Eine Taufe im Wald

Es war der sonniger Nachmittag des 4. Tsa 1039 BF, ca. 15:00 Uhr und die Gruppe hatte den ersten Blick auf den geheimnisvollen Festplatz geworfen.

Spieler: Holger, Udo, Christoph, Christian (GM), Sascha (Berichterstatter)

Die Gruppe hatte sich entschieden, links, d.h. westlich am Lager vorbeizugehen. Der Bogen, mit einem Radius von 150 Metern, sollte führte direkt im Bogen zur Blutklippe. Nach ca. einer Stunde, d.h. um ca. 16:00 Uhr, erreichten sie die Klippe, nördlich der Pferdekoppel.

Gemeinsam erklommen sie die Klippe, welche karg bewachsen war und von oben einen weiten Ausblick bot.

Um ca. 16:30 ist man oben angekommen. Auf der Klippe ist nichts zu sehen. Kein weiteres Lager, keine Wache und auch keine Geiseln. Vorsichtig spähen sie über die Kante und hatten so einen Überblick über das gesamte Lager, das sich am südlichen Fuß der Klippe erstreckte.

Vorherrschend war der Platz, der von den sieben übergroßen und im Kreis aufgestellten Tischen beherrscht wurde. Im Zentrum der Tische befindet sich der neu aufgestellt Altar. Auch im inneren des Tischkreises, auch um den Altar gleichmäßig verteilt, befinden sich theoretisch vier Statuen wobei drei nur zu erkennen sind. Die vierte scheint zerstört zu sein bzw. zu fehlen. An dessen stelle ist ein provisorischen Podest aufgestellt worden. Soweit es zu erkennen war, handelte es sich bei den drei verbliebenen Statuen um Vierhäupter, ähnlich der Statue in Hinterbruch. Anders als bei dieser hielten die drei Statuen aber kein Widderhorn, sondern waren heute mit einem Dachskopf, einer Bärentatze oder Elchschaufel verziert. Die vierte, zerstörte oder entfernte Statue war nicht mit einem „Gegenstand“ ergänzt worden. Der Platz selber war mit rot-weißen Fahnen geschmückt und auf dem Altar lag das mächtige Hinterbrucher Widderhorn. Insgesamt erweckt der Ort bei den Helden den Eindruck, dass die architektonische Verteilung eher auf größere Wesen, wie z.B. Trolle besser passen würde als auf Menschen und geschweige den auf Goblins.

Es war ein Anblick, der die Herzen der Gefährten höher schlugen ließ. Dies war der Beweis, dass sie am richtigen Ort sein mussten: Am Ritualplatz!

Nur der einfacher halber werden wir diesen Ort als Ritualplatz der Böse definieren, denn die Bösen (das sind die, die die Helden noch daran hindern, dass die Helden ihre Bezahlung bekommen) machen immer böse Rituale. Und eine schwarz-weiße Welt ist einfach einfacher.

Es wurde in der Zwischenzeit immer dunkler, sodass sich die Gruppe beeilen musste so viele Einzelheiten wie möglich vom Festplatz einzuprägen. Die Ketten an den Vierhäuptern und am Altar ließen erahnen, dass hier etwas Unheilvolles bevorstand. Südlich des Ritualplatzes der Bösen waren Zelte aufgebaut und im Westen des Festplatzes war die Koppel für die Pferde der Bösen. Die Sonne war in der Zwischenzeit weiter nach unten gegangen und so beschloss die Gruppe so ca. um 17:00 Uhr die letzten Sonnenstrahlen auszunutzen, um sicher wieder nach unten zu klettern.

Als sich die Dunkelheit endgültig über das Lager legte, so um ca. 17:30, und die Helden wieder von der Klippe geklettert waren und sich diesmal aus westlicher Richtung an das Lager herangeschlichen hatte, beschloss Gieselhold sich die provisorischen Reisezelte im Süden vom Ritualplatz der Bösen näher anzuschauen. Diese schienen ein Rückzugsort für die etwas betagteren Gäste der Veranstaltung zu sein. Zurück um ca. 18:00 Uhr kehrte er zu den anderen zurück und berichtet. Man beschloss zu warten...während dieser Zeit konnten die Helden beobachten, dass alle fast Anwesenden vom Adel sein mussten. Viele Schitzen, Knappen und auch Pagen waren angekommen. Junge und Alte, die sich herzlich begrüßten und so manches freundschaftliches, familiäres Gespräch, aber auch nüchtern formales small-talk konnten die Helden aus ihrem Versteck belauschen. Wären es nicht die Bösen, dann könnte man meinen, dass hier eine großes Fest gefeiert wird.

