April 21, 2024

Endlose Dramen und Popcorn Kino

Die Helden treten am Nachmittag des 6. Tsa 1039 BF aus dem dunklen Korsforst in die helle Winterlandschaft rund um Korswandt. Der Rückweg ohne die kompetente Führung von Kundra hat deutlich länger gedauert als der Hinweg tags zuvor.

Im Dorf herrscht ein reges treiben, offenbar machen sich einige bewaffnete Leibeigene zum Aufbruch bereit. Das Mittelreich stellt ein Heer gegen Helme Haffax auf und das Bornland, als Verbündeter, ist Tributpflichtig an Mensch, Waffen und Gütern. Wobei die Güter aufgrund des frühen Wintereinbruchs sehr dünn sind.

Die ersten Gerüchte rund um die Ereignisse an der Blutklippe machen bereits die Runde. Und auch die Befreiung der heldenhafte Geiseln durch noblen Recken. Die Versuche der neugierigen Dorfbewohner aus den Helden einige Informationen herauszukitzeln, lassen diese von sich abprallen.

Spieler: Holger (Berichterstatter), Christoph, Sascha, Christian (GM)

Oben im Kloster Korswandt werden die Helden in den Audienzsaal des Abt-Baron im Erdgeschoss des Wehrturms geführt. Kurz darauf erscheint auch der Abt-Baron. Er dankt für die Rettung der Geiseln und wünscht einen ausführlichen Bericht. Die Helden liefern ein militärischen Bericht der letzten 72 Stunden von den Ereignissen im Korsforst und der Blutklippe. Der Jelomir nahm den Bericht mit sehr besorgter Mine auf und ließ alles von Bruder Stane dokumentieren.

Lediglich das Blaue Buch wird von den Helden nicht erwähnt. Auf die Frage, was denn mit dem Blauen Buch, das den Helden so wichtig war, geschehen sei und ob sie es denn gefunden hätten, gaben diese als Antwort nur den unverbindlichen Hinweis, dass es wurde an der Blutklippe gesehen wurde. Diese Antwort wurde protokolliert und schon hinreichend.

Wie sich auch herausstellte, gab es seitdem 3. Tsa keinerlei Besessenheit mehr auf oder um der Burg. Für die Ärzte und den Abt-Baron deutet dies darauf hin, dass mit den Abzug der Rendanten und den Geiseln auch die Ursache für die Besessenheit das Kloster verlassen habe.

Als letztes wünscht er noch eine persönliche Einschätzung der Helden, die recht düster ausfällt, und noch weitere unangenehme Ereignisse erahnen lässt.

Zum Abschluss weißt Abt‑Barton Jelomir von Korswandt Bruder Vitek an die vereinbarten Summe von 48 Silbertaler für die Rückholung der Geiseln auszuzahlen. Hinzu kommt das Honorar für Gamriks Tätigkeit als Anwalt der Verteidigung über 300 Silbertaler, denn niemand werde hier um seinen rechtmäßigen und ihm zustehenden Lohn gebracht, denn Praios selbst wache darüber, so Bruder Vitek.

Auf Grund der sehr bedenklichen Entwicklungen und Ereignisse, die die Helden schilderten, werde er persönlich davon in Festum Bericht erstatten. Noch am gleichen Nachmittag machte er sich in Begleitung von zwei Sonnenlegionären auf den Weg sich dabei dessen bewusst seiend in der Nach reisen zu müssen.

Die Helden wollten im Gegensatz zum Abt-Baron nicht in der Nacht reisen und so nahmen sie die Gelegenheit wahr noch ein letztes Mal hier im Kloster Korswandt zu übernachten. Nachdem einige Zimmer jetzt leer standen konnte jeder in seinem eigenen Zimmer und Bett übernachten und den sehr erholsamen Schlaf genießen. Alle außer Gamrik, der bezüglich des Bettes andere Pläne hat...

Nachdem jeder seine Reisesachen in seinem Zimmer abgelegt hatte, machen sich alle auf den Weg ins Dorf, um bei den Jantareffs vorbeizusehen. Und Gamrik will – nach getaner Arbeit – nun diese Chance auch nutzen, um im Dorf nach der bildschönen Kundra zu suchen.

