August 18, 2024

Sühne und der vierte Wettkampf

Es ist der 6. Phex, nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg zu Leudara, um ihr die Narben auf Gamriks Rücken zu zeigen. Die frischen, klaffenden Wunden erzählten von finsteren Mächten, und als Leudara sie sah, wurde ihr Gesicht schlagartig ernst. Ohne ein Wort zu verlieren, sprang sie auf und marschierte mit festen Schritten in Richtung des Rondra-Tempels. Auf dem Weg dorthin wies sie mehrere Soldaten an, Platz zu machen und den Weg freizuhalten. Es war klar, dass hier etwas Größeres im Gange war.

Spieler: Holger, Sascha, Christoph (Berichterstatter), Christian (GM)

Im Tempel angekommen, ließ Leudara die Tore schließen und rief die Priester zusammen. Der Tempelvorsteher, ein strenger und erfahrener Rondrianer, nickte knapp, als er die Situation erkannte. Sie beratschlagten sich kurz, dann bereitete man alles für das notwendige Ritual der Läuterung vor.

Der Raum im Rondra-Tempel war erfüllt von der schweren, heiligen Atmosphäre, die nur bei den höchsten Ritualen herrschte. Gamrik kniete aufrecht vor dem hölzernen Brett, seine Augen fest auf das Banner der Göttin gerichtet. Der Ausdruck auf seinem Gesicht war unbewegt, stahlhart, wie eine geschmiedete Klinge. Kein Zucken, kein Zittern. Er war nicht gefesselt, denn die Göttin erwartet, dass man sich diesem gnadenlosen Ritual aus freien Willen unterwirft um dadurch auch öffentlich zu zeigen, dass man aufrichtig bereut. Er hoffte auf Rondras Gnade – und war bereit, den blutigen Preis zu zahlen.

Die Priester, gehüllt in ihre weiss-roten Gewänder, umringten ihn, während die Liturgien leise und monoton begannen. Die uralten Verse wurden angestimmt, getragen von den Stimmen der Novizen, die hinter dem Hauptpriester standen. Einige der Jüngeren waren sichtlich nervös; für sie war es das erste Mal, dass sie einem derartigen Ritual beiwohnten.

Das erste Schwert wurde feierlich erhoben, sein glänzendes Metall spiegelte die flackernden Flammen der Tempelfackeln wider. Der Leudara richtete die Klinge auf Gamriks rechte Hand, die ruhig und entschlossen auf dem Holzbrett ruhte. Ohne eine Spur von Zögern senkte sie das Schwert und trieb es langsam durch die Handfläche tief in das Holz darunter. Blut quoll hervor und färbte das Brett rot – doch Gamrik zuckte nicht, rührte sich nicht. Sein Blick war unverändert, seine Lippen verschlossen.

Die Novizen, die das Ritual zum ersten Mal sahen, hielten für einen kurzen Moment inne, überrascht und erfreut von der eisernen Willenskraft des Mannes vor ihnen. Sie hatten von diesem Laien Schreie, Schmerz und Flehen erwartet, doch stattdessen war da nur diese stille, ungebrochene Entschlossenheit. Einige flüsterten sich hastig zu, bevor sie ihre Gebete fortsetzten, ihre Unsicherheit über Gamriks stählerne Haltung lag in der Luft. Doch Leudara ließ sich nicht beirren.

Das zweite Schwert wurde ebenso präzise in Gamriks linke Hand gestoßen. Wieder drang die Klinge durch Fleisch und Knochen, und wieder flossen Blutströme herab, doch Gamrik blieb ruhig. Sein Körper zitterte nicht einmal unter der Belastung des Schmerzes. Er kniete weiterhin aufrecht, als würde er in einen stillen Kampf gegen sich selbst und den finsteren Pakt treten, den er zu brechen suchte.

Der Gesang der Priester wurde lauter und drängender, als sie die heiligen Verse in die steinernen Wände des Tempels hinauswarfen. Jeder Ton schien die Luft zu schneiden, als würden sie selbst den Pakt angreifen, der Gamriks Seele umklammerte. Die Worte der Liturgie waren voller Macht, ein Ruf an Rondra, die Göttin des Kampfes, der Ehre und des Sturms, diese besudelte Seele zu reinigen.

