Juni 14, 2024

Irberod – eine Stadt im Ausnahmezustand

Es ist Abends am 02. Phex 1039 BF und man lässt die vielzahl an Eindrücken die Irberod bietet auf sich wirken.

Für Gieselhold war schon klar, als sie sich der Stadt näherten, dass dies schon aus einem Kilometer Entfernung danach riecht, dass die Stadt zu viele Augen und zu wenig Dunkel hat. Er möchte eigentlich schon wieder umdrehen – aus Reflex – und diese Stadt verlassen. Allerdings hat er kurz darüber nachgedacht und sich daran erinnert, dass er lernen muss, sich auch mal in der Sonne zu verstecken.

Nach dem Gespräch mit Leudara haben wir uns dazu entschieden, zwei von uns als Gegner einschreiben zu lassen und zwei nicht, damit wir unsere Mission auf verschiedene Arten beeinflussen können.

Spieler: Holger, Christoph (Berichterstatter), Sascha, Udo, Christian (GM)

Danach gehen wir gemeinsam zum Tempel der Rondra, um eine Unterkunft zu bekommen, mit der Begründung, dass wir das blaue Buch besitzen und zur Selbstverteidigung unsere Waffen bei uns tragen dürfen müssen. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Tempelvorsteher Rahjan von Rodebrannt, steht fest, dass wir alles bekommen. Die Unterkunft war keine große Schwierigkeit...für uns. Grundsätzlich mussten sowieso schon alle im Tempel zusammenrücken, da wegen der Festlichkeiten auch viele Gäste auch hier im Tempel untergekommen sind. Nur mussten einige Rondra-Akolythen, ihr sowieso schon überbelegte Kammer für uns räumen und sich auf die anderen überbelegten Kammer aufteilen. Dieses „Zimmer“ ist nicht für vier Bewohner ausgelegt, jedoch konnten wir es übergangsweise mit Schlafsäcken und anderen Utensilien angenehmer machen, sodass wir nicht schlecht schlafen werden. Immerhin hatten wir wenig, aber genügend Platz.

Um in der Stadt unsere Waffen bei uns tragen zu dürfen, gingen wir anschließend in Begleitung eines Rondra-Akolythen zum Grafenhaus und holten dort unsere Waffen-Trage-Berechtigung ein. Wir bekamen Papiere, ein grünes Band für den Arm und ein Siegel, damit wir immer nachweisen können, dass wir berechtigt sind, Waffen zu tragen. Allerdings muss das grüne Band am Arm und unsere Waffen immer offen getragen werden, damit jeder erkennt, dass wir berechtigt bewaffnet sind. Zusätzlich sind wir verpflichtet, jederzeit auf Aufforderung sowohl das Siegel als auch die Papiere vorzeigen zu können. Ansonsten drohen schwere Strafen. Im Gegensatz zu Festum, nimmt man hier in Irberod so etwas sehr ernst. Die Gäste und Bürger sollen sich in der Stadt sicher fühlen können, ohne dass sie die Angst haben müssen, dass irgendwelche Waffenschwingenden Betrunkenen Unschuldige bedrohen, schwer verletzen oder gar töten.

Nachdem das geklärt war, ging jeder von uns – wie bewährt getrennt – in die Stadt, um sich unter die Feiernden zum mischen und sich umzuschauen und seine eigenen Angelegenheiten zu erledigen.

Geron begab sich in eine Kneipe, um sich umzuhören und ließ sich dabei auch volllaufen. Spät am Abend findet er zwar wankend, aber sicher auch noch den Weg in die Kammer des Rondratempels.

Gieselhold zog los um sich einen Linkhanddolch, der am Ende der Festtage fertig sein sollte, anfertigen zu lassen. Was sich als nicht so einfach herausstellt. Einer eingebung folgenden erkundigt er sich im Ingerimm-Tempel nach dem „besten“ Schmied der Stadt für seine Spezialauftrag. Nachdem er die empfohlene Schmiede dann gefunden hatte, musste er feststellen, dass auch dieser Laden zurzeit sich auf den Ausschank von flüssigen Genussmitteln in rauchiger Atmosphäre spezialisiert hat. Nach einigem Hin und Her findet Gieselhold heraus, wo er den Schmied findet. Dass er während der Festtage arbeiten muss, begeister den Schmied nicht. Aber als die Preisverhandlungen dann doch beginnen, war Gieselhold klar, dass er seinen Dolch bekommen werde. Unter der Berücksichtigung Gieselholds Sonderwünsche und der besonderen zeitlichen Rahmenbedingungen (und weiteren, die sich über u.a. auch auf die gesamte Familie und Verwandtschaft des Schmiedes ziehen) muss Gieselhold nur 1164 Silbertaler zahlen. Aber – so verspricht der Schmied – am Ende der Woche, d.h. wenn das Fest vorbei ist, könne Gieselhold dieses Meisterwerk in der Schmiede abholen.

