugen, das Mensazelt sofort wieder zu eröffnen und den hungrigen Lagerinsassen ein paar warme Pfannkuchen zu kredenzen.

Timpski und Jaruslaw von dem Wunsch mit den Norbarden zu sprechen zu überzeugen stellte sich einfacher als gedacht heraus, dank Jaruslaw. Dieser, wie erwartet, wittert sofort illegale Absprachen und Beihilfe für die Norbarden, wenn die Neutralen mit ihnen reden. Gamriks Gegenargument, dass sie genau dies gerade für die Festumer tun bringt Jaruslaw zum schweigen und zum grübeln. Und als dann Timpski dies noch befürwortet gibt er sich widerwillig geschlagen. Jaruslaw erinnert die Helden noch an ihren Eid.

Irgendwann kriegen die Helden noch mit, dass Schitzin Jadvige, regelmäßig die Eisdicke prüft. Offenbar wollen einige der Bronnjaren einen Plan B in petto habe.

Auf dem Weg zurück zu Leudara macht Gamrik noch einen Zwischenstopp bei ihrer Kaleschka, um nach der „Porno-Platte“ zu sehen und erneut zu verstecken. Dabei verhält sich die ansonsten recht verschlossene Maria, die Kutscherin äußerst merkwürdig. Offen, froh gelaunt und teils anzüglich unterhält sie sich mit den Helden und berichtet dabei auch von den beiden Norbardenknaben und ihrer weiblichen Begleitung. Zudem beobachten die Helden, wie eine barbusige Schönheit (eine 11 auf Gamriks Skala von 1..10) in Timpskis Zelt verschwindet. Merkwürdig das alles.

Mit Leudara setzen die Helden zu den Norbarden auf die Hausboote über. Dort angekommen, bemerken Gieselhold und Gamrik, wie eine dunkel vermummte Gestalt (Gieselholds Zwilling?) offenbar geduckt in einem Ruderboot die Norbardenboote verlässt und langsam Richtung Festumer Lager treibt. Eine weitere Merkwürdigkeit der man aber aktuell nicht nachgehen kann. Leudara sichert den Norbarden, erneut ihre Neutralität zu, und auch das sie sich nicht auf den Norbardenboote ohne Begleitung umherwandern werden. Auch im Namen der Helden. Im Gespräch mit den Muhmen kommen die Helden nicht wirklich weiter. Zwar geben die Norbarden zu das dies das Geschenk sei, das man überreicht hatte, ein altes Familienerbstück, gefüllt mit nach einem geheimen Hausrezept selbstgebrannten Meskinnes. Doch nichts dazu das dieser magisch sei. Nur Anka Prischkaj zuckt leicht beim Anblick der Scherben zusammen. Vielmehr stellen die Norbarden fest, dass die Beschuldigungen sehr wage seien. Immerhin können die Helden keinerlei Beweise vorlegen. Hinzu scheint zu kommen, dass die Festumer dem freundschaftlichen Geschenk wohl keinerlei Wert beimessen, schließlich wurde es zerbrochen.

Den Vorwurf der Beschuldigungen entgegnen die Helden lediglich, dass sie diese aktuell nur Sache untersuchen und die Gefahr augenscheinlich gebannt ist. Und das der Krug zerbrochen ist, bekennt sich Gamrik unumwunden als schuldig. Er sei beim Versuch ihn zu entfernen zerbrochen.

Leicht enttäuscht, nichts wirklich Neues in Erfahrung gebracht zu haben, begeben sich die Helden zur Nachtruhe. Gamrik kann noch ungewollt einige Gespräche der Norbarden belauschen, wo es um das für und wider des zufrierenden Sees geht. Die Nacht selbst ist erneut grausam, Wolfsgeheul aller orten. Selbst in den Träumen. Die Helden beschließen am kommenden Morgen, Leudara in all ihren Theorien einzuweihen.