Der letzte Nachmittag bevor die Gerichtsverhandlung beginnt
oder (Zitat unseres GMs) für unser bewährtes Vorgehen: "Soll eine Aktion scheitern, muss sich die Gruppe nur trennen" - Wir "Okay, für heute teilen wir uns auf..."
In der goldenen Nachmittagssonne, die durch die eisernen Gitterstäbe der düsteren Zelle drang, entfaltete sich ein bemerkenswertes Gespräch zwischen Fetanka, Gamrik und Gerald. Inmitten der düsteren Gefangenschaft gestand Fetanka Gamrik, dass auch sie bisher noch nicht die Zeit hatte nach weiteren Hinweisen in ihrem Seffer Manich zu suchen, um tiefgründige Bedeutung des geheimnisvollen Gedichts entschlüsseln zu können, da andere turbulente Ereignisse in jüngster Zeit ihre kostbare Aufmerksamkeit beansprucht hatten.
Spieler: Udo, Holger, Sascha (Berichterstatter), Christoph, Christian (GM)
In Anbetracht der Tatsache, dass jemand anderes diese Zeilen zitieren kann ohne gleichzeitig Wissen von diesem verwirrenden Gedicht zu haben, lasst vermuten, dass hier und heute Zusammenhänge bestehen. Mit der Bitte, nach Hinweisen im Seffer-Manich zu suchen, um damit das verborgenen Wahrheiten dieses lyrischen Meisterwerks vielleicht entschlüsseln zu können, verabschiedeten sich Gamrik und Gerald von Fetanka. Nach der Verabschiedung öffnete der Wächter Sonnenlegionär Raul Meeltheuer die massive Zellentür und verschloss sie hinter Gamrik und Gerald wieder.
Während Gamrik, Raul und Gerald den Weg zum Treppenhaus entlang schritten, passierten sie mehrere Zellen, die von geheimnisvoller Stille umhüllt waren. Im vorletzten Zimmer vor dem Treppenhaus, das von einem sanften Licht erhellt wurde, erklang die Stimme eines Mannes. Doch ihr Weg führt die Drei weiter, zur letzten Zelle vor dem Treppenhaus, aus der seltsame Geräusche drangen.
Ein Gefühl der Unruhe machte sich in Raul breit und er beschloss Gamrik und Gerald vorzuschicken, damit er sich die Zelle einmal näher ansehen konnte. Plötzlich durchdrang ein markerschütternder Schrei die Luft, der Gamrik und Gerald in Alarmbereitschaft versetzte. Mit einer Stimme, die von Entsetzen erfüllt war, rief der Wächter die Zwei dazu auf, sofort den zuständigen Arzt Littjew herbeizurufen. In der Zelle hatte die Patientin einen weiteren Anfall erlitten und ihre Sicherheit stünde auf dem Spiel. Während Gerald eilig loszog, um den Arzt Littjew zu finden, eilt Gamrik dem Wächter Raul zur Hilfe, um die Patientin Paale zu schützen und ihr Beistand zu leisten.
In der Zelle erblickte Gamrik eine junge Frau, die fixiert war und an deren rechten Hand zwei Finger fehlten. Ihr schwarzes Haar stand zerzaust in alle Richtungen von ihrem Kopf ab. Die Frau schien gerade eine Besessenheit durchzumachen und versuchte sich aufzusetzen, doch sie war gefesselt und konnte es nicht schaffen. Der Wächter Raul Meeltheuer bat Gamrik um Hilfe, da er offensichtlich überfordert war. Gamrik sprach – wie er es gelernt hatte – die Patientin einfühlsam an und versuchte, sie zu beruhigen.
"Ich sterbe wie ein König – reich und angesehen.“, sagte sie in altertümlichen Garethi zu Gamrik gewannt. Dabei schien sie zu versuchen aufzustehen, wird aber durch die Fixierung daran gehindert.
Gamrik fragte den Wächter, warum die Patientin fixiert sei.
Der Wächter erklärte, dass die Patientin suizidgefährdet sei und deshalb zu ihrem Schutz fixiert wurde.
Mit einem erhabenen Blick versucht die Patientin immer noch aufzustehen.
