August 3, 2024

Singen und Saufe – Rondragefällige Wettbewerbe...soso...

Es ist der 03. Phex, am frühen Abend, die Helden sitzten mit Leudara im Gasthof "Hotel Sieben Baronien" an dem VIP-Tisch in der Nähe der Bühne. Nach dem deftigen Essen und einigen Humpen Bier für jeden – zu mindestens diejenigen, die Bier trinken, d.h. Gamrik, Geron und Leudara – beginnt man sich in einem lockeren Gespräch zu erzählen was man so erlebt hat.

Spieler: Holger (Berichterstatter), Sascha, Christoph, Udo, Christian (GM)

Geron schildert aus seiner Sicht alle für ihn wichtigen Ereignisse, die man erlebt hat, seitdem man sich in Hinterbruch aus den Augen verloren hat. Leudara hört sehr interessiert zu, fragt nach oder ergänzt sogar manchmal Aspekte und Hintergründe, die sie kennt. Besonders interessiert scheint Leudara an bei den Ereignissen rund um die Belagerung bzw. Eroberung der Burg Korswandt interessiert zu sein und fragt dazu viele Details ab. Daran, dass Geron und Gieselhold tapfer kämpften, Gamrik Fetanka befreite, kann er sich nicht erinnern und erwähnt dazu auch nicht. Aus unersichtlichen Gründen fühlt sich für Geron das “Gespräch” eher wie ein Verhör an – liegt vielleicht am Bier.

Leudara piesackt und quält Geron mit ständigen Fragen darüber, an was er sich den erinnere, was er und seine Freunde gemacht haben als der Angriff statt fand etc.

Geron fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut und hat Angst etwas zu verraten oder zu sagen, dass er nicht sagen soll. Denn normalerweise übernehmen das Reden Gerald und Gamrik. Aber beide haben aktuell alle Hände voll zu tun. Gamrik mit einer halb barbusigen Schönheit auf seinem Schoß hört nur mit einem halben Ohr zu und Gerald hat die umfangreiche „Teebar“ im Nebenraum des Gasthofes entdeckt und „begutachtet“ dort gerade alle spezielle Teekräuter, die selbstverständlich ausgiebig verkostet werden müssen.

Nach – gefühlt – mehreren Stunden gibt Leudara auf von Geron mehr zu erfahren, als dass sich die Helden tapfer versteckt und damit den Abt-Baron und die anderen Insassen der Burg auf Gedeih und Verderben den „pösen Pupen“ überlassen haben.

Auf die Rückfrage was sie den seit Hinterbruch, d.h. seit dem 18. Firun 1039 BF, getrieben habe, fällt die Antwort recht kurz und einsilbig aus: Eine Woche langweilige und ereignislose, d.h. schneereiche Rückreise nach Firunen, viereinhalb Wochen asketischer rondragefälliger Tempeldienst, eine Woche langweilige und ereignislose, d.h. schon wieder schneereiche Reise nach Irberod, um hier die Aufgabe als Schiedsrichterin für den Wettbewerb zu übernehmen.

Vielsagender für den aufmerksamen Zuhörer und wahnsinnig vielschichtiger Informationsgehalt für den Rest.

Auf Gamriks spontane Frage, worum es bei dem Ehrenduell gegen Anshag von Rodebrandt-Ask hin Hinterbruch ging, schnauzt Leudara Gamrik an, dass es ihm einen Scheiß angehe. Vielleicht in etwas weniger vulgären Worten und deutlich diplomatischer. Wenn man die schwere Bürde des Heldendaseins trägt ist aufmerksames Zuhören, zwischen den Zeilen lesen, Nuancen des gesprochenen Worte erkennen schwierig.

Gamrik diskutiert noch etwas mit Leudara über göttliche Visionen und wie man damit umgeht oder diese interpretiert. Die Aussagen von Leudara dazu waren in etwa genauso verständlich wie seine Vision von Rahja selbst.

Spät am Abend bedankt Leudara sich für den schönen Abend und verabschiedet sich mit den Worten sie habe morgen noch eine Pflicht zu erfüllen und geht deutlich schwankend „nach Hause“. Nach und nach zerstreut sich die Gruppe und jeder geht seinen eigenen Vergnügungen nach.

04. Phex 1039 BF

Gamrik erwacht in einer ihm unbekannten Schlafkammer, dem Anschein nach einer Gesindekammer. Gamrik hat keinen Schimmer wer die hübsche Rothaarige neben ihm im Bett ist oder gar wie er hierhergekommen ist. Aber seine natürlichen, jahrelang trainierten Instinkte schlagen zu und er verabschiedet sich klamm heimlich.

