Juni 17, 2023

Die Verfolgung – Tage Vier, Fünf, Sechs und Sieben...

Am späten Vormittag des vierten Verfolgungstages, kommt man auf der großen Weststraße um einiges schneller voran, was wohl daran liegt, das ein ganzer Zug von Wagen einige Stunden zuvor denselben Weg genommen hat, und daher die Straße mehr oder minder freigeräumt ist.

Spieler: Christian (GM), Holger (Berichterstatter), Christoph, Sascha

Gegen Mittag erblicken die Helden eine kleine Wagenburg von Norbarden etwas abseits des Weges. Diese waren wohl zuvor die Straße langgezogen. Auch hier entscheiden sich die Helden, keine weitere Zeit zu verlieren und lassen die Norbarden schnell hinter sich.

Für das Nachtlager wird eine günstige Stelle in einem kleinen Wäldchen gefunden, mit einer Quelle und einer uralten und mächtigen Eberesche.

Die Wachreihenfolge in dieser Nacht, wie zuvor um die Verwundeten zu schonen: Marija, Geron, Gamrik, Leudara

Des nachts meint Gamrik an der Quelle ungewöhnlichen Pflanzenwuchs zu erblicken, als Stadtmensch kann er damit jedoch nichts anfangen. Am folgenden Morgen war von dem Ganze aber nichts mehr an der Quelle zu erkennen.

Tag 5 Der Verfolgung (20. Boron)

Wetter: leichter Schneefall und der ungemütliche kalte Wind. Die Goblins sind weiterhin ca. 2 Tage im Westen voraus, so Tuminka

Marija ordnet eine Rationierung der Vorräte an, denn diese müssen mindestens bis Drachenzwinge, der nächsten größeren dauerhaften Siedlung, ausreichen. Und nicht alle Dörfer und Weiler auf dem Weg dahin werden ganzjährig bewirtschaftet.

Am späten Vormittag verschlechtert sich das Wetter zusehends, der Wind wird noch kälter und ungemütlicher.

Am Nachmittag werden erreichen die Helden ein kleines Dorf oder Weiler, das zumindest noch bewohnt ist, da Rauch aus der Schmiede steigt. Dort angekommen werden die Helden von einer Gruppe bewaffneten, der hiesigen Bronnjare und ihrem Gefolge, reichlich unfreundlich und kurz angebunden „begrüßt“. Wohin man unterwegs sei, so die Frage. Im Auftrag von der Rondrageweihten Leudara von Firunen zu Verfolgung von Goblins, lautet die Antwort von Gieselhold. Die kurze Antwort „Aha, dann verfolgt sie am besten gleich weiter“. Und Gieselhold lässt die Kaleschka wieder anfahren. Gamrik auf dem Pferd hinter der Kaleschka ist reichlich verwirrt. Wohin wolle man? Man benötigt doch Vorräte. Gamrik grüßt die Bronjare und nennt seinen Begehr. Immerhin wird im der Wunsch gewährt, bei einem Leibeigenen in der Hütte nachzufragen. Zumindest acht Ration kann Gamrik erwerben, und die Gruppe macht sich sofort wieder auf den Weg, auch wenn die Bronjare gegenüber Leudara etwas mehr Höflichkeit und Respekt walten lässt.

Zum Abend wird – dank Tuminka – erneut ein günstiger Lagerplatz gefunden, windgeschützt in einer kleinen Senke, an deren Grund einen kleine Quelle sprudelt, gesäumt von einer mächtigen alten Eberesche.

Die Wachreihenfolge in dieser Nacht: Gieselhold, Geron, Gamrik, Gerald

Während Gamriks Wache nähert sich ein Rudel Wölfe dem Lager, was Gamrik veranlasst die Gefährten zu wecken. Die Tiere scheinen am Rande des Feuerscheins um das Lager zu schleichen. Man beschließt das Gerald und Gamrik gemeinsam bis zu Morgen Wache halten. Gegen Morgen verschwinden die Wölfe wieder.

Tag 6 Der Verfolgung (21. Boron)

Wetter: starker Schneefall, windig. Die Goblins sind weiterhin ca. 2 Tage im Westen voraus, so Tuminka.

Die Reise geht vorbei an zwei – während des Winters - verlassenen Dörfern. Am dritten Dorf am Wegesrand, erblicken die Helden eine Gestalt, die von einem der Häuser zu einem anderen im windigen Schnellfall schnell „hinüberhuscht“, doch auch dies wird ignoriert. Zu wichtig ist Entfernung zu den Goblins nicht noch weiter zu vergrößern.

Am Abend wird erneut das Lager ein einem kleinem geschützten Wäldchen aufgeschlagen. Ein alter Brunnen und die Reste eines Fundaments von einem Haus sind zu finden. Zudem ist der Lagerplatz geschützt durch ein undurchdringliches Dornengestrüpp, lediglich ein Zugang zu der Lichtung ist gerade breit genug für die Kaleschka. Und wieder ist eine alte, mächtige Eberesche, inmitten der Lichtung vorhanden.

Einen Nachteil hat der geschützte Platz, denn das Sammeln von Feuerholz im Unterholz ist unmöglich, man muss auf die Vorräte in der Kaleschka zugreifen. Gamrik schnitzt ein kleines Figürchen aus Holz und hinterlässt es am Fuße der Eberesche.

