April 28, 2026

Die Ruhe vor dem Sturm (28. Rahja 18:00 – 30. Rahja 18:00)

Am Abend des 28. Rahja 1039 BF, kurz vor dem Appell, legt sich eine gespannte Ruhe über die Garnison von Trescha. Die Soldaten nehmen ihr Abendessen ein, während letzte Vorbereitungen für die Nacht getroffen werden. Die Disziplin ist gewahrt, doch unter der Oberfläche liegt eine kaum greifbare Unruhe. Wir nutzen nochmals die Zeit, um den aktuellen Stand der Instandsetzung zu begutachten.

Am 27. Rahja arbeiteten wir mit 30 Leuten an:

  • 15 Außenmauer
  • 15 Burgfried

Am 28. Rahja, heute, arbeiteten wir mit 30 Leuten an:

  • 5 Burgtor
  • 5 Torturm
  • 10 Außenmauer
  • 10 Burgfried

Ein Anfang. Gefühlt zu wenig, aber „wünsch dir was“ war gestern.

In der Nacht kommt es zum wiederholten Mal zu einem seltsamen Vorfall bei unserem Schlafplatz: Durch eine Schießscharte versucht etwas Unsichtbares in die Burg einzudringen. Es ist nicht direkt zu sehen, nur als flüchtige Bewegung und als kalter Luftzug wahrnehmbar. Gerald vermutet, dass es sich um die sogenannte „Schwarze Fee“ handelt, ein Wesen, das sich der direkten Wahrnehmung entzieht durch Magie und mit dem Vorfall auf der Nebelbringer zusammenhängen kann.

Am Morgen des 29. Rahja tritt Gerald vor die versammelte Garnison und richtet aufmunternde Worte an die Männer und Frauen. Er betont die Bedeutung von Wachsamkeit und klarem Verstand im Sinne von Rondra und auch etwas Phex.

Gemeinsam mit der Burgmeisterin, die unseren Rat sehr schätzt, planen wir, wie weiter die Burg auf den befürchteten Angriff des Korsmal-Bund vorbereiten können. Leider zu viele Baustellen und zu wenige Ressourcen, um alles gleichzeitig angehen zu können. Daher müssen wir die 45 Leute priorisieren:

  • 2 IST-Stand (Inventur mit Gerald)
  • 10 Burgtor
  • 10 Torturm
  • 10 Mauer/Burgfried
  • 10 Außenmauer
  • 3 und Gamrik vergraben vor der Nordwand Pech/Pechfelder als Fallen. Im Laufe des Tages konnten 6 Fallen angelegt werden.

Die grundsätzlich Inventur von Gerald ergibt folgendes:

  • 100 Einheiten Pech, die eingelagert sind in …<hier noch zu definieren>
  • 100 Einheiten Steine, die Hälfte davon befinden sich im provisorischen Lager, die anderen 50 Stein sind als Munition für die mittelschwere Rotze im 3.OG eingelagert. Die Steine können sowohl von der Mauer geworfen als auch als Munition für die mittelschwere Rotze auf dem Palas verwendet werden.
  • 100 Einheiten Munition (Pfeile und Bolzen) befinden sich in der Waffenkammer des 1.OG im Palas.

Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass pro zwanzig Minuten eines intensiven Gefechts jeweils eine Einheit verbraucht wird. Glücklicherweise besteht ein Kampf nicht nur aus heißen Phasen. Fazit: Mit diesen Vorräten sollte man mehrere Wellen Angreifer abwehren können ohne Engpässe bei der Munition zu haben.

Zusätzlich hat Gerald im Laufe des Tages dafür gesorgt, dass auf der Burgmauer ausreichend Wasser, Pech und Munition (Pfeile und Bolzen) vorrätig ist, um im Falle eines Angriffes ca. eine Stunde lange ohne Nachschub durchhalten zu können (d.h. je 3 Einheiten). Und innerhalb „dieser Stunde“ kann dann auch für Nachschub gesorgt werden.

An diesem Abend schauen wir im Lager vorbei und prüfen die Materialvorräte. Von den Vorräten, die wie verbauen können, haben wir ca. 15% verbraucht, d.h. das hält noch zwei, drei Wochen bevor die nächste Lieferung kommen sollte.

Am Abend desselben Tages beobachten wir eine beunruhigende Entwicklung: Die Vögel im umliegenden Wald reagieren ungewöhnlich. Ab und zu steigen Schwärme von Vögel einfach unmotiviert auf. Sind das mögliches Vorzeichen eines Angriffs?

