Auf dem Weg zum Druide im tiefsten Koshgebirke
Dramatis Personae
- Maline – Künstlerin – Jägerin (?) - Kräuterhexe
- Nereida, Tänzerin auf dem Angbarer Jahrmarkt, Hauptattraktion, Abendveranstaltung
- Nirwolf – Papa von Maline, Jäger/Fährtensucher (?), kennt die Tänzertruppe
- Rahjane – Mitglied/Akrobatin bei der Tänzergruppe „Dschalavaty“
- Zualmin saba Zulaman – Leiterin der Tänzergruppe „Dschalavaty“
Kapitel 1: Wer sieht weiße Mäuse
Die Heldengruppe genießt die Aufführung der exotischen Tanszgruppe, naja zumindest Gamrik und seltsamer weiße auch Gieselhold. Valmir und Geron fühlen sich etwas unwohl, etwas fehl am Platz.
Mitten in der Aufführung, kurz vor dem Hauptakt – der Schleiertänzerin Nereida – ertönt ein spitzer lauter Schrei, vermutlich aus dem Bereich hinter der Bühne. Gieselhold, kurz sich orientierend, ist bereits auf dem Weg in der Richtung aus der der Schrei kam, bevor sonst irgendwer, irgendwie auch nur mit der Wimper gezuckt hat.
Geron, etwas langsamer, folgt Gieselhold, während Ganrik und Valmir sich erstmal erheben und umsehen.
Notiz von Gamrik: Nochmal eine Wiederholungsstunde zu den Heldenthemen:
- Trenne dich niemals von deinen Gefährten/Teile niemals deine Kräfte
- Erst gucken, dann handeln – das kapieren sogar Trolle… irgendwann…
Langsam treten auch vor alle anderen Separees Personen, wohl sowas wie Leibwächter, die ihre Herren vor jedweden Unbill schützen sollen. Zudem betreten den Zuschauerraum von links und rechts jeweils zwei etwas stämmigere Damen, die Art, die für Ruhe und Ordnung sorgt. Diese streben ebenfalls zum Rückwärtigen Bereich hinter der Bühne.
Schließlich bewegen sich auch Gamrik und Valmir in die Richtung hinter die Bühne. Dorthin wo Gieselhold längst und Geron gerade aus dem Sichtfeld verschwindet.
Gieselhold erblickt eine etwas absurde Szenerie. Im hinteren Bereich taumelt eine Frau, vermutlich eine der Tänzerinnen aus dem Umkleideraum, sich den Hals haltend und mit einen großen Kerzenständer sich vor irgendwas vor ihren Füßen zu verteidigen. Ein Blick dorthin zeigt … eine Maus. Nunja keine gewöhnliche Maus, ca 20 cm groß, aufrecht stehend, bekleidet und mit Pfeil und Bogen bewaffnet. Und sie scheint die Frau anzugreifen. Zudem erblickt Gieselhold einen etwa 10 cm langen „Nadel“ im Hals der schwankenden Frau. Eine Pfeil, verschossen durch die Maus? Vermutlich, da eine zweiter Nadelpfeil bereits auf dem Bogen liegt. Gieselhold, wie üblich, fackelt nicht lange, und macht das, was jeder gute Aventurier gegen Ungeziefer tut: platt hauen oder in diesem Fall drauftrampeln. Nun ja leider gelingt das nicht, die Maus weicht zwar nicht aus…die Maus, wohl wegen Gieselholds Anwesenheit, beschließt den Rückzug anzutreten.
Derweil erscheint auch Geron. Gieselhold ruft ihm kurz zu „Die Maus wars!“ und zur Maus „Kannst du mich verstehen?“. Die Maus salutiert ihm miteinem verschmitzten Lächeln und Kopfnicken – zumindest glaubt das Gieselhold – und macht sich daran, durch einen Riss in der Zeltwand in das Dunkel der Nacht zu entschwinden. Selbst Gerons Eingreifen kann dies nicht verhindern.