Aufopferungsvoll hatte Gamrik sich bereiterklärt nicht im der engen Kammer im Rondra-Tempel zu übernachten. Er werde die Augen offen halten, und alles dafür tun, dass er bei einer der vielen gut aussehenden Frau unter zu kommen.

Am nächsten Tag, den 03. Phex 1039 BF, geht die Sonne über Irberod auf. Es ist zwar noch kalt von der Nacht, aber die Stadt scheint gerade Schwung zu holen, um bis zum Beginn der Spiele auf Hochtouren laufen zu können.

Geralds Kopf brummt. Daher begibt er sich sehr früh auf die Suche nach einem Kräuterhändler, um sich dort einen Heiltrank zu kaufen und dann direkt zu trinken. Seitdem er mit dem blauen Buch in seinen Händen schlief hatte er immer schlechtere Träume und konnte nicht richtig schlafen. Noch eine Nacht schafft er nicht. Jemand anderes muss die Aufgabe nachts auf das Buch aufzupassen übernehmen. Seine Hoffnung gleich einen ganzen Vorrat von Heiltränken zu kaufen wird von dem Händer zunichte gemacht. Auf Grund der ohnen Nachfrage, sei die tägliche maximale Abgabemenge auf nur eine Piole pro Person beschränkt. Mit dem Verweis auf diese klare Weisung der Gräfin, hilft keinerlei Bitten und Betteln. Nicht einmal mehr Geld wird als Kompensation für Aufwände akzeptiert. Schliesslich kommt Gerald zu dem Schluss, dass eine Piole mehr ist als keine und nimmt und trinkt diese direkt im Laden. Dann macht er sich auf den Weg zum Treffpunkt mit den anderen, der vor dem Festplatzeingang liegt.

Gamrik wurde, als er vor die Haustür trat von einem jungen verliebten Pärchen gebeten für sie und ihre Freunde den Rahja-Segen Gesegneter Rausch zu sprechen. Irritiert, vielleicht auch übertölpelt, spricht Gamrik die Worte, die er selber schon oft gehört hat. Die Gruppe ist begeistert, gibt ihm zum Dank eine kleine Spende und zieht weitere. Gamrik schaut sich die Münzen in seiner Hand an und beschließt hier in Irberod einen Schrein der Rahja zu suchen. Ein reisender Rahja-Geweihte wäre ja auch gut. Immerhin ist das hier ja auch ein rauschendes Fest und da sollte ein Rahja-Geweihter nicht weit sein. Nach mehreren Stunden vergeblicher Suche macht er sich kurz vor Beginn der Eröffnungsveranstaltung auf den Weg zum Festplatz, um sich dort wieder mit den anderen zu treffen.

Nach einer gewaltigen Eröffnungsfeier, bei der viele berühmte Barden und Bands aufgetreten sind, wurde Leudara aus Firunen offiziell als Schiedstrichter begrüßt. Anschließend wurde von ihr eine Messe gelesen und Rondras gebeten ihren wohlwollender Blick auf diese rondragefällige Veranstaltung zu lenken und alle mit ihrem ehrenvollen Geiste zu erfüllen.

Nach der Messe richtete die Gräfin von Irberod ihre wohlwollenden und auch mahnenden Worte an das Volk. Ihre Ansprache endet mit der Einladung aller Anwesenden, heute Abend einen auf kosten der Gräfin (d.h. ein Freibier für jeden heutigen Abend) zu heben. Mit dem Jubel der Zuschauer begann damit das Turnier schließlich.

Das die Behörden das mit Sicherheit ernst nehmen, konnten die Helden während der Eröffnungsfeier mehrfach beobachten. Die Sicherheitsdienste sind konsequent gegen Störer vorgegangen. Mit einem Sack über den Kopf wurden diese schnell und professionell abgeführt.

Nach der Eröffnungszeremonie steht der erste Wettkampf für heute auf dem Programm. Gieselhold und Geron begaben sich zum Treffpunkt der Wettkampfhelfer, während Gamrik und Gerald sich auf die Zuschauerränge begaben.