Februar 21, 2025

Waffen bereitmachen & Transport

Waffen bereitmachen vs. werden Tranportiert

Alles dreht sich immer um die Frage "bin ich bereit". Ins Besondere in Konfliktsituation kann es wichtig sein zu wissen, wie lange es dauert sich jetzt kurzfristig bereit zu machen.

Aspekte des Regelwerks

Zum "Aufwärmen" ein paar Zitate aus Regelwerken:

Ohne Scheide/Gehänge benötigt ein Held mindestens 2 Aktionen, um an eine Waffe zu kommen.
(Grundregelwerk 6. Auflage, S.xxx)

Waffenzubehör (Grundregelwerk 6. Auflage, S. 374)

  • Diese Gegenstände unterstützen den Gebrauch von Waffen.
  • Ohne passende Scheide kann ein Held in der Regel nicht die Sonderfertigkeit Schnellziehen anwenden
  • Ohne Köcher (mit Pfeilen darin) kann ein Held in der Regel nicht die Sonderfertigkeit Schnellladen anwenden.
  • Unterkleidung ist eine Pflicht bei Metallrüstungen, sonst steigt der BE-Wert um 1.

Länger dauernde Handlungen (Grundregelwerk 6. Auflage, S. 228, Kodex des Schwertes, S.65)

  • Länger dauernde Handlungen dürfen nicht unterbrochen werden, ohne dass sie als gescheitert gelten.
  • Im Gegensatz dazu gibt es Handlungen, die einen bestimmten Zeitraum dauern, aber unterbrochen werden können (z.B. einen Baum fällen – diese sind hier explizit nicht gemeint).
  • Das Wirken von Zaubern oder Liturgien oder auch das Nachladen von Fernkampfwaffen kann mehr als eine Aktion dauern.
  • Zielen ist eine lang andauernde Handlung
  • Länger dauernde Handlungen werden in Aktionen gezählt.
  • Man kann sich während einer länger dauernden Handlung verteidigen, aber dann wird sie, die länger dauernde Handlung, abgebrochen. Die Entscheidung, ob man sich verteidigt oder nicht, kann nach dem Angriffswurf des Gegners gefällt werden.
  • Freie Aktionen können während einer länger dauernden Handlung ausgeführt werden, ohne dass sie unterbrochen wird, außer der Meister bestimmt in der jeweiligen Situation etwas anderes.
  • Sollte es während einer länger dauernden Handlung zu Störungen kommen, muss geprüft werden, ob der Held seine Konzentration behält, ansonsten wird die länger dauernde Handlung abgebrochen.
  • Um die Konzentration für eine länger dauernde Handlung aufrechtzuerhalten, ist eine Probe auf Selbstbeherrschung (Störungen ignorieren) nötig. Sie kann durch besondere Situation oder erlittene Schadenspunkte modifiziert sein. Bei Misslingen bricht die länger dauernde Handlung ab.
  • Der Effekt der länger dauernden Handlung tritt dann am Ende der letzten benötigten Aktion der länger dauernden Handlung ein.

Bögen und Armbrüste spannen (Kodex des Schwertes, S. 85)

Wenn ein Bogen nicht gespannt ist und man die Bogensehne noch einhängen muss, dauert es 4 Aktionen, ihn schussbereit zu machen. Dabei kann man keine anderen Aktionen als das Spannen ausführen. Armbrüste neu zu bespannen ist eine Angelegenheit von mehreren Minuten und im Kampf daher meist sinnlos. Dies gilt als länger dauernde Handlung.

Ladezeiten (Kodex des Schwertes, S. 85)

Alle Fernkampfwaffen müssen erst für den Einsatz vorbereitet werden. Die normale Zeit, die man für diesen Vorgang braucht, bis man einen Fernkampfangriff ausführen kann, wird Ladezeit genannt. Nach der letzten Aktion der Ladezeit ist die Fernkampfwaffe bereit. Danach kann eine Aktion für einen Fernkampfangriff aufgewandt werden.

Das Laden bis zum Einsatz der Fernkampfwaffe zählt als länger dauernde Handlung (eventuell inklusive Zielens). Ist die Ladezeit größer als 1 Akton, gilt das Nachladen als länger dauernde Handlung.

