Was nützt die Liebe in Gedanken?
In der eisigen Dunkelheit des 28.Tsa 1039 BF um 18 Uhr, als die Kälte die Luft durchdringt und die Nacht umhüllt, steht die tapfere Gruppe vor einer Notunterkunft.
Um diese Unterkunft nutzen zu können stehen sie vor der Herausforderung, Holz für ein wärmendes Feuer zu sammeln. Gieselhold und Gerald machen sich auf den Weg, um die lebenswichtige Ressource zu beschaffen, Ausgerüstet nur mit ihren Waffen und einer Laterne für Gieselhold und einer Fackel für Gerald.
Spieler: Holger, Udo, Christoph, Christian (GM), Sascha (Berichterstatter)
In der tiefen Dunkelheit des nächtlichen Waldes schlichen Gerald und Gieselhold, ihre Schritte gedämpft vom weichen Moos unter ihren Füßen. Plötzlich durchzuckte Gieselhold ein Schauer, als er unheimliche Schatten in der Ferne wahrnahm. Kurzerhand warnt er Gerald vor der bevorstehenden Bedrohung. Ohne große Worte, deutet Gieselhold in die Richtung , in welche er die Gefahr vermutet. Geralds Augen, die sich an die Finsternis unglaublich schnell angepasst hatten, erkannten die bedrohlichen Gestalten als Wölfe, die sich lautlos durch das Unterholz bewegten. Ein Hauch von Gefahr lag in der Luft, doch Gerald und Gieselhold wussten, dass eine Flucht für diese Jäger die Aufforderung zum Angriff darstellt und daher nicht in Frage kommen würde. Mit einem festen Griff an ihren Waffen und einem entschlossenen Blick suchten die beiden Gefährten nach einem Ausweg aus dieser prekären Situation.
Geralds Augen, die für die Dunkelheit geschaffen schienen, durchdrangen die Schwärze und entdeckten in der Ferne eine Felswand, die wie ein Bollwerk der Sicherheit wirkte. Gieselhold, dessen Blick nur die Dunkelheit war nehmen konnte, vertraute auf Geralds Führung und folgte ihm entschlossen zur Felswand, wo sie sich mit der Felswand im Rücken in einer Verteidigungsposition verschanzten. Gerald wurde zum wachsamen Beobachter der Wölfe, während sie gemeinsam ihre nächsten Schritte planten.
Währenddessen unterhalten sich Gamrik und Alriksej in der Notunterkunft. Die Flammen des Feuers tanzen wild im Dunkel, während ihre Worte wie scharfe Klingen durch die Nacht schneiden. Alriksej gesteht Gamrik seinen Plan, sich von den Jantareffs endlich freizukaufen und mit seiner geliebten Ricarda ein neues Leben zu beginnen. Seine Augen leuchten vor Hoffnung und Vorfreude darauf, endlich sein eigenes Schicksal bestimmen zu können.
Als Zeichen seiner Liebe und Verbundenheit möchte Alriksej Ricarda ein Armband in Form einer Schlange schenken, ein Symbol für die Ewigkeit und die unendliche Kraft ihrer Beziehung, zumindest wird dies so in seiner norbardischen Kultur gesehen. Mit einem Hauch von Zweifel in seiner Stimme fragt er Gamrik, ob ein solches Geschenk auf für eine nicht-Norbardin ein angemessenes und würdiges Geschenk ist.
Gamrik, der weise und erfahrene Frauenversteher, betrachtet das Armband mit einem prüfenden Blick. Gamrik fragte sich, ob ein solches Geschenk für eine Bornländerin wirklich die gleiche Symbolik haben würde. Eine Frage über die er erst einmal nachdenken muss.
Alriksej versteht die Bitte um eine Bedenkzeit von Gamrik und sie vereinbaren dieses Gespräch an einem anderen Tag fortzusetzen.
Und so endet das geheime Gespräch im Lager, mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und dem Glanz eines Armbands, das mehr bedeutet als Gold und Edelsteine.
