August 3, 2024

Baldrom – Das Ende der Bluthunde

20. Tsa 1039 BF, Nachmittags, Sigurne liegt, niedergestreckt durch das Familienoberhaupt der von Ask, Graf Wahnfried von Ask, tot im Schnee und – als Folge oder war es sowieso schon so geplant – ihre Bande stürmt wutentbrannt auf ihre Mörder ein, um dieses endgültig zu beseitigen.

Den Helden wird bewusst, dass sie zum ersten mal erleben eine Herausforderung gegenüber zu stehen, die durch einem Gegen, der sich etwas auf sie ein bisschen eingestellt hat, verursacht wird, der – wie die Helden – nicht den Schwanz einziehen wird.

Spieler: Holger (Berichterstatter), Christoph, Sascha, Udo, Christian (GM)

Durch Sigurnes Speichellecker im verschneiten Hinterland im südlichen Bornlands bedrängt: So ein unfairen Kampf! Sämtliche Bemühungen die zahlenmäßige Unterlegenheit der Helden werden unverzüglich zunichte gemacht: Klonen verboten, schizophrenes Verhalten auch nicht anerkannt und sich auf mehrere Meter aufblasen bringt auch nichts. Verdammt. So fühlen sich als die üblichen Opf...sorry...Gegner der Helden.

Gieselhold – bereits angeschlagen – fällt, nachdem er hinterrücks eine der Söldnerin mit einem Streich zu final zu Boron geschickt hatte, bereits zu Beginn des Kampfes aus. Damit muss Gamrik alleine den südlichen Flügel der Verteidigungslinie halten, während Geron die nördliche Linie verstärkt.

Normalerweise hat Gamrik keinerlei Probleme damit, zwei oder drei Gegner zu binden, doch diesmal lassen ihn alle im Stich: Seine Rapier, die Götter, Rahja, das Schicksal. Nach und nach wird er durch die Rekrutinnen mit Speeren zurückgedrängt, während die beiden erfahrenen Söldnerinnen mit ihren Zweihändern alles „niedersensen“.

Die nördliche Linie kann sich mehr oder weniger halten, aber die tödliche Niederlage zeichnet sich bereits ab.

Von unerwarteter Seite erhalten die Helden schicksalshafte Hilfe: Die Goblins greifen in den Kampf ein – warum auch immer und auch noch unfair im Rücken Sigurnes Bande. Im Laufe des Kampfes lassen die Goblins zwei Sperrsalven auf die Schergen des Bösen niedergehen.

Dadurch wollte die Band die Helden schneller beseitigen und stürmen wild auf die Helden ein und verzichten auch auf jede Parade. Wie sich zeigt eine schlechte Idee wenn das alle machen, denn langsam aber sicher gewinnen die Helden um den Grafen wieder die Oberhand. Nachdem an der nördlichen Flanke signifikant mehr Speere Wirksamkeit verursacht hatten kann Geron Gamrik im Süden gegen die Söldnerinnen unterstützen.

Auch der ein oder andere „Scherge des Bösen“ sieht die drohende Niederlage kommen. Schitze Friedebald von Salderkaim-Schallegrund ergibt sich, nachdem der Rondrageweihte Rudjew von Arauken neben ihm bewusstlos – oder gar schon tot – zusammenbricht. Sein Knappe, Arlin von Drachenzwinge, der sich im Kampf sowieso schon sehr zögerlich verhalten hat und mehr Angst als Mut in seinen Augen zu sehen war, dreht sich um und flieht in Panik.

An der südlichen Flanke lassen die unerfahrenen Rekrutinnen ihre Speere fallen und versuchen zu fliehen. Nach wenigen Schritt bricht Halvja Vrlinsk zusammen, während Selwine ter Stijernen um ihr Leben rennt. Umzingelt von den Helden ergibt sich die letzte Söldnerin, Malinja.