Und so kniete Gamrik dort, die Schwerter tief in seine Hände getrieben, doch kein Zeichen von Schwäche zeigte sich in ihm. Sein Opfer war nicht nur körperlicher Natur – es war der Akt des Willens, des reinen, unerschütterlichen Glaubens an Rondras Gerechtigkeit. Gamrik kämpfte nicht nur mit den Schwertern in seinen Händen, sondern mit den Schatten in seinem Inneren. Jeder Moment des Rituals schien ihn näher an die Läuterung zu bringen, die er so verzweifelt suchte.

Als die letzten Töne der Liturgie verklangen, lagen Stille und Ehrfurcht über dem Tempel. Gamriks Körper war blutüberströmt. Die Priester zogen die Schwerter aus seinen Händen, das Ritual war vollendet. Noch immer kniete Gamrik aufrecht, seine Augen starr auf das Symbol der Göttin gerichtet.

Die Novizen, die anfangs so nervös gewesen waren, sahen nun mit ehrfürchtiger Stille auf ihn herab während die Priester die schon die nächsten Liturgie anstimmten. Rondra wird seine Ehre prüfen – und wird er standgehalten?

Gamrik selber erlebte während des Rituals dabei seine Vision, in der er von Rondra „den Kopf ordentlich gewaschen bekommt“.

Er solle sich an Gebote aller Zwölf halten.

Des weiteren erhält er den Befehlt dem Land zu Seite zu stehen. Und da er schon mal da sei, informierte sie ihn auch, dass dies – falls die anderen den Schuss noch nicht gehört haben – auch gemeint sind.

Und dass sich ihrer Schwester und deren Anhänger zu schnell von dem Wesentlichen ablenken lässt macht die Sache nicht einfacher. Aber Gamrik ist zu ihr gekommen. Daher erwartet sie seine Treue und Tugendhaftigkeit seine Mission zu erfüllen.

Er habe mit Blut seine Schuld und Vergehen bezahlt und daher „Schwamm drüber“. Seine Vergehen ist getilgt, niemand soll jemals wieder davon reden..

Nach dem Auftakt des Rituals, das noch mehrere Stunden dauern wird, ging Leudara mit uns anderen in einen kleinen Nebenraum, in dem wir uns leise unterhalten konnte. Wir erzählten ihr alles was Gamrik so in letzter zeit gemacht hat – außer das mit dem Brief.

Nachdem wir alles erzählt hatten, ließ Leudara keine weiteren Fragen folgen. Ihre Augen verengten sich kurz, als sie nachdenklich über unsere Worte nachdachte, doch sie hielt inne. Wir spürten, dass der Ernst der Lage sie erfasst hatte, aber die Zeit drängte. Der nächste Wettkampf Fest stand bevor, und bereits jetzt waren wir im Verzug. Sie schien den inneren Druck zu spüren, der uns alle antrieb. Ohne Umschweife nickte sie nur kurz, als Zeichen, dass sie genug gehört hatte, und wandte sich ab, um diese Angelegenheit vorerst ruhen zu lassen.

"Wir dürfen keine Zeit verlieren," sagte sie knapp, ihre Stimme ruhig, doch von einer inneren Dringlichkeit durchzogen. "Rajan von Pragarabje zu Irberod (Anm. der Red.: der Tempelvorsteher) wird das Ritual zu ende bringen und alles weitere notwendige veranlassen. Uns erwartet der Wettkampf und wir sind bereits spät dran." Ihre Schritte wurden schneller, und wir eilten ihr nach, bemüht, den Anschluss nicht zu verlieren.

