Ein überraschend blutiges plötzliches Ende der Feier (9. Peraine, 11:00 Uhr – 15:20)
Geron erzählt, was so alles passiert ist:
„Es war oder ist – je nachdem – der 9. Peraine, 11:00 Uhr, Wetter war für den Frühling etwas kalt, aber es schien die Sonne und jeder der draußen ist, genoss ihre wärmenden Strahlen. Wir befinden uns weiterhin in Norburg im Gasthof Wolfsruh. Tag 2 des Bardentreffens. Und der „Bär steppt“. Es ist fast alles ausgebucht und aufgrund des Angebots (Konzerte, Theater und Life Musik) ist immer was los.
Spieler: Udo (Berichterstatter), Christoph, Sascha, Christian (GM)
Das Wetter ist etwas untypisch für den Frühlingsanfang sehr kühl, aber sonnig. Durch den heute stattfindenden Umzug ist in der Stadt schon viel Verkehr, Menschen strömen teils in jeweiligen Trachten und Banner durch die Straßen. Auch die Musiker ziehen bereits in ihrer Tracht und mit Getöse durch die Straßen. Es gibt bereits zur sehr frühen Stunde genug zu tun für die Ordner.
Wir machen uns auf den Weg zum Platz der Weißen Rondra auf dem die Feierlichkeiten des Ordens der Jagt stattfinden werden.
Dort gehen wir zu einem der vielen Gardisten, um zu fragen und wo wir Graf Ask finden können. Ich spreche ihn an und frage. Der Gardist betitelt mich fälschlicherweise als Junker Geron (könnte daran liegen, dass ich schwarzes Bärenfell trage), doch diesen Titel wäre ich nicht befugt zu tragen. Also weiße ich ihn daraufhin, dass ich nur Spezialagent im Auftrag der Frau Adelsmarschall bin. Der Gardist ist irritiert und entschuldigt sich und verhält sich uns gegenüber noch respektvoller. Das zeigt uns mal wieder, dass wir als direkte Beauftrage der Frau Adelsmarschall wahrgenommen werden und damit alles was wir tun direkt auf sie zurückfällt. Eine Bürde, die wir uns immer bewusst sein müssen.
Der Gardist informiert uns, dass der Graf wahrscheinlich sich in den Räumlichkeiten des Rondratempel die letzten Vorbereitungen koordiniert und sich dort auch auf seinen Auftritt bei der Feier vorbereitet.
Bei unserem Treffen spricht Gerald über unseren Verdacht, das während des Umzuges es zu einem Anschlag kommen könnte. Dieser stünde in Verbindung mit einer Trommel und mit der Weinfalsche, mit der wir bereits Bekanntschaft gemacht haben, und dem Weinschlauch. Er äußert seine Bedenken, dass es zu einem Blutrausch kommen könnte und es viele Tote geben könnte.
Graf Ask hört uns aufmerksam zu. Des Öfteren fragt er nach ob uns bewusst ist, dass zurzeit hier in Norburg die größte Party des Landes stattfinde, dass zurzeit in der Stadt sehr viel Wein konsumiert wird und dass Trommeln unter den Besuchern und Bewohnern sehr verbreitet sind. Man könnte sogar sagen, dass es ein „typisches“ und „charakteristisches“ Musikinstrument des Bardentreffens sei. Auch könne er es sich vorstellen, dass von einer nicht unbedeutenden Menge an Besuchern so manche zusätzlichen Kräuter und Tinkturen mit Wein konsumiert werde. Nicht jeder ist halt so untadelig, tugendhaft und willensstark wie wir Helden…und nüchtern.
Er weist darauf hin, dass wir für eine Absage oder Verschiebung jetzt zu spät dran sind. Er hätte sich vorstellen können, dass man gestern Abend noch reagieren hätte können. Selbst mit belastbaren Beweisen, Daten und Fakten – nüchtern betrachtet – wäre es jetzt unmöglich den Festakt abzusagen.
