Kampf auf dem Eis am sechsten Verhandlungstag
h einer langen Nacht wurde die Gruppe von den Strahlen der Sonne geweckt. Es sollte ein für die Gegend herrlicher Tag werden, mit zwar kalt Temperaturen aber mit viel Sonnenschein. Die drohende Rückkehr von Arauken, welche für den heutigen Tag angekündigt war, drückte aber die Stimmung der Gruppe. Die Umstände könnten für Araukens Plan nicht besser sein. Die Kundschafter des Lagers teilten Gerald nämlich auf seine Anfrage hin mit, dass das Eis jetzt Dick genug ist um mehrere Soldaten mit Pferden zu tragen. Es bleibt nur zu hoffen, dass Arauken sich verspätete wird. Jetzt liegt es aber in Phexens Hand und die Gruppe kann nur abwarten. Gamrik der nicht untätig herumsetzen wollte, bis der Tross aufbrach um zum sechten Verhandlungstag zu gehen, beschloss Jeterine von Salderkeim einen Besuch abzustatten. Die junge Frau, welche aus Liebe zum Norbarden Kaspaj, einige Dummheiten begangen hatte, musste ihre Strafe durch niedere Arbeiten ableisten. Er fand sie im Waschzelt des Lagers, wo sie über einem großen Zuber gebeugt mit einem Waschbrett und viel Seife die Wäsche bearbeitete. Das kalte Wetter und die Seife hatten die Hände der jungen Frau trocken und rissig werden lassen, aber das schien sie gar nicht groß zu stören. Das Wesen von Jeterine war seit ihrer Bestrafung sehr in sich gekehrt. Sie schien es nicht zu merken, wenn man sie ansprach und falls man es doch schaffte ihre Aufmerksamkeit lange genug an sich zu binden, dass man ihr eine Frage stellen konnte, waren ihre Antworten meist sehr kurz. Die kurze Unterhaltung, welche Gamrik mit ihr führte, ließ aber keinen Zweifel daran, dass sie immer noch bis über beide Ohren in Kaspaj verliebt ist und sie deshalb ihre Taten nicht bereut. Kopfschüttelnd verlies Gamrik die junge Frau um sich mit den anderen zu treffen. Auf dem Weg zum Treffpunkt wurde Gamrik von Olko abgefangen. Dieser würde gerne einmal den Verhandlungen um die Trommel beiwohnen. Das Zusammentreffen der unterschiedlichen Kulturen, welche nur durch Verhandlungsgeschick ihre Probleme klären faszinierte ihn und da in den letzten Tagen schon große Fortschritte erzielt wurden, würde er gerne einmal mit dabei sein. Gamrik versprach bei Leudara ein gutes Wort für ihn einzulegen, da es letztendlich ihre Entscheidung ist, wer der neutralen Partei angehört und wer nicht. Nach diesem Gespräch versammelte sich die neutrale Partei am Treffpunkt im Lager und brachen auf zum Verhandlungsplatz.
Eine ereignislose Reise später wurde der Verhandlungsplatz rechtzeitig erreicht. Besonders Gerald freute sich wieder auf den neuen Verhandlungstag. Nachdem die Norbarden nach vier Verhandlungstagen endlich von ihrem ersten Angebot abgerückt sind, wird es jetzt richtig los gehen. Jetzt konnte Gerald endlich dem Verhandeln und Feilschen unterschiedlicher Kulturen beiwohnen und hoffentlich einige neue Kniffs und Tricks erlernen. Sehr schnell stellte sich aber heraus, dass diese Hoffnung unbegründet war. Die Verhandlungen wurden von den Norbarden dominiert. Mit den einfachsten Tricks und Gedankenspielen wurden die Festumer Verhandler so in die Enge getrieben, dass es traurig war mit anzusehen. Jaruslaw und Timpski schienen während der gesamten Verhandlung neben sich zu stehen und stimmten vielen Forderungen ohne Gegenangebot zu. Am Ende blieben die Norbarben bei ihrem Angebot von 710D, während die Festumer ihr Angebot auf 610D erhöhten. Nach diesem Verhandlungstag trennten sich die drei Parteien wieder voneinander. Dabei viel auf, dass sich die Anzahl der Norbarden erhöht hatte. Anscheinend ist eine vierte Familie hinzugekommen, welche größtenteils aus Männern besteht. Auf dem Rückweg zum Lager sprach Gamrik Leudara an, um Olkos Wunsch mit ihr zu besprechen. Diese stimmte nach anfänglichem Zögern dem Wunsch zu, aber Olko muss sich verpflichten sich zurück zu halten und er bekommt auch keinen Lohn für diese Tätigkeit. Nach dieser Unterhaltung wollte Gamrik die Gesprächigkeit von Leudara ausnutzen und mehr über die gemeinsame Vergangenheit von Leudara und Arauken herauszufinden. Bei diesem Thema verschloss sich die Rondrageweihte aber wieder schnell. Es wird sehr deutlich, dass sie nicht darüber reden möchte. Glücklicher- oder besser Unglücklicherweise wurde das Schweigen aber wieder sehr schnell unterbrochen, da Timpski eine Nachricht zugestellt wurde. In der Nachricht ging es darum, dass Arauken wieder zurückgekehrt ist und das er sich zusammen mit einer kleinen Gruppe von Radikalen auf den Weg zu den Norbarden begeben würde. Ein solches Vorgehen würde jede Chance auf eine friedliches Ende der Verhandlungen ein für alle Mal zunichtemachen. Timski, Leudara und unsere Gruppe taten daraufhin alles um möglichst schnell zu Arauken zu kommen.