Als wir uns schließlich von Leudara trennten, war es nur ein kurzer Moment des Abschieds. Sie wandte sich rasch ab, ihre Schultern steif, die Miene konzentriert. Doch als sie einige Schritte von uns entfernt war, entglitt ihr ein kurzer Laut – ein kaum hörbares, doch unmissverständliches Geräusch. Es war weder ein Seufzer noch ein Fluch, sondern vielmehr ein Zeichen des Missfallens, als hätte sie erkannt, dass etwas nicht ganz so verlaufen war, wie sie es erwartet hatte. Vielleicht war es der Druck des bevorstehenden Wettkampfes, vielleicht die Schwere der Ereignisse, die sich noch in der Luft hielt, oder etwas in unserer Erzählung, das sie beunruhigte.

Wir tauschten Blicke, doch keiner von uns wagte es, ihre Reaktion zu hinterfragen. Stattdessen folgten wir still den Pfaden, die uns zum Platz des Wettkampfes führten, unsere Gedanken bei dem, was uns noch erwarten würde.

Im Zentrum dieser Arena stand heute ein gewaltige hölzerne Turm, der den Schauplatz des großen Wettstreits bildete. Errichtet aus den mächtigen Eichen der umliegenden Wälder, war der Turm so konstruiert, dass er an eine Festung erinnerte, mit Zugängen in alle Richtungen und einem hohen Mast, der weit über das Bauwerk hinausragte. Der Turm war das Herz des Wettkampfes, in dem sich die Teilnehmer den Gegnern stellen mussten, um den begehrten roten Überwurf zu erbeuten und ihn an der Spitze des Masts zu hissen, der auf der oberen Plattform des Turmes errichtet war.

Schon seit den frühen Morgenstunden war die Arena von jubelnden Menschen erfüllt, die in Scharen herbeigeeilt waren, um das große Turnier zu verfolgen. Die Sonne stand hoch am Himmel und warf lange Schatten über die Arena, während Trommeln und Hörner die Eröffnung des Wettstreits verkündeten. Es war der Moment, auf den alle gewartet hatten.

Die sieben Teilnehmer standen bereit, ihre Gesichter fest entschlossen. Salwinia von Elkenacker, Semkin von Irberod-Karkriwen, Janko, Gervin von Growinsk-Nasshosen, Fabius ter Frauting, Alriksej und Jadvige von Krabbwitzkoje-Sirsinkis – jeder von ihnen war ein erfahrener Kämpfer, bereit, sich der Herausforderung zu stellen.

Leudare begrüßte die Zuschauer, Ehrengäste und Teilnehmer. Sie erklärte kurz den Geschichtlichen Zusammenhang:

Es war im Jahr 243, als die Theaterritter ihren Siegeszug unter Rondara von Leuenwald vollendeten. Der Thron der Kunga Suula, welcher Wjassuula ward geheißen, fiel den Hieben ihres Zorns anheim. Auch das Erbe dieses Landes ging an jenem Tage in ihr Wissen über. Darum soll heut der Tapferste nur sein, wer zur Erstürmung sich ein rotes Goblinfell erbeutet und es als erster am Fahnenmast flattern lässt.“

Dann ertönte der Startschuss und die Teilnehmer stürmten los, jeder mit dem Ziel, den roten Überwurf von einem der Söldner, die heute wieder als Gegner engagiert wurden, zu erobern. Salwinia war die Erste, die den Turm erreichte. Mit blitzenden Augen und erhobenen Fäusten warf sie sich in den Kampf gegen die Verteidiger. Doch die Gegner waren gut vorbereitet und wehrten ihre ersten Angriffe ab. Runde um Runde kämpfte sie, ohne den begehrten Überwurf zu erlangen.

Semkin, der die Arena gut kannte, versuchte es mit Taktik. Er schlich sich durch die Schatten der Zugänge, versuchte seine Gegner zu überlisten, doch auch er scheiterte mehrfach daran, den Überwurf zu ergreifen. Janko, der immer für Überraschungen gut war, kämpfte mit wildem Enthusiasmus, doch seine ungestüme Art brachte ihm wenig Erfolg.

Fabius, der eher auf List und Strategie vertraute, fand ebenfalls keinen Weg, die Verteidiger zu überlisten, während Gervin mit der Erfahrung, die sein Alter mit sich brachte, versuchte, die Gegner auszunavigieren. Doch auch seine Manöver brachte ihm keinen schnellen Sieg.