Nach dem gemeinsamen Abendessen zieht sich Gamrik zurück um sich auf seine Rede morgen früh zum Morgenappell vorzubereiten, um die Moral der Burginsassen zu stärken.

Während seiner Nachtwache kommt es wieder dazu, dass ein unsichtbares Wesen in unseren Raum, dem Erdgeschoss des Palas, eindringen wollte. Wie zuvor entzieht sie sich jeder direkten Konfrontation und verschwindet rasch. Wahrscheinlich wieder diese schwarzen Fee. Gamrik nutzt die verbleibende Zeit seiner Wache, um die drei Schießscharten, die sich hier befinden und alle in Richtung Fluss zeigen, notdürftig zu verschließen, sodass nichts und niemand mehr eindringen kann. Damit wird es noch stickiger hier drinnen. Der Rest der Nach verlaufen ohne weiteren Zwischenfällen.

Am Morgen des 30. Rahja spricht Gamrik beim Morgenappell erneut zur Truppe. Seine Worte verbinden Zuversicht und Gemeinschaft im Geiste von Rahja mit der klaren Forderung nach Standhaftigkeit und Kampfbereitschaft im Sinne von Rondra.

Am 30. Rahja arbeiten wir mit 45 Leuten an:

  • 10 Burgtor
  • 10 Torturm ( + unsere 3 Schießscharten zusammen)
  • 10 Mauer/Burgfried
  • 10 Außenmauer
  • 3 und Gamrik vergraben auch am Schrein, östlich der Burg, Pechfelder als Fallen. Im Laufe des Tages konnten wieder 6 Fallen angelegt werden.
  • Gieselhold überprüft die Vorräte des Lazaretts. Am Ende des Tages kann er feststellen, dass man doch mehr als die 50 „erste-Hilfe-Päckchen“ hat. Er geht davon aus, dass man 58 Verletzte versorgen könne.
  • 2 Kundschafter werden am morgen losgeschickt mit dem Auftrag heute Abend wieder zurück zu sein und zu berichten, wo die Armee des Korsmal-Bundes sich befindet und – falls möglich – die Stärke auszukundschaften.

Unser Fortschritt bei der Instandsetzung ist sichtbar, jedoch unzureichend angesichts der Bedrohungslage. Das Burgtor benötigt noch mehrere Tage bis zur Fertigstellung, während Torturm sowie Mauerwerk noch Wochen an Arbeit erfordern. Lediglich die Außenmauer nähert sich ihrer Vollendung.

In dieser angespannten Lage begibt sich Gerald auf die Suche nach Heilkräutern im umliegenden Wald und er wird auch fündig:

  • 3 Exemplare Wirselkraut
  • 1 Feuer- und Efferdsmoos à extra fass Instant Heißes wasser

In den Stallungen trifft Gerald auf den Großherzog Herzog Jucho von Dallenthin und Persanzig. Dieser berichtet von einer alten Legende, dass die sogenannte Silberne Wehr sich auf der Burg befand. Jucho ist sich sicher, dass Ritter Kasimir, der Historiker und Bibliothekar der Burg, bestimmt weiterführende Dokumente hat. Gerald greift diese Information unmittelbar auf.

Parallel dazu untersucht Gieselhold den Brunnen der Burg, findet jedoch nichts Auffälliges. Er stellt fest, dass er ohne eine wasserfeste Laterne nicht weiter kommt. Ob über den Brunnen jemand in die Burg eindringen kann ist damit ungeklärt.

Beim Abendessen erzählt Gerald die überlieferte Geschichte zur Silbernen Wehr allen anwesenden:

Auch wenn die Goblinhexe Kunga Sulla im Jahre 243 gefalle ist, so hielt der Frieden für den Orden nur 40 Jahre. Das Übel kam vom schwarzen Drachen, dem ungenannten Versucher, dem Widersacher der Löwin.

Der Orden glaubte nun in allem Kor zu sehen, selbst wo er nicht war. So entstand aus unheiligen Goblinkram und bornischem Erz die Silbern Wehr. Es wurden hunderte Rüstungen geschaffen, welche Härter und leichter waren als alles zuvor Dagewesene. Sie waren beflügelt und mit neun eisernen Löwenklauen bestückt. Diese Rüstungen wurden direkt an die Körper der Ordensmitglieder geschmiedet, sehr zum Missfallen der Löwin und ihres Sohnes, denn die Rüstung konnten sich von alleine bewegten.