Wiedererwarten holten wir die sechsköpfige Gruppe um Arauken ein als diese gerade die Eisplatte des Sees betraten hatte. Auf dem Eis standen neben Arauken, die Ritterin Rabescha von Ilmensten, ihr Knappe Firnjan, der Ritter Friedebald von Salderkeim, sein Knappe Arlin sowie der Söldner Jagotin Stipkow. Leudara welche sofort ein Wortgefecht mit Arauken startete wurde sehr schnell von ihm überzeugt, dass nur Rondra diese Situation auflösen konnte. Leudara rief daraufhin einen Rondragefälligen Gruppenkampf aus. Mit leicht hochgezogenen Mundwinkeln drehte sich Leudara zu Gerald um und sagte ihm, dass der Ausgang dieses Kampfes ein Gottesurteil sein wird. Gerald verstand sehr schnell, was Leudara von ihm wollte, dies ist eine erste Prüfung um seinen Ruf wieder herzustellen. Notgedrungen akzeptierte Gerald diese Kampfaufforderung, auch wenn ihm ein Kampf gegen ausgebildete Rittern in voller Rüstung nicht behagte. Gerald wusste natürlich das Rondra den ehrenvoller Zweikampf favorisiert und da mit der Rondrageweihten und Geron zwei Pondons zu den Rittern vorhanden waren, Timpski und Arauken in etwa gleichwertig sind, blieben für unseren Rest unserer Gruppe zwei Knappen und ein Schläger, das sollte möglich sein. Jetzt hoffte Gerald nur noch darauf, dass alle mitmachen würden. Mit Erleichterung stellte er fest, dass auch der Rest seiner Gruppe in den Gruppenkampf mit einwilligte. Diese Erleichterung verflog aber sehr schnell wieder als er in das Grinsen von Leudara blickte. Diese Verkündete das nur unsere Gruppe gegen die sechs Gegner antreten solle. Mit schrecken wurde Gerald klar, dass es jetzt vier gegen sechs hieß. Mit ungutem Gefühl betrat Gerald zusammen mit seinen freunden das Eis. Als der Kampf begann stürmte die Ritterin Rabescha von Ilmenstein auf Gerald zu. Obwohl Gerald bereits die Waffe gezogen hatte konnte er dem ersten Schlag nicht mehr ausweichen. So geschmeidig die Bewegungen der Ritterin auf dem Eis waren so stark war auch ihr Schlag. Bereits der erste Hieb den sie Gerald verpasste erzeugte eine blutende Wunde. Jeden Schlag den Gerald gegen die Ritterin ausführte wurde durch ihren Schild geblockt. Es war deutlich zu erkennen, das Gerald diesem Kampf nicht gewachsen war. Nach einer halben Ewigkeit, so fühlte es sich zumindest an, kam Gamrik Gerald zur Hilfe und konnte die Ritterin zur Kapitulation bewegen. Laut Gamrik hatte sein erster Gegner schon nach kurzer Zeit aufgegeben, weshalb er Gerald zu Hilfe eilen konnte. Gieselhold hatte Firnjan und Arauken niedergeschlagen und Geron hatte Friedebald besiegt. Von dieser Erzählung bekam Gerald aber nichts mit, die Schmerzen und der Blutverlust hatten ihn so weit geschwächt, dass er genügend damit zu tun hatte nicht in Ohnmacht zu fallen. Dadurch das ihm immer wieder schwarz vor Augen wurde und das er von Gamrik gestützt werden musste zog er die Blicke aller anwesenden auf sich, das heißt nicht aller Anwesenden. Gieselhold war zu sehr damit beschäftigt mit seinem Messer den bewusstlosen Arauken unerkannt noch weitere Schnitte zuzufügen. Leudara die Gerald ebenfalls ansah, wollte von ihm nur ein Glaubensbekenntnis hören und ging dann ohne weiter Hilfe oder göttliche Heilung weiter.
Gamrik, der in der Zwischenzeit bemerkt hatte, dass Arauken lebensbedrohlich Verletzungen hatte, versuchte ihn mit einem Heiltrank zu stabilisieren. Diese Handlung tat Leudara nur einem fragenden Blick ab, viel wichtiger war es ihr ebenfalls von Gamrik und den anderen ein Glaubensbekenntnis zu hören. Nachdem alle zurück ins Lager gelangt waren, verkündete die Geweihte das der Kampf beweist, dass eine friedvolle Ausgang der Verhandlung der Wille Rondras ist. Gerald, der sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte, legte sich sehr bald schlafen. Im Dämmerschlaf gingen Gerald die seltsamen Ereignisse der letzten Tage durch den Kopf. Ein Pilz des Namenlosen der in der Gegend gefunden wurde, seltsame Naturphänomene, ein Dämonenangriff, das fast schon apathische Verhalten von Jaruslaw und Timpski bei den Verhandlungen, eine Rondrageweihte die einem klar unterlegenen Kämpfer nach dem Kampf keine Hilfe zukommen ließ, deren Eidsegen keinerlei optische Effekte aufwies und nicht zu vergessen die grinsend verkündet hatte, dass nur Vier gegen Sechs kämpfen sollten. Eine Schlussfolgerung dieser Gedanken konnte und wollte Gerald jetzt noch nicht ziehen, stattdessen glitt er hinüber in einen Traumlosen schlaf.
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