Dezember 22, 2024

Auch der schönste Traum muss einmal enden

Mit einem kraftvollen Hieb seiner gefürchteten Pranken vollbringt der geschickte Gieselhold das Unmögliche: Die riesige Katze, die vermutlich Ricarda ist, wird mit einem meisterhaften Schlag zu Boden gestreckt. In den letzten Augenblicken ihres Lebens huscht ein geheimnisvolles Lächeln über ihr Gesicht, als ob sie das Schicksal, das sie ereilt, mit einer tiefen Weisheit akzeptiert.

Spieler: Christian (GM), Christoph, Holger, Sascha (Berichterstatter), Udo

In diesem Moment der Stille, als die Welt den Atem anzuhalten schien, beginnt plötzlich die Erde zu beben. Ein gewaltiges Gewitter entfesselt sich draußen, und der Donner grollt wie der Zorn der Götter, der die Entscheidung des Kampfes nicht unbemerkt lassen kann.

Durch seine klaren Verstand entfaltet Geron eine beeindruckende Kraft, die die Elemente in Schach hält. Mit einem kraftvollen Willensakt erschafft er einen schützenden Bereich um sich, dessen Durchmesser drei Meter misst. In dieser magischen Kuppel, die wie ein unsichtbarer Schild wirkt, kann keine Witterung eindringen. Der tobende Schneesturm, der in der "Glaskugel" wütet, prallt an der unsichtbaren Barriere ab und verwandelt sich in ein sanftes Flüstern, während der kalte Wind vergeblich versucht, in diesen geschützten Raum einzudringen.

Als sich in dem Bereich der Sturm schließlich legt und die eisigen Flocken sanft zu Boden sinken, offenbart sich eine robuste Wand einer Schutzhütte. Der Schutzbereich von Geron durchrang die durchsichtige Absperrung, die Gieselhold mit seiner unermüdlichen Kraft erschaffen hat. Wir nähern uns dieser Wand, die wie ein schimmernder Schleier zwischen uns und der Schutzhütte steht. Riesige Eiszapfen, majestätisch und bedrohlich, wachsen an der Hütte empor und herab. Sie erschweren uns die Sicht auf die Schutzhütte, als wären sie dessen Wächter.

In einem Moment der Stille und des Traums schließt Gieselhold die Augen und lässt seiner Vorstellung freien Lauf. Er erträumt, dass die Außenwand der Hütte sich auflöst, als würde sie von einem magischen Hauch berührt. Aus dem Inneren strömt ein strahlendes Licht hervor, ein verheißungsvolles Leuchten, das die Dunkelheit vertreibt und uns in seinen Bann zieht. Um dem Licht näher zu kommen, lässt Gieselhold den Schutzwall, den er zuvor mit Bedacht errichtet hatte, in einem Akt der Entschlossenheit verschwinden.

Mit jedem Schritt, den wir auf die Hütte zugehen, wird unser Blick auf sie schmaler, während die Eiszapfen sich zu einem glitzernden Kristallgitter verweben, das uns den Weg versperrt. Doch Geron, mutig und voller Entschlossenheit, erhebt seine Hand und entfesselt seine Macht. In einem spektakulären Schauspiel der Zerschlagung lässt er die Eiszapfen und die daraus resultierende Wand in einem Regen aus funkelnden Kristallen zerfallen. Als wir die Schwelle der Schutzhütte überschreiten, erblicken wir uns selbst in einer schimmernden Reflexion, die fast wie eine riesige Spiegelfläche vor uns schwebt.

Gerald, von unbändiger Neugier getrieben, tritt vor und bewegt sich mit seiner mächtigen Bärengestalt auf die spiegelnde Fläche zu. Mit seiner längsten Kralle, die wie ein schimmernder Dolch in der Luft schwebt, versucht er, den Spiegel zu berühren. Zu seiner Überraschung taucht seine Kralle in die glatte Oberfläche ein und erzeugt dabei Verwirbelungen, die sich wie magische Wellen über das Wasser ausbreiten.

Doch in diesem Moment, als die Wellen sich ausbreiten, geschieht das Unvorhersehbare: Drei schattenhafte Klauen, aus dem Spiegel geboren, greifen nach Gerald und ziehen ihn mit einer unbändigen Kraft in die tiefen Geheimnisse des Spiegels. Unerschrocken und voller Entschlossenheit folgen ihm seine treuen Kameraden, bereit, sich den unbekannten Herausforderungen zu stellen.

