Der Abend des 29. Firun 1039 BF
Es ist in der Zwischenzeit die Sonne untergegangen und wir schreiben noch immer den 29. Firun 1039 BF.
Während Geron mit den Sonnenlegionärinnen in der Saunalandschaft des Dorfs verbringt, sind Gamrik und Gerald im Speisesaal des Klosters beim Abendessen und Gieselhold schaut sich nochmals im Keller um.
Gerald spricht mit Bruder Vitek, von dem wir gehört hatten, dass er viele Dinge besorgen zu könne.
Um Bruder Vitek etwas herauszufordern, fragt Gerald ob er einen Zyklopendolch organisieren könnte.
Bruder Vitek meinte dazu aber, dass es es Grenzen gäbe, die nicht überschritten werden können.
Spieler: Christoph, Udo (Bericherstatter), Sascha, Holger, Christian (GM)
Gerald fragt ihn weiter aus.
Aber Bruder Vitek bleibt eher wage und äußert sich mit Bedacht! Ohne Kritik zu üben, jedoch mit großer Wehmut, da er mit den Prioritäten nicht übereinstimmt.
Gerald erkundigt sich bei Vitek auch zum Korswald, zur berühmten Blutklippe und wieso der Abt-Baron – Gerüchtweise – nicht im Wald jagen würde.
Bruder Vitek verweist darauf, dass es im Korswald gefährlich sei. Auch läge die Blutklippe tief im Korsforst und es sei sehr gefährlich sie zu suchen und nur Auserwählte wären im Stande sie zu finden. Hinzu komme, dass der ehrenwerte Abt-Baron nicht gerne jagen würde und daher die wilden Tier daher besonders häufig vorkämen. Das habe auch „Vorteile“. Jagdgesellschaften können temporäre Jagderlaubnisse erwerben um besondere Herausforderungen zu erleben. Bruder Vitek könne auch eine Ortskundige „organisieren“, die – bei Interesse – eine Jagdtour begleiten.
Derweil spricht Gamrik mit dem letzten Theaterritter-Marschall Gerbald von Ruckenau, der hier Neesdan von Schlüsselfels‑Dornacker genannt wird.
Gamrik erkundigt sich auch bei ihm nach der Korklippe oder auch Blutklippe genannt.
Der Marschall erklärt ihm, dass sie vom Turm aus zu sehen sei.
Gibt es noch Theaterritter? Sind noch Reste von diesen Rittern hier im Land?
Gerbald ist sich sicher, dass es im Bornland vereinzelte Zellen gäbe. Sobald er hier herauskommt wäre es einer der nächsten Schritte, Kontakt mit diesen zu suchen. Aktuell ist es wichtiger, das man hier als Gleichgesinnte die Chance ergreife, um – in Rückbesinnung auf die bewehrten Werte der Theaterritter – wieder Ehre und Zuverlässigkeit vorzuleben, um gegen den immer weiter voranschreitenden gesellschaftlich Verfall entgegenzutreten. Aber auch Gamrik merkt, dass er eher ein ausweichende Antwort gegeben hat.
Auch auf die Frage nach dem Roten Buch „druggst“ der Marschall nur rum und verweist darauf, dass er nicht alles wissen müsse. Zuständig für solche Dinge seien seine Adjutanten. Bei einem Buch würde er Gamrik gerne an seine Adjutanten Turonia von Beilunk verweisen, die wir – bzw. ihren Geist – in der Großen Mosse „erleben“ durften. Er vertraute dabei in vollsten Umfang auf ihre Kompetenz. Daher könne er dazu auch leider nicht weiterhelfen.
Zu gleichen Zeit ist Gieselhold auf der Suche im Keller, um unseren Fall zu lösen bzw. zu der Lösung beizutragen. Da vernimmt er Geräusche, die ankündigen, dass die Leute vom Essen zurückkehren. Gieselhold versteckt sich in einer der leeren Zelle und sperrt diese sicherheitshalber auch von innen ab.
Da gelingt es ihn zu beobachten , dass immer ein Legionär den Zellentrakt bewacht und in regelmäßigen Abständen ein Kontrollgang durchgeführt wird. Ein Legionär schreibt etwas in ein Buch.
