Gerald und drei Monate Festum
Weiterbildung als Händler
Da sich die Gruppe in der nächsten Zeit nicht aus Festum fortbewegen würde, beschloss Gerald eine befristete Stelle als Verkäufer zu suchen. Eine Anstellung in einem örtlichen Geschäft, würde Gerald helfen sein Talent als Händler zu verbessern, da er so andere Geschäftspraktiken lernen konnte. Da er sich neben den Kräutern auch gut mit der Kriegskunst und dem Schwert auskannte, ging er direkt zum örtlichen Waffenhändler um dort nach einer Stelle zu fragen. Phex schien im auch zuzulächeln, da der Waffenhändler Herr Gold gerade nach einer Aushilfe für die nächsten drei Monate suchte.
Das Vorstellungsgespräch verlief auch sehr zufriedenstellend für beide Parteien. Nach längerem hin und her war das Gehalt so ausgehandelt, das Gerald nach Abzug aller Lebenserhaltungskosten noch 15 Silbertaler im Monat übrig blieben. Als der Vertrag unterschrieben werden sollte stellte sich aber doch noch ein großes Problem heraus. Gerald hatte das Festumer Bürgerrecht nicht und es würde gegen das Gesetz verstoßen jemanden Zugang zu Waffen zu gewähren, der nicht das Bürgerrecht hat. Um diese Chance nicht zu verlieren, beschloss Gerald es Gamrik gleichzutun und auch das Bürgerrecht zu beantragen. Als Herr Gold dies hörte, bot er Gerald auch gleich seine Hilfe an. Seine Schwägerin arbeitet im Rathaus, sodass sie Gerald gleich für den nächsten Tag dort einen Termin machen konnte.
Bürgerrechte beantragen
Am nächsten Morgen ging Gerald ins Rathaus zu Frau Belle, die Schwägerin des Ladenbesitzern. Als kleines Dankeschön für die schnelle Terminvergabe hatte Gerald auch einen guten Tee gekauft, den er ihr mitgebracht hatte. Über diese freundliche Geste war sie so erfreut, dass sie Gerald gleich ihre Hilfe anbot. Leider müsse sie dies ablehnen, da sie als Amtsperson keine Geschenke annehmen dürfe. Ihm sei es aber freigestellt in der Teeküche, die am Ende des Ganges auf der rechten Seite sich befindet, einen Tee aufzusetzen. Bei Gelegenheit dürfe er ihr auch eine Tasse aus der Kanne, die dort sicherlich von ihren Kollegen gebraut wurde, mitbringen.
Zehn Minuten später machten sich denn beide mit einer frisch gebrühten Tee und guter Laune an die Dokumente. Nach ca. einer Stunde waren alle Unterlagen zusammen die benötigt wurden und Gerald musste nur noch den eine Dukaten, oder – wie es hier im Bornland heisst – den einen Batzen beim Kassenwart bezahlen.
Arbeit als Waffenhändler
Die Arbeit im Laden war sehr aufschlussreich. Nicht nur war der logistische Aufwand ein komplett Anderer als damals bei seinem Vater, auch die Kunden, welche den Laden besuchten, waren anders.
Zum einen gab es da die zwei alten Soldaten, die fast jeden Tag vorbei schauten. Sie hatten ihre gesamte Leben zusammen in einer Kompanie verbracht und jetzt im Alter hatten sie keine Familie außer einander. Sie waren keine zahlenden Kunden, in der Regel saßen sie bei Herrn Gold und fachsimpelten mit ihm über die neuen Waffenerrungenschaften.
Dann gab es da noch die Kinder aus gutem Haus, die sich eine Waffe für den Fechtunterricht kaufen wollten. Bei diesen war eigentlich kein großes Verkaufsgeschick notwendig. Meist wollten sie nur den Preis wissen und wenn er ihnen nicht zu billig war kauften sie es, egal wie gut oder schlecht der Degen auch war.
Am liebsten waren mir aber die Kunden, die wirklich eine Waffe brauchten und denen ich mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte. Manchmal sogar in einem Trainingskampf, damit sie ihre Nahkampfwaffe gleich ausprobieren konnten.
Am Ende meiner Arbeitszeit, setzte ich mich setzte ich mich mit Herrn Gold zusammen, da ich mir auch noch eine eigene Waffe kaufen wollte. Da mir das festumer Bürgerrecht auch erlaubt eine Kurzwaffe zutragen, wollte ich ein Kurzschwert kaufen.
Regelmäßig an Lesungen im Phex-Tempel
Als Gott der Händler ist es auch wichtig ihm den nötigen Respekt zu erweisen. Wenn es in einem Tempel Lesungen gab, nahm ich daran Teil.