Derweil schwärzt Gerald Janko, bei Leudara an, dass er in möglichen Wettbeeinflussungen zu seinen (monetären) Gunsten verwickelt sei. Worauf Leudara Janko antreten lässt, ihn Anwesenheit von Gerald die Sachlage sich von Janko schildern lässt und Janko letztendlich offiziell verwarnt. Zusätzlich erwähnt Leudara auch einen möglichen Eidsegen, was Janko sichtlich erblassen lässt.

Auf dem Weg zum Mittagstreffpunkt der Helden – das Gasthaus zur Goldenen Möwe – tritt ein Bote an Gamrik heran und übergibt (drängt ihn auf) einen gesiegelten Brief. Mit den Worten “Und nicht vergessen, wir erwarten dich heute Abend am Hintereingang zum ‚Gebrochenen Rad‘”.

Das Siegel, eine halbe Totenkopfmaske in rotem Siegellack, ist Gamrik unbekannt. Das soll sich nachher mal Gieselhold ansehen. Im Brief steht offenbar der Inhalt des heutigen Wettkampfs, der offiziell noch gar nicht bekannt ist: Singen, Fässer und gepolsterte Waffen spielen dabei eine Rolle.

Beim Mittagessen zeigt Gamrik seinen Mithelden das Schreiben, und erörtert, wie man daraus Kapital schlagen kann… und scheitert. Am Ende schiebt man es unter der Tür der Unterkunft von Fabius ter Frauting durch und es hatte – Stand der Informationslage der Helden – Null Auswirkungen. Gamrik steht am Ende mit nichts da und hat Schulden.

Der Wettkampf am Nachmittag: Jeder Teilnehmer muss auf einem Fass stehend und Choräle singen, während zwei andere versuchen, diesen mit gepolsterten Waffen angreifen.

Leudara hält wieder eine Ansprache und erläutert den geschichtlichen Bezug zu den Theaterrittern in diesem Wettkampf:

Als Anno 191 die schröckliche Goblinhexe Kunga Suula die Ritterfeste von Leuhagen eingenommen und in ihrer schnöden Sprache zu Kungutzka umgetauft, erflehten die Ritter die Hilfe der Göttin. In ihrer Gnade gewährte die Himmelslöwin ihnen das Schwertwunder von Leufurten und heiligte der Ritter Waffen. Und grausig schlachtend fuhren sie unter die Goblinbrut, bis endlich jene Stadt zurückerobert ward, die heute wir Firunen nennen. Wie auch die Ritter damals nicht verzagten, sondern tapfer die Donnernde priesen, soll heut der Tapferste es sein, der am längsten seinen Feinden widerstehet und durch frommen Sang der Göttin Wohlgefallen heischt.“

Geron und Gieselhold, als eingetragene Unterstützer der Wettkampfbehörde, werden durch Zufall beide Gerwin von Growinsk-Nasshosen zugeteilt.

Fabius ist nicht anwesend, trifft erst gegen Ende des Wettkampfs ein. Er wird von Leudara verwarnt, darf aber noch antreten.

Zur Überraschung der Helden kann sich am Ende Alriksej am längsten Choräle schmetternd auf dem Fass halten. Alle anderen Teilnehmer müssen vorher abbrechen, da ihre Stimmen versagen. Auch wenn Alriksej am Ende – als Einziger – bewusstlos, aber singend, vom Fass kippt. Er gewinnt damit diesen Durchgang, wenn auch sichtlich angeschlagen. Die Siegprämie ist ein edel gearbeiteter Dolch aus der Schatzkammer der Gräfin zu Irberod. Dank seiner persönlichen Krankenschwester Ricarda und der Unterstützung der Helden ist Alriksej am kommenden Tag wieder fit.

Damit haben aktuell Janko und Alriksej je einen Wettbewerb gewonnen, aber noch stehen 5 Wettbewerbe aus.

Am Abend macht sich Gamrik – mit Rückendeckung von Gieselhold – auf, um die besagte Adresse aufzusuchen. Nach einmaligen Klopfen öffnet ein Schrank von einem Mann, wenn auch gutgekleidet ein richtiger Schrank, und lässt Gamrik ein. Gieselhold, der sich auf der anderen Straßenseite in die Schatten drückt, kann er nicht entdecken...oder zu mindestens erweckt er nicht den Eindruck ihn gesehen zu haben. Da offenbar keine Gefahr im Verzug ist, zieht sich Gieselhold zu den Feierlichkeiten zurück.