Gieselhold trifft Gerald, Gamrik im Hof. Die Drei bringen sich gegenseitig auf den gleichen Stand. Gieselhold erhält daher einen Observierungsauftrag die Geschehnisse im Keller nochmal genau unter die Lupe zu nehmen.
Da sieht Gamrik wie Therinja zusammen die mit einem Affenzahn in der Schmiede verschwindet! „Häää eine Schmiede?“, Gamrik schaut ungläubig und geht mit Gerald ihr hinterher. Durch den Stall, in dem die Pferde der Helden untergebracht sind und von den zuständigen Leibeigenen versorgt werden, in die Schmiede. In der Schmiede spielen auch ein paar Personen Karten.
Therinja verhält sich sehr verdächtig, jedoch können wir keine Auffälligkeiten feststellen.
Auf die Frage ob sie auch einen Dolch schmieden könne, antwortete sie mit „Natürlich, jedoch ist das Schmieden von Waffen nur mit Erlaubnis vom Abt-Baron erlaubt.“ Falls wir das wollten sollten wir zum Abt-Baron gehen. Bis auf weiteres wird sie daher an ihrem schmiedeeisernen Kunstwerk weiter arbeiten. Währenddessen kommt auch Travine in die Schmiede und werkelt an der Esse.
Gerald setzt sich zu den Kartenspielern an den Tisch und spielt – während Gamrik sich mit Therinja unterhält – mit. Einer der Spieler, der Patient Semkin, fällt besonders auf und er ist auch sonst sehr auffällig. Seine Worte ergeben keinen Sinn und es kommt so vor als würde er nur Zahlen von sich geben, wir werden daraus nicht schlau und auf Fragen antwortet er nur unverständlich.
Es ist kurz vor dem Zapfenstreich. Geron kommt von seinem Saunaaufenthalt zurück und sucht seine Gefährten auf um ihnen seine Beobachtung von dem Feuerschein im Wald zu berichten.
Er betritt gerade den Hof, als Gamrik mit Gerald aus der Schmiede kommt. Er berichtet seinen Gefährten, welches von dem Sonnenlegionär Arvid Dapperojen gehört wird und sich in das Gespräch einklinkt. Er erzählt, dass man die Tage Spuren von Reitern im Wald um dem Kloster gefunden hätte und dies verwunderlich ist. Arvid meinte noch, dass es gut ist, dass die Helden da seien und mit ihrer Anwesenheit – im unwahrscheinlichen Fall der Fällte – die Verteidigungskraft der Burg verstärken würden.
Gamrik geht nun nach unten in den Keller, um dort etwas erfahren, dass uns weiter bringt.
Was ist uns über Goblins bekannt? Sie haben keine Ehre, keinen Stolz usw.
Gieselhold beginnt seine Observation und schleicht sich in den Keller. Nachdem er sich am wachhabenden Sonnenlegionär vorbei geschlichen hat, dort hört er ganz leise immer wieder ein Klopfen. Er ist sich sicher, dass es so leise ist, dass die Wache das gar nicht hören könnte. Da ist jemand sehr vorsichtig. Er folgt dem Geräusch und nach einer Weile sieht er abgedunkeltes Licht und das Klopfen ist nahe. Ein Mann, Gieselhold erkannte Emjan von Hursakoje, klopft mit etwas, das wie einer Stange ausschaut, die Wände ab. Also beschließt unser Held sich die Zelle von Emian anzusehen, ob ihm dort was auffällt. Als er gerade mit dem Durchsuchen fertig ist und die Zelle verlassen will, sieht er Emjan den Gang zurück zu seiner Zelle zu schleichen. Was für ein Mist. Ihm bleibt nur ein kurzer Moment, um nicht entdeckt zu werden. Gieselhold hängt sich an die Decke und hält die Luft an. Aber nichts passiert, Emjan kommt nicht in seine Zelle zurück.
So klettert er wieder herunter, um nach zu sehen. Er sieht Emjan gerade an der Wache, die gerade vertieft in einen Buch an seinem Schreibtisch sitzt, vorbei schleichen und im anderen Gang verschwinden. Gieselhold folgt Emjan, der hier vor Ort leise vor sich hin schimpfend weiter die Wände untersucht. Gieselhold fragt sich, was Emjan hier im Keller sucht.
