Gamriks Rede zur Lage des Heerzugs (27. Ingerimm 13:05)

"Werte Bronnjare, Bürger und Freie, Soldaten, Söldner und Norbarden. Freunde ....
Jeder von euch hat seine eigenen Beweggründe sich diesem Heerzug anzuschließen.
Jeder mit seinen eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten, und dafür danke ich euch.
Seht wie weit wir gekommen sind, seit dem Akt des Terrors in Norburg, wir stehen kurz dafür das Gebiet des Feindes zu betreten.
Doch wir alle stehen genauso kurz davor alles zu verlieren!
Zu scheitern bevor wir auch nur einem einzigen unserer Feinde gegenübertreten konnten!“

Die Wolken am Himmel verdüstern sich, während die Zuhörer als diese teils trotzig, teils unbehaglich zu Gamrik aufsehen.

„Seit unserer Rückkehr meiner Gefährten und mir gestern abend, erblicke nur alte Feindschaften, Statusdenken, politische Manöver und kleinliches Gezanke um Nichtigkeiten.
Schaut euch um: Mißgunst , Rechthaberei und ein ‚Ich zuerst‘ wo man nur hinsieht.
Und dazwischen ein paar wenige, die verzweifelt versuchen den Zusammenbruch Heerzugs zu verhinder.
Unsere fehlende Einigkeit wird uns scheitern lassen!“

Die Wolken am Himmel verdüstern sich weiter, ein kalter Wind bläst den Zuhörern den Regen ins Gesicht. Unglauben und Zorn in den Gesichtern der Zuhörer. Aber auch einige nachdenkliche Gesichter.

„Deswegen sage ich euch, lasst uns in dieser Stunde zusammenstehen.
Einig sein, denn unser Zwist dient nur unserem Feind.
Seht euren Nebenmann nicht als Gegner aus einem alten Zwist, den einige von euch nicht erlebt, sondern geerbt habt. Seht euren Nebenmann als euer Kameraden, Kampfgefährten.
Wenn auch nur für diesen Heerzug. Auf das dieser erfolgreich sein wird.
Denn es geht hier um nichts weniger als um das Überleben des Bornlands selbst.“

Die Wolkendecke reißt auf, ein Sonnenstrahl hüllt den Gamrik und den Wagen in ein sanftes goldenes Licht. Gebannt lauschen die Zuhörer Gamriks Worte, blicken erwartungsvoll zu ihm auf.

"Nachdem wir uns von unseren Verletzungen erholt haben, und uns mühten den Heerzug einzuholen, hat uns Rondra ein wahrhaft göttliches Geschenk zuteil werden lassen.
Sie hat uns zu den verschollenen Schwertern des Nordens geführt, damit wir diese gegen ihre Feinde und die Feinde des Borlands in die Schlacht führen.
Aber wenn ich mich so umsehe: sind wir überhaupt würdig dieses Geschenk anzunehmen?"

Der Nieselregen hört auf

"Deswegen sage ich, legt jetzt einen jeden Zwist, jeden Groll und jede Feindseligkeit beiseite.
Last uns gemeinsam unsere Feinde niederschmettern!
Das ist unser aller Ziel!
Und mit der Götter Hilfe werden wir siegreich sein!
Und wer weiß, vielleicht wird nach diesem Kampf aus einem alten Zwist eine neue Freundschaft."

Die Wolkendecke reißt endgültig auf und warmes Sonnenlicht hüllt den gesamten Platz, das gesamte Lager ein und eine lange vermisste Wärme macht sich breit.