Gamrik und drei Monate Festum
Das Rahjasutra
In den folgenden Wochen sucht Gamrik oft den Rahjatempel auf, fest entschlossen Einblick in das Buch des Rahjasutras zu erhalten oder besser noch auch darin unterrichtet zu werden. Nach einigen Versuchen gelingt es Gamrik tatsächlich die Tempelvorsteherin von seinem Wunsch zu überzeugen, wobei er sich nicht sicher ist, ob das wirklich nur an seinem Charme lag. Ernüchternd stellt Gamrik schnell fest, das der „Unterricht“ nicht wie erhofft von praktischer Natur ist. Nein, das Ganze ist doch tatsächlich reine Theorie! Zwar äußerst anregende Theorie, aber halt … Theorie. Wenigstens hatte die „Abschlussprüfung“ einen praktischen Teil.
Festumer Bürgerrechte
Nach einigen Tagen Überlegung, entscheidet sich Gamrik, das Festumer Bürgerrecht zu beantragen. Lange hat er darüber nachgegrübelt, ob er seine adelige Abstammung offenlegen soll. Dabei hatte er seit langem mal wieder seinen in einem wasserdichten Wachstuch eingeschlagenen Adelsbrief aus den tiefsten Tiefen seines Rücksacks geholt. „Soll ich oder soll ich nicht?“ grübelt er. „Ich habe mir geschworen, nie einen Nutzen aus meiner reinen Geburt zu ziehen“, „Ich wollte aus eigener Kraft Respekt und Ansehen erreichen.“. Entschlossen packt er die Papiere wieder ein. „Nein, dann hätte Vater gewonnen!“.
Am nächsten Tag sucht er das Rathaus auf um seinen Antrag einzureichen. Der zuständige Beamte, ein uralter Greis, war taub wie ein Stein. „Was wollen sie, ‚Betrüger verraten‘? Da musst du zur Stadtgarde, Jungchen“. „Nein, Bürgerrecht beantragen!“ entgegnet Gamrik entnervt und als er das Antragsformular vorlegt, kapiert auch der Alte endlich was gewünscht ist. Es fehlt nur noch der Beleg vom Kassenwart über die Einzahlung von 1D und dann hält Gamrik die Urkunde, das Festumer Bürger ist in seinen Händen. Er verstaut diese zusammen mit seinem Adelsbrief im Rucksack.
Leben, lernen, lieben
Neben den Besuchen im Tempel der Rahja und dem beantragen der Bürgerrechte, schreibt sich Gamrik auch an der hiesigen Akademie für Kurse in Rechtskunde und Handel sowie in Geografie und Geschichtswissen. Gamrik besucht auch tatsächlich diese Kurse, um sich auch mit den Besonderheiten des Bornlands auseinanderzusetzen. Aber neben dem Zugang zu Wissen bietet die Akademie auch Zugang zu einer Vielzahl an exotischen Genüssen, gepaart mit einer Vielzahl an hübschen Studentinnen.