Gamrik entschied sich jedoch dafür, die Patientin nicht von ihrer Fixierung zu befreien.
Die Unterhaltung zwischen Gamrik und Paale ging daraufhin weiter.
„Wieso stirbst du?“ fragte Gamrik
Die Patientin zuckte zusammen, als sei sie durch diese Frage irritiert. Dann gab sie ihm die wohlüberlegte Antwort „Gib stolz und Ruhm der Macht der Meute.“
„Wer bist du?“ fragte Gamrik behutsam.
Bedacht antwortet sie: „Sei tapfer und gerecht, dann lässt dein Reichtum die Welt erstrahlen“
„Was passiert hier?“ kam als Frage über Gamriks Lippen.
Nach einem langen Pause, als würde sie um einen Antwort ringen, sagt sie „Ja“.
„Was bindet deine Seele hier?“ fragte Gamrik.
Schnell kam die Antwort von Paale: „Gib stolz und Ruhm der macht der Meute“
„Die Zwei sind Eins. Wovon redest du?“ wollte Gamrik wissen.
Sie antwortet nur mit „Gib Stolz und Ruhm der macht der Meute“.
Dies war ihr letzter Satz, bevor sie in Ohnmacht fiel.
Genau zu diesem Zeitpunkt betrat der schnell herbeigeeilte Littjew die Zelle und bedankte sich bei Gamrik für dessen zwischenzeitliche schnelle Hilfe. Gemeinsam versuchten sie Paale zu helfen. Littjews (und auch Gamriks) Verhalten in dieser Situation war dabei sehr professionell.
Nach kurzer Zeit kam Paale wieder zu Bewusstsein und Littjew schickte Gamrik hinaus, um mit seiner Patientin ungestört reden zu können. Kurze Zeit später trat Littjew aus dem Zimmer seiner Patientin und redete mit Gamrik über das gerade geschehene.
Während all dieser Ereignisse begab sich Gieselhold auf direkten Weg in die heiligen Hallen der Bücherei. Sein Verlangen, mehr über die Gründe der Verteidigung des Gebietes durch die Goblins vor den Theaterrittern zu erfahren war der Grund. In den endlosen Regalen der Bibliothek kreuzte Gieselhold den Weg von Bruder Stane. Ein Gespräch entfachte zwischen Gieselhold und Bruder Stane, bei dem sie auch am Rande über den jüngsten Anfall von Therinja sprachen. Therinja, eine Patientin von Stane, erlitt vermutlich ihren letzten Anfall heute um ca. 12:30 Uhr. Doch leider konnte Stane keine weiteren Informationen liefern, da – wie wir ja von Gamrik, der in der besagten Zeit von seiner Zimmertür aus den Gang im Blick hatte und niemanden beobachten konnte, wissen – Therinja während des vermuteten Anfalls allein auf ihrem Zimmer war und erst, nachdem sie nicht zum Mittagessen erschienen ist und dort vermisst wurde, bewusstlos dort aufgefunden wurde. Um Therinja’s Sicherheit zu gewährleisten, hat Stane angeordnet, sie in Zukunft nicht mehr unbeobachtet zu lassen. Stane zeigte dabei eine aufrichtige Hingabe, da er sich intensiv mit Fachliteratur über ihren Zustand auseinandersetzte. Inmitten dieses Gesprächs wagt Gieselhold erneut die Frage nach dem Grund für Therinjas Einlieferung. Stane jedoch verwies auf das heilige Patientengeheimnis und kann daher keine Auskunft geben. Mehr Informationen würde Gieselhold auch nicht aus Stane herausbekommen und so beschloss Gieselhold seine Suche über den Zusammenhang „Goblins, Korsforst und Theaterritter“ fortzuführen. In den Büchern konnte Gieselhold folgendes finden:
- Die Theaterritter kämpften hier gegen die Goblins.
- Die Goblins haben das Gebiet um Korswand verbissen verteidigt.
- Im Korswald gab es einen heiligen Platz der Goblins. Die Theaterritter vermuteten, dass dieser an der Korsklippe war, da sie dort Totems fanden.