Gamrik und Valmir treffen etwa zeitgleich mit den Damen der Sicherheit beim Durchgang hinter der Bühne ein. Woraufhin eine der beiden Gamrik und Valmir aufhält und die andere im Durchgang verschwindet. Selbst Gamriks versuche, seine und Valmirs Hilfe anzubieten oder sich – voller Sorge - nach dem Befinden von Rahjane erkunden erreicht nichts. Die Dame lässt sich nicht erweichen. Schulterzucken machen sich Valmir und Gamrik in den Lobbybereich im Vorzelt auf, wie viele andere auch. Während die meisten die Tanzvorstellung vollständig verlassen, beschließen die beiden hier auf ihre beiden Gefährten zu warten, und erblicken dabei bekannte Gesichter: Rahjane, die Akrobatin und Maline, ein Künstlerin vom Markt. Moment, eine Künstlerin mit Langbogen?!? Während Valmir Maline darauf anspricht, geht Gamrik zu Rahjane, die offenbar völlig aufgelöst ist und irgendwas von einem „weiteren Angriff auf Nereida“ faselt. Gamrik frag nicht weiter nach und versucht Rahjane zu beruhigen.
Bei Gieselhold und Geron ist die Maus letztendlich doch verschwunden. Jetzt kümmert sich Gieselhold um die am Boden liegende, offenbar bewusstlose Tänzerin, die tatsächlich einen kleine Pfeil im Hals stecken hat; während Geron die Umgebung sichert. Kurz darauf treffen drei Damen von der Sicherheit ein und scheuchen Gieselhold von der Tänzerin. Eine begutachtet deren Zustand selbst, während die anderen beiden die Helden misstrauisch mustert. Nach einer ersten, kurzer Untersuchung trifft auch Zualmin saba Zulaman, die Chefin der Tanztruppe, ein. Gieselhold und Geron werden angewiesen, forerstgenau dort stehen zu bleiben und sich nicht zu rühren. Nicht anklagend, aber auch kein Freispruch.
Da erwacht die Tänzerin, Nereida, kurz und deutet – wieso auch immer – auf Gieselhold: „Er soll sich darum kümmern!“ und wird erneut bewusstlos. Auch Zulamin kann mit der Aussage wenig anfangen, allerdings scheint sie diesen Wunsch bedingungslos zu akzeptieren. Zu Gieselhold gewannt „Dann sorg dafür, dass sie nicht stirbt!“ und zu den Damen der Sicherheit: „Und ihr bring Nereida vorsichtig in ihren Wagen.“. Geistesgegenwärtig bittet Gieselhold Zulamin, seine Freunde dazuholen zu dürfen, die sich mit Wunden und Krankheiten wesentlich besser auskennen als er. Mit einem Nicken Zulamins macht sich Gieselhold auf die Suche. Und Geron? Geron steht auf einmal allein ein einer Frauenumkleide. Er begibt sich nochmal auf Spurensuche, findet aber nichts weiter hilfreiches, außer viele, teilweise seltsame Frauenbekleidungen.
Gieselhold findet Gamrik und Valmir in der Lobby, im Vorzelt. Beide mit hübschen Frauen im Gespräch, wobei das bei Gamrik eigentlich ja normal ist, aber Valmir doch sichtliches Unbehagen zeigt. Immerhin weiß er mittlerweile warum sie einen Bogen trägt: sie war auf den Weg nach Hause, als hier der Tumult ausbrach. Gieselhold geht zielstrebig zu Valmir, um ihn zu bitten, bei einer offensichtlichen Vergiftung eine Diagnose zu erstellen. Valmir, offenbar froh sein aktuelles Gespräch beenden zu können, nimmt den „Ausweg“dankend an. Doch auch Maline, bietet ihre Hilfe an, denn auch sie ist in Sachen Heilkunde bewandert. Auf dem Weg zurück, winkt Gieselhold kurz Gamrik, ihnen ebenfalls zu folgen, was dieser, zusammen mit Rahjane auch tut. Am Eingang zum Vorfeld treffen sie auf Geron. Rahjane führt die Helden zu Nereidas Wagen. Dort treffen die Helden zudem wieder auf Zulamin und – seltsamerweise – auf Nirnwolf. Der Typ von der Schlägerei im Wirtszelt. Und zudem ist er noch der Vater von Maline. Seltsam, seltsam. Während Valmir und Maline sich Nereida zuwenden und ihre Untersuchungen beginnen, befragt Gamrik Rahjane etwas genauer zu den angeblichen Angriffen auf Nereida. Dabei erfährt er, dass, seit sie Mengbilla verlassen haben, stets etwas unvorhergesehenes und auch gefährliches rund um Nereida passiert ist: Ihr Wagen stürzt um oder rutscht eine Böschung hinunter, sie nimmt etwas verdorbenes/vergiftetes zu sich, Überfälle auf dem Weg oder auf Festplätzen, bei Besorgungen oder gar auch bei Privatevorstellungen etc. Die Geschichten bestätigt auch Zulamin, kann aber sonst auch nichts weiteres sagen.
