Kinderarbeit in Festum's Untergrund?
Zwischenspiel für Valmir und Gieselhold
Zwischenspiel für Valmir und Gieselhold
Gieselhold und Valmir sind gerade schlendern durch die Straßen Festums und kommen – wie es halt so ist – an einem Anschlagbrett vorbei, auf dem neben den üblichen Nachrichten auch Auftragsangebote für Abenteurer veröffentliche werden. Beim überfliegen fallen den beiden ein Auftrag auf, er ganz in der nähe ist. Wieso nicht? Die Auftraggeberin wohnt gleich um die Hausecke. Es stellt sich heraus, dass die Auftraggeberin eine älteren Dame ist, die in einem schönen und bürgerlichen Haus wohnt. Bei „Kaffee und Kuchen“ bittet sie uns ein altes grünes Buch wieder zurückzuholen, das gestohlen wurde, währenddessen bekamen wir etwas zu essen und Wodka zu trinken. Die Haushälterin, eine Goblinfrau, berichtet uns, dass sie den Dieb beobachten konnte und gibt eine beschreibung von diesem. Wir übernehmen gerne den Auftrag...sich ein bisschen umhöhren bekommen wir hin...sagt Gieselhold. Valmir und Gieselhold treten zuversichtlich aus dem Haus und begeben sich in die dunklen Winkel der Gassen. Nach kaum einer Stunde „sich umhören“ bekommen wir den Hinweis, wer der besagte Goblin ist und wo man ihn im Regelfall finden wird. In einer schummrigen und heruntergekommen Kaschemme finden wir den Verdächtigen. Bevor wir ihn stellen können, verlässt er die Schenke. Wir hinterher. Dank Valmir verlieren wir ihn nicht in der Menschenmenge. In einer engen Einkaufstrasse mit links und rechts „Minibuden“ verschwindet der Goblin plötzlich in einer dieser Nischenbuden. Gieselhold und Valmir schließen schnell zum Goblin auf um ihn nicht zu verlieren. Als sie bei dieser Nische am Rand der Straße ankommen ist kein Goblin zu sehen. Nur allerhand Gerümpel ist da hinein geworfen wurde. Aber uns beiden Falkenaugen entgeht „nix“. Tatsächlich wir finden hinter der Wand einen Schacht, der mit einer Leiter nach unten ins Dunkle führt.
Wir steigen die Leiter hinab. Als wir unten im Stockdunklen ankommen, zünden wir eine Fackel an und stellen fest, dass wir in einer Nische stehen, die zu einem Tunnel mit einem Wasserkanal führen. Interessanterweise Frischwasser. Hier??? Valmir vertraut seiner Intuition und „erkannte“, das wir nach links gehen sollten...sozusagen „Flussaufwärts“ dem Wasser folgen. Nach ca. 10m kommen wir in eine „großen runde Halle“. Ein ca. 1m breiter „hölzerne Steg“ führt um das Becken, das den Boden des Raums vollständig ausfüllt, herum. Aus ca. 4m Höhe ergießt sich ein Wasserfall in das Becken. Aus dem Becken fließt das Wasser in den Gang ab, aus dem die beiden treten. Valmir erkennt, dass die Spuren auf dem Steg nur nach links hinter den Wasserfall führten und rechtsrum nix ist. Aber warte mal. Da wächst ja ein Pestsporenpilz. Vorsichtig abgelöst und sehr vorsichtig verpackt. Man weiß ja nie für was der gut sein könnte...weiter geht es.