- Diese Totems waren aus Stein und wurden von den Theaterrittern geschliffen. Auch diese Totems hatten - laut Aufzeichnung bei den Goblins üblich war - mal ein, zwei, drei oder vier Gesichter.
- 243 BF, ca. 23 Jahre nach Kors Erscheinen an der Korklippe, wurde das Goblinreich in der Schlacht zu Wjassuula endgültig zerschlagen.
- Korsklippe und Blutklippe scheinen Synonyme zu sein.
Unter anderem meint sich Gieselhold daran zu erinnern, dass er irgendwo mal Bilder dazu gesehen hatte. Aktuell kann er sich aber nicht daran erinnern wo...
Während für Gamrik, Gieselhold und Gerald der Nachmittag viel neues zu bieten hatte bereitete sich Geron auf seine privaten Verabredung mit der Sonnenlegionären Marissja vor.
Kurz vor 18 Uhr trafen sich alle wieder im Gebetsraum der Burg. Dieses Treffen war aber nur von kurzer Dauer, da sich nach dem Abendgebet auch schon wieder die Wege der Gefährten trennen sollten.
Gamrik wurde vom Abt-Baron aufgehalten der ihm mitteilte, dass am nächsten Morgen um 9:00 Uhr die Verhandlung beginnen sollte.
Geron machte sich nach dem Abendgebet auf, begleitet von der Sonnenlegionärin Marissja und ihrer ebenso attraktiven Kameradin Nadjescha Elmsjen. Ihr Ziel war das Dorf, in dem sie einen wahrhaft epischen Saunaabend erleben wollten. Während sie den Pfad zur Saunalandschaft entlangschritten, entspannten sich die drei Gefährten in angeregter Unterhaltung. Dabei offenbarten die beiden Frauen, dass die Schwitzhütten im Dorf eine weitaus prächtigere Ausstattung besaßen als jene in der Klinik, in der sie arbeiteten. Sie erzählten Geron von ihrer Tätigkeit im Sanatorium und vermuteten, dass einige der Patienten auf Wunsch ihrer Familien dort untergebracht wurden. Es handelte sich also um jene, die eher politischer Natur waren, Gefangene ihrer Umstände. Mit den Worten "Besser hier untergebracht sein, als einen Dolch im Rücken zu spüren", verdeutlichte Nadjescha ihre Haltung. Auch warnt Marissja Geron vor Vitek. Er möge mal darüber nachdenken, wieso Vitek, der schon unter dem Vater von Jelomir von Korswandt im Kloster in Verantwortung war, weiterhin in Amt und würden ist...irgendwie scheint sie ihn nicht zu mögen...
Von den Patienten macht lediglich „Gerbald“, aka Neesdan von Schlüsselfels-Dornacker, ihnen manchmal das Leben so richtig schwer. „Gerbald“ habe schon sehr oft versucht auszubrechen, um für seine Mission Leute aus der Gegend zu rekrutieren sagte Nadjescha. Diese Versuche brachten ihren Arbeitsalltag immer sehr durcheinander.
Doch trotz dieser Spekulationen und „Irritationen“ sind beide Sonnenlegionäre zufrieden mit ihrer Stationierung hier im Kloster. Das Arbeitsumfeld erwies sich als herausragend, ein wahrer Hort der Inspiration und des Wohlgefühls. Geron ist sich aber nicht sicher was davon ernst und was ironisch gemeint ist.
Im Dorf angekommen ging es dann auch auf direktem Weg in die Schwitzhütte. Geron wollte seine zwei Begleiterinnen in den luxuriöseren Gästebereich einladen (zumindest bot er ihnen an 50% des Eintrittspreises zu bezahlen). Diese lehnten aber dankend das Angebot der Teilzahlung ab und zahlen lieber selber. Zusammen genossen die Drei das luxuriöse Ambiente der Anlage. Diese war zu etwa 40 % ausgelastet mit überwiegend Rittern und Soldaten. Geron der sich dort nicht nur mit seinen Begleitungen unterhalten hatte, fand folgende Informationen heraus:
- Der Wald ist gefährlich. Man kann aber eine offizielle Jagterlaubnis erwerben, um eine geführte „survival-tour“ zu machen.