In der Zwischenzeit, es musste jetzt so ungefähr 20:00 Uhr sein, fanden sich immer mehr Menschen auf dem Festplatz ein. Alle waren sie in prunkvolle Kleidung oder Paraderüstungen gekleidet, trugen prachtvolle Waffen und Wappen voller Stolz. So mancher hatte sogar schwarze Schwingen auf den Rüstungen montiert.

Anshag von Rodebrannt-Ask, der den Altar und den Ritualplatz der Bösen aufgebaut und vorbereitet hatte, hatte sich in der Zwischenzeit das Gesicht rot-schwarz angemalt und wurde von den anderen jetzt nur noch als der Zweigesichtige Herold angesprochen.

Eine der gerade eintreffenden Gruppen bestand aus Personen, welche der Gruppe bekannt waren. Die Gruppe welche von Jaruslav von Kirschhausen-Krabbwitzkoje und Emjan von Hursakoje angeführt wurde, bestand auch aus den sechs Gefangenen Robaka von Wernski-Duderow, Verisja Perschoff, Rowinja Grumpen, Yadwinja Donsemkin und den beiden Norbarden, einem jungen Mann, Kolaj Jantareff und Nadja Jantareff, dem kleinen Norbardenmädchen und Schülerin von Fetanka. Die Ankunft dieser Personen schien für Anshag das Zeichen zu sein, denn es sammelten sich immer mehr Gäste um den Ritualplatz des Bösen. Während sich die Gäste langsam zum Ritualplatz der Bösen begaben.

Immer mehr festlich gekleidete Menschen, d.h. in prunkvollen Rüstungen, trafen auf dem Festplatz...nein...Ritualplatz der Bösen ein. In der Zwischenzeit mussten es zwischen 80 und 100 Personen sein. Ungefähr 20 dieser Personen fielen innerhalb dieser Meute sehr schnell ins Auge, diese schienen mit ihrem freien Oberkörper und der bemalten Brust der Grund für diese Versammlung zu sein. Wie die Helden aus den belauschten Gesprächen wusste, müssen diese 20 Leute die Täuflinge sein, die ihre Taufe erhalten sollten. Ein Ritual, vermutlich, denn keiner der Helden kennt das vermeintliche Ritual der Bösen. Fakten und Fantasie wird beides mit F geschrieben. Und nachdem alle Gespräche, die die Helden belauscht haben, sich oft rund um Kor, Rondra, Ehre, Mut, Tapferkeit, Verantwortung, Aufopferungsbereitschaft, Treue, guten Kampf und das Bornland drehen, können alle Anwesenden nur böse sein.

Um ca. 20:30 wurden die Gefangenen an den Rand des Ritualplatzes der Bösen geführt. Dort wurden auf Weisung des zweigesichtigen Herolds Nadja und die alte Rowinja gefesselt und abseits an einen Baum gebunden. Die anderen Gefangenen, auch gefesselt und von Wachen bewacht, wurden etwas näher zum Ritualplatz der Bösen gezerrt, so als würde man diese später noch benötigen. Die Helden vermuten, dass diese vier noch eine besonderen Betrag leisten sollen.

Verborgen in den Schatten schmiedete die Gruppe einen kühnen Plan, um die Geiseln zu befreien. Der Plan war es, die Pferde in Richtung des Ritualplatzes der Böse zu scheuchen, um die Geiseln in dem entstehenden Tumult zu befreien.

Um 21:00 Uhr leitet Anshag, der zweigesichtige Herold, mit feurigen Worten das Ritual der Bösen ein. Gleichzeitig machten sich Gamrik und Gerald auf den Weg zu den Pferden, da jetzt alle Teilnehmer der Feier...des Rituals der Bösen sich auf die Ansprache den zweigesichtigen Herold konzentrierten.

Um ca. 21:15 dort angekommen, stellen die beiden fest, dass auch die vier Wächter mehr auf Anshagen als auf die Pferde achten. So ist es ein leichtes die friedlich Heu fressenden Pferde mit Hilfe des Öl aus einer Lampe und Feuer in Panik und Todesangst zu versetzen. Die Pferde fliehen – wie geplant – in Richtung Ritualplatz der Bösen. Alles läuft wie geplant, Gerald und Gamrik klatschen sich aber und halten plötzlich in ihrer Bewegung inne.