Schließlich wischt er unsere Spekulationen, Vermutungen und Bedenken bei Seite und wettet einen Kreutzer das schon nichts passiert.
Gerald verweist erneut darauf, dass der Korsmahl-Bund über die Fähigkeiten verfügt eine Trommel herzustellen. Und wenn eine solche Trommel zum Einsatz kommt, es zu einem Blutbad inklusive großen Chaos kommen wird.
Gieselhold will alle Trommeln in der Stadt untersuchen. Aber der Trommeln sind zu viele, die Zeit ist zu knapp. Gestern Abend hätte man da noch etwas organisieren, Gardisten und Sicherheitskräfte in großen Mengen instruieren und einweisen und die Nacht nutzen können. Aber jetzt ist es einfach „nur“ zu spät.
Und so bleibt uns nur die Möglichkeit uns bei der Bühne in der Nähe von der Frau Adelsmarschall zu platzieren, um sie schützen zu können. Immerhin haben wir Wachsohrstöpsel.
Graf Ask entschuldigt sich, aber er muss noch seine Prunkrüstung, die berühmte Drachenschwingenrüstung, anziehen und er ist – auf Grund unserer Unterredung mit ihm – jetzt etwa spät dran.
Wir verabschieden uns von ihm, mit dem Wissen, dass die angelaufene „Maschinerie“ der Feier unaufhaltsam weiterlaufen wird. Wir begeben uns auf den Weg zum Platz der Weisen Rondra, um dort den Chef der Sicherheit, Major Danow von Eelkinnen, der Frau Adelsmarschall aufzusuchen. Von Graf Ask hatten wir noch erfahren, dass der Major ein sehr misstrauischer Mensch sei. Man sagt von ihm, dass er allem und jedem misstraue, selbst seinem morgendlichen Spiegelbild. Wahrscheinlich ist das auch der Grund wieso er diesen Job hat.
Und jetzt werden wir, die ihm noch nie begegnet sind, versuchen diesen mit unseren Spekulationen, Vermutungen und Befürchtungen zu überzeugen. Und ihm unsere Dienste anbieten.
Als wir aus dem Tor des Tempels treten, sehen wir schon, dass an strategischen Punkten Fuhrwerke bereitstehen, um den Platz der Weisen Rondra jederzeit abschotten zu können. Unserem Wachsamen Augen entgeht auch nicht, dass dafür auch entsprechend getarnte Soldaten sich unter die Zuschauer gemischt haben, um im Fall der Fälle aktiv werden zu können.
Im VIP Bereich der Bühnen treffen wir auf den Major.
Er scheint bereits Kenntnis von unseren Bedenken und der Geschichte, dass Wein mit halluzinogenen Drogen versetzt sein könnte, zu haben.
Er wiegelt ab und sagt, dass er und seine Männer hier alles unter Kontrolle habe.
Gieselhold lässt nicht locker und verweist nochmals darauf das die Gefahr „der Trommel“ nicht zu unterschätzen sei. Aber alle Mühe ist vergebens, da kommen wir so nicht weiter. Der Major misstraut uns. Er respektiert die Entscheidung der Frau Adelsmarschall. Nachdem das Sicherheitskonzept gestern Abend finalisiert wurde, weißt er uns eine Ecke der VIP-Lounge zu, die möglichst weit weg von dem „Spatz“ aka der Frau Adelsmarschall sich befindet. Damit wir einen „guten Überblick“ über die Sachlage behalten können. Zusätzlich wird uns – nur für Notfälle – weitere Sicherheitspersonal (zur Unterstützung ) zur Seite gestellt. Damit „die Kontrolle“ bewahrt werden könne.
Noch ist etwas Zeit, bis die ersten Gruppen des Umzuges hier an der Bühne vorbeiziehen werden. Gieselhold schnappt sich noch schnell eines der Kinder, die hier herumrennen, und bittet dieses für ein paar Kreutzer das Schild des Grafen zu beobachten und – falls dieses gestohlen wird – den Dieb zu verfolgen und ihm dann Meldung zu machen wo es verblieben ist.