Das Lager der Norbarden, das noch immer am nördlichen Rand des Dorf aufgeschlagen ist, werden die Helden, zuerst von Fetanka und Nadja herzlich begrüßt. Man bedankt sich, für die Rettung und Unterstürzung. Auch ist Fetanka ins Besondere fasziniert von dem blauen Buch. Sie habe sogar eine nächtliche Vision gehabt, in der sie sehen konnte, dass die Helden das Blaue Buch retten konnten. Gerne würde sie mit den Helden dazu weiterhin im Kontakt bleiben. Denn auch dieses Buch scheint hinsichtlich historischer Aspekte hoch interessante Informationen zu beinhaltet. Alleine die Frage wird es sein, wann es diese preisgeben werde.

Das gesamte Gespräch verläuft sehr harmonisch, bis die Muhme der Jentareff, Dascham, auftaucht und die Helden für das Schlamassel, das die Norbarden in letzter Zeit ereilte, verantwortlich sieht: Wären die Helden nicht so fanatisch an diesem Anshag interessiert gewesen, dann wäre weder Fetanka von diesem Bronjaren verhaftet, noch Nadja in Gefahr geraten. Hinzu kommt, dass man gezwungen war mit diesem Bronjaren, der nichts von Geschäft verstehe, kollaborieren zu müssen und dadurch immense Verluste für die Sippe entstanden seien. Die Helden mögen sofort das Lager verlassen, hätten noch einen schönen Tag und man hoffe, sie nie mehr wieder zu sehen. Ihr Unglück können sie zukünftig Anderenorts verbreiten, solange sie Norbarden und ins Besondere die Jantareff mieden.

Wir merken deutlich, dass Fetanka das Verhalten ihrer Muhme peinlich ist. Nachdem Dascha sich entfernt hat, entschuldigt sie deren Verhalten und weißt auch darauf hin, dass die Helden ja nichts dafür können, dass sie nur Männer seien.

Gamrik bittet Fetanka noch, in ihrem Seffer Manich, nach Hinweisen zur Elchschaufel, Dachskopf, Bärentatze und natürlich dem Widderhorn zu suchen, die vier Artefakte, die auf dem Ritualplatz aufgebaut waren. Falls sie dazu etwas fände, möge sie Kontakt zu uns aufnehmen.

Bei der Verabschiedung rät Gamrik, diesen Riss in der Sippe zwischen dem Lager Daschas und dem von Fetanka zu kitten oder die Sippe wird daran zerbrechen. Fetanke hört die Warnung, kommentiert diese aber nicht weiter.

Im Dorf ist Gamrik bei seiner Suche nach Kundra nicht erfolgreich, sie sei schon mit dem nächsten Auftrag unterwegs, teilt man ihm mit. Auch andere Versuche sich ein Bett für die Nacht zu ergattern, scheitern. Vielmehr schnappt Gamrik einige neue Gerüchte und Informationen auf:

  • die Festenländische Wehr sichert schon seit Jahren die Straßen rund um Sirmgalvis. Diese sind in den dortigen Milizkasernen stationiert und stehen unter dem Oberbefehl des Graf Cosbrietzki zu Sirmgalvis. Nach einer Vereinbarung mit dem Abt-Baron nehmen sie diese Sicherungspflicht auch hier in Korswandt wahr.
  • ein bis dato unbekannte Gruppe, genannt Korsmal-Bund, macht vermehrt von sich Reden.
  • Vor ein paar Tagen haben dieser Korsmal-Bund – sozusagen als Auftakt zu einem neuen Wirkungsabschnitt - eine groß angelegte Bluttaufe durchgeführt, um weitere Täuflinge in den Kreis des Bundes aufzunehmen.
  • Bei dieser ominösen Bluttaufe hier im Korsforst wäre sogar eine mysteriöse Drachenreiterin dabei gewesen.
  • Der Korsmal-Bund proklamiere, dass man das Bornland wieder zurück zur Ehrenhaftigkeit und den alten Traditionen führen wolle. Was offenbar hier im Bornland auf viele offene Ohren stößt und begrüßt wird.
  • Auch gäbe es da eine Gruppe von besonderes verwegenen, furchtlosen Söldnern, da auch dabei waren.

Am Ende des Tags verbringt Gamrik dann doch noch die letzten Stunden der Nacht in seinem Bett in der Klosterburg.

Am frühen Morgen des 7. Tsa 1039 BF sind alle sehr gut ausgeruht und ausgeschlafen – naja bis auf Gamrik. Man verabschiedet sich höflich von den Brüdern, den Angestellten und den verbliebenen Gästen und Sanatoriumsbewohnern und macht auf den Weg von Korswandt nach Sirmgalvis. Das Wetter ist für Bornländische Verhältnisse „normal“, d.h. Minusgrade und leichter Schneefall. Wobei in der Zwischenzeit ist es Frühling, auch hier im Bornland.