Beispiel für Ladezeiten:

  • Bögen: Pfeil aus dem Köcher ziehen und auf den Bogen legen.
  • Armbrüste: Bolzen aus dem Köcher zeihen und die Armbrust bestücken
  • Wurfdolch: Aus seiner Scheide ziehen.

Fällt eine Ladezeit auf 0 Aktionen, so benötigt der Fernkämpfer 1 freie Aktion statt einer regulären Aktion zum Nachladen.

Ich will/muss jetzt kämpfen - Wie lange dauert es, um mit meiner Waffe bereit zu sein?

Hinweis zu den Beispielen: Der Held muss vorher Aktionen investiert hat, um diese "Haltung" einzunehmen:

Folgende "Zustände" inkl. Konsequenzen gibt es:

"Zustand"

Beschreibung

bereit

--> 0 Aktionen

Waffe ist "bereit", d.h. kann jederzeit zum Angreifen und Parrieren verwendet werden.

Beispiele:

  • Der Held steht kampfbereit da kurz vor eine bewaffneten Auseinandersetzung

  • Der Held verwendete die Waffe schon erfolgreich im Kampf

Waffe befindet sich in der Hand, aber noch "nicht ganz" bereit.

--> 1 freie Aktion

Warnung: Solange diese freie Aktion nicht investiert wurde kann auch nicht mit der Waffe parriert werden, d.h. dem Helden ist nur Ausweichen möglich.

Der Held trägt die Waffe "in der Hand", hat aber diese nicht so erhoben, dass man daraus eine direkt Bedrohung ableiten kann. Es ist sozusagen die Drohung, der man jederzeit Taten folgen lassen könnte.

Dieser Zustand ist "normal" wenn man sich - vernünftigerweise - auf eine unmittelbar bevorstehnde Auseinandersetzung vorbereitet, aber eine Eskalation nicht provozieren will. Frei dem Motto "das schlimmste erwarten, das beste hoffen".

Beispiel:

  • Das Schwert ist gezogen, aber die Klinge zeigt nach unten.

  • Der Wanderstab wird gerade nicht dazu verwendet, um sich darauf zu stützen, sonder z.B. hinter dem Rücken gehalten

  • Der Speer, der mit einer Hand "lässig" gehalten wird, aber die Speerspitze ist nicht (mehr) mit dem (Transport-/Schutz-)Hülle bedeckt

  • Schwert, zwar noch in der Scheide, mittig vor dem Helden auf Toroshöhe gehalten. Die Hand liegt am Griff des Schwertes, jederzeit kann das Schwert gezogen werden.

Somit kann in der gleichen KR auch angegriffen werden…ist halt jetzt nicht unerwartet für das Gegenüber.

Hinweis: Der Speer, der mit einer Hand "lässig" gehalten wird und die Speerspitze mit dem (Transport-/Schutz-)Hülle bedeckt ist kann auch mit einer freien Aktion bereit gemacht werden, dann aber nur mit den Aspekten der Parade-mit Transport-Schutz (siehe weiter unten).

Schwert in der Scheide/Gehänge UND…

--> 1 freie Aktion, FALLS der Held die Schnellziehen hat.

Die Fähigkeit ermöglicht somit in der gleichen KR anzugreifen.

geladene Armbrüste, die in der Hand gehalten werden, aber noch nicht bereit sind.

--> 1 freie Aktion

Armbrüste, die, wenn sie einmal geladen sind, benötigen nur noch eine freie Aktion zum Bereitmachen.

Somit kann in der gleichen KR geschossen werden.

Schwert/Dolch in der Scheide/Gehänge getragen

--> 1 Aktion

Somit kann der Held sich innerhalb einer KR bereit machen, um auch mit der Waffe parieren zu können.

Waffe befindet sich "an der Seite" des Helden

--> min. 2 Aktionen

Der Held trägt die Waffe offensichtlich und es ist offensichtlich, dass die Waffe nicht für einen Kampf vorbereitet ist.

Im Regelfall ist die Schneide der Waffe von einem Schutz bedeckt, um unabsichtliche Verletzungen aka Unfälle zu vermeiden und nicht dem Umfeld zu vermitteln, dass vom Helden eine Drohung ausgeht.