Gerald hatte bei einem der vielen Stände hier auf dem Festplatz noch schnell ein paar Süßigkeiten für Jääni gekauft.
Ich leihe mir von Gamrik das Fernglas, um die Bühne besser beobachten zu können. Von unserer Ecke der Tribüne, die sich am anderen Ende des Platzes befindet, hat man tatsächlich eine wunderbare Sicht auf alles. Wir begeben uns inkl. unserer Begleitung auf Position.
So lasset die Spiele beginnen.
Die Menschenmenge wird immer größer, das Gedränge nimmt immer mehr zu. Wir sehen wie die Frau Adelsmarschall auf ihren Platz eintrifft und abgeschirmt von ihrer Leibgarde sich zu ihrem Logenplatz begibt. Als sie uns entdeckt, winkt sie uns herüber. Sehr zum Ärgernis des Chefs der Sicherheit. Dieser scheint zwar Widerspruch zu erheben, aber gehorcht seiner Chefin.
Wir begrüßen sie und sie möchte uns in ihrer Nähe wissen. Immerhin sind wir nicht um sonst zu Sonderagenden von ihr ernannt worden.
Wir beziehen unsere Stellung und machen uns bereit. Auf der Bühne haben sich neben Graf Ask und Gudanja von Tippsjen auch alle Offiziere des Ordens der Jagt und diverse Vertreter der Stadt und der lokalen Bronjarenfamilien aufgestellt.
Die ersten Gruppen des Zuges erreichen den Platz. Die geschlagenen Trommeln dominieren alles. Es wummert, es herrscht Jubel, alle sind fast wie in Trance. Von der Bühne winkt Graf Ask der Menge zu und nimmt die Parade ab.
Nachdem eine halbe Stunde lang der Zug an der Bühne vorbeigezogen ist, beginnen die Reden der VIP´s. Nun ist auch die Frau Adelsmarschall an der Reihe, unsere Aufmerksamkeit ist auf voller Stärke.
Gieselhold macht Personen ausfindig, die sich verdächtig verhalten.
Ich habe mit meiner Wahrnehmung wie üblich kein Problem, d.h. nix zu sehen.
Gerald bekommt von einem Personenschützer einen Zettel in die Hand gedrückt. Er steckt den Zettel ein. Aus der Entfernung macht eine Magieprüfung auf das Schild, aber diese ist negativ. Er fingert den Zettel aus der Tasche und liest „Läuft doch alles nach Plan! Seit positiv! Gezeichnet Graf Ask, euer Freund“. Dann stopft er sich etwas in die Ohren.
Nach der Rede der Frau Adelsmaschall, auf dem Weg zurück zur ihrer VIP-Lounge bemerkt er, dass etwas mit dem Gespann am anderen Ende des Platzes passiert. Das Tor wird verstellt.
Ein älterer Geweihter der Rondra beginnt mit seiner Predigt.
Im Anschluss tritt Graf Ask vor und beginnt mit der Laudation auf Junker Gudanja Tippsjen, die heute feierlich in den Orden aufgenommen wird.
Dann tritt Gudanja nach vorne, und kniet vor Graf Ask und drei weiteren Offizieren des Ordens der Jagt nieder, um offiziell den Aufnahmeschwur zu sprechen.
Nach dem Schwur erhält sie den Segen der drei und gilt nun als Mitglied des Ordens der Jagt. Wir wissen, dass für sie endlich ihr Traum wahr geworden ist.
Die Menge jubelt, auch werden – wie üblich – viele Trommeln geschlagen. Wir sehen wie sich das Gesichtsausdruck des Graf Ask verändert, seine Hand, die gerade noch der Menge fröhlich zugewunken hat, sich zu einer Faust ballt und wie wahnsinnig anfängt in das Gesicht von Gudjana zu schlagen. Chaos bricht um die Bühne aus, wie wahnsinnig beginnen die Menschen dort unten aufeinander los zu gehen. Mit Händen, Zähnen, Klauen, Waffen wird jeder gegen jeder geschlachtet. Ein Blutbad sonders gleichen.
