Februar 19, 2023

Über Stellnitz nach Harden – Alle Wege führen durch Schnee

Der nächste Morgen bestätigt den von Stellnitz am Abend zuvor gewonnenen Eindruck, ein Gasthof, ein paar Bauernkaten und eine Kaserne mit ein paar Mann Besatzung, ansonsten nur ein Übernachtungsort für durchreisende Truppenverbände. Schitze Berschin Brinbaum ist aktueller zuständiger Lehnsherr von Stellnitz.

Spieler: Holger (Protokoll), Christoph, Sascha (ab 16:00 Uhr), ich (GM)

Im Gasthof „Hardensruh“ erkundigen sich die Helden nach dem „Festumer Zug“. Herbergsmutter Grimje, bestätigt, das Timpski mit seinem Tross vor ungefähr zwei Wochen hier durchgekommen sei. Und, dass vor ein paar Tagen ein kleiner Trupp von fünf Rittern vorbeigekommen sei, um Lebensmittel, d.h. fünf lebende Rinder einzukaufen. Jaruslaw von Kirschhausen-Krawitzkoje sei dagegen hier nicht durchgekommen. Und – was der Wirtin noch wichtiger erscheint – besagt der aktuelle Tratsch, dass die Dorfheilerin Thalia seit längerem komische Träume habe und seitdem ein bisschen spinne. Im Laufe des Abends taucht auch ein großer und grimmiger Norbarde auf, der einen Gefangenen an einer Kette mit sich führt.

Auffällig ist zudem eine absolut spiegelglatte Eisfläche im Dorf. Kurz vor der Abreise am Morgen, untersucht Gerald diese Fläche und verliert sich in einer Vision aus seiner Heimat, bei der er beobachtet, wie ein – ihm unbekanntes Kind – von einem schwarz gekleideten Mann, vor den Augen seiner Eltern (?) ermordet wird. Die Eltern kommen Gerald vage bekannt vor. Abrupt wird Gerald von seinen Kumpels aus der Vision gerissen, man muss weiter, Maria nörgelt schon wieder rum. Gerald bricht noch ein Stück Eis heraus und steckt es ein. Ein kurzer Blick später zeigt die Fläche wieder spiegelglatt, die Lücke von Gerald ist verschwunden.

Auf dem Weg nach Harden, bricht ein Rudel von Wölfen aus dem verschneitem Wald, und beginnen dem Wagen zu verfolgen. Vorbei mit der ruhigen besinnliche Fahrt durch die weiße Landschaft. Maria treibt die Pferde zum Äußersten an, was diese aber schon freiwillig tun. Eine wilde Hatz beginnt. Maria schafft es die Distanz zu den Wölfen zu halten, während alle Helden mehr oder weniger nichts tun können, da die Wölfe (noch) zu weit weg sind. Alle Helden? Nein, einer nimmt sich der Herausforderung an: Olko. Einen Wolf nach dem anderen „blitzt“ er weg, bis das restliche Rudel aufgibt. Olko ist sehr stolz auf seine hervorragende Felderfahrung.

Gegen Abend erreichen die Helden den Ort Harden. Ein Gasthaus, ein Bordell, einen Tempel der Peraine und ein großes Dorf, das ausschließlich darauf ausgerichtet (Rinderzucht, Handwerker) ist, das Militär vor Ort zu unterstützen, da Harden ein Militär- und Ausbildungsstützpunkt ist. Gleichzeitig ist die Kaserne in Harden auch der Stützpunkt, an dem unliebsame und/oder auffällige Offiziere hin Strafversetzt werden. Aus dem Grund ist die militärische Ordnung eher lax, (Unter-) Offiziere und einfache Soldaten, sowie Dörfler verkehren alle gemeinsam im einzigen Gasthaus. Eher sind die Helden hier ein Fremdkörper – in ihrer Sprache, ihrem Auftreten (bis auf Geron vielleicht). Und wo Militär ist, gibt es auch einen Schwarzmarkt für allerlei militärische Waren.

Ein Krieger, Rudjew von Arauken, in schwarzer genieteten Rüstung, hält eine Hohelied auf Tradition, Ehre und Rittertum, was in dem Gasthaus allgemeine Zustimmung findet. Nur Olko hält sich für alle offensichtlich zurück.

Gräfin Bilgunde von Harden ist die Lehensherrin und untersteht wiederum der Herzogin von Kirschhausen. Sie regiert Harden mit harter Hand, einfache Vergehen werden hart bestraft. Was dazu führt das es so gut wie keine Kriminalität in Harden gibt.

Auf die Frage nach Timpski, erklärt die Wirtin, ja der sei vor ca. 2 Wochen hier durchgekommen, und es kommen auch regelmäßig Abgesandte zurück um Lebensmittel zur Versorgung zu kaufen. Er befindet sich in einer Zeltburg am See.

Kirschhausen sei vor ca. 7 Tagen hier vorbeigekommen und hatte auch zwei Goblins dabei, die er offenbar misshandelt. Er liese diese, Jänni und Bruutsch, um Essen mit seinen Hunden streiten, zum Belustigung der Soldaten.

Auch in Harden gibt es Merkwürdigkeiten, wie in jedem Dorf durch das die Helden gereist sind. Der Exerzierplatz wird jede Nacht von Erde und Dreck überwuchert/zugeschüttet, und keiner weiß warum. Auch der hinzugezogene Lohnmagier der Gräfin waren ratlos. Alle zwei Tage findet man auch eine tote Sumpfranze, die teils mit Symbolik im Fell, aber gänzlich unbekannter Art. Olko wirkt einen Odem Arcannum und ist fasziniert, bietet ihm bzw. uns jedoch keine neuen Erkenntnisse.