Oktober 30, 2022

Vorfeldanalysen, Aufklärung und Erster Abschnitt des Umzugs

Spieler: Christoph, Holger, Udo, Christian (GM)

Die Wegstrecke des Umzuges wird weiter begutachtet:

Auf der Südwestseite des Marktplatz werden dann die beiden leere Wagen aus dem Umzug abgestellt.

Der dritte Umzugsstop: Die Strohpuppe von Govilja Baldschinski, eine norbardische Diebin, Wucherin, Schwarzgoldhexe und dreckiges Lügenmaul, wird vor der Nordlandbank stattfinden. Die Chefin der Nordbank hat bei Timpski eine Sonderbewachung während des Umzugs beantragt. Diese wurde aber von ihm aber wurde abgelehnt, es bleibt bei der Standardbewachung von einer Zweimannwache. Daraufhin wurde ein privater norbardischer Sicherheitsdienst beauftragt, der zehn Männer und Frauen umfassen soll.

Der vierte Umzugsstopp: Die Strohpuppe von Robanjin Gai-Cadi, maraskanische Zopftropf und Giftmörder wird vor dem Praiostempel „Tempel des neuen Lichts“ verbrannt. Praios – im Regelfall – primär beim bei Adel beliebter als beim „gemeinen“ Volk.

Die Praioskirche hat im Bornland das Monopol auf den Bernsteinhandel und steht damit in Konflikt zur Bernsteinschneidergilde. Das Gildenhaus liegt auf der anderen Straßenseite zum Praiostempel. In letzter Zeit geht das Gerücht, dass Norbarden Bernsteine schmuggeln würden und die Bernsteinschneidergilde von ihnen auch Bernstein gekauft hätten.

Gleichzeitig unterstützt die Praioskirche die Gilde der Wachszieher. Dadurch ergibt sich ein starker Gegenspieler zu den norbardische Wachszieher. Es gibt daher handfeste Auseinandersetzungen, z.B. zerstörte Waren, verlorengegangene Lieferungen etc.

Rund um den Praiostempel gibt es so gut wie keine norbardische Händler.

Der fünfte und letzte Umzugsstop wird zentral vor dem Brunne auf dem Marktplatz stattfinden. Dort wird die letzte Strohpuppe von Atmoskot nach einer Predigt von Sennemeister Gernot von Halsinger. verbrannt.Dort soll es beim Umzug eine Plattform geben.

An der Südostseite, beim Betreten des Marktplatzes, werden die beiden leeren Wagen abgestellt und die beiden letzten Wagen werden zur Mitte des Marktplatzes gefahren.

Während der Begutachtung wird eine Gruppe aus acht Maraskaner beobachtet, die auf dem Markt von Weißilme zu Weißilme (sind Bäume) gehen, vor jedem Baum einige Zeit verbringen. Danach verlassen sie wieder den Platz. Es scheint sich hierbei um ein maraskanischer Ritus zu handeln. Grundsätzlich ist die Lage hier am Marktplatz kritisch und birgt große Risiken.

Im Anschluss zur Begutachtung geben die Helden bei Hauptmann Timpski eine Gefahrenabschätzung und Empfehlungen zu Maßnahmen um die Risiken zu minimieren, ohne die Bevölkerung weiter anzustacheln. Folgende Vorschläge machen die Helden:

  • Informanten an kritischen Punkten einschleusen: Diesen Vorschlag findet Timpski generell gut, sollen die Helden und ihre Ordner Gruppe im Rahmen ihres Auftrags und Verantwortung selber organisieren. Zudem kann dies nur im Vorfeld geschehen, da alle Ordner direkt den Wagenzug begleiten müssen (steht im Vertrag).
  • Waffen: Die Helden bitten darum ihre persönlichen Waffen mitführen zu dürfen, was Timpski vehement untersagt. Er will um jeden Preis übertriebene, unverhältnismäßiges Gewalt vermeiden. Jegliche Provokation, die zu Toten führen könnte, sind zu vermeiden. Daher ist das Tragen von Waffen durch die Ordner untersagt. Als „Bewaffnung“ tragen die Ordner Stecken. Grundsätzlich ist es den Ordner auch erlaubt Störer zeitweise in Gewahrsam zu nehmen und – falls nicht vermeidbar – Gewalt in angemessenen Maße anzuwenden, um den Umzug und die Teilnehmer des Umzugs zu schützten. Wie Gamrik es hasst die Initiative aus der Hand geben zu müssen…
  • Undercover Agent während des Umzugs: Timpske lehnt den Vorschlag, dass Gieselhold ohne Ordner Schärpe den Zug abseits des Umzugs begleitet, rundheraus ab. Auch Gieselhold ist als offizieller Ordner angestellt. Der Rat hat nur eine temporäre Verstärkung durch Ordner genehmigt. Undercover-Aktivitäten umfasst dies nicht. Steht alles im Vertrag, den die Helden unterschrieben habe, und es wäre dann Vertragsbruch. Gamrik hasst solche Wortklauberei.