In den eisigen Weiten des Waldes, bei Gieselhold und Gerald, haben sich in der Zwischenzeit sechs Wölfe näher an die beiden Gefährten herangetraut. Diese sechs Wölfe versammelten sich in ca. 10 Schritt Entfernung. Gieselhold konnte die Wölfe in der Schwärze der Schatten hier im Wald immer noch nicht sehen. Ganz im Gegensatz zu Gerald. Dieser erkannte, dass ein Wolf etwas in seinem Maul herumtrug. Langsam ging dieser Wolf noch ein bis zwei Schritt auf die Gefährten zu und legte den Gegenstand in den Schnee ab, bevor er wieder zu seiner Gruppe zurück ging. Gerald, dessen Neugierde ihn schon des Öfteren geleitet hatte, entschloss sich den Gegenstand etwas näher anzusehen. Entschlossen treten die tapferen Gefährten den Wölfen entgegen. Gerald geht langsam und vorsichtig voraus und Gieselhold blieb in einem Sicherheitsabstand von ca. 7 Schritt hinter ihm. Als sich Gerald mit der Fackel in der Hand langsam den Wölfen näherte, begannen diese zurückzuweichen. Mit kühnem Mut - oder vielleicht auch Dummheit – schritt Gerald weiter voran und näherte sich behutsam jener Stelle im Schnee, an der der mysteriöse Gegenstand hinterlassen worden war. Gerald identifizierte das Objekt als einen Handschuh. Als er den schweren, ledernen Handschuh aufhob, wichen die Wölfe weiter respektvoll zurück.
Nachdem das Verhalten der Wölfe keine Aggression zeigte, beschlossen die beiden Männer langsam und vorsichtig den Rückweg zur Notunterkunft anzutreten.
Mit Sehnsucht erwartet, wurden sie im Lager empfangen und mit einer wärmenden Suppe, die Ricarda für alle gekocht hatte, gestärkt.
Gemeinsam entschieden sie, wer die Nachtwache übernehmen würde. Gerald konnte den Handschuh aufgrund des begrenzten Platzes nicht auftauen, da das Schmelzwasser sicherlich hier in der Hütte dann Probleme gemacht hätte. Daher beschloss er dies auf einen anderen Tag zu verlegen.
Eine kurze und ereignislose Nacht lag vor den Gefährten.
In den frühen Morgenstunden des 29.Tsa 1039 BF, unseren zweiten Reisetag nach Irberod, enthüllt sich vor Gerald eine majestätische Szenerie: Rotwild in ca. 100 Schritt Entfernung. Die anderen Gefährten hatten für eine solche Banalität keine Zeit und beschlossen so schnell wie möglich aufzubrechen.
Nach einer kurzen Wanderung der Straße entlang, bricht plötzlich das Chaos aus, als bewaffnete Gestalten auf die Straße springen. Umzingelt von einer Übermacht, vielleicht 15 bis 20 vermummten mit Speeren und Knüppel bewaffneten Personen, bleibt den Gefährten nur der Weg Hoffnung mit Worte diese Situation gut zu überstehen.
Gieselhold stellt sich mutig der Herausforderung und bietet einen Wegzoll von 10 Silbertalern an. So überrumpelt beginnt das Verhandlungspoker zwischen Gamrik und Fredo, dem Anführer der Banditen. Zwischen Forderungen und Angeboten, zwischen Bedrohung und Verhandlungsgeschick, bahnt sich eine epische Konfrontation an.
Der Rest der Gefährten steht in der Zwischenzeit unter der Bewachung von einem der Speerträger, Berschin. Der große, schlanke Mann hätte einschüchternd wirken können, wenn sein leicht süßlicher Geruch, nicht schon von weitem Verraten hätte, dass er so manchen Rauschkraut nicht abgeneigt ist. Um den Bewacher freundlich zu stimmen, bot Gerald ihm eine Portion seines eigenen Vorrats an. Ein Angebot, welches Berschin sehr gerne annahm, auch wenn seine Schwester Godwinja, die in etwas Entfernung auf einem leichte Hügel mit vier weiteren Küppelkämpfern die Szene beobachtete, dies nicht nur lauthals verurteilte, sondern auch wild Berschin beschimpfte er möge doch wenigstens jetzt sich an die Anweisungen halten.
