Eine Flussfahrt die ist Lustig, eine Flussfahrt die ist schön, wenn das Wasser nicht kalt und so nass wäre
Von den Ereignissen des Morgen des 12. bis zum Morgen des 14. Phex berichtet Geron was er bzw. wir so erlebt haben:
Wir sind am Ufer des Born und machen das Floß fertig zur Abfahrt. Als wir Fluss abwärts schauen sehen wir in der Mitte des Flusses eine weibliche Gestalt und es sieht so aus als ob überall Schneeflocken nieder gehen und ans der Stele an der sie das Wasser berühren Eisplatten entstehen, des weiteren scheinen Mindergeister über der Wasseroberfläche hin und her zu schweben.
Spieler: Sascha, Holger, Udo (Berichterstatter), Christian (GM)
Alriksej hat schweren Knatsch mit seiner Alten. Am laufenden Band meckert sie an ihn rum und nichts kann er richtig machen. Gerald versucht die Wogen zu glätten. Ziel ist hauptsächlich das die Reise nicht zu beschwerlich für alle wird.
Wir beschließen trotzdem zu fahren und planen diesmal kurz vor dem nächsten Hindernis im Fluss ans Ufer zu gehen um dort zu entscheiden wie wir weitermachen.
Gamrik hat heute das blaue Buch und verstaut es zwischen den anderen Gepäck welches akribisch auf dem Floss gesichert wird, so das es nicht verloren geht und von Fremden nicht so leicht entdeckt wird und gleichzeitig nicht nass wird.
Wir legen ab und nehmen Fahrt auf. Die Fahrt verläuft gut und ist noch gemächlich. Für den Notfall halten wir schon jetzt Ausschau nach potenziellen Anlegestellen. Der Schneefall wird stärker, was zu erwarten war, bei schönen Wetter kann ja jeder.
Als wir um die nächste Biegung des Flusses fahren, zeigt sich, dass in der Mitte des Flusses ein riesiger Felsen der den Fluss teilt. Das Wasser teilt sich und in wilden Stromschnellen umfließt das Wasser diese Klippe. Und wir müssen uns für eine Seite des Höllenritts entscheiden.
Wir entscheiden uns für die Seite, die von weniger Mindergeister bewohnt (?) wird und wollen die Geister umschiffen, da wir nicht Wissen was genau passiert wenn wir sie berühren. Alriksej steuert uns in die enge Passage erfolgreich rein. Das Wasser spritzt überall um das Floss in die Höhe. Wir halten uns fest, um nicht in den Fluss zu fallen. Wir passieren einige der Geister und können diesen trotz der wilden Fahrt bis jetzt erfolgreich ausweichen. Auch stellen wir fest, das in deren unmittelbaren Nähe es sehr kalt ist und das Spritzwasser auf dem Floss zu Eis gefriert.
Schon befürchtet und auch erwartet gibt es plötzlich und unerwartet einen Schlag gegen das Floss und Ricarda stürzt ins Wasser. „Mann über Bord!“. Auch die Ladung beginnt zu rutschen und ich hechte auf die andere Seite und versucht zu retten was zu retten ist. Gamrik kann Ricarda aus dem eiskalten Wasser ziehen. Wir müssen schnell ans Ufer. Gieselhold verkündet, nach mehrmaligen durchzählen, dass wir heute acht Stahlstangen dem Fluss zu weiteren Verwahrung übergeben haben. Scheiß, da gehen wieder etliche Goldbatzen verloren.
Gamrik fackelt nicht lange und bringt die zitternde Ricarda nach hinten, zieht sie aus, widersteht seinem Reflex sie durch seine Körpernähe zu wärmen und und wickelt nur sie in Decken, während alle anderen das Floß ans Ufer steuern und anlanden, was diesmal erstaunlich schnell klappt.
Floß sichern und schnell das Zelt zum schwitzen aufbauen, Feuer machen und Ricarda zum Wärmen in dieses verbringen. Jetzt übernimmt Alriksej und hilft seiner Freundin. Gamrik gibt ihm noch den Tipp ihr keine Wiederworte zu geben.
Der Schneesturm wieder heftiger.