Nur das Tragen der Waffe in dieser Art und Weise wird von Mitbürgern üblichwerweise nicht von den Mitbürgern als bedrohend empfunden.

Beispiele:

  • Doppelhänder, Speer, Schwert am Pferd und der Held steht daneben.

  • Schild direkt auf dem Rücken getrage.

  • Speer mit Schutzhülle über der Speerspitze, der vom Helden gehalten oder über der Schulter getragen wird oder der Held stützt sich lässig auf den Speer.

  • Bogen hat keinen Pfeil aufgelegt bzw. der Helde hat auch keinen Pfeile bereits in einer Hand.

Waffe befindet sich in Reichweite

--> X plus 2 Aktionen

So wird auf einer Reise in nicht-feindlichen Ländern/Gegenden getragen. Z.B. auch wenn man auf einer Reise auch in der Zivilisation ankommt.

Beispiele:

  • Schild auf dem Rücken, getragen auf dem Rucksack, mit dem Rucksack verschnürt.

  • Speer liegt neben mir auf dem Boden, steht an der Wand oder befindet sich in der dafür vorgesehene Halterung der Kutsche.

  • Schwert liegt (irgendwo) im Wagen z.B. auf der Ladefläche.

  • Bogen ist über die Schulder gelegt.

  • Schwert hängt am Pferd, Held steht nicht daneben.

  • Waffe im Waffenständer, der nicht gesichert ist.

Im Regelfall hat man genügend Zeit, um seine Waffe wegzustecken bzw. wieder in den unbedrohlichen Transport-Zustand herzustellen.

Es kann aber vorkommen, dass man auch im Kampf seine Waffe "wegstecken" muss. Da geht man schon mal Kompromisse ein.

Grundsätzlich werden min. 2 Aktionen benötigt, um seine Waffe sicher "wegzulegen":

  • Schwert/Dolch zurück in die Scheide, die der Held am Gürtel trägt/in der Hand hält: 2 Aktionen
  • Speer die Transportsicherung, die der Held in der Hand hat, überziehen: 2 Aktionen
  • Bogen "über den Rücken ziehen": 1 Aktion den/die Pfeile in der Hand in den Köcher stecken + 2 Aktionen
  • Armbrust "über den Rücken ziehen": 2 Aktionen
  • Schild "über den Rücken ziehen": 2 Aktionen
  • Rucksack vom Rücken holen (beide Hände frei haben): 2 Aktionen
  • Schild am Rucksack verstauen: 2 Aktionen
  • Rucksack "über den Rücken zeihen" (beide Hände frei haben): 2 Aktionen
  • …weiteres…???

Besonderen Umstände rund um Waffe bereitmachen

Folgende Situationen "aufgedröselt":

  • Der Held hat gerade seine Fernkampfwaffe, z.B. Bogen, bereit/abgefeuert und der Speer befindet sich neben dem Helden in Griffreichweite.
    • min. 1 Aktion um den Bogen abzulegen
    • 1 Aktion um den Speer aufzuheben
    • 1 Aktion um den Speer bereit zu machen
  • Der Held hat gerade seine Fernkampfwaffe, z.B. Armbrust, bereit/abgefeuert und der Speer befindet sich neben dem Helden in Griffreichweite.

Was ist, wenn ich meine (Fernkampf-)Waffe fallen lasse und nicht ablege?

Dann kann die Waffe kaputt gehen oder, falls z.B. die Armbrust noch geladen ist, unabsichtlich feuern. Und kommt auf den Boden an und wie es dann weiter geht.

Die Waffe wird fallen gelassen und der Held/der Gegner kämpft an dem Ort/der Stelle wo diese fallen gelassen wurde, dann kann der Held/Gegner…

  • …stolpern und stürzen…
  • …in die Klinge treten und sich verletzen…

…und damit…

  • …die Waffe beschädigen.

Parade mit (Transport-)Schutz?

Ja, möglich, hat aber foglenden Effekte:

  • Die Waffe verursacht nur Betäubungsschaden.
  • Bei einem AT-/PA-Patzer geht die Scheide/Schutz kaputt.
  • Sobald die Scheide/Schutz kaputt ist, verursachtt die Waffe "normal" Schaden.