Neben den bisher genannten Namen wurden auch noch die Banditen Tesbinja und Sushin namentlich angesprochen, ein Verhalten, welches die Unerfahrenheit der Wegelagerer deutlich zeigte.
Letztendlich wird die Verhandlung abgeschlossen und die Gruppe kann für 11 Silbertaler und einer weiteren Probe aus Geralds privatem Besitz sofort weiter gehen.
Nach einer langen Wanderung beschlossen die Gefährten in den Schatten der einfallenden Nacht eine Zuflucht aufzusuchen. Diesmal sollte es der alte Hof „Alatzers Brücke“ werden. Gemeinsam mit der gastfreundlichen Bauernfamilie teilten alle ihr knappes Mahl und fanden in ihren Geschichten und Ratschlägen viele wichtige Informationen. Es wurde den Gefährten bewusst, dass sie etwas vom Weg abgekommen sind. Die Bauern konnten sich zwar nicht erklären, wie das passiert sein könne, denn der Weg ist gut mit Wegweisern markiert, aber sie wiesen den Helden den rechten Weg – an der nächsten Kreuzung rechts abzubiegen, um zurück zur Hauptstrasse auf den richtigen Kurs zu gelangen.
Gamrik erkundigte sich nach Godwinja und Berschin, und die Bewohner des Hofes enthüllten ihm, dass sie vom Ulmski's Hof stammten, der etwa eine halbe Tagereise in Richtung Salderkeim läge. Zudem wurde von der eisernen Hand, mit der die Gräfin Rilka von Irberod über ihr Reich herrschte, gesprochen. Auch das Erwachen des Landes war ein wichtiges Thema in der Runde. Das Phänomen schien bei einigen Leuten die Aggressivität zu erhöhen. Die Hofbewohner fürchteten das drohende Unheil, wenn im Sommer die Praios-Pilger und die Rondra-Pilger in Salderkeim aufeinandertreffen würden. Denn zwischen diesen beiden Gruppen gab und gibt immer wieder Diskussionen, die in der Vergangenheit schon zu manch Kneipenschlägerei führten. Die düstere Vorahnung lag schwer auf der Stimmung und die Bauern sind froh, doch etwas weiter von solchen Konfliktbrennpunkten zu wohnen.
Vor dem Schlafen gehen, unterhalten sich Alriksej und Geron über die Liebem wie sie die Frauen der Norbarden interpretieren. Alriksej, der von der Beziehung zwischen seiner Schwester und Geron wusste, riet Geron, sich nicht von dem vielen Sex, mit dem die Norbardenfrauen locken, blenden zu lassen. Die Beziehung zu einer Norbardin hat viele Regeln, über welche Geron noch nicht Bescheid wisse. Ins Besondere der Aspekt der strengen Verpflichtungen, die Geron eingehe, werde ihn auf kurz oder lang schwer belasten. Er dürfe nie vergessen, dass er – aus Sicht der Frauen der Norbarden – immer nur (!) ein Mann ist, und daher nie eigenständig entscheiden dürfe. Er ist immer an die Weisungen einer Frau gebunden.
Geron, von der Weisheit Alriksej ergriffen, stellt fest, dass seien Toy Boy-Dasein genieße, gelobte aber feierlich, nochmals darüber nachzudenken, ob er da nicht schon Verpflichtungen eingegangen ist, deren er sich nicht bewusst sei…wobei, was ist ihm da noch mal im roten Schloss so passiert???...
Nachts übernahm jeder der Gefährten eine Wache, eine Maßnahme, die zu einer ruhigen Nacht im Stall führte.
Am nächsten Morgen, dem ehrwürdigen 30.Tsa 1039 BF, geht die Sonne über den verschneiten Hügeln des umliegenden Landes auf. Ein leichter Wind wirbelt immer wieder Schneeflocken vom Boden aus. Es scheint ein typischer, kalter, sonniger Tag hier im Bornland zu werden.
Während man zusammenpackt, entfaltet sich ein Gespräch zwischen Alriksej und Gamrik. Die beiden vertiefen ihren Austausch über ein potenzielles Geschenk für Ricarda. Gamrik konnte lange genug über den Armreif nachdenken und seiner Meinung nach war das Schlangenmotiv kein gutes Symbol führ ihre Liebe. Gamrik riet Alriksej nach einem anderen Motiv für ihre Liebe zu suchen.