Wir anderen beginnen das Lager zu bauen. Doch nur wo und wie? Wir erkunden das Gelände und erwägen den bestmöglichen Platz
Ich blicke in den Himmel und versuche abzuschätzen, wie sich das Wetter entwickeln wird. Ich bin der Meinung , dass der Sturm heftig wird und wir das Lager auf jeden Fall Sturmfest bauen müssen. Da bietet sich das Wäldchen hier am Ufer an. Unter den Tannenbäumen, da durch die Zweige weniger Schnee und Wind eindringt, aber natürlich besteht die Gefahr das Äste oder gar ein Baum auf uns Stürzen könnte.
Also auf geht’s! Wir bauen das Lager und machen auch gleich aus , dass immer zwei Wache halten während die anderen ruhen.
Das Blaue Buch wird natürlich vom Floß ins Lager verbracht (bei dem dichten Schneefall würden wir nicht mal annähernd merken wenn jemand anschleicht und dann das Buch stiehlt.
Während seiner Nachtwache sieht Gerald in der Nähe des Lagers eine Gestalt. Er meint eine schöne Frau zu erkennen, die nackt durch den Schnee wandert und das Lager beobachtet. Aber sie verschwindet wieder (Schade).
Ich falle in einen tiefen Schlaf und beginne sehr lebhaft zu träumen:
Eine Schlacht tobt und ich bin mitten drin. Ein Magier beginnt in meine Richtung zu zaubern und schleudert Blitze in meine Richtung. Ich versucht den Körper eines Gefallenen vor mich zu halten, aber ich kann ihn nicht fassen. Der Magier lacht und schickt seine Blitze weiter. Ich hechtet hinter einen Felsen in Deckung und kann gerade in letzter Sekunde in Deckung gelangen. Wieder hallt Gelächter über das Feld. Der Magier beginnt um den Felsen mit genug Abstand zu umrunden. Ich will einen Stein werfen, aber er kann mit dem Mund nicht soweit werfen.
Mund?
Was soll das?
Warum werfe ich nicht?
Ich schreie, aber es ist eher ein Gekreische, welches nur von Tieren kommt.
Der Magier scheißt wiederholt seine Blitze auf mich.
Ich springe mit einer Drehung zur Seite und werde dennoch verwundet. Der Schmerz zuckt durch meinen Körper.
Ich will mein Schwert ziehen und einen Zauber wirken.
Aber ich habe keine Hände.
Und wo ist mein Schwert?
Oder kommt es mir so vor als wäre ich gefangen?
Der Magier lacht sich kaputt und verspottet mich.
Ich versucht aus dem Traum zu erwachen, was mir jedoch nicht gelingt.
Der Magier lacht und tritt auf meinen Fuß.
Ich schreie auf, kann aber endlich meine Hand, nein, meine Pfoten befreien.
Ich drehe mich wütend um und beiße dem Magier ins Bein! Das Blut spritzt und läuft mir heiß die Kehle hinab.
Ich erwache schweißgebadet mit einem Schrei.
Gerald der neben mir geschlafen hat erwacht ebenso und fragt nach, was den los sei.
Nach meiner kurzen Zusammenfassung sagt Gerald: „Komm lass uns weiter schlafen. Wir klären das Morgen.“, dreht sich rum, zieht die Decke über seinen Kopf und lässt mich mit meinen Gedanken alleine.
Am nächsten Tag, den 13. Phex, erwache ich sehr früh weil es sehr kalt ist. Ich begreife nicht warum dieses so ist. Normalerweise macht mir so was nichts aus. Da bin ich hart im nehmen. Auch beim Schneeschaufeln ist und bleibt es mir kalt, so eine tief innen sitzende Kälte.
Aber beim Schaufeln helfen wir alle zusammen und plaudern auch miteinander. Es stellt sich heraus, dass es den anderen auch wie mir geht. Irgendwie ist es einfach kalt.
Wir kontrollieren das Floß und stellen fest, dass wir unseren kompletten Vorrat an Feuerholz letzte Nacht verfeuert haben. Somit haben wir weder Holz für ein Notfallfeuer noch Holz für das Feuerbecken auf dem Floss. Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder wir sammeln neues hier und vor Ort, wo allen eisige Kälte auf unheimliche Art in den Leib kriecht und fahren – hoffentlich noch möglich dann – verspätet weiter. Oder wir fahren jetzt sofort von hier los und müssen somit am späten Nachmittag schon anhalten und dann Holz zu sammeln.
Wir entscheiden uns für letzteres. Und weiter geht die wilde Fahrt.