Die Wachreihenfolge in dieser Nacht: Gerald, Geron, Gamrik, Gieselhold

Während der Wache erblickt Gerald eine Wildsau am Eingang zur Lichtung, die dort vorsichtig schnuppernd abwartet. Da offensichtlich keine Gefahr droht, kommen zudem einige Frischlinge dazu. Frischlinge? Zu dieser Jahreszeit?! Nach einiger Zeit, trollt sich die Sau mit ihren Jungen. Ob man die Gunst nutzen hätte sollen, die Vorräte mit Frischfleisch aufzufüllen. Egal, jetzt ist es zu spät. Kaum war die Sau weg, ertönt eine tiefe Stimme hinter Gerald „Hast du es auch gesehen?!“. Überrascht dreht sich Gerald um und erblickt einen … Mann, in einem Bärenfell gehüllt und mit zerzausten Haar und einen wild wuchernden Bart. Wo kommt der den her denkt sich Gerald, und erneut stellt der Fremde dieselbe Frage. Verwundert antwortet Gerald, ja natürlich habe er die Wildsau mit den Frischlingen gesehen. „Nein, keine Wildsau mit ihren Frischlingen, das Land. Es spricht zu uns.“. Nein erwidert Gerald, mit dem Leben in der Wildnis kenne er sich nicht wirklich aus. Der Fremde erwidert – leicht schmunzelnd – „Nein, das tut ihr wirklich nicht, zumindest die meisten von euch. Aber jetzt ist es sicher hier, du kannst dich zur Ruhe begeben.“ Kaum das Gerald diese Worte vernommen hat, legt er sich nieder und schläft behaglich ein, ohne die Folgewache noch wecken zu können...

Tag 7 Der Verfolgung (22. Boron)

Wetter: starker Schneefall (mal wieder) und windig. Die Goblins sind weiterhin ca. 2 Tage im Westen voraus, so Tuminka.

Leudara nimmt Gerald im nächsten Morgen in die Mangel, was für eine Pflichtverletzung auf der Wache einzuschlafen. Und als dann Gerald noch erwähnt, ein Fremder war im Lager, ist Leudara kurz am Überkochen. Die Gruppe verlässt sich auf ihn. Gamrik schreitet schlichtend ein, schließlich sei niemand verletzt worden und es fehlt auch nichts. Es wird nicht mehr vorkommen, also last es gut sein.

Man kämpft sich weiter durch den Schnee und die Kälte. Am Nachmittag erblickt Gieselhold, vorne auf der Kaleschka sitzend, einen Findling am Rand des Waldes in einiger Entfernung voraus. Beim näherkommen, erblickt er zudem einige Gestalten an dem Findling. Komische Gestalten… so steif ... wie Vogelscheuchen oder Erfrorene? Als die Kaleschka auf einer Höhe mit dem Findling ist, sieht Gieselhold, das es tatsächlich Vogelscheuchen sind. Doch bevor er sich auch nur wundern kann, ruft ihn Marija zu, er solle sich um den Baumstamm der eingeschneit vor ihnen auf dem Weg liegt kümmern. Nach kurzer Inspektion, stellt Gieselhold fest, das das zu viel für ihn ist und ruft die Helden zusammen. Auf die Idee das es ein Hinterhalt sein könnte, kommt er nicht.

Doch genau das war es: Ein Hinterhalt. Auf der einen Seite der Kaleschka in 30-40m Entfernung rappeln sich einige Gestalten auf und greifen die Gruppe mit Wurfspeeren an. In der ersten Welle treffen die Speere Leudara und Gerald. Während Gerald, getroffen von zwei Speeren, vom Pferd spring und versucht sich in Deckung zu schleppen, geht Leudara – nach einem kurzen Moment der Orientierung – zum Sturmangriff über. Sie reißt sich den Speer aus dem Leib und reitet den Angreifern, Goblins, mit gezogener Waffe entgegen und zieht damit alle Aufmerksamkeit der Goblins auf sich. Die zweite Welle an Speeren prasselt jetzt nur noch auf Leudara nieder.

Mit letzter Kraft schleppt sich der schwer verletzte Gerald in Deckung, zeiht sich vorsichtig ebenfalls die Speere aus dem Leib und bricht mehr oder weniger zusammen. Das hätte er besser jemanden tun lassen sollen, der mehr Ahnung von derartigen Kampfverletzungen hat.

Gieselhold, der die Gunst der Unaufmerksamkeit der Angreifer genutzt hat um mit seiner weißen Kleidung mit dem Schnee zu „verschmelzen“, huscht geschwind seinen Opfern entgegen. Marija, in der Zwischenzeit vom Kutschbock gesprungen, Gerald mit den Worten „ach Du Scheiße“ gegrüßt, folgen Leudara im Angriff auf den Goblins. Gamrik orientiert sich ebenfalls vorsichtig aus der Kaleschka heraus und stürmt ebenfalls den Goblins entgegen. Zusammen mit Tuminka und Olko.

Der anfängliche goblintypische Mut, die einzelne Leudara zu sechst schnell erledigen zu können, schwindet ganz schnell, als Gieselhold und Gamrik auch bei den Goblins ankommen. Sechs Goblins gegen drei Menschen (und die werden mehr) ist unfair. Alle Goblins drehen um und fliehen Hals über Kopf. Ohne viel Federlesens machen Leudara, Gieselhold und Gamrik alle Goblins nieder – keiner entkommt ihrem Stahl.

Übergangslos kümmert sich Gieselhold – wie üblich – unmittelbar darum die Goblins zu filzen und alles halbwegs wertvolles einzusacken.