- In Dorf gibt es seit einiger Zeit ein seltsames sich wiederholendes Schauspiel: Eine Geisterfrau geht durch das Dorf. Am Ende des Weges scheint der Geist etwas in einen Brunnen zu werfen, auch wenn es an dieser Stelle gar keinen Brunnen gibt. Danach geht der Geist wieder den Weg zurück den sie gekommen ist und verschwindet. Man vermutet, dass dies etwas mit dem allgemein diskutierten Phänomen „Erwachen des Landes“ zu tun habe.
- An der Straße nach Sirmglavis, gibt es im Wald einen Kreis, wo die Bäume nach außen gefallen sind, dort steigen nachts weiße, hell leuchtende Kugeln auf, welche sich um sich drehen und dann verschwinden. Auch dies könnte mit dem Phänomen „Erwachen des Landes“ zu tun haben.
- In Simrgalvis hat die wiedergegründete Festenländische Wehr in den letzten Jahren sehr viel Zulauf erhalten. In den letzten Monaten hat diese nun begonnen, die Gegend rondragefällig für Reisende und Bewohner der Gegend sicherer zu gestalten. Räuber und wilde Tier sind – im Vergleich zu früher – keine große Gefahr mehr. Die Wehr wurde vom Bronnjaren von Sirmgalvis, Graf Cosbrietzki von Sirmgalvis, „wiederbelegt“ und aktuell auch geführt.
Nach einigen schweißtreibenden Aufgüssen wollte Geron einen kurzen Aufenthalt im Außenbereich der Kuranlage einlegen. Von dort aus hatte er einen unverstellten Blick zur Burg und er sah wieder ein Licht am Turm leuchten. Sofort eilte er los, um Marissja das Licht zu zeigen, doch als er sie endlich fand, war das Leuchten auf dem Turm wieder verschwunden. Marissja vermutete darin einen kleinen Scherz von Geron, der den Abend ausgleiten lassen sollte. Es war schon spät und wenn die Drei wieder rechtzeitig vor der Sperrstunde zurück zur Burg wollten, müssten sie jetzt aufbrechen. Schweren Herzens mussten die Drei den Saunaabend beenden. Nach den üblichen Prozeduren gingen die Drei zurück auf die Burg. Auf dem Weg zur Burg konnte Geron nördlich der Burg ein Lagerfeuer im Wald erkennen. Was ihn verwunderte: Wer ist so masochistisch bei dieser Kälte im Wald zu lagern, wenn man doch viel bequemer im Dorf unterkommen könnte.
Gerald begab sich nach dem Abendgebet zum Abendessen. Nichts verbreitet sich schneller als Gerüchte. Und damit - wie zu erwarten war - war das Hauptthema im Speisesaal der mysteriöse Anfall von Paale. Seit über einem Jahr lebte sie auf der majestätischen Burg und hat bereits mehrere Selbstmordversuche unternommen. Gerüchten zufolge soll Paale vor einer Woche beinahe erfolgreich gewesen sein, da man stark blutverschmierte Kleidung in der Wäscherei hatte, die nur von ihr stammen konnten. Sie ist die einzige Person auf der Burg, von der bekannt ist, dass ihr solch düstere Gedanken innewohnten. Auch das Bruder Stane die jüngsten Vorfälle genau verfolgte, um eine Lösung zu finden war vielerorts zu hören. Es wird sogar gemunkelt, dass er verbotene Schriften zu Rate gezogen habe, um Paale zu helfen.