Ein gewaltiger feuer speiender Drache landet zwischen den Ritualplatz und den Pferden und verhindert, dass die Pferde Chaos unter den Bösen verursachen. Anders als es der Plan war, stoben die Pferde nicht über den Ritualplatz, sondern drehten um und flohen vor dem Drachen zurück Richtung Gamrik und Gerald. Um ihr lebend rennend und in letzter Sekunde können Gamrik und Gerald gerade noch jeder hinter einem dicken Baum sich in Sicherheit bringen, sodass sie nicht von den Pferden totgetrampelt werden. Unter dem Hufgetrommel der fliehenden Pferde können die beiden hören, wie die Bösen das Eingreifen des Drachen mit lauten Jubel begrüßen. Gamrik und Gerald den Göttern dankend, das überlebt zu haben, können gerade noch verhindern den fluchenden vier Pferdewächtern in die Arme zu laufen, als diese den Pferden hinterher eilen um diese einzufangen. So schnell es Gamrik und Gerald möglich war, flohen sie im Schutz der Dunkelheit in den Wald, um zu ihren Gefährten zurückzukommen.

Geron und Gieselhold konnten gerade noch das Signal erkennen, dass die Pferde losstürmten und sie die Geiseln befreien sollten. Aber die Ablenkung durch das spektakuläre Eingreifen des Drachen und der Drachenreiterin waren noch bessern. Geron und Gieselhold schritten mutig ans Werk, um die unschuldigen Geiseln aus den Klauen der Unterdrücker zu befreien. Mit der Geschicklichkeit eines Meisters überzeugte Gieselhold die Wachen mit zwei kurzen Stichen, ihre Augen für immer zu schließen, während Geron die Gefangenen mit einem geschickten Schnitt befreite und sie in die Freiheit führte. Durch den dichten Wald folgten die sechs Geiseln ihrem Retter Geron, während Gieselhold beschloss wachsam aus seinem Versteck die Lage weiter bis zum Ende zu beobachtete.

Die Feier...das Ritual der Bösen ging weiter, so als wäre der Auftritt des Drachens so geplant gewesen.

Dass die Geiseln und die Wächter nicht mehr da sind, führt nur zu einer fast unmerklichen Fragezeichen im Gesicht des zweigesichtigen Herolds. Fast so als wäre es ein Fliege, die nur verscheucht werden müsste, geht er zum nächsten Punkt der Liturgie über. Als nächstes übernimmt der Drachenreiter seine Ansprache. Wie sich herausstellte, saß auf dem Drachen eine Frau. Sie wurde von allen Anwesenden als Hochmeisterin des vierten Ornats begrüßt. Vermutlich war das die gleiche Frau, die die Helden in Pilkamm verhöhnte. Dort stellte sie sich den Helden mit dem Namen Nadschenka vom Schild vor. Sie hält in antiquierter Sprache eine lange Rede, in der er die Täuflinge begrüßt, Graqualos als Kors Alveraniar preist und verkündet, dass mit dem heutigen Tag die Übernahme des Bornlandes beginnen soll. Auch Famerlors Stärke und Mythraels Tapferkeit werden gepriesen, ebenso die Klugheit Gerbald von Pilkamms und die Zähigkeit Jadvige von Hummergarbens, während er den „Verrat der Silbernen Horde“ schmäht. Sie fordert die Anwesenden auf: „Wenn sich der Abgrund der Honoren vor euch auftut, dann stürzt euch hinein! Steigt über schlafende Riesen, ringt mit der dreihäuptigen Schlange, metzelt die dreizehn Eber der Unvernunft nieder und zermalmt die kriechenden Maden des ungleichen Gleichnisses!“

Um ca. 22:00 Uhr scheint das Ritual der Bösen einen neuen Abschnitt zu erreichen

Gemeinsam mit Anshag öffnet Nadschenka unter Gesänge das Blaue Buch, indem sie unter düsteren Gebeten eine zähe Flüssigkeit aus einer verschlossene Karaffe auf das Siegel gießen, das sich zischend auflöst. Als sie das Buch aufschlagen erschallt ein Donner vom Himmel und Blut spritz aus ihren Unterarmen.

Um ca. 22.15 Uhr werden unter den Gesängen die schartigen Ritualdolche gesegnet. In Feuern werden Brenneisen erhitzt, die das Korsmal tragen.

Um ca. 22.30 Uhr wird das Widderhorn wird von Anshag durch die Reihen der Anwesenden getragen. Sie ritzen sich in die Waffenarme und lassen ihr Blut in das Horn tropfen. Die knapp zwanzig Täuflinge ihre Kleider ab und knien sich nackt in den Schnee vor dem Altar. Ihre Köpfe sind kahlrasiert, tragen aber keine Brandzeichen.

