Juni 16, 2024

Irberod - Brot und Spiele - der erste Wettbewerb

Es war der 03. Phex 1039 BF, ein sonniger Tag, als der Wettstreit begann. Acht mutige Teilnehmer traten gegeneinander an, um die rote Bulle zu erobern und ihr Können unter Beweis zu stellen. Gerald, im Gegensatz zu seinen bisherigen Verhalten war ein begeisterter Zuschauer. Es irritierte Gamrik, Geron und Gieselhold gewaltig, dass Gerald in derartige emotionaler Art mit den Athleten mitfiebert, jubelte und grölte laut vor Begeisterung. Mehr als einmal mussten die drei Gerald davon abhalten auf das Spielfeld zu stürmen und aktiv in das Spiel einzugreifen.

Spieler: Holger, Christoph, Christian (GM), Sascha (Berichterstatter)

Schließlich stand nach einem intensiven und harten Wettstreit der strahlender Sieger fest. Kurz vor der Ziellinie konnte Janko Ragaschoff mit viel Glück der Schitze des Widderorden Salwinja von Elkenacker die Bulle entreißen und in die Kiste legen. Janko kann es selber nicht fassen, ist aber überglücklich in letzter Sekunde den Sieg errungen zu haben und läßt sich feiern. So manch einer der Teilnehmer gratuliert ihm zu seinem Sieg.

Bei der feierlichen Siegerehrung wurde ihm das silberne Tintenfass überreicht, als Symbol für seinen Sieg und seine herausragende Leistung. Und damit hat Janko einen Siegespunkt, alle anderen Teilnehmer noch null. Alriksej, der tapfer gekämpft hatte, wurde von Ricarda, seiner Liebsten, getröstet.

Nach dem Wettbewerb veränderte sich plötzlich auch wieder die Stimmung von Gerald, der zuvor so mitgerissen war, wandte sich ab und konzentrierte sich plötzlich auf das Popcorn mit Honigüberzug, als wäre es das Wichtigste auf der Welt. Er dachte sich „Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns am meisten Freude bereiten“.

Nach dem ersten Wettbewerb ist vor dem zweiten Wettbewerb und das muss gefeiert werden. Die noch immer euphorischen Zuschauer kehrten zum größten Teilen zurück in die Stadt Irberod, um dort die Party fortzusetzen., Ein kleinere Teil machten einen Umweg über den großen Marktplatz, der südlich der Stadt seine Ware und Stände aufgebaut hatte, um dort wieder diversen Geschäften nachzugehen.

Die vier tapferen Gefährten beschlossen, Janko aufzusuchen und ihn um die Rückgabe der Karte und der Tasche zu bitten. In der Stadt hallte der Jubel der Leute wider, welche die Wettbewerbskandidaten ausgelassen feierten. Schnell fanden die Vier Jankos Zeltplatz, der überwiegend von feiernden Frauen besucht wurde. Doch bevor die Gruppe zu ihm gelangen konnte, wurden sie von einer Kellnerin aufgehalten und auf die lange Schlange der Bittsteller verwiesen, die alle mit dem Sieger des ersten Wettbewerbs Janko sprechen wollten.

Die Zeit drängte, denn die Vier hatten noch das Treffen mit Leudara. Gerald wollte gerade einen Zettel für Janko schreiben, als plötzlich Jankos Bruder auftauchte. Gerald erklärte ihm die Situation und dass sie die Sachen von Alriksej zurückholen wollten, jedoch erklärte dieser, dass sie die Gegenstände nicht mehr hatten. Die Tasche inklusive der Karte wurde ihnen förmlich von Alriksej aufgedrängt, doch sie konnten nichts damit anfangen und so ließen sie beides im Stall zurück. Trotz der Enttäuschung durch diese Information hatte Gerald das Ziel dieses Besuches erreicht.