Als der Sonnenlegionär seinen Rundgang macht, versteckt sich Emjan in einer Zelle, die er mit einem Schlüssel aufsperrt. Gieselhold hatte vorsorglich auch eine Zelle geöffnet, um sich auch verstecken zu können. Als der Rundgang der Wache vorbei ist, setzt Emjan seine Suche vor und Gieselhold sein „beschatten“.
Plötzlich beginnt er gegenüber Fetankas Zelle an der Wand zu kratzen und etwas aus der Wand zu brechen. Er ist dabei sehr vorsichtig und versucht jegliches Geräusch zu vermeiden. Auch versucht er sein Licht zu verstecken, sodaß Fetanka auch nichts sieht, falls sie wach wäre. Nachdem Emjan fast drei Stunden sich an der Wand abgemüht hat, verschwindet er den Gang hinunter zum Untersuchungszimmer.
Gieselhold schleicht zu der Stelle und entdeckt ein dunkles schwarzes Loch, das ungefähr einen Meter über dem Boden in der Wand klafft und ungefähr so groß ist, dass man einen Kopf durch den Wand stecken könnte. Gieselhold beginnt mit dem Arm ins Loch zu greifen. Weder nach oben noch nach unten oder nach links oder nach rechts kann er eine Wand ertasten. Da hört er, dass Emjan zurückkommt. Gieselhold huscht zurück in die Schatten und beobachtet, wie Emjan komische Dinge tut. Es schaut aus, als würde er vor dem Loch tanzen ??? Und dann – das ist erkennbar – es wieder verschließt. Nachdem Emjan mit seiner Arbeit fertig zu sein scheint, geht er – vermutlich – zurück in seine Zelle. Unser Beschattungsspezialist schaut sich die Stelle an, an der vorher noch das Loch in der Wand war und traut seinen Augen kaum: Das Loch ist weg und zwar so fein säuberlich verschlossen, dass man fast keinen Unterschied zu der restlichen Wand feststellen kann. Niemand, der mit einer Laterne den Gang entlang geht und nicht gezielt sucht, wird hier erkennen, dass da jemand etwas verbergen wollte. Selbst am Boden findet man kaum „Krümel“, also wirklich fantastische Arbeit. Gieselhold hat den Vermutung, dass dies nicht die erste Mauerarbeit ist, die Ejam hier im Keller durchgeführt hat und macht sich – mit der notwendigen Vorsicht und Geheimhaltung – auf die Suche nach weiteren verräterischen „Krümel am Boden“, die Rückschlüsse auf weitere verborgene Wandlöcher schließen lassen. Den Rest der Nacht ist Gieselhold beschäftigt die beiden Gänge zu durchsuchen. Und seine Mühen werden belohnt. Er findet noch eine weitere Spuren, die vermuten lassen, dass ein weiteres Loch von Emjan professionell verschlossen wurden.
Totmüde begibt er sich in das Gemeinschaftszimmer, um noch etwa eine Stunde Schlaf zu bekommen, die nur sehr kurz währt, da der strenge Alltag des Klosters mit dem Morgengebet beginnt und dort seine Anwesenheit erwartet wird. Alles andere würde auffallen, nachdem er ja „verkündet“ hatte, dass er müde sei und daher unbedingt frühzeitig ins Bett müsse.
Es ist der Morgen des 30. Firun 1039 BF und fast alle Patienten, Angestellt und Gäste, versammelt sich in der Kapelle im vierten Stockwerk des Burgfrieds. Nur die Sonnenlegionär, die Wachdienst haben, verbleiben auf ihre Posten. Kurz nachdem Abt-Baron mit der Kurzandacht begonnen hat, fallen der „einfach gestrickte“ Semkin und Paale, die heute ausnahmsweise auch am Gebet teilnehmen wollte, um. Zwei gleichzeitig besessen? Semkin und Paale stehen auf.
Breitbeinig, mit den Fäusten auf seine Hüften gelegt steht Semkin selbstsicher wie noch nie im Raum, blick um sich und verkündet mit fester klarer Stimme in altertümlichen Garethi „Aufwachen! Von Osten naht der Feind!“.
Gleichzeit lehnt Paale gelassen an einer Bank und meint ergänzend: „Eure Fürsten sind eure Väter – doch ihr müsst den Müttern folgen.“
Alle Blicken entsetzt auf den Abt-Baron. Was tun?