In den frostigen Weiten einer schneebedeckten Landschaft, wo der Wind wie ein wütender Drache heulte, erwachte Geron, der noch immer in der majestätischen Wolfsgestalt war. Um ihn herum tobte ein Schneesturm, der die Welt in ein weißes Chaos hüllte. Mit aller Kraft seiner Willenskraft konzentrierte er sich auf den Ruf der Freundschaft und ließ sich von der Macht seines Willens durch die Dimensionen teleportieren, um zu ihnen zurückzukehren.

Zur gleichen Zeit, in einem schillernden Festsaal, erwachte Gamrik umgeben von Lichtern und Gelächter. Er musste sich in seinem eigenen Arm zwicken, um zu begreifen, dass dies kein Traum war. Die Feier war in vollem Gange, und bedeutende Persönlichkeiten aus allen Ecken des Reiches waren versammelt, doch sein Herz war nicht bei den Festlichkeiten. Unablässig dachte er an seine Gefährten, die in der Ferne auf ihn warteten. Sein unerschütterlicher Wunsch, zu ihnen zurückzukehren, entfaltete sich wie ein leuchtendes Banner in seinem Inneren. Vor ihm öffnete sich ein strahlendes Portal, das ihn mit einem verheißungsvollen Licht umhüllte. Entschlossen trat er hindurch, bereit, sich dem Schicksal zu stellen und seine Kameraden wiederzufinden.

7In der tiefsten Dunkelheit, wo selbst das Licht zu erlöschen scheint, erwachte Gieselhold im Nichts. Um ihn herum war alles schwarz, ein endloses Meer der Leere, in dem selbst sein eigenes strahlendes Licht nicht den Schleier der Finsternis durchdringen konnte. Mit jedem Schritt, den er tat, fühlte er die Oberfläche unter seinen Füßen pulsieren, als würde sie lebendig sein und sanfte Wellen werfen, die sich mit jedem seiner Bewegungen ausbreiteten. Doch sobald er innehielt, erstarben die Wellen, und die Stille umhüllte ihn wie ein schwerer Mantel.

Um die Geheimnisse dieser unheimlichen Umgebung zu ergründen, griff Gieselhold nach einem Wurfmesser und schleuderte es mit aller Kraft in die Dunkelheit. Doch das Messer, das er mit präziser Absicht nach vorne entsandt hatte, schien ein Eigenleben zu führen. Mit einem scharfen Zischen flog es an seinem Ohr vorbei. Der Schwung war so gewaltig, dass das Messer ein zweites Mal an ihm vorbeirauschte, bevor es schließlich mit einem dumpfen Geräusch zu Boden fiel.

Er beugte sich vor, um die Stelle zu erkunden, an der das Messer gelandet war, doch die Dunkelheit war undurchdringlich, und seine Augen konnten nichts erkennen. In diesem Moment der Verwirrung durchzuckte ihn eine Erkenntnis die ihn rief, er musste zurück zu seinen Kameraden. Entschlossenheit durchflutete ihn, und mit einem letzten Gedanken an seine Gefährten konzentrierte er sich auf den Weg zurück. In einem Augenblick, der die Zeit selbst zu dehnen schien, verschwand Gieselhold aus dem Nichts.

In den düsteren Tiefen eines unbekannten Ortes erwachte Gerald, gefesselt von lebendigen Ranken, die sich wie die Finger eines Ungeheuers um seinen Körper schlangen. Der Boden war kalt und hart, und über ihm schwebten eine Kröte und ein Rabe, deren Augen vor bösartiger Intention funkelten. Ihre Angriffe waren zwar schmerzhaft, doch sie konnten ihm nicht die Kraft rauben, die in ihm schlummerte. Als er seinen Kopf leicht drehte, erblickte er Zelda, in ihrem goldenen Käfig, der von einer gewaltigen Schlange umschlungen war. Zelda rammte den Speer mit all ihrer Kraft kontinuierlich in den Leib des Riesen, während die Schlange sich auf Gerald stürzen wollte.