Bei der Verabschiedung von Jankos Bruder erfuhr Gerald noch, dass die Helden beim nächsten Mal sie den Angestellten sagen sollten, dass sie spezielle Freunde der Ragaschoffs seien und diese Münze, die er Gerald gibt vorzeigen solle. Dann würden sei direkt vorgelassen werden. Außerdem würde auch Wetten über den Gewinner der Wettbewerbe annimmt. Es kam ihm seltsam vor, dass es erlaubt ist, Wetten zu Organisieren, wenn man einer der Mitstreiter ist. Immerhin hat er direkten Einfluss auf das Ergebnis und könnte somit gezielt verlieren, um sich so die Wettgelder zu sichern. Gerald war sich aber nicht ganz klar, wie die Rechtslage das genau sieht und so beschloss er Leudara darauf anzusprechen.

Nach einer kurzen Fußstrecke kamen die vier Gefährten im Gasthof "Hotel Sieben Baronien" an. Wie zu erwarten war, steppte auch hier der Bär. Während die Helden vor dem Hotel sich umsahen, kam Leudara auch an. Die Schiedsrichterin und die weithin bekannten Helden sind schon eine besondere Gruppe. Ohne Probleme können sie das Hotel betreten und bekommen einen VIP-Tisch in der Nähe der Bühne. Die anwesenden Gäste waren voller Bewunderung für Leudara und die Helden. Die Helden werden mehr als einmal neugierig nach dem legendären Blauen Buch befragt, das sie beschützen sollten.

Während die Gruppe und Leudara auf eine Bedienung warteten sprachen sie über die vielen Gäste. Es stellte sich heraus, dass nicht alle Gäste nur wegen des Wettbewerbs in der Stadt waren. Einige nutzen die Möglichkeit eines Zwischenstopps auf dem Weg nach Norburg, wo in zwei Monaten ein bedeutendes Bardentreffen stattfinden wird.

Nach kurzer Zeit nahm eine Bedienung die Getränkebestellung auf. Gamrik bestellte einen teuren Wein, Geron ein Bier, Gieselhold ein Glas Milch und Gerald einen Kräutertee und dazu ein Rauchbier. Seit Gerald das Blaue Buch untersucht hatte, war es ihm ein dringendes Verlangen wieder einmal Rauchbier zu trinken, auch wenn er sich nicht daran erinnern konnte es jemals zuvor getrunken zu haben. Zusätzlich bestellten alle noch ein paar Scheiben Schweinebraten mit extra Klößen zum Essen. Als die Speisen und Getränke serviert worden waren, erkundigte sich Leudara nach den Erlebnissen der Gruppe nach den Ereignissen an der Blutklippe im Korsforst.

Geron, dessen Zunge durch sein Getränk schon gelockert war, berichtete von ihrer Reise zum Heerlager von Linjan von Elenau im Auftrag der drei großen Kirchen. Ihre Aufgabe war es, Linjan von Elenau über die beunruhigende Geschehnisse an der Blutklippe im Korsforst zu informieren, da viele adlige Familien an dem Ritual beteiligt waren und er darüber unterrichtet werden sollte.

Gerald, der noch nie erlebt hatte, dass Geron so viel zu erzählen hatte, nahm vor Verwunderung einen großen Schluck seines Rauchbieres. Schon als die ersten Tropfen dieses widerwärtigen Gebräus seine Zunge berührten, wusste Gerald, dass er noch nie so etwas schreckliches getrunken hatte. Woran er sich auch immer erinnern mochte, diese Wiederwertigkeit war es nicht. Kurzerhand spuckte er den Inhalt seines Mundes wieder zurück ins Glas und versuchte das Gebräu unauffällig in seinem leeren Trinkschlauch verschwinden zu lassen. Im war klar, dass dieser Geschmack auf ewig den Schlauch anhaften würde und so beschloss er bei nächster Gelegenheit einen neuen zu erwerben.

Ende der Zusammenfassung.

Ausgaben für diesen Spieltag: keine