Nach dieser Unterhaltung und einem stärkenden Frühstück machten sich alle auf den Weg nach Salderkeim.
Nach ca. einer Stunde kommen die Helden zur nächsten Kreuzung, an der sie den rechten Weg nehmen sollen. Schon aus einiger Entfernung können unsere Wanderer erkennen, dass eine Gruppe von drei mit Äxten bewaffneten Personen damit beschäftigt sind, an dem Wegweiser zu „arbeiten“.
Gieselhold beschloss die Leute etwas näher zu begutachten. Verborgen und geheimnisvoll, tritt Gieselhold an die Arbeiter heran. Gieselhold, der das Überraschungsmoment voll ausnutzte, erkundigt sich nach dem Grund für ihr Tun.
Die Arbeiter sind erschrocken und greifen reflexartig zu ihren Äxten. Erschrocken wie sie sind können sich aber gerade noch zurückhalten ihm nicht gleich dreifach eine über den Schädel zu ziehen. Da hat Gieselhold nochmal Glück gehabt, dass diese erfahrenen Holzfäller nicht erst zuschlagen und dann Fragen stellen. Gibt halt noch Menschen auch hier im Hinterland, die auch in so gefährlichen und kritischen Situationen mitdenken.
Im Gespräch stellt sich heraus, dass „irgend ein Vollhonk“ die Wegweiser manipuliert habe und sie nun bemüht sind, dies wieder in Ordnung zu bringen. Nicht dass ein Ortsfremder sich noch verlaufen würde. Eine kurze Unterhaltung später reisen die Gefährten, nun sicher auf dem rechten Weg zu sein, in Richtung Drachenzwinge weiter.
Von der Nacht viel zu schnell eingeholt, beschlossen die Gefährten diesmal – wie sie das auch damals auf dem Weg nach Hinterbruch in Begleitung der verstorbenen Effertgeweihten Sulja Elmsjen stetig gemacht haben - auf einen der Höfe, die an der Straße liegen, die Nach auf „Meskine’s Hof“ zu verbringen. Wie sich herausstellt, wird auch hier das bis nach Festum bekannte alkoholischen Erzeugnisse produziert. Erstaunt stellen die Wanderer fest, dass sie nicht die ersten Irberod-Reisenden sind, welche heute in dem Hof einkehrten. Die Ragaschofsbrüder sind bereits anwesend und ihrer sechs imposanten Ochsen stehen bereits stolz im Stall. Janko Ragaschof tritt freundlich an die Gefährten heran, begleitet von seinen zwei jüngeren Brüdern Sergej und Lexej. Janko lädt seine Konkurrenten ein, gemeinsam an seinem prasselnden Feuer zu speisen. Um die Konkurrenz besser im Auge behalten zu können nimmt die Reisegruppe das Angebot an.
Im Laufe des Abends ergibt sich so manches interessantes Gespräch und Beobachtung. Es stellt sich heraus, dass auch Janko, wie Gamrik dem schönen Geschlecht sehr gewogen sind. Beide konzentrieren ihre Bemühung – als würden sie wetteifern – auf die Damenwelt hier auf dem Hof. Dabei schreckt Janko nicht davor zurück, auch Ricarda, die Freundin von Alriksej, offensiv anzubaggern.
Gamrik, vielleicht beeindruckt von den betörenden Fähigkeiten Jankos, lenkt ab und spricht die Norbarden bezüglich der Wegweiser an, ob ihnen da nichts aufgefallen sei.
Ihnen ist nichts aufgefallen, da sie auch nicht auf die Wegweise achten würden. Als Norbarden sind sie sozusagen professionelle Reisende und achten daher auf so etwas wie Wegweiser nicht mehr. Sie kennen den Weg nach Irberod wie ihre Westentasche. Wobei Sergej anmerkte – da wir es ansprächen falle ihm das gerade auf – er habe das Gefühl, dass an einem der Schilder etwas komisch war. Aber er ging davon aus, dass er sich da getäuscht haben musste. Immerhin sind die Bronnjaren dafür ja bekannt besonders penibel ihre Pflichten einzuhalten und peinlich darauf achten, dass alles Recht und Ordnung habe.