Gamrik derweil wird höflichst entkleidet, gewaschen, eingeölt usw. All das, was Gamrik in unzähligen Etablissements kennen und schätzen gelernt hat, aber trotzdem ist er nervös, schließlich hat er ja keine Ahnung auf was er sich eingelassen hat. Immer mehr hat er das Gefühl, das ER hier die Ware ist, die an wen auch immer gebracht wird. Letztendlich lüftet sich ein Tal des Geheimnisses, eine ältere weißhaarige Schönheit, hat wohl dieses Treffen mit Gamrik arrangieren lassen. Gamrik beschließt, dieses Spiel mal mitzuspielen, auch aus der Neugier heraus, wer und was hier so ein Interesse an ihm hat. Er zeiht so ziemlich alle Register seines Talents, seiner Erfahrung und seiner Ausbildung, und ist der Meinung dieser unbekannten Frau eine Nacht beschert zu haben, die diese wohl nicht so schnell vergessen wird. Gleichzeitig versucht er – verdeckt – herauszufinden, wer diese Person ist, welche Rolle sie spielt und wie sie dem ganzen politischen Gefüge des Bornlands eingefügt ist. Aber er wird nicht schlau aus ihr. Sie zeigt manchmal die diplomatischen Züge und Verhaltensweisen von Adel. Auf alle Fälle ist sie es gewohnt, Befehl zu geben und bedingungslosen Gehorsam zu erwarten. Gamrik fühlt sich sicher in ihren Armen, so wie er es noch nie erlebt hat.

05. Phex 1039 BF

Nach einer langen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück, verabschiedet sich die Dame mit den Worten “Bis später, mein Liebster”.

Das jagt Gamrik erst mal einen Schrecken ein. Soll das Ganze etwa noch nicht vorbei sein?! Offenbar, schließlich wird Gamrik in Gemach gebracht, und ihm allerlei Annehmlichkeiten angeboten.

Aber zuerst mal will Gamrik hier mal wieder raus und verlangt den “Geschäftsführer” zu sprechen. Während er wartet, stellt er fest, das er eingeschlossen ist, in einem fensterlosen Raum, eine Tür die er – nackt wie er ist – weder knacken noch durchbrechen kann.

Schließlich kommt doch noch jemand, und man einigt sich darauf, das Gamrik seine Restschuld – zwei weitere Nächte von 20:00 bis 9:00 – in den nächsten beiden Tagen begleichen könne. Worauf sein Gamrik dann einlässt. Was er aber nicht bedacht hat, dass man ihn ohne seine Habe auf die Straße setzt.

Gamrik ist stinksauer, wütend über seine Machtlosigkeit. Sein erster Reflex ist – wie immer – die ganze Scheiße einfach hinter sich zu lassen. Ein Pferd schnappen und abzuhauen, diesem kalten, verbohrten Bornland einfach den Rücken zu kehren.

Die zweite Emotion die hochkommt ist Rache. Zusammen mit seinen Mithelden, oder einfach auch nur Gieselhold, in die Laden eindringen und alles aufschlitzen was man findet.

Erst nach und nach beruhigt sich Gamrik und fängt logisch an zu überlegen, wie man aus der Sache noch Kapital schlagen kann. Aber er hasst es ausgenutzt zu werden.

Geralds Nacht war übel, noch übler als sonst. Gerald ist der festen Meinung das Buch kann ihn nicht leiden. Und nach einer bescheidenen Nacht, stellt ein geräderter Gerald fest, das sich unter dem Buch Blut gesammelt hat. Widerwillig säubert er alles, schöpft etwas von dem Blut in einer Phiole ab und beschließt das zu ignorieren und sich um die Analyse des Ringes zu kümmern. Vorher aber mit einem Frühstück stärken, auch um auf andere Gedanken zu kommen.

Er trifft Geron und Gieselhold in einem der temporären Gasthauszelte, die dem Rondratempel gegenüberliegen. Die Drei machen sich keine Sorgen um Gamrik. Ist ja nicht das erste mal das er sich verspätet. Aber wer weiß, wen oder was er heute Nacht noch abgeschleppt hat.

Nach dem Frühstück macht sich Gieselhold über das Siegel von Gamriks Brief schlau. Unter der Hand erfährt er, das sich dahinter wohl ein exklusive Gruppe oder Organisation verbirgt, die so ziemlich alles organisieren und arrangieren kann, obwohl die Gräfin hier mit harter Hand versucht das Verbrechen jeglicher Art im Zaum zu halten. Das hat zwei Dinge zu folge: Die Preise steigen und die Expertise dieser „Organisation“ scheint von besonderer Qualität zu sein.

Nach einer Stunde ist er zurück bei den beiden anderen, die das Buffet ausgiebig genossen haben. Gerald hat vor den einen Ring, den er gefunden hat, von ein Magier analysieren zu lassen. Er schlägt vor, dass man zu dritt auf die Suche nach einem Magier mache, der hier in Irberod derartige Dienste anbieten. Die beiden haben nicht sonstiges vor und mit Gieselholds Hilfe findet man dann auch einen Magier. Die sei aber gerade auf ein “Buchbesprechung” im Gasthaus zum „roten Drachentöter“.

