Zwischen Rohalsteg und Koschtal
Wir haben uns auf den Weg ins Koschgebirge gemacht auf dem Weg zum Druiden, da vermutlich dieser die schweren Vergiftung von Nereida heilen kann!
Der Weg führt uns durch Rohalsteg wo wir die Nacht in einem Gasthaus verbringen! Der Preis ist sehr üppig, die Leistung eher schlecht, jedoch brachte es mehr Sicherheit, als eine Nacht im Freien!
Gamrik übernimmt die Kosten! Wir gehen sehr früh zu Bett, der Überfall auf halben Weg und der lange Ritt forderte seinen Tribut! Ausgeruht und frisch gestärkt, setzten wir unsere Reise fort. Der Zustand von Nereida macht uns große Sorgen! Sie ist immer öfters „geistig abwesend“, die klaren Momente werden seltener.
Kurz vor der Fuhrt durch den Waschwasser meinte Geron im Wald etwas gesehen zu haben, war sich jedoch nicht sicher. Die Gruppe platzierte sich strategisch um gegen einen Angriff besser gewappnet zu sein. Beim durchqueren des Flusses blieb das Zugpferd des Wagens, auf dem wir Nereida transportieren, abrupt stehen und lies sich nicht mehr antreiben!
Nirnwulf stieg von seinem Pferd ab und versucht seine Tochter, die am Kutschbock sitzt, zu helfen indem er das Pferd am Zaumzeug mitführt. Alles zerren, schieben, antreiben wirkt nicht. Das Pferd bleibt stehen. Mitten im Fluss. Wie auf dem Präsentierteller! Gamrik steigt dann auch von seinem Pferd ab, und will Nirnwolf helfen. Als passionierter Pferdeflüsterer ist ihm bekannt, dass Pferde sich immer an der Herde orientieren. Daher führt er sein Pferde an den Zügeln heran an das Zugpferd um dann beide gemeinsam aus dem Fluss zu leiten. Und es klappt!
Ohne weitere Zwischenfälle ging es weiter nach Rhôndur! Auch dort suchten wir ein Gasthaus auf und gingen schnell nach dem Essen zu Bett, wir wollten früh weiter, um unsere Reise fortsetzen.
Nach dem Frühstück geht es weiter. Ab jetzt wird die „Straße“ deutlich unübersichtlicher und ungepflegt. Um vor unliebsamen Überraschungen wenigstens nicht hinter jeder Ecke überrascht zu werden, reitet Gamrik an die Spitze und reitet in Sichtweite als Vorhut voraus!
Als uns die Straße durch die – gefühlte – hundertste Schlucht führt, Gamrik wieder an einer der vielen steilen Kurve um einen Felsen wartet, geht hinter uns mit einem Heidenlärm eine Felslawine aus ca. 10m Höhe auf den Weg hernieder und blockiert den Weg zurück! Gamrik, Böses ahnent kontroliert sofort den Weg nach Vorne. Hinter der nächsten 90 Grad Biegung ist auch hier der Weg durch einen Felssturz blockiert. Wir sitzen in der Falle!
Nachdem sich der Staub verzogen hatte sahen wir eine Mann, der uns irgendwie bekannt vorkommt, oben an der Klippe stehen. Er ruft uns zu, dass wir uns ergeben sollen! Er will nur Nereida, dann lässt er uns laufen. Gamrik versucht mit dem Zauberer zu verhandeln. Dieser geht auch darauf ein und bieten freien Abzug gegen Nereida und einer kleine Aufwandsentschädigung. Während der Verhandlung schreiten zwei Gegnerinnen langsam die fast senkrechte Wand herunter (was ist denn das für eine Zauber?). Und gehen – auf Abstand zu uns – in Stellung.
Gieselhold kletterte mit einer Gewandtheit eines Affen die Böschung auf der anderen Seite der Schlucht hinauf, um die Angreifer besser zu sehen! Jedoch blieb dieses nicht unbemerkt und er wird angerufen, wenn er nicht ein paar Pfeile in den Wanst bekommen möchte, solle er mal lieber da wieder runter kommen.
Geron versuchte sich hinter einem kleinen Busch nahe der fast senkrechten Felswand zu verbergen, welches ihm mehr schlecht als recht gelingt!