Um ca. 23.15 Uhr ruft Nadschenka mit dem Widderhorn in ihren Armen Graqualos an. Rote Blitze beginne um das Widderhorn zu zucken, ein scharfer Wind kommt auf, Geschmack und Geruch der wirbelnden Schneeflocken wird säuerlich. Die Täuflinge trinken nacheinander aus dem Widderhorn und verfallen in einen Trancezustand, in dem sie an wilde Tiere erinnern, die sich nur mühsam an ihrem Platz halten.

Um ca. 23.30 Uhr sprechen die Täuflinge unter Anleitung von Anshag immer wieder das Glaubensbekenntnis des Theaters: „Wissen, Wagen, Wollen, Schweigen, Herrschen.“ Währenddessen wird einem nach dem anderen das Brandzeichen der neunfingrigen Klaue in den Nacken gesetzt. Sieben der Täuflinge verlieren, als sie die Schmerzen nicht mehr stumm und gefasst ertragen und aufschreien, ein Körperteil. Danach ziehen alle anderen Anwesenden monoton betend am Widderhorn vorbei, halten beide Hände hinein und schmieren sich den Inhalt ins Gesicht.

Um ca. 00.00 Uhr scheint der Höhepunkt erreicht zu sein. Ein Kor-Choral schwillt an zu einem Brüllen, das die Luft erzittern lässt. Eine Sturmbö fegt über den Kultplatz und löscht die Hälfte aller Lichtquellen.

Damit endet die Feier...das Ritual der Bösen um ca. 00.15 Uhr. Den Täuflingen werden Decken übergeworfen, man singt einen rondragefälligen Schlusschoral. Nadschenka verabschiedet sich mit den Worten: „Seid bereit, Brüder und Schwestern! Wenn der Sommer kommt, schlagen wir los!“ Sie nimmt das Widderhorn, die Elchschaufel, den Dachskopf und Bärentatze an sich, besteigt ihren Perldrachen und fliegt davon.

Gieselhold sieht, dass das Blaue Buch auf dem Altar liegen bleibt.

Die Anwesenden verabschieden sich benommen und wortkarg. Der Platz leer sich, nur Anshag und zwei seiner Assistenten bleiben zurück.

Gieselholds Augen ruhten unentwegt auf dem "Blauen Buch", das auf dem Altar lag.

Die Gelegenheit, das Buch zu stehlen, rückte näher, als Anshag und seine Gehilfen begannen, den Ritualplatz zu säubern. Gieselhold spürte seinen Herzschlag lauter werden, als er sich lautlos durch die Schatten bewegte, immer darauf bedacht, nicht entdeckt zu werden. Das Licht der Fackeln flackerte, während er sich behutsam dem Altar näherte.

Es war, als ob die Schatten des Waldes zum Leben erwachten, als Anshag und seine Gefolgsleute den Platz säuberten. Gieselhold, ein Meister der Täuschung und des Verbergens, bewegte sich zwischen den Schatten wie ein Geist, seine Gestalt verschmolz förmlich mit der Dunkelheit.

Ein Moment der Ablenkung, ein kurzer Augenblick, in dem alle Blicke woanders verweilten, und Gieselhold ergriff seine Chance. Mit geschickten Fingern griff er nach dem Buch, spürte die raue Textur seines Einbands und die pulsierende Energie, die von den Seiten ausging. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken, als er das Buch fest an seine Brust presste und sich zurück in die Schatten schlich.

Es war, als ob er sich in einen Schatten selbst verwandelte, ein Wesen der Nacht, das von einem Schatten zum nächsten sprang, ohne einen Hauch von Laut oder Bewegung zu hinterlassen. Die Lichter der Fackeln mochten flackern, doch sie konnten nicht enthüllen, was in den Tiefen der Finsternis verborgen lag.

Als er schließlich außer Sichtweite war, atmete er erleichtert auf. Das "Blaue Buch" war sein.

Anshag bemerkte plötzlich das Fehlen des "Blauen Buchs" vom Altar. Sein Blick durchkämmte den gesamten leeren Platz, suchte nach einem Hinweis, einer Erklärung für das plötzliche Verschwinden. Verwirrung und Misstrauen legten sich wie ein Schleier über die Anwesenden, während Anshag sich umsah, um zu ergründen, was geschehen war. Die Gesichter seiner Gehilfen spiegelten Ratlosigkeit wider, während sie sich gegenseitig fragende Blicke zuwarfen. Doch keine Antwort bot sich ihnen an, kein Hinweis auf den oder die Schuldigen.

