Ein Kriegszug in Peraines Farben (12. Peraine, 19:00 Uhr – 13. Peraine)
11. Peraine 1030 BF, 16:00 Uhr
19:00 Uhr – Treffen mit der Norbardensippe
Gieselhold und Gerald treffen gemeinsam bei der Norbardensippe ein. Gemeinsam mit Gamrik sprechen sie mit der Norbardin Fetanka.
Spieler: Christian (GM), Christoph, Holger, Sascha (Berichterstatter)
Diese sichert zu, den bevorstehenden Feldzug zumindest durch Handel und Warenlieferungen zu unterstützen. Außerdem will sie innerhalb ihrer Sippe nach Kämpfern „umsehen“, die die sich dem Zug – selbstverständlich gegen einen passenden Sold – anschließen könnten.
21:00 Uhr – Rückkehr ins Hotel & Visionen
Zurück in der Unterkunft beseitigt Gieselhold das Blut, das weiterhin aus der mysteriösen Bärentatze tropft. Gerald entnimmt etwas von dem Blut, um es in das Blaue Buch einzutragen.
In der Nacht wird Gerald von einer verstörenden Vision heimgesucht: Er wandelt über ein blutiges Schlachtfeld, auf dem zahllose Leichen liegen. In der Dunkelheit sieht er nur zwei rote Augen – eine düstere Gestalt, die gereizt reagiert, als Gerald sie nach ihrem Meister fragt. Auf Geralds Angebot, einen Pakt zur Rückkehr in seinen Bund zu schließen, antwortet die Gestalt lediglich mit Gelächter, nicht das er vor Lachen Tränen in den Augen wahrnehmen würde.
Gerald erwacht am nächsten Morgen unausgeruht aus diesem Traum.
12. Peraine 1030 BF
08:00 Uhr – Abspreche mit der Goldenen Legion
Am Morgen informiert Amaryllis Flarngrau, Soldmeister der Goldenen Legion, die Gruppe über ihre Anwesenheit an der Trauerfeier des heutigen Tages. Sie wird gemeinsam mit ihrem aktuellen Auftraggeber Esquirio Tyrael ya Trequona an dem Requiem teilnehmen und dort – wie von den Helden gewünscht – zum passenden Zeitpunkt die Unterstützung für den Feldzug durch Esquirio Tyrael ya Trequona inkl. der Söldner der Goldenen Legion kundgeben.
09:00 Uhr – tägliche Planungssitzung zum Feldzug
In einer Sitzung mit den strategischen Planern des Feldzuges erfährt die Gruppe von Tsadan, dass die Akademie sieben Magier zur Verfügung stellen wird, vornehmlich zur Heilung und Versorgung der Verletzten. Sprecherin der Magier wird Professor Bisminka, die Hexe, die wir in Norburg - uns später dann im Bornwald näher - kennengelernt haben, sein. Sie wird ebenfalls im heilenden Bereich tätig sein wird. Ebenso haben die Kirchen haben ihre Unterstützung zugesagt.
Die Gruppe berichtet ihrerseits über die bereits gewonnenen Unterstützer: die Goldene Legion, die Ogerfaust-Plänkler sowie die Söldnertruppen der Illmengarde, die durch ihre Teilnahme auch explizit ihr Loyalität öffentlich bekunden wollen. Darüberhinaus konnten die Helden den Komponisten, Musiker und weltweitbekannten Musikanten, Barden und Entertainer Esquirio Tyrael ya Trequona davon überzeugen an dem Feldzug teilzunehmen. Man verspricht sich davon eine signifikante Stärkung der Moral der Truppe. Was die Gruppe dabei verschweigt ist das kleine, aber nicht unbedeutende Detail, dass Esquirio der Auftraggeber der Goldenen Legion ist und ohne sein Einverständnis die Unterstürtzung der Söldner auch wegbrechen würde.
Abschließend berichtet die Adelsmarschall Nadjescha, dass nach intensiver Verhandlungsgesprächen die Kirche der Peraine offiziell für den Feldzug einsteht. Man ist sich einig, dass die tiefen faktischen und emotionalen „Wunden“, die das Attentat des Korsmal-Bund geschlagen hat, geheilt und betreut werden müssen. Aus diesem Grund wird das Unternehmen ab sofort als „Der Grüne Zug“ bezeichnet – in Anlehnung an Peraines Farben.
10:00 Uhr – Diplomatische Schritte
Gamrik verfasst einen geschickt formulierten Brief an den Hauptmann der Festumer Stadtwachen Elkman Timpski. Durch schmeichelhafte Übertreibung versucht er, diesen zur Unterstützung des Feldzuges zu bewegen.
10:30 Uhr – Besuch bei der Rahja-Geweihten
Die Gruppe besucht den Hesindetempel, um dort Kontakt zur Rahja-Geweihten Mirhiban saba al’Kashbah aufzunehmen. Sie erfahren, dass sich die Rahja-Geweihte in einem nahegelegenen Haus aufhält, welches in den Farben Rahjas geschmückt sei. Die Gruppe geht zu dem Haus und bittet eine der Novizinnen um ein Gespräch mit der Rahja-Geweihten. In diesem kurzen Gespräch erklärt sie sich bereit, den Grünen Zug zu begleiten. Sie sehe durchaus das Potential durch Unterhaltung und Maßnahmen zur Steigerung des seelischen Wohlbefindens unterstützen zu können.