Dort angekommen, finden Gieselhold und Gerald, ein siebenköpfige Gruppe, alle gekleidet als Magier, um einen eigenen Tisch mit Getränken und Rauchwerk, eifrig und emotional in Bosparano diskutierend. Alle anderen Gäste und auch die Bedienungen machen, wenn sie können einen großen Bogen um diese Runde.

Da Gieselhold des Bosparanos mächtig ist, informiert er uns, dass gerade um das Werk des Grafen Alatzers diskutiert wird. Und wie schon überall zuvor gibt es mehr oder weniger zwei Meinungen: Die einen halten es für das richtungsweisende Werk schlecht hin, die anderen folgen der Meinung Wippflüglers, und halten es für das Papier nicht Wert auf das es geschrieben ist.

Gieselhold unterbricht die Diskussion, was aber sowohl Gieselhold als auch Geron gleich bitter bereuen werden. Jedenfalls machen sich diese arroganten magischen Affen über die drei lustig, bieten ihnen ein Getränk aus der Hand von Elementaren an.

Die drei trinken, was aber wohl nur eine Art Wette war, ob und wer es denn tatsächlich trinkt. Gieselhold wird unendlich langsam, in Sprache und Gestik, während für Gerald die gesamte Welt von sich heraus in grelles Licht getaucht wird. Immerhin nimmt der Verlierer unter den Magiern den Auftrag an, nach dem Wettkämpfen sich den Ring anzusehen. Gerald soll ihn gleich hier lassen und bekommt eine kleine gesiegelte Notiz. Die aber weder er noch Gieselhold zurzeit lesen oder entziffern kann.

Man „kämpft“ sich gemeinsam zurück zum Mittagessen. Dass Gamrik zum Mittagessen nicht da ist, ist zwar unerwartet und unüblich, aber – naja – was soll’s? Essen wir erst mal was.

Am Nachmittag steht der nächste Wettkampf an. Leudara erzählt den Zuschauern wieder den historischen Bezug dieses Wettstreites:

Als die Ritter tapfer fochten, weiter born’sche Erde wohl zu sammeln, waren Wald und Sümpfe Anno 221 gleichermaßen durchgeseuchet von der Goblinbrut. Alldieweil zu Füßen der Blutklippe die rote Flut wohl nimmer sich zu brechen drohte, erwählte Kor die Ritter als die seinen. Und mit seiner Kraft und seinem Zorn alleine fegten die Theaterritter jedes Rotgepelz hinweg. Also spricht Kor: Der Kampf ist ein Rausch, doch der wahre Ritter weiß sich ihm im rechten Maße hinzugeben.

Darum soll heut der Tapferste nur sein, wer seinen Rausch am besten nutzt, um Feinde in der Überzahl zu fällen.“

Jeder Teilnehmer kämpft dabei mit zwei Gegnern (gepolsterte Waffen), mit zwei Treffern kann ein Teilnehmer einen Gegner aus den Kampf werfen. Bei jedem kassierten Treffer, muss der Teilnehmer einen Krug, d.h. einen dreifachen Meskinnes zu sich nehmen.

Gleich die erste Teilnehmerin, Salwinja von Elkenacker, schafft es die Menge von sich zu überzeugen und wird für diesen Wettkampf zur Siegerin der Herzen gewählt. Die Menge an Alkohol, die diese Dame weggesoffen hat, hätte mindestens drei Ochsen umgehauen, aber nicht sie. Selbst auf der Trage, mit der sie dann auf direkten weg zum Zelt der Heiler für eine Entgiftungskur getragen wurde, zuckte noch der Arm hoch und verlangte noch mehr Schnaps.

Semkin kippt relativ schnell aus den Latschen, er verträgt einfach nix.

Janko, mit einem Speer kämpfend ist der erste, der seine Gegner nach 8 Runden besiegen kann und geht erstmal in Führung.

Gerwin von Growinsk-Nasshosen, heute nicht von einem Helden „betreut“, kann ihm aber kurz darauf die Führung abnehmen. Er kann in nur fünf Kampfrunden seine Gegner ausschalten.

Alriksej kann sich jedoch am Ende – mit mehr Glück als Verstand – durchsetzten und seine beiden Gegner in nur 4 Runden aus dem Spiel werfen. Und das bei nur zwei Gegentreffern und damit zwei Krügen Schnäpsen. Er erhält die Siegprämie: einen Topfhelm, von einem Kämpfer im Kampf um die Blutklippe, gespendet von eine Bronnjaren aus Irberod, der anonym bleiben möchte.

Damit haben aktuell Alrikseji zwei und Janko einen Wettbewerb gewonnen, aber noch stehen vier Wettbewerbe aus.