Liebe, Streit & Grauen (08. Ingerimm - 10. Ingerimm, 19:00)
08. Ingerimm: Ankunft in Ilumin um die Mittagszeit
Nach der Ankunft des Grünen Zugs in Ilumin schlägt Mirhiban vor, die die liebliche Idylle zu nutzen und einen Göttinnendienst im Wasser des Flüsschens Ilum abzuhalten. „Mal sehen, wie die sogenannte Frau Flusskönigin sich so im Wasser bewegt“, meint sie mit Verweis auf die örtliche Freifrau Baernja. Dafür muss das Heer, abweichend von der Planung, doch hier in Ilumin verbleiben und nicht direkt weiterzureisen. Das Gerücht verbreitet sich wie ein Lauffeuer unter den gestressten Truppen (immerhin war geplant direkt weiterzumarschieren...). Die Adelsmarschallin läßt sich von der Idee überzeugen, da sie hofft, dass sich alle anstrengen, eine Verstärkung für das Heer zu erhalten.
Spieler: Sascha, Holger (Berichterstatter), Christoph, Christian (GM)
Gamrik erhält von Mirhiban, der Rahjageweihten, welche den Zug begleitet, die ehrenvolle Aufgabe, Bearnja, die hiesige Bronnjarin, zu einem Gottesdienst zu Ehren Rahjas im Fluß Ilumin "einzuladen". Gekonnt macht Gamrik die Adelige bereits bei der Abkunft in Ilumin auf sich aufmerksam und ergattert beim Abendessen den Platz zu ihrer Rechten. Nach anregenden und ausgiebigen Gesprächen zu Tisch, erhält Gamrik ein Einladung, Bearnja in ihren Privatgemächern aufzusuchen, um "die Unterhaltungen" fortzuführen und zu vertiefen. Geschickt überzeugt Gamrik Bearnja davon, die Einladung zum Gottesdienst anzunehmen. Was ihm auch letztendlich auch gelingt, zumindest nachdem er noch die restliche Nacht Überzeugungsarbeit geleistet hat.
Gamriks Bett bei seinen Mitstreitern bleibt diese Nacht unberührt.
Nebenbei erfährt Gamrik noch einiges mehr:
Bearnja steht dem Grünen Zug zumindest wohlgesonnen gegenüber, jedenfalls macht sie keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegenüber den Korsmal-Bündlern und sie duldet diese nicht in ihren Ländereien und jagt diese auch von dannen, wenn sie auftauchen. Allerdings fehlen ihr die Mittel und Männer den Zug in großem Stile zu unterstützen. Sie steht zu Rondra und hat mit Kor selbst wenig am Hut.
Wird sie auf den Konflikt mit Dotzen angesprochen, so sieht sie keinen Konflikt. Das Recht wurde gesprochen und die Strafe verhängt. Damals, vor 20 Jahren, schloss sich ihre Schwester Thila von Ilumin, damals Führerin des Hauses, Uriel aus der Notmark an, hat aber während der Borbarad Kriege die Seite gewechselt. Nach dem Richterspruch wurde ihre Schwester als Strafe aus dem Bornland verbannt und sie bekam die Führung des Hauses zugesprochen und durfte die Ländereien behalten.
Trotz des Urteils gibt es heute noch Familien, z.B. die von Dotzen, die die Rechtssprechung nicht akzeptieren wollen und noch heute ihren Konflikte nach Ilumin herantragen.
Gamrik ist davon überzeugt, dass sie sich sie sich das äußert leicht, indem "sie das Problem nur bei anderen sieht und vehement jegliches Nachdenken über eine Lösung des Konfliktes ablehnt".
Über ihre Lehnsherrin Thesia von Ilmenstein, kann Bearnja wenig berichten was über den offiziellen Informationen hinausgeht. Thesia war von 1021 bis 1030 Adelsmarschallin des Bornlands, zog 1031 gegen die Hexe Glorana in den Krieg und kam nicht zurück. Sie gilt seither als verschollen, wurde aber noch nicht für Tode erklärt. Aktuell wird die Grafschaft von extern verwaltet.
Und: Bearnja ist Single.
09. Ingerimm 1039 BF, Ilumin
Der Gottinnendienst zu Rahjas Ehren wird vorbereitet, unterstützt von vielen Freiwilligen, vorrangig aus dem Lager der Söldner, nachdem Gamrik Bearnja davon überzeugen konnte teilzunehmen. Wie erwartet wird das Ganze eine recht leicht bekleidetes Unterfangen, trotz der kühlen Temperaturen und des eiskalten Wassers des Flusses Ilumins. Gamrik jedoch steht unbeugsam seinen Mann.
Der Gottesdienst ist DAS Gesprächsthema im Lager des Zuges, und hebt die Moral der Männer und Frauen merklich.
Trotz allem ist der Streit nicht weit. Als die Helden das Zelt von Nadjescha erreichen, werden sie Zeuge einer Diskussion, die in einen heftigen Auseinandersetzung zwischen Tsadan, Vanjescha, Bisminka und Leudara mit unterschiedlichen Meinungen und Positionen gipfelt:
Die diskutierte Fragestellung ist, ob es eine "gerechte Rache" geben kann?
