Juli 21, 2026

Gamrik und SEINE Ziele

Auf dem Weg in Richtung des Dorfes stoßen wir wieder auf die ersten Anzeichen einer längst vergangenen Zivilisation. Alte, sorgfältig gearbeitete Straßen zeichnen sich zwischen den Sandmassen ab. Gieselhold bemerkt, dass Sand durch die Luft schwebt. Der Boden um uns herum ist von wellenförmigen Strukturen überzogen. Hinter dem schwebenden Sand erhebt sich ein kleiner Hügel, in dessen Flanke sich ein Eingang befindet, der an einen alten Eiskeller erinnert.

Spieler: Holger, Christoph, Christian (GM)

Während wir uns nähern, spürt Gieselhold eine kaum wahrnehmbare Kraft, die ihn unaufhaltsam in Richtung der Tür auf dem Hügel zieht. Doch plötzlich prallt er gegen eine unsichtbare Wand.

Gamrik schlägt vor, etwas Sand gegen das Hindernis zu werfen, während Gieselhold mit ausgestreckter Hand versucht, der unsichtbaren Barriere zu folgen. Beide stellen fest, dass der Sand innerhalb der Begrenzung auf einer anderen Höhe liegt als außerhalb. Im Inneren erkennt Gamrik zudem die Zeichnung einer wunderschönen Frau, die vollständig aus Sand besteht. Sie wirkt zum einen traurig, aber auf der anderen Seite scheint sie eine gewissen Anziehungskraft auf Gamrik zu haben...

Gieselhold folgt der unsichtbaren Wand weiter, bis er schließlich zurückkehrt. Er hat herausgefunden, dass die Barriere vollkommen kreisrund ist und einen Durchmesser von etwa fünfzig Schritt besitzt. Der Yilrim, ihr Biestinger in Otter-Gestalt, erwähnt so bei seinem Geplaudere, dass er die Barriere problemlos wahrnehmen kann. Er erklärt Gamrik, dass sie ungefähr fünfmal so hoch ist wie dieser selbst. Ihre Form erinnert an eine riesige Suppenschüssel, deren Wölbung sich über den gesamten Bereich spannt.

Noch bevor Gieselhold seinen Rundgang beendet hat, findet er eine Stelle, an der er sich langsam durch die Barriere hindurch bewegen kann.

Derweil erklärt Yilrim weitere, dass er an diesem Ort Leben verspürt, obwohl dort keines zu sein scheint. Er meint sogar, Gras unter sich zu fühlen...so beschreibt er Gamrik wie es sich für ihn anfühlt. Gamrik hingegen nimmt nichts außer Sand und Staub wahr.

Gieselhold ist fast zurück bei Gamrik, Gerald undYilrim, als plötzlich zwei Sandschlangen aus dem Boden hervorbrechen und Gieselhold angreifen. Sie bewegen sich geschmeidig durch den Sand wie Wasserschlangen durch einen Fluss. Gieselhold gelingt es, sich aus dem Kampf zu lösen. Er ist schneller als die Kreaturen und erreicht schließlich wieder Gamrik. Kaum ist er bei ihm angekommen, verschwinden die Sandschlangen wieder im Sand.

Nachdem Gieselhold den anderen alles erklärt hat, was er über die Barriere herausgefunden hat, fasst er einen mutigen Entschluss. Um vor den Sandschlangen sicher zu sein, will er in die Barriere treten. Kaum überschreitet er die Grenze, wird sein Körper von einer unsichtbaren Kraft fest zusammengeschnürt. Da sieht er vor sich eine traurige Frau an einem Webstuhl sitzen und schweigend arbeiten. Ein friedliches Bild, wenn da nicht dieser Würgende Griff wäre. Nach kurzer Zeit lässt die Umklammerung jedoch ebenso plötzlich wieder nach wie sie gekommen ist. Warum, bleibt unklar. Auch die Frau ist wieder weg.

Von außerhalb der Barriere wirkt alles für Gamrik, als würde sich Gieselhold ganz langsam bewegen, so als würde die Zeit dort deutlich langsamer vergehen.

Nach einer mühsamen Verständigung per Handzeichen zwischen Gieselhold und Gamrik fasst sich schließlich auch Gamrik ein Herz und betritt gemeinsam mit dem Yilrim die Barriere.

Gemeinsam betreten wir den Eingang im Hügel. Dahinter führt eine Treppe in die Tiefe. Als wir sie hinabsteigen, gelangen wir in eine Kaverne. Zwischen den steinernen Wänden wachsen Pflanzen. Bei näherer Untersuchung stellen wir fest, dass es feinste Skulpturen von Pflanzen sind vollständig aus Sandstein bestehen.

Da erheben sich in der Mitte des runden Raumes humanoide Gestalten aus dem Boden. Sie sind größer als wir und wirken zugleich fremd und vertraut. Ihre Körper erinnern gleichzeitig an uns drei und an die Humanoiden, die einst an diesem Ort gelebt haben. Ein sanftes Leuchten scheint aus ihrem Inneren zu strahlen. Der glatte Boden spiegelt ihre Erscheinungen wider.

Die drei Gestalten stehen mit dem Rücken zu uns und tragen jeweils einen Bilderrahmen.

Gamrik geht hin und schaut sich die Gestalten und die Bilderrahmen an:

  • Auf dem ersten Bild sieht Gamrik ein Dorf auf einer grünen Ebene. Kinder spielen friedlich an einem Fluss.
  • Das zweite Bild zeigt denselben Fluss, der langsam austrocknet. Die Felder erhalten nicht mehr genügend Wasser.
  • Auf dem dritten Bild verlassen die Humanoiden ihr Dorf. Nur eine einzelne Frau, die auf dem Boden kniete, bleibt zurück.

Gieselhold berührt die erste Gestalt mit dem Bild der spielenden Kinder. Im selben Augenblick wird er in das Bild hineingezogen. Er erlebt die dargestellte Szene nicht nur mit eigenen Augen, sondern spürt auch die Gefühle, die in ihr verborgen liegen. Als er das Bild wieder verlässt, zerfällt die Gestalt, die Gieselhold berührt hatte.

Die beiden anderen Gestalten scheinen noch zu warten.

Daraufhin legt Gamrik seine Hand auf die Gestalt mit dem Bild der zurückgebliebenen Frau. Auch er wird in die Szene hineingezogen. Als er sie wieder verlässt, zerfällt auch diese Gestalt.

Schließlich berührt Gerald die letzte verbliebene Figur.

Dann, im Staub der zerfallenen Statuen bleibt eine kleine Sanduhr zurück.