Wie klein der Mensch doch ist
17. Phex – Mittag, nach dem Deal mit der Hexe Bisminka wandern die Helden zur Quelle des Sarn (?), um den Hexenzirkel um Zelda daran zu hindern, den Riesen Milzenis von seinen Fesseln zu befreien, bzw. ihn in seinem Traum so in Rage zu versetzen, dass dieser sich von selbst von seinen Fesseln losreißt.
Spieler: Christoph, Holger (Berichterstatter), Christian (GM)
Die Helden erreichen die Lichtung, ca. 300m im Durchmesser, an deren gegenüberliegenden Seite sich ein Teich mit der Quelle am Fuße einer Klippe befindet, in dem der Riese Milzenis liegt und schläft, unweit davon liegen die sechs Hexen „herum“, während ihre Vertrautentiere nervös um diese herumschleichen.
Das Ritual bzw. die Traumwanderung der Hexen hatte bereits begonnen und jeder der Hexen hat offenbar einen Gegenstand in der Hand, der ihr bei der Reise helfen soll
- Zelda, Vertrautentier: Rabe . Roter Schleifstein
- Ricarda, Katze - Seelenbaumstamm (unübersehbar)
- Eilidia, Rabe, Magierstab
- Ibra, Eule, goblinische Trommel
- Jasine, Kröte, irdener Krug mit Wasser
- Neunhild, Rabe, Ahornzweig
Die Helden können sich nur bedingt vorstellen, was die Hexen mit diesen Paraphernalien in der Traumwelt anfangen wollen. Vorsichtig nähern sich die Helden dem Lager der Hexen (bis auf 23m) sorgsam auf jede Falle achten, wie Feuerball oder eine Horde Waldschrate, aber nichts passiert.
Etwas planlos wie man genau weitermachen soll, macht Bisminka den Vorschlag, das die Helden den Hexen in den Traum von Milzenis folgen sollen, um dort zu verhindern, dass die Hexen Milzenis so „aufwecken“, dass sein Fluch gebrochen ist. Wie das zu verhindern ist, ist auch ihr unklar, aber mögliche Aufgabenstellung ist:
- sie den Paraphernalien der Hexen zu bemächtigen (da die Hexen die ja mitgenommen haben und wahrscheinlich auch für ihren Plan benötigen)
- die Hexen zur Aufgabe bewegen (Bisminka hat noch immer nicht die Hoffnung aufgegeben, dass die Hexen einsichtig sind)
- den Riesen zu erwecken, ohne das dieser in Rage gerät und damit seinen Fluch bricht (Bisminka vermutet, dass, wenn der Riese normal aufwacht, der Plan der Hexen auch geschiedert ist...denn wenn jemand wach ist, dann träumt er auch nicht...)
Gamrik äußert so sein Bedenken, denn er würde sich niemals schutzlos zu einer unbekannten Frau niederlegen. Das klingt so komisch aus Gamriks Mund, dass seine Freunde mit weit aufgerissenen Augen und blanken Entsetzen (als würde eine Welt zusammenbrechen) ihn anschauen. Er führt weiter aus, dass einer Frau, die sich als Hexe zu erkennen gegeben hat, er so was ablehne zu tun. Vor allem da die Helden gerade von einer Hexe – Ricarda – verarscht wurden. Was Alriksej dazu bring, heftigst für Ricarda einzuspringen!
Schließlich begnügt sich Gamrik mit einem Handschlag auf Spucke auf das Versprechen von Bisminka, auf die Helden achtzugeben, und die Hexen, die Aufwachen in Empfang zu nehmen.
Wird ja lustig, denkt sich Gamrik und Gieselhold, eine Hexe – beraubt all ihrer Astralenergie – diskutiert mit einer anderen Hexe, die wahrscheinlich all ihre Astralenergie für dieses Ritual aufgebraucht hat. Nun ja, mal sehen…
Bevor die Helden in die Traumwelt hinübergleiten, ermahnt Bisminka diese noch einmal, vorsichtig zu sein. In der Traumwelt ist einiges...wenn nicht alles...“anders“. Die Gesetze der Physik gelten nicht...unbedingt. Und falls man sich dort verletzen oder gar stirbt, so hat das Auswirkungen auf den „echten“ Körper.
Zudem nehmen sich die Helden ebenfalls einen besonderen Gegenstand mit
Gamrik: sein Fernglas
Gieselhold: ein Seil
Geron: eine Fackel
Gerald: sein Analysewerkzeug
Die Helden legen sich dann zu den Hexen. Gamrik kuschelt zwischen den beiden jüngsten, Ricarda und Elidya. Möglicherweise hilft ja „Tuchfühlung“…
Man schläft mehr oder wenig schnell ein und erwachen …
… im Traum des Riesen Milzenis
In einem düsteren Dickicht, umgeben von Ranken und Gehölz auf kaltem und rauen Boden, ohne den jeweils anderen zu erblicken.
Für Gieselhold steht die Welt Kopf, oben ist unten und unten ist oben. Von unten scheint Licht durch das Dickicht. Er blickt ans sich hinab (hinauf?) und erblickt Krallen die einen der Zweige umschließen. Da dämmert es ihm, er ist wohl eine Fledermaus, die Kopfüber an einem Zweig hängt. Vorsichtig flattert er zu Boden, doch sein Wunsch, sich zu einem Menschen zu verwandeln bleibt unerfüllt.