Derweil setzt Janko sein Werben um Ricarda weiter – wie die Helden es auch von Gamrik gewohnt sind – offen fort.
In den Schatten der Nacht schreitet Geron über den Hof, seine Augen scharf wie Adler, auf der Suche nach verborgenen Gefahren, die im Dunkel lauern könnten. Doch keine Bedrohung zeigt sich, der Hof ist so sicher wie es nur geht. Es scheint ihm so, als habe man in der Vergangenheit schon so manchen Besuch von Freunden des Meskines gehabt und daher alles dafür getan derartiges so schwierig wie möglich zu gestalten. Sicherlich hat ihn just in diesem Moment jemand von den Hof-Bewohnern im Blick. Der Hof kann zurecht als Wehrhof bezeichnet werden. Und so beschließt Geron im „Fabrikverkauf“ vorbeizuschauen und sich mit dem köstlichen Schnaps "Schüttel Willi" zu belohnen. Er kauft vier 300 ml Flaschen günstig für nur je 15 Silbertalern von der edlen Spirituose, um seinen Mut und seine Entschlossenheit zu feiern.
Etwas abseits im Stall untersucht Gerald den Handschuh der Wölfe mit größter Sorgfalt. Als er den Handschuh auftaut, fällt ein funkelnder Silberring heraus. Bevor er – dem ersten Impuls folgend ihn anzieht – entscheidet er sich, an dem Ring eine magische Analyse durchzuführen. Die Vorbereitungen für die Analyse sind schnell geschehen, doch bevor er diese beginnen kann, erkennt Gerald ein ungewöhnliches Funkeln am Ring. Dieser Schimmer zieht Gerald voll in seinen Bann und all seine Konzentration fokussierte sich auf das Phänomen. Der Schimmer wurde größer und schärfer. Es bildeten sich Linien aus, welche die Matrix eines Zaubers bildeten. Gerald, der sein Glück nicht fassen konnte ein zweites Mal eine Matrix sehen zu dürfen, kann sich nicht von dem Anblick losreißen. In seinem Hinterkopf spukte die Frage, wer ihm dieses Geschenk machte: War es das erwachende Land, göttliches oder teuflisches Wirken, gar die Magie selbst oder eine andere Präsenz? Eine Frage auf die Gerald keine Antwort hatte, aber das war ihm in diesem Moment auch egal.
Gerald meint, dass die Linien der Matrix von der herkömmlichen Theorie (immerhin kennt er nur die theoretischen Beschreibungen, darüber hinaus kennt er nur die Worte der Professoren „Meine Damen und Herren und so schaut das dann in Realität aus...“) abweichen würden, so als scheinen diese von etwas beeinflusst zu sein. Doch Gerald wagte es nicht seinen Blick vom Ring abzuwenden, aus Angst danach die Matrix nicht mehr sehen zu können. Die obsessive Liebe zur Magie hielt ihn in seinem Bann und die Worte „Mein Schatz“ lagen ihm schon auf der Zunge.
Wie nicht anderes zu erwarten wird es Alriksej irgendwann zu bunt und geht entschlossen Jankos Annäherungsversuchen an seine Verlobte vor.
Janko verweist erstes beschwichtigen und dann scherzend auf die gemeinsamen norbardischen Wurzeln, Alriksej solle sich nicht wie ein so ein prüder Bornländer verhalten und man können doch gemeinsam die Freuden teilen. Das alles scheint Alriksej nicht zu beruhigen, sondern ehre aufzuregen. Janko weicht von der Heftigkeit der Reaktion Alriksej zurück.
Gamrik auf der Hut, will schon dazwischen gehen, um größeres Unglück zu vermeiden, als er beobachtet, dass die Stimmung sich total dreht. Alriksej verhält sich so, als wären Janko und er schon immer die Besten Freunde.