In einem Augenblick der Entschlossenheit und des Überlebens verwandelte sich Gerald blitzschnell in eine Schlange, entwendete sich den Ranken und entkam dem drohenden Schicksal. Doch bevor die Schlange ihn erreichen konnte, erschien plötzlich die wölfische Gestalt Gerons an seiner Seite. Gleich hinter ihm, aus einem geheimnisvollen Portal, tritt Gamrik hervor, kein einziges Stück Stoff an seinem Leib tragend. Seine Präsenz ist überwältigend und es schien als ob die Zeit für einen Augenblick still stehen würde. Das sanfte Licht des schließenden Portals umschmeichelte seine muskulöse Brust und ließ seine Konturen noch verführerischer erscheinen. Hinter ihm entfalten sich zwei majestätische Flügel, die seine kraftvolle Erscheinung unterstreichen und ihm eine Aura von unbändiger Anziehung verleihen. Als das Portal schließlich vollständig geschlossen war, offenbarte sich der Blick auf seine Leistengegend. Ein Anblick der alle Sinne der Anwesenden in seinen Bann zog.

Geron, in seiner Gestalt als stolzer Wolf, stellt sich an Gamriks Seite. Er fletschte seine Zähne, bereit, sich jedem Feind entgegenzustellen, der sich ihnen in den Weg stellte. Nach dieser beeindruckenden Vorstellung, tauchte Gieselhold aus den Schatten Geralds auf.

Gamrik, mit einem entschlossenen Blick, streckte seine Hand aus und versuchte, die rote Speerspitze von Zelda zu sich zu ziehen. Der Stein, ein Symbol der Macht, schoss durch die Luft, und in einem atemberaubenden Moment der Geschicklichkeit fing Gamrik ihn mit einem kräftigen Schlag aus der Luft. Der Stein war erobert, und mit ihm die Hoffnung auf einen Sieg. Geron ruft mit all seiner Kraft eine mächtige Glocke ins Dasein, ein schimmerndes Artefakt, das Gamrik und die Speerspitze vor den Blicken der Hexen schützt. Im inneren der Glocke träumt Gamrik den Stein aus der Traumwelt heraus.

Mit unerschütterlicher Willenskraft versetzt Geron alle Hexen in einen tiefen Schlaf und verschafft so allen Anwesenden einen Moment zum durchatmen. Die Kampfpause wird auch genutzt Gamrik aus der schützenden Glocke zu befreien. Ein kurzer Blick auf die geheimnisvollen Blüten zeigte der Gruppe, dass noch ein Gegenstand fehlt, bevor der Riese geweckt werden kann.

Plötzlich durchzuckt ein Gedankenblitz Gerald. In einem Akt der Verwandlung nimmt er seine ursprüngliche Gestalt als Mensch an und richtet seinen Blick auf den Stab, an dem Zelda die Speerspitze befestigt hatte. Ein Funke der Erkenntnis entfacht in ihm: Der Stab könnte der vermisste Baumstamm sein! Entschlossen geht er zur schlafenden Zelda, um den Speerschaft zu untersuchen. Mit einem Gefühl der Kontrolle offenbart sich die Wahrheit – es ist tatsächlich der Baumstamm.

Als Gerald die Präsenz des Stammes spürt, wird ihm bewusst, dass dieser sowohl von ihm weg will als auch bei ihm verweilen möchte. Die anderen Gefährten, gebannt von der Magie der Blüten, erkennen, dass es jetzt an der Zeit war, das Riesenwesen aufzuwecken. In dem Moment, als Gerald begreift, dass sein traumhaftes Abenteuer sich dem Ende neigt, ergreift er die Gelegenheit und schwingt sich auf den Stab, als wäre es ein Besen, bereit, in die Lüfte zu fliegen. Mit einem gekonnten Abstoß beginnt Gerald zu fliegen.

Die Gruppe trat aus der düsteren Kampfarena, und beim ersten Schritt ins Freie wurden sie von einem Anblick empfangen, der selbst die tapfersten Herzen erzittern ließ. Überall lag Blut, ein unheilvolles Zeichen, das aus den Wolken herabregnete, als ob der Himmel selbst in Wut versunken wäre. Gemeinsam durchquerten die Gefährten den blutgetränkten Bart, während sich über ihnen die dunkle Wolkenschicht zu einem gewaltigen Sturm formierte, der mit unbändiger Wut drohte.