Am Nachmittag kommen die Helden dort an und sprechen im dortigen Rondratempel vor. Sie übergeben der älteren Rondrageweihte Vanjescha Nach’Rassandra von Sirmgalvis den Leichnam des Rondrageweihten Anshag von Rodebrand, für eine ehrenhafte Bestattung nach einem ehrenhaften Duell. Wie sich herausstellt ist Anshag hier im Tempel auch bekannt. Ab und zu sei er hier zum Beten erschienen und habe an den beiden Kor-Schreinen, die Ghorion bzw. Arannja von Rucken gewidmet sind, gebetet.

Man unterhält sich zudem über den Aspekt des Wechsel der Geweihtenschaft zwischen Rondra und Kor, denn Anshag hat offenbar mit Kor geliebäugelt. Der Rondrageweihten ist dies alles bewusst, aber sie sieht keinen Grund dies Verhalten ihres toten Glaubensbruder zu verurteilen.

In den folgenden Tagen reisen die Helden über Uspiaunen, Plötzingen, Jekdesit zurück nach Hinterbruch. Unterwegs hören sie immer wieder dieselben aktuellen Neuigkeiten:

  • Das Mittelreich stellt ein Herr gegen Helme Haffax auf, das Bornland als Verbündeter ist Tributpflichtig an Mensch, Waffen und Gütern. Wobei die Güter aufgrund des frühen Wintereinbruchs sehr dünn sind.
  • Viele Leibeigene sind aus Angst vor dem Kriegsdienst geflohenen.
  • Als Folge davon sind besonderes viele Kopfgeldjägern in den Kneipen anzutreffen, die Jagd auf die geflohenen Leibeigenen machen.
  • Unter den Kopfgeldjägern sind viele Neueinsteiger und so manche suspekte Gestalten zu finden.
  • Diese Flut an semi-professionellen Kopfgeldjägern führt vielerorts zu Problemen. Die Menschen als auch den Bütteln sind alles andere als begeistert und reagieren genervt.
  • Auch den Helden wird oft mit Misstrauen begegnet, da man sie ebenfalls für Kopfgeldjäger hält.
  • Der Korsmal‑Bund und dessen Ziele macht die Runde und so mancher hat die Hoffnung, dass dieser neu Bund Ordnung schaffe und z.B. derartige Kopfgeldjägerschwemmen in den Griff bekäme.
  • Die Ereignisse an der Blutklippe bekommen die Helden mal mehr, mal weniger ausgeschmückt zu hören

In Jekdesit, wo sie am am Abend des 12. Tsa 1039 BF ankommen, hören sie zum ersten mal einen Bericht von einer Bluttaufe, die sind grundsätzlich von dem der Taufe an der Blutklippe unterscheidet. Diese wäre auf einem Berg gewesen, kein Täufling wurde verstümmelt und ein Herold des dritten Ornats wäre dort beteiligt gewesen…gab es evtl. mehr dieser Taufen? Nicht nur die an der Blutklippe. Naja unbeantwortete Fragen kennen die Helden zu Hauff. Das Beste, einfach als Signale ignorieren und dann ist man um so mehr schön überrascht, wenn alles anders läuft als man gedacht oder sich gewünscht hat.

Unterwegs kauft Gerald bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Honig mit dem Hinweis, dass dies eine sicher Investition in so krisenschwangeren Zeiten sei, auf. Ein echtes Leckermaul halt.

Nach sechs Tage und einer ereignislosen Reise kommt man am 13. Tsa 1039 BF in Hinterbruch an.

Die Helden werden sofort in dem mehr oder minder notdürftig instandgesetzten Gasthaus untergebracht und ihnen wird die Gelegenheit gegeben sich frisch zu machen. Jedenfalls Gamrik nimmt die Gelegenheit für ein Bad dankend wahr.

Im Anschluss gibt es ein – für die aktuellen Verhältnisse – ein umfangreiches Abenddinner mit dem Grafen. Man führt etwas Smalltalk und tauscht sich über die letzten Neuigkeiten und Gerüchte aus. Gamrik genießt die Chance auf einen guten Tropfen Wein, während Gieselhold bei seiner Milch und Gerald bei seinem Tee bleibt, gesüßt mit ausreichend Honig. Und so wie Gerald die ganze Zeit grinst, ist da sicherlich noch mehr als nur Honig drin…

Im Anschluss ans Essen zieht man sich in das „Kaminzimmer“ zurück, und bei einer guten Pfeife und etwas Wein (und Milch und Tee) erstatten die Helden erneut Bericht über alle Ereignisse, die seit der Abreise aus Hinterbruch am 19. Firun, d.h. der letzten 25 Tage.