Valmirs und Malines Diagnose ist ernüchternd, sie können keine Heilung herbeiführen, schlimmer noch, Nereida wird wohl an ihrer Vergiftung dahinsiechen und in etwa einer Woche sterben. Vielleicht könne man in Angbar jemanden finden. Aber ist jemand bekannt? Und jetzt in der Nacht? Valmir sieht sich nur in der Lage die Vergiftung ein paar Tage hinauszuzögern. Nach kurzer Beratschlagung, macht Maline den Vorschlag ihren Vater zu fragen. Der kenne einen Druiden im Kosch, südlich von Angbar, der kenne sich mit Heilung von Giften sehr gut aus. Da die Hinreise allein schon einige Tage benötigt, beschließt man Nereida direkt mitzunehmen, ansonsten besteht die Gefahr mit der Hilfe nicht mehr rechtzeitig zurück in Angbar zu sein. Da es bereits mitten in der Nacht ist, beschließt man erst nochmal sich auszuruhen, die Ausrüstung zu packen, Proviant und die Waffen zu holen und sich dann zum ersten Hahnenschrei wieder am Zelt zu treffen. Für den Transport von Nereida sorgt die Tanztruppe.
Kapitel 2: Reise zum Druiden
Am nächsten Morgen schließen sich neben den Helden auch Maline, ihr Vater Nirnwulf und – zur Freude Gamriks – auch Rahjane an. Wohl die beste Freundin Nereidas.
Die Gruppe macht sich auf den Weg, aufgrund der Dringlichkeit gibt es nicht mehr als reisen, rasten und schlafen. Der erste Tag und auch die Nacht vergeht ohne weitere Vorkommnisse. Am zweiten Tag ist aufgrund des miesen Wetters auch die Stimmung der Gruppe mies, jedenfalls achtet man nicht sonderlich auf die Umgebung, was zugleich durch einen Räuberüberfall bestraft wird. Ein Baum behindert die weitere Reise und von vorne und hinten nähern sich etwa ein dutzend Banditen (ich weiß es waren weniger…aber gefühlt...).
Geron und Gieselhold springen von ihren Pferden und auch Valmir klettert aus dem Wagen um sich den Räubern am hinten und seitlich vom Wagen zu stellen. Nirnwolf stellt sich den Banditen vorne und auch Rahjane zückt ihren Degen und unterstützt vorne. Gamrik nutzt sein Pferd für einen kurzen Sturmritt auf die anrückenden Banditen, jedoch mit mäßigen Erfolg kurz darauf steigt auch er ab und hilft Nirnwolf und Rahjane. Maline feuert vom Kutschbock eine Pfeil nach dem anderen auf die Banditen. Nach einem kurzen und harten Schlagabtausch fliehen die Banditen oder versuchen es, rund die Hälfte bleibt tod oder bewußtlos zurück. Aber auch die Helden tragen einige Blessuren davon. Rahjane und Gamrik schaffen es einen der Banditen, der am Boden mit dem Speer von Nirnwulf „festgehalten“ wird, noch lebend zu stellen, evtl. kann man noch was brauchbares erfahren, oder zumindest Kopfgeld kassieren…
Nach dem kurzen Kampf, die meisten verschaffen sich gerade noch einen Überblick, entdeckt Gieselhold Pfeile im inneren des Wagens stecken und auch Nereida wurde von Pfeilen getroffen. Mutig verstellt er mit seinem Körper die rückseitige Öffnung im Wagen und informiert seine Mitstreiter.
Der Überfall war wohl geplant, mit dem Ziel Nereida zu töten!