Sobald der Kampf gewonnen war, schickt der Graf Geron und Gerald hinter die beiden Flüchtenden her um diese zu stellen. Währenddessen schlachtet...äh...richtet der Graf jeden der Schergen hin, indem er den Wehrlosen – egal ob Adel oder Gemeiner – das Schwert durch die Brust treibt.

Gamrik lässt den Grafen gewähren. Diese direkte Methode sich zukünftige Probleme vom Halse zu schaffen, ist einem Helden leider versagt. Denn bei den Helden bestehen die Gegner immer darauf bis zum Tod kämpfen zu dürfen und dabei peinlich darauf achtend die Rückenpanzerung zum Parieren zu verwenden.

Nachdem der Bronnjare die Urteile vollstreckt hat, geht er zu dem im Schnee liegenden Gieselhold – immer noch bewusstlos – und untersucht ihn und verabreicht ihm dann einen mächtigen Heiltrank, den er für Notfälle bei sich führt. Dann geht er zu Gamrik und verbindet dessen Wunden.

Nach ca. 10 Minuten bringen Geron und Gerald die beiden Geflüchteten, die Rekrutin Selwine und den Knappen Arlin zurück.

Der Graf kennt auch hier keine Gnade und macht kurzen Prozess mit ihnen. Gamrik der das Ganze beobachtet denkt sich, dass der Graf ist wohl mächtig sauer, bzw. bei seiner Ehre gekränkt sein muss.

Da tauchen auch die Goblins auf, und fordern ihren Lohn für ihre Hilfe. Das Leben in einem alten Norbardenanlage scheint auf die Goblins abzufärben. Die Goblins fordern die Leichen der Gefallenen, wohl als Futter für ihre Schweine. Das lässt der Graf nun doch nicht zu und bietet den Goblins zwei Schweine pro Leiche, was diese akzeptieren. [Anm. d. Red.: War umgekehrt: Die Goblins sammeln ihr Schweinefutter aka „die Leichen der Toten“ ein (zum Glück für Gieselhold kann er schon wieder stehen) und der Graf fordert von den Goblins die Leichen. Das verursacht Irritation bei den Goblins. Als „Entschädigung“ bietet der Graf dann weitere Schweine an, was die Goblins – nach Diskussion – dann auch wohlwollend akzeptieren...]

Die Leichen „der Verlierer“ werden auf ihre Pferde gebunden und man macht sich auf zurück ins Heerlager zu reiten. Die übliche Einkommensquelle der Helden, Plünderrechte, wird vom Grafen nicht untersagt, die Helden verzichten freiwillig darauf.

Kurz vor Ankunft im Heerlager werden die Helden und der Graf bereits von einem Trupp Soldaten in Empfang genommen, die berichtet, dass Sigurne von ihrer Bande an Ehrlosen blutig befreit und aus dem Lager geschafft wurde. Bestürzt und froh nimmt man zu Kenntnis, das Sigurne und ihre Schergen bereits das Schicksal von Ehrlosen ereilt hat.

Kurz darauf befinden sich die Helden beim Debriefing im Kommandozelt mit Linjan von Elmenau und dem Grafen, und berichtet – mal wieder – die Geschehnisse in den verschneiten Wäldern des bornländischen Hinterlands.

Der Graf verkündet, dass er mit dem Orden der Jagd nicht dem Kriegszug beitreten wird, was bei Linjan nicht gerade zu großer Freude führt. Den Helden gegenüber teilt er mit, das er den Orden in den Kampf gegen den Korsmal-Bund führen wird, da er noch schlimmere Untaten von diesen erwartet. Komischerweise war das genau das auf das die Helden bei ihrem ersten Gespräch hingewiesen haben, was aber Seitens des Grafen, als Blahblah abgeurteilt wurde, und die Korsmal‑Bündler wiederholt als “Kasper” abgetan wurde. Nun, vielleicht benötigt der Graf nur die Gelegenheit das Ganze als seine Idee zu verkaufen….oooooder die Helden haben die Spielregeln von Politik noch nicht verstanden.

Was soll’s?

