Hamkeln – Hulga – und der Weg nach Kirschhausen wird dann zur Falle?

Am nächsten Morgen genossen wir ein reichliches und gutes Bauernfrühstück, um nun gestärkt unsere Reise weiter fortsetzen zu können.

Die Wetterprognosen sind Stürmisch und Kalt. Ein Bauer gibt uns wertvolle Tips für die Reise, die uns gen Norden führt: „Immer warm eindecken, immer!“

Spieler: Udo (Berichterstatter), Christoph, Holger, Christian (GM)

Wir machen die Kutsche klar und für die erste Etappe nimmt Geron Platz auf dem Kutschbock. Die Fahrt verläuft nicht optimal, die Sicht ist gelinde gesagt beschissen und Geron kann überhaupt nicht seinen Standort feststellen! Sind wir noch in die richtige Richtung unterwegs! Das Wetter sieht wieder nach einen neuen Schneesturm aus, also was sollten wir tun. Irgendwo Schutz suchen oder weiter fahren und riskieren, dass wir die Kutsche versenken.

Im Inneren der Kutsche bekommen die übrigen Helden nichts davon mit und beschäftigen sich mit ihren Dingen. Gieselhold kontrolliert seine Ausrüstungsgegenstände, dabei stellte er fest, das sein Dolch irgendwie unnatürlich warm ist. Er trifft die Entscheidung den Dolch ganz tief unter seinen Wams zu stecken.

Gamrik, der das Gefühl hat, dass Olko etwas beschäftigt, unterhält sich stundenlang mit ihm. Schließlich erfahren wir folgendes von ihm: Jääni war vor ca. zwei Wochen mal wieder bei einer abendlichen Geschichtslesung im Hesindedorf.  Auch Schauergeschichten und düsterer Okkultismus werden hier voller Faszination diskutiert. Dort hat Jääni, nachdem sie zuviel Meskinnes getrunken habe, habe sie auch mal eine besonders grußeige Geschicht erzählen wollen. Dabei erzählte sie von einem besondere blutigen Goblinritual, bei dem eine Trommel verzaubert werden würde. Und jeder, der die Trommelschläge hören würde, verfalle in einen besinnungslosen Blutrausch und bringe alles um, egal ob Freund oder Feind. Olko hat dies  arglose Horrorgeschichte aufgeschrieben und – leichtsinnigerweise – auch weitererzählt. Die Lehrmeisterin war – laut Jäänis Bericht – davon überhaupt nicht begeistert. Um die Privilegien des Lebens in Festum schätzen zu lernen, soll Jääni drei Jahre bei der Goblinzauberin, Triinuun Steinzahn von der Lungai-Theluzi-Sippe, in der Roten Sichel verbringen. Prähnwart, ein goblinischer Gerbergeselle, soll Jääni dorthin begleiten. Doch Bruutsch will seine geliebte Jääni nicht alleine ziehen lassen und geht mit. Beide habe sich bei Olko verabschiedet und versprochen, nach den drei Jahre, sich bei ihm wieder zu melden. Er müsse auch keine Angst um sie haben. Sie schaffen das gemeinsam. Leider läuft es nicht ganz so wie erwartet. In Hamkeln geraden die drei an den Schitzen Jaruslaw, der Jääni, Bruutsch und Prähnwart gefangen nimmt. Prähnwart kann entkommt, und reist, so schnell er kann zurück nach Festum. Dort wand er sich an Olko, der – auf Grund seines schlechten Gewissens an all dem Schuld zu sein – beschließt, seine Freunde zu retten. Dafür fordert er einen Gefallen von der Familie Surjeloff ein. Dies besorgen ihn eine Möglichkeit nach Hamkeln, und ggf. darüber hinaus, zu reisen. Außerdem hofft Olko, dass wir ihm helfen, die beiden Goblins aus den Krallen dieses grausamen Goblinverächters zu befreien. Genaugenommen geht er sogar davon aus, dass es für uns selbstverständlich ist, ihm zu helfen. Immerhin verhalten wir uns ja auch wie vernünftige und zivilisierte Menschen und sind nicht so „hinterwäldlerisch“ wie diese verbohrten Bronnjaren, die keinerlei Skrupel haben, ihre Macht allzeit zu mißbrauchen...

Das Wetter ist heute gnädig und wir gelangen ohne größere Problem nach Hamkeln und müssen dort leider auf die Fähre warten, die ans andere Uferseite des Born, nach Hulge, bringen wird.