Da fällt es allen wieder ein: Der Mann ist der Zauberer aus der Kneipenschlägerei, der Geron die Eintrittskarte abkaufen wollte.
Im Rahmen seiner "Verhandlungspositionierung" mit Gamrik unterstreicht der Zauberer mit einer angekündigten kleinen zaubertechnischen Demonstration an Rahjane, in welcher Position wir uns befinden: Rahjane fällt stöhnend um. Da brennt die Sicherung bei Gamrik durch. Er eröffnet den Kampf und greift unverhofft die schwarz gekleidete Gegnerin an. Geron’s Kampfintuition lässt ihn nicht zögern und er greif die zweite Gegnerin, die hinter uns seht an und eine großes zweihändiges Schwert führt, mit seinem Langschwert an. Jedoch konnte seine Gegnerin den Angriff parieren! Lag vielleicht daran, dass sie offensichtlich schon länger in Verteidigungshaltung steht. Gieselhold und Valmir kommen Geron zur Hilfe. Damit ist es hier ein drei gegen eins. Hoffentlich reicht das.
Wir stecken kräftig was ein, die Gegnerinnen setzten uns sehr zu. Und die Bogenschützen, die oben auf den Felsen nur senkrecht nach unten zielen müssen, nehmen den Wagen mit Nereida und Maline, die sich tapfer mit ihrem Bogen versucht sich zu wehren, mit einen Pfeilhagel unter Beschuss. Am Ende waren wir froh überhaupt noch am Leben zu sein! Die Gegnerin mit dem Zweihandschwert konnten wir besiegen, aber die verblieben Feinde ergriffen, sehr zu unserer Verwunderung, die Flucht...oder war es gar keine Flucht?
Leider haben wir auch Opfer. Unserer tapferer Nirnwulf, der Gamrik zu Hilfe geeilt ist, damit dieser nicht alleine gegen diese schwarze Kampfmaschine antreten musste, hat es böse erwischt. Nur ein Heiltrank, aus dem Vorräten der besiegten Zweihandschwertgegnerin kann ihn noch vor dem Tod retten. Valmir kratzt zusammen, was er noch an Heiluntensilien hat. Dabei muss er feststellen, dass alles in dem kleinen Sack, in dem das „Früchtebrot“ (wieder war, wie frisch gebacke), verdorben ist, bis auf die Tigel mit den Wirseltränken. Da hatten wir nochmals Glück. Alle Verletzten, außer Gamrik, den es noch am besten geht, nimmt die rettende Kräutertinktur zu sich. Und Rahjane erholt sich auch wieder. Sie hat es nur mit einer „harmlose“ Paralayse getroffen. Bei dem Versuch, wenigsten die gefangene Gegnerin zu versorgen, geschied Valmir ein Mißgeschick („zum Hundesternmal: Kein Druckverband um den Hals! Das ist ungesund“) und sie verstirbt unter den Fingern unseres begabten Heilers.
Um mit den Wagen weiterkommen zu können bzw. mit den Pferden über diesen Felsen zu kommen, müssten wir „nur“ den Weg freiräumen. Wie lange das wohl dauern wird. Und uns läuft die Zeit davon. Das Gift in Nereida tut langsam, aber unaufhaltsam seine zerstörerisches Werk...
Plötzlich hörten wir Rufe! ,,Hallo ist da Jemand?" Wir gaben Antwort und über die Felsbrocken kommen Soldaten geklettert. Wie sich im freundlichen Gespräch herausstellt handelt es sich bei dem Trupp um eine Wegewacht, die für die Passierbarkeit der Straße zuständig ist. Sie erklären uns, dass solche Felserutsche vorkommen, aber normalerweise nicht so eng beieinander. Begeistert sind sie nicht, denn sie müssen nun den Weg wieder freiräumen, was Tage dauern wird...zu lange für uns.
Die tote Räuberin ist dem Leutnant der Truppe nicht bekannt. Die passt auch nicht in die Gegend. Er nimmt dies mal auf, aber er verspricht sich keine sinnvollen Erkenntnisse über ihre Herkunft. Und als Räuberin ist sie nicht „ausgeschrieben“, dass wüste er. Außerdem ist sie tot und eine Befragen könnte sehr einsilbig ausfallen...was für ein Scherzbold.
Was uns nur bleibt ist, zu überlegen, wie wir jetzt weiterkommen können…