Es wurden viele Geschichten von den schlimmen Taten der silbernen Horde erzählt. Sie sollen die Tempelschätze an gierige Nurbardim und tumbes Pawrenvolk verkauft haben. Sie kämpften, wo sie wollten und sie ignorierten die Befehle aus der Löwenburg.

Genau 100 Jahre nach dem Wunder von Leufurten, im Jahre 291, erschienen Thirbold Notmarck und Elkfriede Hummergarb mit der silbernen Wehr in Leufurt um zu freveln, Blut zu vergießen und Menschen zu essen. Selbst vor ihren eigenen Leuten, dem Ritter Litprant Glodenhof, machten sie keinen Halt. Im Jahre 292 zog der gute Marschall Gunbald Neersander mit einer Armee, bestehend aus 2.500 Personen, nach Leufurt, aus, um die silberne Wehr zu stürzen. Die feigen Notmarcker, Hummergarbener, Illmensteiner, Ouvenstammer, Kirschhausener, silberne Wehr und ihre Knappen flogen vor dieser Übermacht. Sie zogen sich in die neuen Walsachburgen Ochtra und Trejscha, welche links zum Walsach Strom stehen, zurück. Marschall Gunbald Neersander folgte ihnen und belagerte die Burgen. Doch wenn der Marschall in die Burgen eindringen konnte, waren diese leer. Seit diesen Tagen ist die silberne Wehr verschwunden.

Drum merke dir: Hüte dich vor glänzendem Silber. Denn es ist schrecklich, wenn man sich davon verführen lässt und seinen eigenen Willen verliert, wenn man seinen Körper mit Silber überzieht.

Die Stimmung unter den Burgbewohnern droht zu kippen. Erst durch Gamriks musikalisches Eingreifen gelingt es, die Situation zu stabilisieren.

Kurze Zeit später wird Alarm geschlagen: Die beiden Kundschafter kommen zurück. Dragen bringt die schwer verletzte Lutta in die Burg. Gieselhold gelingt es gerade so, ihr Leben zu retten, doch sie bleibt bewusstlos. Dragen selbst ist ebenfalls verletzt, aber ansprechbar. Er berichtet, dass sie auf die Armee des Feindes gestoßen sind. Leider wurden sie aufgestöbert und verfolgt. Bei ihrer Flucht wurde Lutta schwerst verletzt. Mit letzter Kraft hat er es bis zur Burg geschafft. Von der Armee kann er nur berichten, dass er davon ausgeht, auch zwei Drachen zwischen den Bäumen gesehen zu haben. Glücklicherweise haben diese sie aber nicht aufgehalten.

Noch während die Befragung von Dragen und die Versorgung von Lutta läuft, ertönt erneut der Alarmruf der Wachen!

Die Verteidiger rennen auf die Mauern um zu sehen, was los ist. Von dort aus bietet sich ein klares Bild der Bedrohung. Im Abendlicht treten aus dem nördlichen und östlichen Wald die Truppen. Deutlich sind die Banner des Korsmal-Bundes zu erkennen. Ein kurzer Blick zeigt uns, dass da eine durchaus beachtliche, aber auch bunt gemischte Armee sich zeigt:

  • 6 Ritter des Korsmal-Bund
  • 30 Soldaten des Korsmal-Bund
  • ca. 60 wild gekleidetes Kämpfer, vermutlich Piraten

Hinzu kommen 6 Trolle, die in keinster Weise dem entsprechen, was die Lehrbücher zu diesem primitiven Volk schreiben: Normalerweise kleiden die Trolle sich in Fellen und leben zurückgezogen von der Zivilisation. Es wird berichtet, dass Trolle manchmal kleine Bäume ausreisen, um diese als Keulen zu verwenden. Diese Trolle hier sind schwer gerüstet in Metallrüstung und bewaffnet mit Äxten und reihen sich „diszipliniert“ in die Reihen unserer Gegner ein. Aber keine Drachen!

Am Fuße des Waldes tritt eine düstere Gestalt nach Vorne. Die Burgmeisterin erkennt den Paktierer Jesko Einhand, der berüchtigtste Pirat der Walsach. Aus einem blutigen Leinensack zieht er eine abgeschlagenen Kopf und hält ihn hoch…wir erkennen die Flusspiratin, die uns hier zur Burg gebracht hat.

Trotz der großen Entfernung können wir ihn verstehen. Er verlangt, dass wir die Trommel herausgeben sollen. Und er verspricht uns, falls wir direkt aufgeben, einen schnellen Tod. Nach einer kurzen Pause, die wir nicht zur Aufgabe nutzen, verkündet er, dass morgen der Angriff starte.