Um die Wartezeit nicht in der Kälte verbringen zu müssen, kehrt Geron direkt im „Zum weißen Stier“ ein, den Gasthof auf dieser Seite des Born. Er nutzt die Zeit, um sich nach dem Durchfrieren auf dem Kutschbock wieder aufzuwärmen. Er hat Glück und bekommt einen Platz direkt am Kachelofen. Er bestellt sich ein Bier und den hoch gelobten Wursteintopf. Während er auf sein Essen wartet, sieht er sich in der Kneipe um. Ihm fällt eine Frau auf, die ihn zu Beobachte scheint oder sich vor etwas verstecken versucht, so zusammengesunken sitzt sie da und sieht sich immer sehr gehetzt um. Die Gaststätte füllt sich immer mehr und Gerons bekommt Gespräche mit, die darauf hindeuten, dass die Fähre vielleicht wegen dem Eis auf dem Born nicht mehr übersetzen kann. Das wäre schlecht...

Währenddessen gehen Gerons Mitstreiter mit Olko. Der will herausfinden, wo seine Goblinfreunde geblieben sind. Im Krämerladen erfährt Olko vom Mann an der Theke, Dunjosch, dass Jääni und Bruutsch wegen Diebstahl vom Schitzen Jaruslaw von Kirschhausen-Krabbwitzkoje, Sohn der Herzogin Marja von Kirschhausen, festgenommen wurden. Jaruslaw habe erkannt, dass das Geld, mit dem sie für die Übernachtung bezahlen wollten, gestohlen sei. Dunjosch geht davon aus, dass die beiden Goblins rüber nach Hulge gebracht wurden, um dort eingekerkert zu werden. Falls dieses komisches Goblinpärchen noch hier sei, dann dort. Diverse Aussagen zu Jaruslaw sind sowieso allen bekannt und nicht der rede wert.

Als Geron sein Essen bekommt bemerkt er, dass sein Besteck nicht mehr auf der richtigen Seite liegt und stutzt. Just in dem Moment kommen Gerons Freunde zur Tür herein. Geron hat den Eindruck, dass Olko komisch dreinschaut und ihn scheint etwas zu bedrücken.

Gamrik bestellt beim Wirt etwas zu Essen und Trinken und gibt ihm dezente Hinweise, der Wirt solle sich mal wieder Waschen. Der Wirt ist entsetzt. Gamrik könne ja auch draußen warten, wenn ihm etwas nicht passe. Er muss nicht Unverschämt werden.

Auch der Wirt bestätigt, dass die beiden komischen Goblins wegen Diebstahls und Betrug hier im Gasthof verhaftet worden. Glücklicherweise war Schitze Jaruslaw vor Ort und hat dieses Verbrecherpärchen sofort verhaftet. Hinzu kommt, dass die beiden so unverfroren waren zu behaupten, dass sie Festumer Bürger sein...ja und im Winter fließe Milch und Honig den Born hinauf. Die sollen froh sein, dass man sie nicht gleich erschlagen habe. Weiter Fragen beantwortet er nicht mehr, da für die Goblins der Bronnjare zuständig ist. Und er ist nur Wirt. Was Bronnjare tun, hat ihn nichts anzugehen. Für weitere Fragen sollen sich die neugierigen Reisenden an Boris Ilumkis, den Dorfsprecher von Hamkeln, wenden. Der ist vermutlich im „Schwestergasthof“, die „Bärenschenke“, auf der anderes Seite vom Born.

Während des Gesprächs mit dem Wirt, sieht Gieselhold, dass sich im Regal hinter dem Wirt zwei Krüge ihren Platz tauschen. Wenn er jetzt nicht wüsste, dass er keinen Alkohol getrunken hat, so würde er glauben er halluziniere.

Kurz nachdem die Fähre angelegt hat, kommt ein Diener des lokalen Bronnjare und überbringt dem Magier Olko die formale Einladung, im Herrenhaus zu Abendessen und dort zu übernachten. Olko bedankt sich und informiert den Diener, dass er es sich überlege und nach dem Übersetzten Bescheid gäbe.

Beim Verlassen des „zum weissen Stier“ kann Geron die gehetzt wirkende Frau nicht mehr sehen. Er meint gesehen zu haben, wie diese den Gasthof verlassen hat, als der Diener diesen betrat.

Nach der Überfahrt gehen alle direkt in die „Bärenschänke“, um dort den Dorfsprecher Boris Ilumkis zu sprechen. Der Einäugige Wirt begrüßt die Helden freundlich und serviert ihnen die Bestellten Getränke. In der anderen Ecke des Gasthofes spielt er dann mit einem weiteren Gast Geradan (a.d. Redaktion: aventurisches Schach). Es stellt sich heraus, dass der anderen Gast Boris ist. Gamrik und Olko gehen zu den beiden und befragen sie zu den beiden Goblins. Dieser erzählt, dass die Goblins vom Schitzen Jaruslaw mitgenommen wurden. Er gehe davon aus, dass das schon seine Richtigkeit habe und dass der Schitze die Goblins nach Kirschhausen brächte, damit sie dort verurteilt werden.

