Konfrontation mit den Übeltätern
Zwei Tage lang haben sich die Helden durch das ungemütliche Nebelmoor gekämpft. Manchmal auf festen Wegen, manchmal um Sumpfloch um Sumpfloch, manchmal auch auf einem Pfahlsteg. Endlich erhebt sich aus dem immer vorhandenen Sumpfnebel ein Turm. Aktuell folgen wir einem Pfahlsteg, der direkt auf den Turm hinführt. Hoffentlich ist das auch der „Thar Nurinei“.
Spieler: Holger, Udo, Christian, Christoph, Timo (GM)
Dramatis Personae
- Thimion: Räuber, mindestens Unterführer der kleinen Räubergruppe vom Turm
- Gnatz: Ein Goblin, Kundschafter der Räuber vom Turm
- Misira: Eine der beiden Zwillingsschwester
- Daradia: Eine der beiden Zwillingsschwester
- Blaufell, Ork: Der Kontaktmann zum Strippenzeiher im Hintergrund
- Frau Hauptmann Erlgard Hohenwald, die rechte Hand vom Grafen und Auftraggeberin / Ansprechpartnerin der Helden
Zu mindestens ist es offensichtlich, dass am Turm „jemand“ haust. Der Rauch des Lagerfeuers ist weithin sichtbar... so wie so mach anderes Feuer auch. Gerade so außer Sichtweite gehen sie hinter ein paar Büschen in Deckung. Gieselhold erkundet die Umgebung und Gamrik beobachtet aus unserem Versteck heraus die Personen am Turm. Zwei sehr ähnlichen rothaarige Frauen, vermutlich Zwillinge und ein Mann sitzen auf provisorischen Sitzgelegenheiten um das Feuer und scheinen ihre Langeweile mit Trinkspielen totzuschlagen. Währenddessen patrouilliert ein Goblin auf der Turminsel. Der Mann kommt uns bekannt vor und scheint derselbe zu sein, der die anderen Räuber in der Mine besucht zu haben. Um mehr herauszufinden muss jemand auf die Turminsel schleichen. Geron und Gumba befürworten, dass diese Aufgabe Gamrik und Gieselhold übernehmen. Beide sind talentierte „Schleicher“. Starke Argumente kann man nicht widersprechen, also schleichen sich beide über den Steg auf die Turminsel. Dort nähern sie sich der Gruppe am Feuer und können dort das Gespräch belauschen. In der Zwischenzeit haben der Goblin und der Mann getauscht. Das Gespräch der beiden Frauen mit dem Goblin ist etwas einsilbiger, da der Goblin nicht sehr gut unsere Sprache spricht. Wir erfahren dass der Mann Thimion, der Goblin Gnatz, die beiden jungen Frauen Misira und Daradia und der Ork mit dem blauen Fell, Blaufell heißen. Aber wo ist der? Im Turm?
Gieselhold lauert den patrouillierenden Thimion auf um ihn k.o. zu schlagen. Dafür wartet er einen guten Moment ab, greift ihn sich, zieht ihn ins Gebüsch, fesselt und knebelt ihn.
Gleichzeitig gehen Gumba und Geron über den Steg, ein Travialied lauthals schmetternd direkt auf die Gruppe am Lagerfeuer (die Zwillinge und der Goblin) zu. Gumba und Geron stellen sich den dreien vor. Gumba unterhält sich mit dem Goblin auf goblinisch an, während Geron mit den Damen sich unterhält.
Gieselhold schleicht um den Turm und nähert sich im Schatten der Gruppe am Feuer. Dann schlägt er Misira k.o. Ihre Schwester Daradia will nach ihrer Waffe greifen, aber Geron hält sie davon ab. Gnatz erschrickt und Gumba erinnert daran, dass zu den Waffen greifen keine gute Idee sein könnte.
Während die Gefangenen gefesselt und geknebelt werden, erkundet Gumba und Gieselhold den Turm. Gumba in den Keller und Geiselhold klettert auf den Turm. Im Keller ist nichts und oben ist auch fast nichts, außer ein paar Kisten.
Jetzt werden erst mal die gefangenen Räuber verhört. Gamrik will wissen, wo das Lösegeld ist. Thimion gesteht, dass das Lösegeld in einer Kiste sei. Gieselhold findet diese Schatulle mit dem 25 Dukaten Lösegeld und eine Geldbörsen der Räuber mit nochmal 24 Dukaten. Außerdem 2x Kurzbogen, 1x Streitkolben, 1x Säbel, 3x Feuerstein und Zunder, 3 x Gambeson und Alkohol...ganz viel Alkohol. Die drei Flaschen Wein sichert sich Gumba.
Auf die Frage, wieso sie denn die Tochter des Vogts entführt hätten, erzählt Thimion, dass dies „nur“ ein Auftrag war. Mehr aber nicht. Gamrik und Geron führen ein offenes Gespräch bezüglich Optimierungsmöglichkeiten bei der Befragung so, dass die Räuber es mithören können. Das führt dazu, dass sich Thimion motiviert fühlt ausführlich weiteres zu berichten: Blaufell wollte sich mit dem echten Auftraggeber treffen. Blaufell hat aber nicht verraten, wo dieses Treffen stattfinden soll. Angeblich hätte der Auftraggeber eine Waffe, um die Grafschaft Heldentrutz zu unterwerfen und die Macht ergreifen zu können. Blaufell ist gestern abgereist, in Richtung Norden. Er hätte nicht gesagt, wann er wieder zurück käme.
Der Plan: Die Gefangenen werden „verstaut“ und bewacht. Wir warten zwei Tage auf Blaufell.
In der Zwischenzeit kontrolliert Gieselhold den zugewachsenen Pfahlsteg, der in Richtung Norden. Dort stellt er fest, dass da jemand „vor kurzem“ sich einen Weg durch gebahnt hat...in Richtung Norden...könnte tatsächlich dieser Ork Blaufell gewesen sein.
Bei der „Erforschung“ des Rests der Turminsel entdeckt Gieselhold einen Tunnel im Wasser am Ostufer.
Gumbaund Geron die kümmern sich die zwei Tage lang um die Gefangenen und halten dabei die Umgebung im Blick. Gieselhold und Garmik durchsuchen nochmal den gesamte Turm. Im Keller, hüfthoch unter Wasser steht, entdecken sie in der Westwand einenTürbogen. Vermutlich ein Tunnel. Außerdem ein Steinkreis mit steinernen Stelen. Auf den Stelen sind unklare Symbole erkennbar. Gamrik und Gieselhold sind sich einig, dass auf keine Fall Gumba davon erfahren darf. Der vermutet sofort wieder unheilige Kräfte, die hier am Werke seien und will unbedingt eine Bannritual veranstalten. Darauf haben beide keinen Bock.
Nach zwei Tage warten, ohne das Blaufell aufgetaucht ist, kehren die Helden zurück nach Reichsend. Dort übergeben die Helden die Räuber und das sichergestellte Lösegeld ihrer Auftraggeberin, der Frau Hauptmann Erlgard Hohenwald.