Ihm erzählen die Helden auch alles über die Vorkommnisse im Korsforst und der Blutklippe. Graf Alatzer ist entsetzt und – wie von einem Wissenschaftler zu befürchten war – auch fasziniert. Dass Olko weiterhin – vermutlich – in den Klauen dieses mysteriösen Korsmal-Bundes sei, beunruhigt ihn mehr, als dass er bedauert, dass es den Helden nicht möglich war sein unschätzbar wertvolle Widderhorn wieder zu beschaffen.

Als die Erzählung zum Blauen Buch kommt, legen die Helden das Buch auf den Tisch und schlagen es auf, um den Grafen einige interessante Stellen zu zeigen. Völlig verdattert springt der Graf auf, ungläubig was er da zu sehen bekommt: das Blaue Buch! Offen!

Leider lehnt er die Übernahme dies Buches ab, da er aufgrund des zerstörten Labors, seiner Bibliothek und des Gasthofes nicht in der Lage sei, zurzeit dringenderen Themen und Verpflichtungen habe. Er sehe keine Möglichkeit, den Auftrag der Efferdkirche in qualitativ sinnvoller weise durchzuführen. Daher empfinde er es als schwierig, dass Buch an sich zu nehmen und bittet die Helden das Buch zurück zum Efferdtempel in Neersand zu bringen. Bei der Gelegenheit können sie dann auch gleich von den Ereignissen zu berichte, die zum bedauerlichen Ableben der Efferdgeweihten Sulja Elmsjen führten.

Was die Beteiligten des niederträchtigen Anschlags auf Hinterbruch beträfe und dies der Gerichtsbarkeit hier zuzuführen muss man leider eingestehen, dass dies ungünstig verlief. Mit Bedauern muss Graf Alatzer hören, dass es leider zu den bedauerlichen Unfällen bei den unnötigen Fluchtversuchen der Täter des Hinterbrucher Massakers kam. Er könnte dies nachvollziehen und trotzdem erhielten die Helden von ihm die vereinbarten 1000 Silbertaler Bezahlung, denn die Helden können ja nichts dafür, wenn die gestellten Delinquenten sich nicht einem ordentlichen Gericht stellen wollen.

Außerdem zahlt Graf Alatzer ihnen einen Bonus von 100 Silbertaler für ihr selbstlosen und beherztes ergreifen der Initiative bei der Erforschung und „Lösung“ rund um das Problem der Besessenheit im Praioskloster Korswandt. Andere, ruchlose Menschen hätten die Not des Abt‑Baron scham- und ehrlos ausgenutzt, nur ihren eigene Vorteil im Blicke gehabt und die armen Insassen ihrem Schicksal überlassen, um ihren eigenen Geldbeutel zu füllen. Manch einer hätte sogar feige das Weite gesucht, um einen einfacheren und bequemeren Lebensweg zu wählen. Aber zum Glück trifft das nicht auf die Helden zu. Während der Graf inbrünstig überzeugt so ehrenhaft von den Helden redet und verspricht dies über die Grenzen seiner Grafschaft hinaus zu verbreiten, verschluckt sich Gamrik fast, Gieselhold erstarrt mitten in der Bewegung dabei um sich blickend ob das nicht eine Ablenkung für eine Hinterhalt sei und Gerald ist sich nicht sicher, wie er Derartiges überhaupt glaubwürdig in zukünftigen Verhandlungen einfließen lassen könne. Nur Geron scheint mit einem verschmitzten Lächeln wieder mal anderorts in den Armen einer Norbardin zu liegen...

Am nächsten Tag, machen sich die Helden auf den Weg nach Neersand und kommen dort am späten Nachmittag des 15. Tsa 1039 BF ohne Zwischenfälle an.

Schon am Tor wird den Helden bewusst, dass sie - nun nicht mehr im Auftrag des Grafen unterwegs – ihre Waffen nicht mehr offen tragen dürfen, zumindest in die Dörfern und Städten des Landes. Beim Durchgehen der gesamten Zollformalitäten, werden die Helden von 10 bewaffneten Gardisten „umstellt“, ihr Anführer „bittet“ sie, ihn zu Begleiten.