Während Marija, Geron und Gieselhold an ihrem Tisch sich an den Krügen festhalten, beobachtet Gieselhold, wie sich eine Schachtel wie von Geisterhand auf den Tisch bewegt. Sofort stellt Gieselhold die Spielfiguren auf das Schachbrett und wartet darauf, ob etwas weiteres passiert. Geron beobachtet dies.

„Hey Giselhold, was machst du da?"

„Darauf warten, dass die Figuren bewegt werden.“

Aber nichts passiert. Gamrik und Olko kommen zurück und berichten. Man beschließt, das Angebot  anzunehmen, nachdem Marija mehrmals darauf hingewiesen hat, dass eine Einladung ins Herrenhaus zwar formal nur Olko gilt, aber wir als „Begleitung“ sicherlich auch was abbekommen werden und – was noch viel wichtiger ist – wir werden im Herrenhaus übernachten.

In der Kaleschka fahren wir zum Herrenhaus. Olko bekommt ein Einzelzimmer, wir anderen, inkl. Marija werden im „Gästezimmer“ für Bedienstet der Gäste einquartiert. Laut Marija auch super...im Vergleich zu Gasthöfen. Nachdem noch Zeit bis zum Abendessen ist, nutzen Gamrik, Olko und Marija diese, um ausgiebig die Schwitzstube zu besuchen. Entspannt und in frischer Kleidung ist man dann bereit für das Abendessen.

Leider ist Baron Swjeschna von Hulga und seine Gattin auf Dienstreise und wird daher von seiner Verwalterin, Elkwine Laikis, vertreten. Das Abendessen ist fulminant. Wir als die Begleiter des Magus dürfen am unteren Ende der Tafel an einer Ecke auch essen. Bei dem lockeren und unverbindlichen Gesprächen erfahren wir, dass die beiden Goblins vom Schitzen Jaruslaw mit nach Kirschhausen genommen wurden. Elkwine ist nur erstaunt, dass der Magus so ein auffallendes Interesse an Goblins habe.

Am nächsten Morgen geht die Reise in der Kutsche weiter. Diesmal sitzt Gieselhold auf dem Kutschbock. Er ist davon überzeugt, dass ihn sein Dolch, den er sich unter allen seinen Kleidern quasi „auf den Bauch gebunden“, warm halten wird...der wird sich wundern. Das permanente Auf und Absteigen wird ihn schon warm halten und alles am Bauch wird nicht seine Nase wärmen.

Das Wetter meint es wieder nicht gut mit uns. Es ist wieder kalt und es fängt an dicke Schneeflocken zu schneien. Aber zumindestens schaut es nicht so aus, als dass wieder eine Schneesturm aufziehen würde. Der Witz von Marija, dass wir kein Kälte aushalten würde, kommt heute nicht von ihr. Ist auch nicht mehr witzig. Und außerdem sitzten alle anderen ja in der mollig warmen Kaleschka.

Nach ein, zwei Stunden wird die Fahrt langsamer. Auf der Straße liegt ein umgestürzter Baum. Gieselhold ist hellwach. Das stinkt bis zum Himmel nach einem Hinterhalte. Er hält Ausschau woher die Gefahr droht.

Marija hält die Kutsche an, springt mit den Worten „Gieselhold, unter der Bank ist eine Axt. Auf jetzt wirds dir mal richtig warm werden. Der Baum muss weg!“ ab. Dann klopft sie an die Kaleschka und ruft „Rauskommen! Arbeitet wartet auch auf euch!“

Nach dem Klopfen und Marijas rufen, hören wir zwei weitere dumpfe Schläge. Uns ist klar, dass das Einschläge von Pfeilen oder Bolzen waren. Aus dem unwilligen Aufstehen ist ein gehetztes hinausrennen geworden. Nicht die Äxte, sondern die Waffen nehmen wir beim Aussteigen aus der Kutsche auf. Kaum sind wir außen angekommen, werden wir von Goblins angegriffen. Den ersten stolpert zwar, aber die anderen fünf greifen Olko und Marija an.

Ein heftiger Kampf beginnt!!!!

Währenddessen versucht Gieselhold verzweifelt seinen Dolch von seinem Bauch herauszupfriemeln...und jetzt ist er auch noch in die Hose runtergerutscht…aaahh…wer kann schon ahnen, dass hier in der Wildnis, abseits aller Zivilisation ein Überfall auf Reisende stattfindet…