Der Graf lädt die Helden zum diesjährigen Bardentreffen in Norburg ein und überreicht den Helden ein passendes Einladungsschreiben, was diese als seine geladene Gäste in Norburg auszeichnet. Auch dieses Schreiben packen die Helden zu dem Brief von Irinje zu Schwertbergen von Firunen an Leudara und den vielen anderen Dokumenten.

Zudem erhalten die Helden vom Grafen nicht den Auftrag nach Irberod zu reisen, und dafür zu sorgen, dass die letzte noch nicht für den Kriegszug konfiszierte Stahllieferung in die Hände der Korsmal‑Bündler gelangt. Und wer weiß schon was der Bund damit anstellen könne? Zu mindestens ist der Graf von überzeugt, dass mit so viel Stahl eine schlagkräftige Truppe aufgestellt werden kann und es durchaus wichtig wäre, darauf zu achten, dass die Richtigen das Stahl erhalten. Er ist sich sicher, dass jeder, der hier signifikant beteiligt ist, Beachtung bis in die höchsten Kreise erhalten wird.

Leider kann er selber nicht nach Irberod reisen. Er werde „zufälligerweise“ über Firunen nach Ask zurückkehren, um sich mal selber ein Bild von der Lage in Firunen zu machen.

Er freue sich schon darauf die Helden in Norburg dann wieder zu treffen. Dann hätte man auch gut Gelegenheit sich gegenseitig zu berichten, was man bewegen konnte und herausgefunden habe. Auf diesen Erkenntnissen könne man dann das weitere Vorgehen planen. Und da sich die Mächtigen des Landes zum Bardentreffen in Norburg alle versammelt haben werden, ist das die (!) ideale Gelegenheit Kontakte aufzubauen, zu pflegen und zu überzeugen weitere und richtungsweisende Maßnahmen zu ergreifen.

Bezahlung gibt es – wie üblich keine – jedenfalls bietet weder Gamrik noch Gerald dem Grafen eine an, und die Helden haben es aufgegeben danach zu fragen, weil das ja unehrenhaft sei…

Nach einer langen Nacht, in der man auch irgendwie sich feiert, gehen die Helden ins Bett.

21. Tsa 1039 BF

Man wartet auf Rückmeldung von Frau Adelsmarschall Nadjescha von Leufurten.

Gamrik erkennt das die verarmte Schitze seinen Geschenke nicht trägt, und spart sich, das Kettenhemd zu überreichen bzw. wieder heimlich zukommen zu lassen. Scheinbar hat ist ihm sein Gespür für Frauen, ihren Empfindungen und Bedürfnisse komplett abhanden gekommen.

Was soll’s?

Bleibt noch der Alkohol, zumindest solange das Geld noch reicht.

22. Tsa 1039 BF

Der Bote kommt zurück und den Helden wird gedankt, dass sie höflich und freiwillig auf die Rückkehr des Boten gewartet haben, um selber auch Klarheit zu haben, dass Frau Adelsmarschall Nadjescha von Leufurten erfolgreich zur Sachlage informiert ist.

Beim Abschied im Norbarden-Lager der Jantareffs erfahren die Helden von einem zum einen glücklichen und gleichzeitig besorgten Alriksej, dass seine Muhme Dascha endlich zugestimmt hat, dass er sich aus der Sippe freikaufen könne. Die Entscheidung von Dascha kam wohl aufgrund umfassender Vermittlung von Fetanka zustande.

Alriksej bricht mit Ricarda und ihrem Handwägelchen auf, das Geld von “guten Bekannten” zu leihen, oder so was in der Art. Na mal sehen.

Die Helden machen sich nun endlich auf den Weg über Festum nach Salderkeim um dort ihren Auftrag der Surjeloffs abschließen zu können.

Sorge macht – in ruhigen Minuten, wenn sie so die verschneiten Wege in Richtung Norden wandern – ihnen nur, dass das Bornland in diesen bewegten Zeiten wahre Helden benötigt, die ehrenhaft, selbstlos, bescheiden, uneigennützig, edel, nobel und schicksalsbejahend dem Land und den Leuten beistehen wollen...