Für Gamrik ist die Welt um ihm herum riesengroß, er riecht und spürt die Erde und füllt sich wohl in einem kuscheligen Laubhaufen. Eine Inspektion seiner selbst: ich bin eine Schlange. Sein Wunsch sich in einem Menschen zu verwandeln wird dagegen erfüllt.
Gieselhold erblickt Gamrik und schafft es mit ihm zu kommunizieren, für Gamrik flattert eine Fledermaus um ihn herum und die mit einer piepsigen Gieselhold Stimme zu ihm spricht. Der Erneute Wunsch Gieselholds zum Menschen zu werden, scheitert erneut. Für Gamrik sieht es aus als hätte die Fledermaus Verstopfung….
Man beschließt aus dem Gestrüpp nach oben ins Licht zu klettern, was der Fledermaus erheblich leichter fällt als Gamrik. Oben angekommen blicken sich die beiden um, das Gestrüpp erstreckt sich in alle Richtungen nach Süden hin fällt es steil hinab, in der Ferne sind zwei Hügel und noch weiter weg ist ein rotes ein schwarzes und ein gelbes Gebirge zu erkennen. Nach Osten und Westen scheint das Dickicht langsam lichter zu werden, während es nach Norden nachmals dichter und höher wird, bevor es an zwei riesigen Höhlenöffnungen endet. In der Ferne hört man vereinzelte Trommelschläge.
Geistesgegenwärtig erkennt Gamrik wo sie sich befinden: im Bart des Riesen und Höhlen sind die Nasenlöcher, und die beiden Berge in der Ferne… Gamrik denkt an etwas, aber soweit wir wissen ist Milzenis männlich….
Gamrik zückt sein Fernglas, und erkennt dass die beiden Hügel im Süden die beiden Füße des Riesen sind, beide umwickelt mit etwas, das wie goldene Taue aussieht. Die Taue führen dabei weiter nach Süden. Ein Blick nach Osten und Westen zeigt die beiden ausgestreckte Arme des Riesen, ebenfalls gefesselt und die Taue gehen weiter nach Osten/Westen. Das ist wohl der Fluch, den Milzenis an diesen Ort hier bindet, und was die Hexen wollen, dass er zerreißt.
Während die Helden sich noch orientieren, fliegt ein Krähe auf die beiden zu, verwandelt sich noch im Flug in Elidya, wohl die jüngste in dem Hexenzirkel. Kaum hat sie elegant den Boden berührt, verlangt sie von den Helden zu gehen. Sie greift zwar nicht an, ist aber kampfbereit. Denn sie hat der Herr des Landes (Levthan) gesandt, den Riesen zu befreien.
Während Gamrik – mehr oder minder – erfolglos versucht Elidya von ihrem Vorhaben abzubringen. Sie mag zwar nicht das gesamte Vorhaben gutheißen, steht aber loyal zur Anführerin Zelda.
Während des Gesprächs versucht sich Gieselhold heranzuschleichen – mittlerweile hat er sich doch in seine Menschengestalt verwandelt bekommen – und scheitert.
Elidya wirft eine Feder nach Gieselhold, die er erfolgreich ausweicht.
Die Ablenkung ausnutzen, wünscht sich Gamrik, wie ein Magier das mit seinem kann, den Magierstab – die Paraphernalie die Elidya in der Hand hält – zu sich zu apportieren, und im Traum ist alles möglich.
Etwas verblüfft über seinen Erfolg, blickt Gamrik auf den Magierstab in seiner Hand und die Lichtkugel die sich auf einmal um seinen Kopf schwirrt. Und er erkennt ihn: Es ist der Stab von dem Strebermagier aus der Akademie zu Neersand, der ein Ast des Baum sein soll, den Urnislaw angepflanzt haben soll.
Elidya findet das nicht so lustig und zieht eine weitere Feder aus ihrem Umhang und macht Anstalten diese nach Gamrik zu werfen.
Und Gamrik wünscht sich den Magierstab einfach aus dem Traum heraus – offenbar erfolgreich, da Magierstab und Lichtkugel sich auflösen.
Mit einem Wutschrei schleudert Elidya die Feder nach Gamrik und trifft. Federn im Traum machen heftiges Aua, stellt Gamrik fest.
Derweil hat sich Geisel hold erneut an Elidya angeschlichen und nach einem kurzen Kampf kickt Gieselhold Elidya ebenfalls aus dem Traum.
Mit einem Grinsen und „Wir werden gewinnen“ fällt sie zu Boden und ihr Körper verblasst und verschwindet dann.
Zwar wird sie wohl mit höllischen Kopfschmerzen aufwachen, aber das Ganze wohl unversehrt überleben. Soll Bisminka das mit ihr in der echten Welt ausdiskutieren.
Nun denn, bleiben noch 5 Hexen.
Und das Trommeln und nun laut, regelmäßig und rhythmisch und erfüllt unheilvoll den gesamten Traum.