Inmitten dieses Chaos erhob sich Gamrik, der mit seiner sanften Stimme versuchte, den schlafenden Riesen zu erwecken. Ein schönes Lied, das die Luft durchdrang, sollte die finstere Stimmung durchbrechen und den Giganten aus seinem tiefen Schlummer reißen.

Auf der Waldlichtung, wo die Gefährten, die Hexen und der Riese versammelt waren, begannen alle langsam aufzuwachen. Der Riese, majestätisch und furchteinflößend, erhob sich aus seinem Teich und warf den Menschen einen bösen Blick zu, der die Luft zum Knistern brachte.

In diesem Moment war allen klar: Eine Ausnahmesituation war eingetreten. Geron, von einem instinktiven Drang geleitet, wollte seine Sachen packen und sich in Sicherheit bringen, während Gamrik besorgt Bisminka fragte wo Alriksej und Ricarda sind. Sie befinden sich gerade auf einem Spaziergang um über ihre Zukunft zu unterhalten. Gerald, in einem Anfall von Entschlossenheit, schnappte sich den roten Stein und den Zauberstab, bereit, sich aus der bedrohlichen Lage zu befreien.

In diesem Moment sprach der Riese folgende Worte:

Grollträume künden von Blut und Tod. Götter führten mächtige Klingen. Mit Sieg, aber ohne Land. Sumukinder legten sich zum ewigen Schlaf, sie wissen. Suulak hörten nicht Zornstimmen, mussten untergehen. Menschen waren Untergang. Kannten Feind nicht. Waren Feind. Müssen Zornstimmen hören. Rotes Zornblut fließt in Bäume, Schwarzes Zornblut fließt heraus. Milzenis hört Trommelschläge des Krieges. Trommel der Suulak entscheidet Kriege des Landes.“

Nach dieser Aussage ging der Riese davon. Mit jedem Schritt, den er tat, schien die Erde unter seinen Füßen zu beben, gleichzeitig

Währenddessen übernahm Gamrik die Rolle des Mediators im Gespräch unter den Hexen. In einem Kreis des Schweigens und der Trauer begannen die Hexen miteinander zu sprechen. Es war ein Moment der Einigkeit, in dem sie sich darauf verständigten, dass Leid nicht in ihrem Sinne lag und die Hexen um Zelda sich nicht mehr gegen die aktuellen Beschlusslage der Mehrheit der Bornlandhexen handeln. Bisminka trat vor und schlug eine Vereinbarung vor: Die Hexen um Zelda können durch die Helden ungehindert abziehen, im Austausch für nur den Baumstamm, der die Seele der Hexe Soscha barg. Diese Vereinbarung wurde von den Helden und den Hexen akzeptiert, ein Zeichen des Friedens inmitten des Chaos.

Bisminka hatte entschlossen allein weiterzuziehen, darum musste sie sich jetzt von den Gefährten verabschieden. Doch bevor sie sich endgültig von ihnen trennte, verabredeten sich alle auf ein Wiedersehen in Norburg. In diesem kurzen Abschiedsgespräch bemerkte Bisminka an, dass es für diese Jahreszeit ungewöhnlich kalt war, als ob die Natur selbst den Wandel der Zeiten spürte.

Nach der Verabschiedung suchte die Gruppe nach Alriksej und Ricarda, deren Stimmen in der Ferne zu hören waren. Als sie die beiden fanden, waren sie in eine leidenschaftliche Diskussion vertieft. Nach einer langen Unterhaltung, die von Emotionen und Erinnerungen durchzogen war, trafen Alriksej und Ricarda eine Entscheidung: Sie würden das Vergangene hinter sich lassen und gemeinsam in die Zukunft schreiten, vereint in ihrer Entschlossenheit, das Band zwischen ihnen neu zu knüpfen.

Die Gruppe machte sich auf den beschwerlichen Rückweg zum Floß, ein Abenteuer, das sich über drei lange Tage erstreckte.

Am 21. Phex vormittags kommen die Helden wieder dort am Born an, wo sie den Stahl versteckt hatten.

Im Laufe des 21. und 22.Phex bauen die Helden ihr Floss wieder zusammen. Notwendiges Holz wird unter maximaler Vorsicht im Bornwald in Form von Totholz gesammelt.