Jadvige setzte auf Schnelligkeit und Geschick, doch auch sie wurde immer wieder aufgehalten.

Dann trat Alriksej vor. Ruhig und bedacht betrat er die Arena und beobachtete die Bewegungen der Verteidiger und Angreifer genau. Mit fast eleganter Präzision wich er den Angriffen der Verteidigern aus, fand eine Schwachstelle in deren Reihen und nutzte sie geschickt aus. In einer fließenden Bewegung ergriff er den roten Überwurf, bevor seine Gegner reagieren konnten.

Mit dem Überwurf in der Hand sprintete Alriksej durch die Arena, während die anderen Kämpfer noch in Kämpfe verwickelt waren. Seine Füße trugen ihn sicher zum Mast, den er rasch erklomm. Kein Windstoß und kein Gegner konnten ihn aufhalten, als er den Überwurf an der Spitze des Masts befestigte.

Der Jubel der Menge brandete auf, als Alriksej triumphierend vom Mast herabblickte. Der rote Überwurf flatterte stolz im Wind, ein Symbol seines Sieges. Die Wettkampfrichter traten vor, die Menge verstummte, und sie überreichten ihm das magische Amulett, das in der Sonne funkelte. "Möge dieses Amulett dich auf deinen Abenteuern leiten," sprach Leudara feierlich.

Die Arena, umgeben von den weiten Feldern außerhalb der Stadt Irberod, hallte wider vom Jubel der Menschen, als Alriksej als Sieger hervorging. Damit hatte Alriksej schon drei Siege, Janko einen und alle anderen keinen.

Damit waren wir jetzt sehr optimistisch, dass unser Surjelof-Auftrag „sicherzustellen, dass Alriksej den Stahltransportauftrag erhält“ erfolgreich abgeschlossen werden kann. Und das für mau. Bis jetzt hätten wir nicht mal irgendeinen „Finger krumm machen“ müssen. Ein derartig Risiko- und Aufwandsloser Auftrag ist echt bequem. Gut, wenn wir etwas kritischer wären, müssen wir aber zugegeben dass alles, was wir bis jetzt in diesen Auftrag investiert haben uns – präziser Gamrik – mehr geschadet als genutzt hat. Naja, wir können ja auch nicht Babysitter für alle sein. Und solange wir bezahlt werden fürs nichts tun, ist auch alles ok. Verwunderlich ist es nur wie es die Surjeloffs geschafft haben mit derartigen Geschäften so mächtig zu werden. Normalerweise besteht eine Korrelation zwischen bekannten Risiken, Investition und den sich ergebenden Gewinn…egal. Bezahlter Urlaub ist bezahlter Urlaub. Wer schaut einem geschenktem Gaul auch schon ins Maul.

Nach der Siegerehrung haben wir uns wieder aufgeteilt. Geron ist mit der Intention, Gamrik mit leisen Gebeten beizustehen, in Richtung des Rondratempel gegangen. Als er dort angekommen ist, wurde er zunächst nicht hereingelassen. Mit den Worten: „Es haben nur autorisierte Personen Zutritt“, wurde ihm der Eingang verwehrt. Doch nachdem Geron klar gestellt hatte, wer er war durfte er den Tempel betreten. Allerdings wurde er durch den Hintereingang hineingelassen, da der Vordereingang zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Geron ging in Richtung der Gesänge und stellte sich unauffällig an den Rand, um nicht zu stören. Nach einiger Zeit ging er jedoch ins Bett, da es schon sehr spät wurde und er mittlerweile bemerkt hatte, dass Gamrik das Durchhaltevermögen hatte, um das Ritual durchzustehen. Geron machte sich daher keine Sorgen.

Währenddessen machten sich Gerald und Gieselhold auf den Weg zu einem Laden, in dessen Umkleidekabine ein Spiegel hing, damit Gerald nach Zeichen eines Minderpaktmal an sich suchen konnte.Gieselhold nutzte die Zeit, um einen Briefan diese dubiose Organisationzu schreiben,in dem er diese informierte, dassGamrik im Namen Rondras einen Tag Pausebenötige, er selbstverständlich seinen vertraglichen Verpflichtungen nachkäme und es ihm leid tät nicht unmittelbar aktiv sein zu dürfen, „...ich schwör…“.