Na toll, was wird uns jetzt wieder in die Schuhe geschoben, denken sich die Helden, aber ergeben sich in ihr Schicksal. Die Helden werden in den Großen Ratssaal des Rathauses gebracht. Die Helden werden gebeten Platz zu nehmen, bewacht von 10 Gardisten, die sich in ihrem Rücken aufstellen. Während verschwindet der Leutnant um Meldung zu machen.

Kaum ist dieser aus der einen Tür verschwunden, schwingt eine andere auf und ein Delegation aus zehn Sonnenlegionären und fünf Praiosgeweihte beweg sich Zielstrebig auf die Helden zu. Kurz bevor diese die Helden erreichen, schwing eine weitere Tür auf der anderen Seite des Saals auf, und 15 Rondrageweihte treten ein. Kurz darauf entbrennt eine heftige Diskussion, wer von den beiden nun zuerst die Helden verhö….ich meine mit den Helden sprechen dürfe.

Gamrik denk sich noch „Da fehlt eigentlich nur noch die Efferdk…“, da geht die dritte Türe auf, und die Efferdgeweihte betreten die Bühne. Die sowieso schon intensiv geführte Diskussion wird durch die emotionalen Efferdanhänger nochmals ordentlich angeheizt. Es geht um das Blaue Buch, den Helden, rede und Leserecht, Eigentumsfragen, und eine Vielzahl Themen mehr um die man streiten kann.

Gamrik versucht verzweifel einen Krug Wein und Snacks zu organisieren, scheitert jedoch. Die Diskussion ziehen sich endlos hin, selbst als die Helden das Blaue Buch auf den Tisch legen, stockt die Diskussion nur für Sekunden, um dann erneut und stärker geführt wird.

Letztendlich einigen sich die Vertreter der drei Kirchen Praios, Rondra und Efferd auf folgendes:

  • Einig sind sich alle drei Parteien: Das Buch war und ist Eigentum des Efferdtempels zu Neersand
  • Von allen drei Parteien wird als Kompromiss akzeptiert (nachdem die Efferdgeweihte heißblütig darauf beharrend, dass das Buch das Eigentum des Neersander Efferdtempels sei und „dies konnten es bis jetzt gegen jede Unbill verteidigen, das können die auch weiterhin“), dass das Buch treuhänderische in die Obhut der Helden gegeben wird.

Die Helden stellen fest, dass sie zum einen gar nicht gefragt wurden und der Eindruck bei ihnen entstanden ist, dass keine der Parteien, das Buch einer anderen in der Obhut sehen möchte. Man könnte auch sagen, dass man sich mehr oder minder auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt habe. Abgesichert wird das Ganze durch einen Eidsegen, der sowohl die Helden als auch die drei höchsten hier anwesenden Vertreter der Kirche bindet. Im Detail achteten die Praiosgeweihten penible darauf, dass die Klauseln rechtskonform, lückenlos formuliert sind und so formuliert sind, dass die Helden, die dazu neigen zu meinen von überlegenen Geistes zu sein, selber bestätigen müssen, dass es kein Möglichkeit gibt, sich herauszuwinden. Folgende hier nur grob skizziert und für den Laien nachvollziehbar formulierte die Rechte und Pflichten der Beteiligten:

  • Die Helden übernehmen treuhänderisch das Blauen Buch um diese zu beschützen, verwahren und – hinsichtlich der Bereitstellung – zu verwalten.
  • Die Helden dürfen das Buch nicht veräußern, verschenken oder sonst wie verlustig werden kurz: die Helden müssen zu jedem Zeitpunkt Besitzer des Blauen Buches sein.
  • Die drei Kirchen bzw. deren Vertreter haben das Recht jederzeit Einsicht in das Blaue Buch zu verlangen. Diese muss dann von den Helden ermöglicht und gewährt werden.
  • Ort und Dauer der Bereitstellung für eine Einsicht erfolgt nach Abstimmung mit den Helden. Eine dauerhafte Blockierung durch eine der vier Parteien ist dabei nicht zulässig. Im Falle einer Blockade durch die Helden würde dies zur automatisch globalen Exkommunikation aller rechtmäßigen Kirchen führen und den damit verbundenen Konsequenzen.
  • Die Kirchen unterstützen die Helden in ihrer „heiligen Mission“ das Blaue Buch treuhänderisch zu beschützen, verwahren und – hinsichtlich der Bereitstellung – zu verwalten.
  • Es wird den Helden ein geweihtes Schreiben zur Verfügung gestellt,...
    • ...in dem die drei Kirchen diesen standesgemäß benannten Helden bestätigen, dass diese im Auftrag der Kirchen autorisiert sind Waffen offen zu tragen.
    • ...das durch drei geweihte Siegel der jeweiligen Kirche signiert ist.
    • ...das standardmäßig explizit inhaltlich auch durch die neun anderen „Haupt-Kirchen“ bezeugt ist.
    • ...das durch Vertreter diverser weitere „Sub-Kirchen“ bezeugt, bestätigt und signiert wurde.
  • Des weiteren werden die Helden verpflichtet auf direktem ihre Beobachtungen Graf Linjan von Elenau zu berichten. Er wurde vom Adelsmarschall Nadjescha von Leufurten beauftragt das bornische Heer an der märkischen Küstenstraße südlich von Baldrom zu versammeln, um die Kaiserin zu unterstützen. Die Helden erhalten ein entsprechendes Sendschreiben, das sie legitimiert von Graf Linjan von Elenau zu treten.