Wir folgte den Spuren die hinter dem Wasserfall. Dort finden wir eine Durchbruch in der gemauerten Wand, der in einem kurzen, gegrabenen und nach ca. 5m nach rechts abknickenden Gang weitergeht. Valmir geht mit der Fackel voraus, Gieselhold folgte ihm leise. Wir kommen zu einer Tür. Valmir machte die Tür langsam und vorsichtig auf. Drei Augenpaare starren ihn überrascht an. Valmir springt in den Raum und zückte sein Schwert, Gieselhold ruft „wir wollen nicht kämpfen“ und sieht dabei Valmir nachdrücklich an. Drei Goblins (zwei Männer, eine Frau), ca. 1.4 Meter groß, stehen immer noch wie erstarrt da. Valmir fragt ob die drei ein älteres grünes Buch gesehen hätten. Die Goblins weichen zur Wand zurück, heben die Arme, ergeben sich und beteuerten in gebrochenen Garethi...und wortreich...und gleichzeitig...dass sie nichts von einem Buch wüssten. Wir stellten noch ein paar weitere Fragen, aber sie konnten uns keine richtigen Antworten geben. Als wir sie dann auch fragen, was hinter der zweiten Tür ist, scheinen sie sich dumm zu stellen „Sie hätten keine Ahnung“. Was sie wissen ist, dass sie selber – und auch wir – dürfen nicht durch die Tür gehen, weil die „grüne Hand“ sie – und auch uns – bestrafen würde. Außerdem wäre die Chefin dann auch böse. Und ja, der verdächtige Goblin, den wir suchen, ist hier vorbei gekommen und durch diese zweite Tür wieder rausgegangen. Gieselhold besticht die Goblins mit Geld, um uns nicht zu verpfeifen. Die drei nehmen das Geld und verschwinden sofort durch die Tür, durch die wir diesen Wachraum betreten haben. Wir gehen durch die zweite Tür und befinden uns in einem gemauert Tunnel, der nach einem Knick und keinen 10 Metern, auch vor einer einer Tür endet. Diesmal wollen wir uns beratschlagen was zu tun ist. Gieselhold will vorgehen. Als er vorne an der Tür steht, wird diese aufgerissen und ein Goblin will Gieselhold anbrüllen und mit einem Stock schlagen, schaute aber „verduzt“ als er uns sieht (es scheint so, als ob er jemanden anderes erwartet hätte). Gieselhold zückte sofort seinen Dolch und presste den Goblin mit dem Dolch an der Kehle in den Raum hinein. Ein schneller Blick zeigt, dass in dem Raum etliche Goblinkinder an Tischen Puppen herstellen. Zwei weitere erwachsene Goblin mit Stöcken scheinen Aufseher zu sein. Wir kämpften gegen die Goblins, einen erledigen wir, aber zwei können – zwar angeschlagen, aber erfolgreich - durch die zweite Tür im „Norden“ fliehen. Die Kinder sind während des Kampfes verschwunden. Wohin ist unklar und uns unwichtig. Den beiden geflohenen erwachsenen Goblins schnell hinterher! Hinter der Tür ist wieder ein gemauerter Gang. Diesmal ca. 5 Meter gerade aus, direkt auf eine verschlossene Tür zu. Wir öffnen diese vorsichtig und spähen in den Raum. Ein fast leerer ca. 10 x 10 Meter großer Raum. Hinter einem ca. 2m breiten und 1 Meter hohen Steinblock, vermutlich ein alter Altar, sehen wir die Köpfe der beiden geflohenen Goblins. Die beiden sehen uns und sagen wir sollen ihnen nichts tun. Also treten wir direkt in den Raum. Als sowohl Valmir als auch Gieselhold im Raum sind, wir die Tür hinter uns zugeworfen und die Chefin der Goblins, eine 2m große Orkin, macht sich mit den Worten „So. So. Ihr wollt mir mein Geschäft streitig machen. Dann schauen wir mal, ob das gesund für euch ist. Jungs, los“ bemerkbar. Wir müssen gegen sie und zwei weitere „frische“ Goblins (ihre Leibwache?) kämpfen. Nach längerem und dramatischen hin und her, besiegen wir sie. Gieselhold wird dabei schwerer verletzt, während Valmir nur einige Schrammen davon trägt. Wie halt Gieselhold ist, loote er – wobei er eine ordentliche Blutspur hinterlässt – erst mal die Umgebung und findet auch eine Edelsteinsplitter in der Schublade des „Schreibtisches“, auf dem u.a. ein paar Zettel verteilt sind. Danach verlangte er von Valmir, dass dieser sich nun um seine Wunden kümmere. Valmir fühlte sich verarscht und sagte, dass er ihn heilt, wenn er seinen Anteil am Loot bekommt. Hinter dem Alter ist noch eine Kammer, in dem auch das alte, grüne Buch in einem Regal liegt. Interessanterweise ist das besagt Buch auch mit einem Schloss gesichert. Egal. Der Auftrag ist, das Buch zurückzubringen und nicht in der „Wäsche“ der älteren Dame zu wühlen…brrrrr...Kopfkino…nein...weg...da schüttel es einen...
Wir bringen das Buch zurück und bekommen den versprochenen Lohn: Jeder 5 Silbertaler und wieder etwas mehr Erfahrung (d.h. 3 AP für jeden). Den Edelsteinsplitter – den wir natürlich nicht unserer Auftraggeberin übergeben haben – können wir auch noch über einen lokalen „Händler“ für 14 Silbertaler verkaufen. Hat sich gelohnt...