Sie beschlossen, zu der Tür der Gaststätte „Zum gebrochenen Rad“ zu gehen, bei der Gieselhold das erste Mal gesehen hatte, wie Gamrik verschwand um dort den Brief abzugeben.

Eine nette ältere Dame öffnete uns die Tür und teilte mit, dass wir uns geirrt hätten. Nachdem wir uns entschuldigt hatten, gingen wir weiter, da wir keine unnötige Aufmerksamkeit auf uns ziehen wollten. Gieselhold war darüber nicht besonders überrascht, da er vermutete, dass diese Tür zu einer bestimmten Zeit als Tarnung für geheime Geschäfte diente. Für eine weiterreichende Untersuchung hatten wir aber keine Zeit.

Also machten wir uns auf den Weg zum Treffpunkt, in die Kneipe BBQ-Keller, wo wir uns eigentlich heute mit Leudara treffen wollten. Allerdings kamen Leudara, Geron und Gamrik nicht, da sie anderweitig beschäftigt waren. Wir aßen etwas und gingen dann zur nicht all zu später Stunde. Auch wir wollten die Möglichkeit nutzen heute mal früher ins Bett zu gehen und besonderes gut auszuruhen. Um die Feier nachholen zu können, reservierten wir erneut eine Tisch in zwei Tagen zur gleichen Uhrzeit, da das Treffen nicht leider zustande kam.

Auf dem Rückweg gingen wir einen kleinen Umweg, um den Brief doch noch abgeben zu können. Diesmal war die „richtige“ Person an der Tür und wir konnten den Brief abgeben. Erfreut das geklärt zu haben, gingen wir wieder. Beide hatte so das Gefühl ganz weit im Hinterkopf, dass sie da noch was übersehen oder nicht bedacht hätten.

Da es inzwischen schon recht spät war, beschlossen wir, ins Bett zu gehen. Gerald ging mit dem Blauen Buch direkt zum Rondratempel, um dort in unserer Kammer zu schlafen, während Gieselhold sich noch etwas in der Stadt umschauen wollte, um zu sehen, wie es um die Wetten stand. Er setzte 1 Dukaten bzw. einen Batzen auf den Gesamtsieg von Alriksej, was nach kurzer Rücksprache mit der Quote 1: 1,2 angenommen wurde. Damit konnte er 20 Silbertaler dazu gewinnen, falls Alriksej siegte. Danach besorgte sich Gieselhold noch ein paar Süßigkeiten, da Gamrik nach dem Ritual vermutlich zu müde sein würde und einige Zeit nichts essen könnte. Dies nahm nicht viel Zeit in Anspruch.

Als Letztes schrieb Gieselhold noch eine kurze Notiz bezüglich des neuen Termin für unsere „Feier“ im BBQ-Keller und legte diesen auf Leudaras Schreibtisch im Büro, damit sie ihn auf jeden Fall sehen würde. Dabei drang Gieselhold unbemerkt in das Gebäude ein – es fiel ihm nicht einmal auf, da ihm das mittlerweile viel zu leicht fiel. Danach begab sich Gieselhold ebenfalls ins Bett Rondratempel. Alle schliefen mit einem beruhigenden Gesang ein.

Am nächsten Morgen, es ist der 7. Phex 1039 BF, erwachten wir alle, geweckt von den Geräuschen des allmorgendlichen Ritual des Schwerttanzes der Rondrageweihten. Auch Gamrik war wieder bei uns. Er saß auf der Kante seinen Bettes und staunte, dass er keinerlei Verletzungen an seinem Körper hatte. Auch wir waren erstaunt. Selbst die schwere Narbe, die er von der Blutmumie als „Bezahlung“ für das Plündern der Gruft hatte, war verschwunden. Er wirkte fast wie erleuchtet.

Nur Gerald saß in seiner Ecke und grummelte vor sich hin. Irgendwie wirkte er sehr unausgeschlafen.