Am 23. Phex, als die Sonne am Horizont aufging und die Wellen des Flusses sanft plätscherten, setzten wir unsere Fahrt fort. Doch kaum hatten wir die ersten Strömungen hinter uns gelassen, durchbrach ein summendes Geräusch die Stille der Natur. Am Ufer erblickten wir fünf majestätische rote Bären, deren Nasen neugierig in die Luft schnupperten. Plötzlich schien der Duft von köstlichem Essen sie zu verlocken und ohne Vorwarnung sprangen sie ins Wasser und schwammen in Richtung des Flosses. An der Stelle, wo sie ins kühle Nass eintauchten, stieg Wasserdampf in die Luft, als ob das Wasser kochen würde.

In einem Anflug von Instinkt beschleunigten wir unser Floß, um den Bären zu entkommen, die uns bedrohlich nahe kamen. Doch unsere Flucht der Strömung flussabwärts folgend führte uns in eine dichte Nebelwand, die wie ein geheimnisvoller Schleier über dem Wasser lag. Im Nebel konnten wir kaum unsere Hand vor Augen sehen, so dicht war dieser. Und es wurde so dunkel, als würde es Nacht werden. Vorsichtig navigierten wir im dichten Nebel in der Dunkelheit weiter, als in der Ferne ein lilafarbenes Licht aufblitzte, das uns magisch anzog. Der Nebel begann zu schwinden, und das Licht offenbarte sich als Teil eines Bootes, das uns entgegen fuhr, stromaufwärts in die Dunkelheit.

Mit dem Fernglas entdeckte Gamrik die Insassen des Bootes: ausgemergelt und blass, ihre Gesichter von der Dunkelheit gezeichnet. Einer von ihnen stand am Steuerrad und hatte eine Hakenhand, ein unheilvolles Zeichen. Je näher wir kamen, desto intensiver wurde der widerliche Geruch von Eiter, der uns die Sinne raubte. Wir versuchten, im größtmöglichen Abstand an dem Boot vorbeizufahren, doch der Mann am Steuer des Bootes riefen uns an. Der Kapitän mit der Hakenhand sprach uns an was wir denn hier so machen. Und er erkannte sofort, dass wir das blaue Buch bei uns trugen. Im Namen des Komtur Wsewolod forderte er die Herausgabe des blauen Buches, damit dann der Komtur klären könne, wer der berechtigter Eigentümer des Buchs sei.

Doch wir ließen uns nicht einschüchtern. Mit aller Kraft versuchten wir, an ihnen vorbeizufahren, doch die Insassen, bewaffnet mit Bögen, griffen uns an. In einem verzweifelten Manöver lenkten wir das Floß über schroffe Felsen, um das unheimliche Boot auflaufen zu lassen – ein riskantes Unterfangen, das uns glücklicherweise gelang, auch wenn wir dabei glücklicherweise nur eine Stahlstangen verloren. Damit transportieren wir zu Zeit 581 Stangen Stahl.

Als die Dunkelheit sich über uns legte, mussten wir an Land gehen, um die Nacht zu verbringen. Glücklicherweise verlief diese Nacht im Bornwald endlich einmal ohne besondere Ereignisse.

Am nächsten Morgen, dem 24. Phex, werden wir bei leichtem Schneefall vom Tag begrüßt. Nachdem wir das Floss auf Schäden untersucht und die Sicherung der Stahlstangen nochmals geprüft hatten, stoßen wir vom Ufer ab. Die gedämpfte Ruhe des Schneefalls wird nur durch das sanfte Gurgeln des Borns gestört. Nach einem Tag Flussfahrt ohne besondere Ereignisse, steuern wir – hoffentlich zum letzten Mal im Bornwald – am Abend wieder eine stille Bucht an und bereiten unser Nachtlager vor. Auch die Nach verläuft ohne besondere Überraschungen. Erstaunlich für den Bornwald.

Am nächsten Tag, dem 25. Phex, zur Mittagszeit ließ der Born endlich den Bornwald hinter sich. Wir hatte es geschafft: Mit dem Floss durch den Bornwald den Stahl transportiert und ohne nennenswerte Verluste überlebt. Wir tanzten vor freute, als wir am Ufer des Born einen alten Mann, der gerade im Fluss angelt, erblickten. Sein erstaunter Blick und die Pfeifer, die aus seinem Mund viel, sprach Bände, als er realisierte, dass es tatsächlich Menschen es aus dem Bornwald geschafft hatten.