Die Security geht in den Alarmmodus und die Frau Adelsmarschall wir geschützt.
Auch ich ziehe sein Schwert, bereit sich potentielle Gefahren für die Frau Adelsmarschall entgegenzustellen.
Hinten rumst es und ein neuer Durchgang wird frei. Gamrik und ich und die Leibwächter begleiten die Marschallin durch den Durchgang. Fast hätte ich den Eindruck, dass die Leibwächter wissen was sie tun und sich auch auf so etwas vorbereitet haben.
Gieselhold und Gerald bleiben zurück, um Personen daran zu hindern die Frau Marschall zu verfolgen. Zum Glück ist da niemand. Und daher können die beiden von ihrer Position aus das Massaker auf der Bühne beobachten.
Plötzlich springt ein Zwerg auf die Bühne und reist das Schild vom Boden welches Graf Ask abgelegt hatte. Das merkwürdige war sein Aussehen, er hatte blonde Haare. Gieselhold nimmt die Verfolgung auf. Er rennt auf der Mauer, die den Platz der Weisen Rondra umgibt, bis zur Seite der Bühne. Dabei immer den Zwerg mit dem Schild im Blick haltend. Dann springt er hinunter auf den Platz vor dem Rondratempel. Von dort nimmt er die Verfolgung des Zwerges auf, der in Richtung nordwest den Platz verlässt.
Ich begleitet die Frau Adelsmarschall und sie entflohen dem geschehen.
In einem der Häuser am Platz vor dem Rondratempel, übernimmt eine zweite Gruppe von Sicherheitsleuten, die Frau Adelsmarschall. Diese Gruppe „geht“ durch eine Wand, die sich dann wieder verschließt, als wäre da nichts gewesen. Man merkt, dass sich die Personenschützer etwas entspannen. Die Frau Adelsmarschall ist weg und Geron versteht die Welt nicht mehr. Wie soll ich das meinen Freunden erklären. ich, der Tank, verliert die Hauptperson. Zum Glück steht Gamrik daneben und hat das auch gesehen.
Währenddessen versucht Gerald auf die Bühne zu gelangen. Auf dem Weg dorthin muss er mehrmals Wahnsinnigen ausweichen, die noch immer versuchen alles um sich herum anzuspringen und zu töten. So wie es scheint, ist Gerald immun gegen den Zauber.
An der Bühne springt hinauf und zieht sein Schwert. Die Bühne ist mit Blut geflutet und es ist schwer hier nicht auszurutschen. Er macht sich auf die Suche nach der Trommel, gleichzeitig sucht er auch nach Graf Ask. Diesen findet er auch schwer Verletzt aber noch am Leben. Er hat einen Arm verloren und viel Blut verloren.
Gerald meint gesehen zu haben, dass der Zwerg mit dem Schild hinter die Bühne gerannt ist. Er lässt den sterbenden Grafen Ask zwischen den Toten auf der Bühne alleine zurück.
Hinter der Bühne bahnt sich Gerald den Weg vorbei an ein paar Wahnsinnige, um dann auf das Chaos auf dem Platz vor dem Rondratempel zu treten. Unter den panisch fliehenden kann er Gieselhold erspähen, wie dieser zwischen den Ständen rennend verschwindet. Gerald nimmt an, dass Gieselhold den Zwerg verfolgt und rennt ihm daher hinterher.
Eine wilde Jagd durch die Straßen beginnt, Gieselhold holt immer mehr zum Zwerg auf. Schließlich biegt der Zwerg in eine Enge Seitengasse ab und will in einem engen Kellerfenster verschwinden. Gerade als der Zwerg hinunterrutscht, kann Gieselhold diesem noch eine Verletzung zufügen. Blut spritzt. Fluchend landet der Zwerg unten im dunklen Loch und verschwindet in dem Schwarz des Kellers.
Als Gerald um die Ecke biegt, kann er noch sehen, wie Giesehold in das Kellerfenster hineinspringt.“