Gamrik ist sich sicher, dass Janko einen Zauber auf Alriksej gewirkt hat, um eine Schlägerei zu verhindern. Und die Art und Weise wie Alriksej sich jetzt verhält lässt bei Gamrik nur einen Schluss zu: Es muss ein Bannbaladin gewesen sein. Dieser Freundschaftszauber weckt in seinem Ziel Sympathien und Freundschaft für den Zaubernden. Eine Wirkung die Gamrik im Laufe seines Abenteuerlebens schon öfter miterlebt hat. Laut Eilidiel, dem – aus Sicht der Helden - wirren Elfen aus Altenbrück, sei dies sogar fester Bestandteil der Begrüßung, so wie die Menschen „Hallo“ zu Fremden sagen.
Entschlossen spricht Gamrik Janko an, um die jetzt sehr freundschaftlich Situation weiter zu entschärfen – Gamrik alleine weiß was er da noch mehr wollte - und die Wirkung des Zaubers abklingen zu lassen.
Im Verlauf des Gesprächs erwähnt Gamrik auch Aljeg Ragaschow, über den Janko Bescheid weiß. Durch nicht ausgesprochene Andeutungen lässt Janko erkennen, das Aljeg eher das schwarze Schaf der Familie sein könnte, aber trotzdem zur Familie gehöre. Die Unterhaltung der zwei Männer dauert nicht so lange, da beide noch der Frauenwelt zur Verfügung stehen müssen. Schließlich verbringen beide die Nacht nicht alleine...
In den frühen Morgenstunden des 01. Phex 1039 BF werden die Gefährten von Gamrik geweckt, der in seiner Wache bemerkt, dass die Ragaschoffs besonders früh und eilig weiterziehen. Da es sich bei den Ragaschofs immer noch um Konkurrenten um den Eisenauftrag handelt, beschließen alle Anwesenden auch so schnell wie möglich weiterzuziehen. Beim hastigen Zusammenpacken bemerkt Alriksej plötzlich, dass seine geliebte Tasche, ein Geschenk seiner Mutter, sowie die Landkarte, auf der Alriksejs optimale Weg von Irberod nach Firunen verzeichnet ist, fehlen.
Ein Verdacht fällt auf Janko, der möglicherweise die Gegenstände gestohlen haben könnte. Doch nach einer Nachfrage von Gamrik erinnert sich Alriksej daran, dass er die Karte freiwillig an Janko übergeben hat – vermutlich eine unerwartete Folge des Bannbaladin.
Noch schneller packen die Reisegefährten alles zusammen und machen sich auf den Weg die Ragaschoffs zu stellen.
Kurz vor Sonnenaufgang (ca. 05:30 Uhr) und unter dem müden und überraschten Blicken aber auch den Gute-Reise-Wünschen der Hofbewohnern zieht die Gruppe mit ihren vier Ochsen und dem Leiterwagen, auf dem sich neben den Habseligkeiten aller auch die Katzen bequem gemacht haben, los, um die mit einem Vorsprung von 30 Minuten davoneilenden Ragaschoffs einzuholen.
Der Entschluss wurde gefasst, die Ragaschoffs zur Rechenschaft zu ziehen und niemand würde die Gefährten davon abhalten können.
Alleine die Frage was in diesem Fall das richtige Recht und die richtige Gerechtigkeit ist muss nur noch allen Beteiligten klar gemacht werden...
Geron trägt weiterhin unter seiner Kleidung dieses schnittfeste, dicke, blaue Brotschneidebrett...hoffentlich...
Reisekasse
1500 Silbertaler (als Vorauszahlung zur Verfügung gestelltes Spesen-Budget des Handelshauses Surjeloff)
- 7,5 Silbertaler Übernachtung in Salderkeim, Pension Effertsruh (27. Tsa bis 28. Tsa)
- 20 Silbertaler für das Essen und die Inklusivleistung Betreuung durch die speziellen Damen und Herren im „Café Katzenjammer“ (28. Tsa, Abends)
- 7,5 Silbertaler Übernachtung in Salderkeim, Pension Effertsruh (28. Tsa bis 29. Tsa)
- 11 Silbertaler für die Banditen (29. Tsa, Vormittags)
- 0,4 Silbertaler für die Übernachtung am Hof „Alatzers Brücke“ (29. Tsa)
- 0,4 Silbertaler für die Übernachtung am Hof „Meskine’s Hof“ (30. Tsa)
1453,20 Silbertaler Restguthaben (Stand 1. Phex 1039 BF, 05:30)