Nach einiger Zeit werden wir angehalten von einer Frau, die vorgibt ähnliche Träume wie wir zu haben. Als wir hielten – oder besser gesagt, als unser Floss gegen den Baum, der quer über den Fluss gelegt wurde, stießen – stellte sich raus, das es Hexen waren, die zwei Waldschrate dabei haben. Wir werden gezwungen unser Floß rauszurücken:
»Fliegenbein und Krötendreck! Anhalten, ihr Flachwasserkapitäne! Dies ist der Bornwald! Im Namen seines Herrschers beanspruche ich das Holz, auf dem ihr widerrechtlich den Fluss bereist. Gebt euer Floß heraus und ihr dürft abziehen. Andernfalls werdet ihr den Zorn des Waldes spüren!«
Der strenge Tonfall und der lodernde Blick der Frau dulden keinen Widerspruch. Um Euch herum seht ihr zwei Waldschrate und weitere Frauen aus dem Unterholz auftauchen. In den Ästen der Bäume sitzen große Raben und Krähen sowie eine auffallend dicke Eule.
Gamrik versucht seine Charme spielen zu lassen (sind ja Frauen, wenn auch unattraktive...was man ihnen ja nicht auf die Nase binden muss) um zu verhandeln.
Glücklicherweise lassen sich die Hexen erweichen. Wir dürfen unser Leben (d.h. kein Lustsklaven für eine Hexe sein müssen) und alles, was auf dem Floss ist und nicht aus Holze besteht, behalten. Dank Gamriks Verhandlungsgeschick dürfen wir sogar die „bearbeiteten“ Bretter des ehemaligen Wagens, in dem wir die Eisenstangen gesichert hatten, behalten. Den Rest, d.h. alles Baumstämme und Äste die wir zum Floss zusammengeschreinert hatten, nehmen uns die Waldschrate ab. Die Hexen und die Waldschrate verschwinden mit dem Holz flussabwärts.
Also weiter können wir erst mal nicht, also beginnen wir unser Lager aufzubauen, Feuerholz zu sammeln .
Ricarda ist stinksauer auf die Hexen und versuch uns davon zu überzeugen den Hexen hinterherzueilen. So eine Untat können wir doch nicht auf uns sitzen lassen. Aber Alriksej und auch wir sprechen uns dagegen aus. Lasst die doch ihr Holz haben. Wir bauen uns ein neues Floss und Alriksej hält mit einem breiten Grinsen seine Axt hoch. Hier gibt es genügend Bäume, die nur darauf warten, ein Floss zu werden.
Als weiteres Vorgehen ist geplant die Ladung und alles was wir mit uns führen ein Stück Fluss abwärts zu schaffen und dort die neue Baumstämme für ein neues Floß zu fällen.
Für die Nacht stellen wie immer Wachen auf. Erste Wache ist Gamrik und Ricarda, die zweite Wache Geron und Gerald, dritte und letzte Wache Gieselhold und Alriksej. Gamriks Plan ist es am Lagerfeuer weiter in Ricarda’s Gedankenwelt einzudringen, um zu ergründen, wieso sie zurzeit so miesepetrig ist.
Der Morgen des 14. Phex beginnt mit einem großen Aufschrei und sehr spät, denn die Sonne verrät uns, dass es ist schon später Vormittag. Es schneit nicht. Ich fühle mich wunderbar erholt, denn ich habe schon lange nicht mehr so gut und erholsam geschlafen. Keine übler Traum, keine Unterbrechung durch eine Wache, alles wunderbar. Wie sich herausstellt war das bei allen anderen auch so. Nur Gamrik ist irritiert, denn eigentlich wäre es seine Aufgabe gewesen die nächste Wache zu wecken. Und bei dem Gespräch mit Ricarda ist er – soweit er sich verschwommen erinnern kann – auch nicht weit gekommen.
Alriksej ruft alle herbei. Über Nacht ist Ricarda spurlos verschwunden.
Spurlos ? Nein die Spuren führen eindeutig und zielstrebig aus dem Lager raus parallel zum Fluss stromabwärts in die Richtung in der die Hexen gestern verschwunden sind. Ricarda hat ihren Wagen mit allen ihren Habseligkeiten und die Katze von Gerald mitgenommen.
Alriksej ist davon überzeugt, dass Ricarda nur entführt worden sein kann, aber es gibt keine Anzeichen einer (gewaltsamen) Entführung...zu mindestens finden wir keine.
Na so was.
Was hat das zu bedeuten?