- Tsadan: aus Ehre heraus und emotional getrieben denkbar, solange man sich an Recht und Ordnung hält
- Vanjescha: Wichtig ist die ehrenvolle Unterscheidung zwischen emotional und göttlich Rache
- Bisminka: Rache ist nur das Recht des Stärkeren durchzusetzen und sie will in dem Disput zu vermitteln und zu schlichten
- Leudara: Für ist das "nur" emotional Dinge tun und danach als Rache bezeichnen.
Der Disput steigert sich im weiter und es werden immer abstruse Beispiele und Präzedenzfälle vorgebracht. Gamrik ist diese sinnlose Diskussion irgendwann leid und geht. Nachdem Gamrik weg ist kommt die Perainegeweihte Taline dazu und wäscht allen Beteiligten den Kopf. Das jedoch in ihrer ausfallenden und teils beleidigenden und ehrverletzende Art. Und in einer Lautstärke, da man auch gut außerhalb des Zeltes mitbekommt. Sie bezeichnet den Streit letztendlich als Werk des Namenlosen, der uns versucht zu spalten. Und bezeichnet dann auch noch alle pauschal mehr oder minder der Paktiererei mit dem Namenlosen.
Und da fühlen sich schließlich die Bronnjaren auf die Füße getreten und fordern eine öffentliche Bestrafung Talines.
Damit ist es klar, dass "Taline" auf der Agenda des nächsten Heeresrats JourFixes steht.
Am Abend macht eine Einladung Bearnja an Gamrik zum Abendessen und tiefgründigen Gesprächen den Streit erst mal wieder vergessen. Sein Bett bei seinen Mitstreitern bleibt erneut leer.
10. Ingerimm 1039 BF
Mitten im Aufbruch zur nächsten Etappe erklärt Freiherr Rupprecht von Schwarzmos-Niederfelden zusammen mit 15 weiteren Bronnjare vor dem Zelt der Heeresführung, dass er und seine Mitstreiter eine Vision der Göttin Rahja erhalten haben. Sie leisten gemeinsam und öffentlich den Schwur, Mirhiban „bis diese unsagbaren Kor-Umtriebe ein Ende haben“ mit ihren Leben zu beschützen.
Im nachfolgenden Tumult, vertagt man das tägliche Jour Fixe auf den Abend und nach Ankunft in Torsin, dem nächsten Ziel auf der Reise in Richtung Notmark. Der Zug erreicht Torsin am Nachmittag. Torsin ist eine kleine Stadt mit ca. 200 Einwohnern, und die Burg derer von Ilmenstein liegt 1-2 Stunden im Norden.
Die Späher berichten zudem von einem Überfall auf Pervin, eine Ortschaft gut eine Tagesreise südlich von Torsin. Dort hat es angeblich vor einigen Tagen einen Überfall auf den dortigen Rahjatempel gegeben. Die genaue Sachlage ist aber weiterhin unklar und niemand scheint sich aktuell darum zu kümmern. Berichten zufolge überfielen 5 bis 50 schwarze Ritter den Rahjatempel und machten die Geweihten, Gläubigen, Pilger und Bewohner nieder.
Zu Torsin: wird vom Bürgermeister Baerow Jannerloff geführt, die Grafschaft von Ilmenstein steht unter der Verwaltung von Linjan von Hattenfurt, der sich aber aktuell in Rodebrandt aufhält. Zudem tagt gerade der Rat der Ilmensteiner auf Burg Ilmenstein, was auch immer das zu bedeuten hat.
Ansonsten: Leudara bekommt nach dem Rahja Gottesdienst einen Schnupfen und auch Mirhiban ist eine Freundin des Ilmenblatts.
Im abendlichen Jour Fixe, stehen die folgenden Punkte auf der Agenda.
- Unterstützung von Ilmenstein, die Adelsmarschallin ist nicht gerade erfreut über die bisherigen Truppenaushebungen entlang der Reiseroute, aber es sind halt zu wenige Männer im wehrfähigen Alter zurückgeblieben. Sie macht klar, das sie von Ilmenstein ein gutes Kontingent zur Unterstützung erwartet. Aus ihrer Sicht sei es notwendig, dass eine Delegation des Heerzuges aus hinreichend bekannte Botschaftern - sie blickt dabei in Richtung der Helden - bei den von Ilmenstein vorsprechen, um hier den Erfolg sicherzustellen.
- Ereignis "Perainegeweihte Tanile Walroder"
Die Anklage des "ehrverletzende Aussage, begleitende Bronnjare wären Anhänger des Namenlosen" wird durch zahlreiche Zeugen inkl. Anwesender bestätigen. Es ist also nicht die Frage ob sondern welche Strafe verhängt werden muss.
Wolfhold und Karenja und weitere Bronnjare verlangen eine öffentlich Bestrafung die in ihrer Ausprägung bis zur Exekution (was durchaus angemessen wäre) geht.
Vito stresst den Aspekt "Welcher Schaden ist den überhaupt entstanden sei keiner, also lasst es gut sein", das natürlich eine maximale Beleidigen für die Bronnjaren ist.
Nadjescha plädiert für ein Göttinenurteil. - Mirhiban ist bezüglich des Überfalls in Pervin beunruhigt und will nach Pervin reisen. Sie ist sich bewußt, dass dies eine signifikante Einfluss auf die Wehrfähigkeit des Heeres nach sich ziehen kann. Nach Diskussion wird ihr erlaubt nach Pervin zu reisen und nach dem Rechten zu sehen. Das wird wohl den Verlust der 15 Adeligen bedeutet, die gestern ihr den Schwur geleistet haben.