Ein eisiger Hauch von Unheil lag in der Luft, als Anshag langsam erkannte, dass jemand das bedeutsame Artefakt gestohlen hatte. Seine Hand ballte sich um seinen Rondrakamm, während sein Blick finster wurde. Inmitten des Schweigens und der Unsicherheit, die den Ritualplatz erfüllte, schwor Anshag, dass der Dieb des "Blauen Buchs" zur Rechenschaft gezogen würde. Sein Entschluss war unerschütterlich, und er würde keine Ruhe finden, bis das gestohlene Artefakt wieder sicher in ihren Händen lag. Das Gieselhold noch aus 500 Metern Entfernung klar hören konnte.

Euphorisch von seiner Tat begab sich Gieselhold ebenfalls auf den Weg zurück zu seinen Kameraden, die die Geiseln in Sicherheit nach Kloster Korswandt bringen wollten.

Am nächsten Morgen, den 5. Tsa 1039 BF, trafen sich alle Gefährten, sowie die ehemaligen Gefangenen und die Führerin durch den Wald wieder. Es war der Gruppe klar, dass Anshag nicht einfach entkommen dürfte, darum gaben die Gefährten der Jägerin den Auftrag die Befreiten zurück zur Klosterburg Korswandt zu bringen. Mutig begaben sich die vier Abenteurer zurück, um Anshag zur Rechenschaft zu ziehen.

Zurück am Ritualplatz treffen die Helden auf Anshag und seine beiden Assistent, die gerade aufbrechen wollen. Nachdem die Helden Anshag stellen, nimmt dieser diese Herausforderung reißt sich seinen Helm herunter und brüllt: „Marschall des schwarzen Kor! Geflügelter Mörder der Silbernen! Graqualos! Verschaffe dem Sieger freies Geleit!“ Daraufhin schneidet er sich das linke Ohr ab, stürmt auf Geron zu. Geron macht sich bereit zum Ehrenvollen Zweikampf. Gamrik, Gerald und Gieselhold und auch die Assistenten treten zurück und machen Platz für das Ehrenduell. Allen war es klar nicht in den Zweikampf einzugreifen und den Sieger unbehelligt abziehen zu lassen.

Plötzlich und irritiert dreht sich Anshag in Richtung Gamrik. Im Nachgang konnte sich Geron nicht erklären wieso, aber in diesem Moment wurde ihm klar, dass er zurück in den Kreis zu treten hatte. Für Gamrik war es eine Ehre seine Stelle des Duellanten in diesem Ehrenkampf einzunehmen.

Ein epischer Zweikampf entbrannte zwischen Anshag und Gamrik, der letztlich mit dem Tod von Anshag endete.

Die beiden Assistenten von Anshag überlebten die Begegnung mit der Gruppe auch nicht. Sie konnten mit dieser Schmach nicht leben, durch den rondraischen Eidsegen daran gebunden zu sein den Helden freien Abzug zu gewähren. Die Pagin der Göttin Danja zu Sjepengurken-Blütenfeld stürzte sich dreimal – wenn man pingelig sein wollte könnte man vier zählen...aber einer der Stürze war nur ein harmloser Kratzer – in ihr Schwert. Der Page der Göttin Panek Dotzen-Larsach war mutig und führte gekonnt einen sauberen, aber durchaus komplizierten Schnitt quer über seine Kehle, der – in Anbetracht der Herausforderung, die sich aus den Winkel ergab – trotzdem meisterlich geführt wurde. Der

Eine kurze Untersuchung der Habseligkeiten von Anshag und der beiden toten Assistenten brachte Münzen im Werte von 520 Silbertaler zum Vorschein, wobei 300 Silbertaler in einem eigenen gesiegelten Geldbeutel „abgepackt“ waren. Auch die zusätzlich 220 Silbertaler wurde von den Helden als Aufwandsentschädigung akquiriert.

In einer ersten Überlegung nehmen die Helden den Leichnam von Anshag mit, um für Graf Alatzer einen Nachweis. Ein kurzer Blick zurück auf die Überreste der Selbstmörder und schon macht man sich auch zurück auf dem Weg zum Kloster Korswandt. Ohne unsere lokale Führerin stellte sich heraus, dass das Vermeiden der für den Korsforst spezifische Beobachtungen schwierig ist. Erst am Nachmittags des 6 Tsa 1039 BF traf man schließlich wieder an der Klosterburg Korswandt ein.