Nachdem Gerald sich seinen Teller vollgeladen und ein kleines Fresspaket für Gieselhold zusammengestellt hatte suchte er einen Platz, wo er sich hinsetzen konnte. Seine Augen suchten gerade die Reihen nach einem geeigneten Platz ab, als ihm Alinja von Dallenthin anbot neben ihr zu sitzen. Alinja, eine ca. 30jährige Patientin von ungewöhnlicher geistiger Klarheit und trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) in den düsteren Gemäuern des Kellers untergebracht, wo normalerweise nur die schwersten Fälle residierten, lächelte Gerald schüchtern und freundlich an. Er setzte sich und in einem Gespräch zwischen Gerald und Alinja wurde schnell klar, dass sie nur vorübergehend im Keller untergebracht sei, bis ein Zimmer im oberen Stockwerk frei werde. Sie habe mitbekommen, dass Gamrik, als Rechtsbeistand, und seine Freunde der norbardische Hexe zur Seite stehen, dass diese ihre gerechte Strafe bekäme. Sie gibt – unter vorgehaltener Hand und der Bitte um Verschwiegenheit – Gerald den Hinweis, Bruder Rochnow zu überwachen. Dieser unheimliche Mann würde jede Nacht jemanden aus seiner Zelle lassen. Diese Unbekannte würde dann ihr Unwesen treiben, indem sie die Kellerwände abklopfe. Das findet Alinja suspekt und raubt ihr jetzt seit mehreren Wochen den Schlaf. Sie vermutete, dass diese Insassin in einer Zelle etwa 10 Meter entfernt von ihrer Zelle untergebracht sei. Als zusätzlichen Anreiz stellte Alinja in Aussicht, dass ihr Bruder Wulfen von Dallenthin sich Gerald gegenüber sicherlich erkenntlich zeigen würde, falls er ihr bei diesem Problem behilflich wäre.
Während die anderen Sterblichen nach dem Akt des Gebets den Speisesaal betraten, begab sich Gieselhold, in die finsteren Tiefen des Kellers. Dort angekommen, nahm er sich einen Moment, um einen groben Überblick über die mysteriösen Räume zu gewinnen. Von der Treppe aus betrachtet, offenbarte sich ihm auf der linken Seite des nach Süden führenden Kellergangs, eine Reihe von Zimmern: Belegt, frei, frei, Belegt (von Alinja, dies wusste Gieselhold aber da noch nicht), frei, frei, Waffenkammer. In dem nach Westen führenden Gang, der nach ca. 20m auch nach Süden abbog, auf der rechten Seite war die Aufteilung wie folgt: Belegt (Paale), Belegt (von einem Mann) Frei, Frei, Belegt (von Fetanka), Frei, Frei, Frei, Frei, Behandlungszimmer.
Die meisten „Bewohner“ der Zellen schienen alle abwesend zu sein, vermutlich um ihre leiblichen Bedürfnisse beim aktuell stattfindenden gemeinsamen Abendessen zu stillen. Abgesehen von dem Sonnenlegionär, der im Kellers seinen Dienst hatte, verweilte lediglich Paale fixiert in ihrem Gemach. Sie schien zu schlafen. Eine geheimnisvolle Stille lag über dem Keller, während Gieselhold sich auf die bevorstehende Suche vorbereitete.
Als erstes begab sich Gieselhold in das Zimmer links neben dem von Paale. Dort offenbart sich ihm ein Zimmer, welches von einem Mann bewohnt zu sein schien. Der Mann hatte seine Habseligkeiten aufgeräumt, aber nicht weggesperrt.
Anschließend begibt sich Gieselhold in die Zelle von Alinja, wo er von einem Hauch femininer Eleganz empfangen wurde. Die wenigen persönlichen Gegenstände und die Art der Gestaltung der Einrichtung spiegelt einen femininen Stil wider und zeugt von einem ästhetischen Empfinden, das bewundernswert ist. Die makellose Ordnung in diesem Raum war sehr beeindruckend.
Als nächstes begab sich Gieselhold in die erste Zelle auf der linken Seite nach dem Treppenhaus. Hier erwartet ihn eine spartanische Einrichtung, die an Einfachheit und Klarheit kaum zu übertreffen war. Doch was Gieselhold im Nachtkästchen entdeckt, lässt ihn staunen. Dort findet er einige ungewöhnliche Metallgegenstände, darunter drei ca. 20 cm lange Eisenstangen und einen Hammerähnlichen Stein. Auch Kerzen waren vorhanden. Diese unkonventionellen Gegenstände waren – für Gieselhold – äußerst ungewöhnlich für eine Patientenzelle und ließen Raum für Spekulationen über ihre Zwecke.