Beim Verlassen des Bürgerhauses stellen die Helden fest, dass anscheinend die gesamt Stadt in der Zwischenzeit sie zu kennen scheint. Es bildet sich eine Gasse in der Menschenmenge, die neugierig vor dem Gebäude gewartet hat, damit die Helden ihres Weges gehen können. Ein Borongeweihter tritt an sie heran, segnet sie und nimmt mit gemurmelten Worte, die sich anhören wie „nur für alle Fälle“ Maß. Ein Scherzbold überreicht den vier jeweils einen Glücksbringer in der Form einer Zielscheibe. Später kann sich Gamrik nur noch daran erinnern, dass unzählige junge Frauen ihn reihenweise zu ihm kamen und baten, dass er sie noch einmal küsse oder sie ihn in die Arme nehmen dürften…

In all dem Trubel, Freude, Glückwünschen, Schulterklopfen etc. kommen die Helden zu dem Schluss, sich auf den Weg nach Festum zu machen, um dort bei Umerike Surjeloff ihren letzten beiden Aufträge abzuschließen. Um das Ganze zu beschleunigen (und auch zu prüfen, ob das mit der Unterstützung ernst gemeint war) erbitten die Helden von der Efferdkirche ein Schiffspassage nach Festum. Kaum ausgesprochen, befinden sich die Helden schon auf einem Schiff in Richtung Festum. Und – so denkt sich Gamrik mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht – vielleicht ist ja auch Sulka da...

Die Nacht auf See verläuft ohne weiteren besonderen Zwischenfälle, sodass die Helden am nächsten Tag, den 16. Tsa 1039 BF, in Festum ankommen. Die Zollformalitäten erledigen sich erstaunlich schnell, nachdem der Zollbeamte das Drei-Siegel-Schreiben der Helden unter die Nase gehalten bekommen hat.

Die Helden gehen schnurstracks zu der Niederlassung der Surjeloff. Dort werden sie von der Juminke Surjeloff, der Festumer Kontorleiterin, empfangen und informiert, dass Umerike Surjeloff zurzeit nicht in Festum ist sonder geschäftlich anderenorts gebunden sei. Dass selbstverständlich auch die beiden Töchter Umerikes nicht hier in Festum seien, muss Gamrik leider auch noch erfahren.

Juminke ist autorisiert die Formalien rund um die beiden aktuellen Aufträge der Helden abzuwickeln. Des weiteren überreicht sie den Helden eine Einladung, in der sie gebeten ins Roten Schloss zu Salderkeim zu reisen, um dort weitere geschäftliche Optionen erörtern zu können.

Bei der Abrechnung des primären Auftrags stellt sich heraus, dass die Bedingungen für den Risikozuschlag nicht zum tragen kommen, da nichts und niemand hat die Begleitung der Efferdgeweihten nach Hinterbruch aktiv eingreifend gestört hat. Daher werden vertragsgemäß exakt 200 Silbertaler den Helden ausgezahlt.

Den sekundäre Auftrag, Informationen rund um „wilde Goblins als alternative Mitwirkende“ zu sammeln etc., dürften die Helden auch mit ihr abrechnen bzw. dazu berichten. Das wollen die Helden aber nicht. Was für Juminke passt, da damit für sie keine Kosten entstehen.

Abschließend übergibt Juminke Surjeloff den Helden das Einladungsschreiben Rote Schloss zu Salderkeim.