14:00 Uhr – Requiem für Graf Ask
Am frühen Nachmittag nimmt die Gruppe am Requiem für die Opfer des Attentats teil. Unter den vielen Opfern ist auch sie Leiche des Grafen Wahnfried von Ask zu den Füßen der weißen Rondra‑Statue aufgebahrt. Den Helden geht nur der flüchtige Gedanke durch den Kopf, dass sie ihre aktuelle Position zum einen den Zufällen stets immer an den richtigen Orten epischen Ereignisse zu sein (und hoffentlich das Richtige getan zu haben) und der Tatsache verdanken, dass Graf von Ask für sie bei Nadjescha gebürgt hat. Und Graf von Ask ist nun tot...
Die Stimmung ist von tiefer Trauer geprägt – es wird deutlich, dass fast jeder Bürger Norburgs ein Verwandten verloren hat.
Im Anschluss hält die Adelsmarschallin eine Rede, die großen Eindruck hinterlässt. Viele Zuhörer öffentlich geloben, dem Grünen Zug beizutreten. Auch die Helden, weithin bekannt und besungen als die Träger des Blauen Buches, treten vor uns schwören ihre Treue und Unterstützung.
Am Ende der öffentlich stattfindenden Schwüre, schätzen die Helden, dass 160 bis 180 Bewaffnete den Heerzug begleiten werden. Auf den ersten Blick eine kleine Zahl, aber eine beachtliche Menge in Anbetracht der Tatsache, dass das Bornland vor wenigen Wochen „alle“ Wehrfähigen in den Kampf gegen den Heptarchen Heffax entsendet hat, um der Kaiserin des Mittelreichs beizustehen. Es besteht also die Hoffnung, dass auch die Gegenseite mit ähnlichen knappen Ressourcen zu kämpfen hat. Wobei, wenn man genauer darüber nachdenkt: Der Korsmal-Bund hat schon sich darum bemüht an Stahl zu kommen, als wir noch nicht einmal im Entferntesten daran dachten, dass dies wichtig werden könnten...und der Korsmal-Bund hat schon frühzeitig sich darum gekümmert, dass seine Truppen nicht an dem Feldzug gegen den Heptarchen teilnehmen müssen (daher hatte auch von Ask darauf bestanden seinen Orden auch zurückzuhalten...tja, jetzt gibt es den Orden so nicht mehr...). Man könnte fast den Eindruck haben, dass der Korsmal-Bund so etwas wahnwitziges wie einen Plan haben könnte, dem er auch noch absurderweise folgt...
Auch wird von der Adelsmarschallin Graf Tsadan von Norburg zum Feldkomtur und Vito Siveling zum Soldmeister ernannt. Damit ist Tsadan gesamtheitlich Verantwortung für den Feldzug.
18:00 Uhr – Erkundigungen in den Gassen
Nach Abschluss der Zeremonie begibt sich Gieselhold in die Straßen, um mehr über den Korsmal‑Bund in Erfahrung zu bringen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist eindeutig: Während vor dem Fest der Korsmal‑Bund gilt als Vertreter von Ehrenhaftigkeit und Theaterritterwerten stand, dient dieser nun als gelegenes Feindbild, auf dem man alle seine Wut und Hass abwälzen kann. Als Oberbösewicht gilt der Graf von Notmarkt, nachdem nun bekannt ist, dass er in seiner Burg, dem Graustein, die Truppen des Korsmal-Bund versammelt. Man ist davon überzeugt, dass man besser schon heute, als morgen gegen diese Terroristen vorgehen müsse.
19:00 Uhr – Planung des weitere vorgehen in den kommenden Tagen
In den Tagen nach der großen Versammlung beginnt die Gruppe mit der detaillierten Planung und Vorbereitung des Feldzuges. Dabei werden folgende Aufgaben und Ziele festgelegt, welche mit Sicherheit bearbeitet werden:
- Kontaktaufnahme mit dem Widderorden, um deren Unterstützung für den Feldzug zu gewinnen und Informationen aus dem Osten bzw. dem Süden der Notmark zu erhalten.
- Ausbildung und Entsendung von Kundschaftern in die Notmarkt zur Informationsgewinnung.
- Aufbau einer Spionageabwehr für den Feldzug und Norburg.
- Organisation weiterer Kundschafter, um die Gruppe über bevorstehende Entwicklungen auf dem Weg zu informieren.
Falls noch Zeit übrig bleibt, können die folgenden Themen bearbeitet werden:
- Besuch der Akademie, um nach magischen Artefakten zu fragen.
- Suche nach Pferden in den nahe gelegenen Gestüten (geplant: ca. 14 Tage).
- Aufbruch zur Burg Ask, um dort ein Schuldversprechen einzulösen (geplant: ca. 2 Tage).
- Wiederaufnahme des Kontakts mit Jäännie.
- Erkundigung bei Jäännie, wie sich der Blutfluss der Bärentatzeninsignie stoppen lässt.
- Gerald und Jäännie wollten "gemeinsam" mit der Bärentatze "in den Wald gehen"...