Die restliche Zeit nutzen die Helden um weitere Informationen zu sammeln:

  • Elmar ist ein solider Gardist, macht seinen Job, nicht unbedingt bestechlich, Timpski hat ihn auf dem Kieker
  • Die Goblinenklave finden das mit dem Umzug gegen Goblins gehetzt wird und schreiben was von Diskriminierung
  • Thowalergemeinde finden den Umzug generell blöd. Wo soll der Spaß sein, einen Umzug mit einer mit Menschenhaut bespannten Trommel zu feiern? Das ist widerlich und hat rein gar nichts damit zu tun, dass dieser Mensch ein Thorwaler war.
  • Alteingessene Festumer Händler: Wir Festumer müssen zusammenhalten, eine gemeinsame Position einnehmen (Ergänzung von Gamrik: „...also die eigene und nicht versuchen allen Leuten den Arsch nachtragen, außer den eigenen…“), nach Außen Stärke zeigen. Gemeinsam wird Festum wieder erstarken. Gegen alle subversive Elemente in Festum, die dies verhindern wollen, muss vorgegangen werden.
    Es ist an der Zeit, dass die Goblins daran erinnert werden, dass sie ihren Beitrag zur Gemeinschaft leisten müssen. Falls sie das vergessen haben sollten, so muss auch hier mit aller Härte durchgegriffen werden. Die Goblins sind in Festum für die Stadtreinigung und Rattenbekämpfung, sowohl über als auch unter der Strasse zuständig.
    Dabei sei man überhaupt nicht rassistisch, schließlich hat man ja auch Goblinangestellte.
  • Norbardische (stationäre) Händler: Wir Norbarden tragen – gefühlt – gut die Hälfte zum Wohlstand der Stadt bei, bekommen aber nicht dieselben Rechte wie andere Festumer Händler gewährt. Und werden bei Handelsstreitigkeiten gerne als der Buhmann hingestellt.
    Norbarden werden gerne gesehen wenn man sie braucht, ansonsten sollen sie sicher besser wieder darauf besinnen dorthin zurückzukehren woher sie kommen: Auf die Straßen.
  • Im Hesindedorf, herrscht eine links gerichtete Stimmung. Gamrik wird als nicht dazugehörig akzeptiert. Es wird viel debattiert, viel über Rechte der einzelnen Fraktionen gestritten. Viel reden, nichts tun. Nicht nur Studenten, auch Professoren. Grundsätzlich wird der Umzug als „blöd“ angesehen.
  • Es liegt die Information vor, dass die beiden Thorwaler Handelsschiffe es „rechtzeitig“ zum Umzug in die Stadt geschafft haben.

Zudem finden die Helden folgende Gerüchte bzw. konkret geplante Aktionen heraus:

  • Amüsiermeile: Meinungsäußerung der Thorwaler: Spalier der Thorwaler zeigen dem Umzug der nackten Arsch.
  • Amüsiermeile: Gegendemo zu Thorwaler: Gilde des Sadomaso-Gewerbe wollen ihre Unterstützung kundtun.
  • Praiostempel: Gegendemo zum Umzug: Linke Spinner, der „schwarze Block“ aus dem Hesindedorf wollen den Umzug massiv stören. Nichts konkretes ist zu erfahren, aber die Stimmung ist extrem angespannt.

Der Umzug

Der Umzug findet in der folgenden Reihenfolge statt

  • Wagen mit Atmaskochen Puppe
  • Wagen mit Robanjin Gai-Cadi Puppe
  • Wagen mit Govilja Baldschinski Puppe
  • Wagen mit Aki Palnotokison Puppe
  • Wagen mit Borzi Rostbutt Puppe
  • Unterstützungswagen

Die Helden können folgenden Aktionen starten um potentielle Gefahrenherde zu erkennen und ggf. zu deeskalieren:

  • Krawallherd ausmachen
  • Kostet Zeit, muss ggf. dann dem Wagenzug wieder hinterher laufen
  • Beschwichtigen
  • Hat man ein Problem identifiziert, kann man versuchen die Eskalation zu vermeiden
  • Masse zurückhalten
  • Klappt die Deeskalation nicht, muss man ggf. aktiv gegen die Störer vorgehen bzw. zurückhalten
  • Um Hilfe rufen
  • Wenn es dann doch zu viele Störer werden, Zuschlagen, die allerletzte Lösung.

Was beim Umzug so alles geschieht

Der Start des Umzugs auf der Speicherinsel läuft wie erwartet problemlos. Auf dem Weg über die Zollbrücke direkt zur Hafenmeisterei erkennen die Helden zwar den ersten Gefahrenherd, können aber nicht deeskalieren und der erste versuchter Durchbruch von fünf Bürgern könnte mit ein paar blaue Flecken knapp verhindert werden. Beim ersten Stop an der Hafenmeisterei wird die Goblin Puppe verbrannt. Zwar beobachtet ein große Gruppe von Goblins die Aktion kritisch und mit finsterer Mine, die Situation eskaliert aber nicht.

Auf dem Weg zum nächsten Halt, passiert der Umzug die Amüsiermeile und die Aktion „Die nackten Ärsche“ der Thorwalergemeinde startet. Da sich Gamrik auf ein kleines Schauspiel vorbereiten konnte, war es ihm möglich dieser Aktion etwas amüsantes zu geben, ohne die Thorwaler zu verärgern.

Beim zweiten Stopp wird die Puppe des nivesischer Thorwaler verbrannt.

Auf dem Weg zum dritten Halt an der Nordlandbank, können zwei weitere Störaktionen durch Geron und Gamrik vereitelt werden. Beim Passieren des Marktplatzes werden die ersten zwei leeren Wägen ausgeleitet.

Beim dritten Stopp wird die Puppe der norbardische Diebin am Zaun der Bank aufgehängt und mit Rechen zerrissen.

Auf dem Weg zum vorletzten, vierten Halt, wird der Umzug von einer Gruppe aus dem schwarzen Block des Hesindedorfs durch eine Gegendemo aufgehalten.