Oktober 17, 2021

„Wollen wir wirklich zurück?“

Wie geplant rüsten sich die Helden in Gratenfels ordentlich aus. Jeder bekommt ein Pferd und die passenden Ausrüstung, d.h. Sattle, Zaumzeug, Pferdedecke etc. dazu. Jetzt muss man sich nur noch an die neue Fortbewegungsart gewöhnen, denn - so erklärt Gamrik - reiten muss man nicht nur können, sondern auch aushalten, wenn man es nicht gewohnt ist.

„Wollen wir wirklich zurück?“ ist die Frage, die Gamrik in den Raum stellt. Aber wer will schon das Geld im Wald verbuddelt zurücklassen. Wäre ja Verschwendung...und außerdem sind es ja „nur“ 2 Stunden zu Pferd bis nach Moorsend bzw. bis zum Goldversteck.
Konsensual wird beschlossen, diesen kurzen Abstecher noch durchzuführen.
Auf dem Weg treffen die Helden auf Jadwige Orkenhau, eine Bäuerin aus Moorsend, die einen Radschaden ihres Karren hat. Nach kurzer Untersuchung, muss Gamrik feststellen, dass das Rad nur mit schweren Werkzeug repariert werden kann oder ein Ersatzrad helfen würde. Nach kurzer Diskussion mit Jadwige erklären sich die Helden – hilfsbereit wie sie nun mal sind – bereit ihren Mann Leomar bezüglich ihres„Unfall“ zu informieren. Gemeinsam wird der Wagen mit der Kuh nochmals am Straßenrand eingeparkt, um den Weg nicht zu blockieren, bevor die Helden sich auf den Weg machen.
Vor dem Dorf wird die Anreise nochmals kurz „unterbrochen“, um das Gold zu bergen. Jeder erhält seinen Geldsack.
Als die Helden im Dorf ankommen, werden sie herzlich willkommen geheißen, aber Bosper ist leider unterwegs und komme erst abends wieder zurück. Kein Problem für die Helden, man ist nur auf einer (weiteren) Hilfsmission unterwegs und wolle den Bauer Leomar bezüglich des Missgeschicks seiner Frau informieren. Leomar ist den Helden dankbar und will gleich mit einem Ersatzrad losfahren. Nachdem die Helden zufälligerweise auch in die gleich Richtung unterwegs sind, beschließen sie Leomar zu begleiten und – je nachdem – auch beim Radwechsel vielleicht zu unterstützen. Leomar ist über die unverhofften Begleitung und Hilfe dankbar.
Als die Helden mit dem Bauern am „Unfallort“ angekommen ist sowohl die Kuh als auch Jadwige nicht da. Leomar fängt an zu schimpfen, dass diese ungeduldige Kuh einfach nicht warten könne und immer eine Extratour machen muss. Der Reparaturwagen wird quer zur Strasse gestellt um das Rad besser ausladen zu können. Valmir steigt vom Pferd und Hilft Leomar, Geron steigt auch ab und beobachtet mit gezücktem Schwert die Umgebung. Geiselhold und Gamrik bleiben auf ihren Pferden sitzen und schauen mal in Richtung Bachlauf. Da erkennt als Gamrik und Gieslhold Armbrustschützen überall. Da Für Valmir und Geron schaut es sehr ungünstig aus: Mehrere Armbrüste zielen auf sie. In Anbetracht dieser Aussichten ergeben sich beide folgerichtig. Gieselhold und Gamrik – da sie auf Pferde sitzen – nutzen kurzerhand die Chance und brechen aus dem Hinterhalt aus. Mit Glück – auch wenn Gieselhold sich zwei schmerzende Bolzen einfängt – schaffen sie es knapp und galoppieren davon. Ihre Kameraden müssen sie erst einmal zurück lassen.

Valmir und Geron werden gefesselt, geknebelt und mit verbundenen Augen ins Räuberlager geschafft. Die Räuber nehmen den beiden alles ab, aber den Ring, der die Räuberhöhle öffnet, finden sie nicht – denn den hat Gamrik.
Die Räuber „verhören“ Geron und Valmir. Burgol – ja der Burgol, den sie geholfen haben! - unterstützt dabei in seiner eigenen direkten handfesten Art und Weise. Da beiden zu Beginn nicht so redselig sein wollen, stellen sie sehr schnell fest, dass es nur eine Art von Reaktion bei den Räubern gibt: Eines auf die Fresse...und falls notwendig...mehrmals. Schliesslich geben beide zu, dass der vermeintlich gesucht Ring bei den anderen ist. Das ist leider nicht die erhoffte Antwort und daher werden beiden kurzerhand in ein Erdloch geworfen. Ohne Essen, ohne Trinken stecken beiden nun ca. 3.5m tiefer fest. Nur wenn sie dem Räuberhauptmann eine kreative Idee liefern, wie sie den Ring bringen können, würden sie frei kommen. Versuche sich rauszureden oder zu fliehen, scheitern schmerzlich und unter Verspottung.
Derweil kommen Gieselhold und Gamrik nach Gratenfels, erstatten dem zuständigen Offizier Wulf Ochsenherder der Wache am Westtor Bericht und fordern eine sofortige Strafmission gegen die Räuber, wohl wissend, das diese wohl in den politischen Spielchen untergehen wird. Immerhin erhält Gieselhold eine kostenlose erste ärztliche Behandlung.
Daher nehmen Giesehold und Gamrik die Sache kurzerhand selbst in die Hand, und heuern einen 50 Mann starken Söldnerhaufen für 100 Dukaten Wochenlohn an, um Valmir und Geron befreien zu lassen. Im Rahmen der „Preisverhandlungen“ kommt man auch überein, dass die eindeutig zuordenbare Ausrüstung von Valmir und Geron zurück in den Besitz der Helden geht. Kopfgeld, Bargeld, sonstige Wertgegenstände, grob gesagt „der Rest“ ist als „Komenstation für Hinterlandrisiken“ anzusehen und verbleibt daher bei dem Auftragnehmer. Gemäß Standardvertrag werden mit der Beauftragung sofort 50 Dukaten fällig und gezahlt. Die restlichen 50 Dukaten werden im Rahmen eines Dreieckbürgschaft bei einer Gratenfelser Bank hinterlegt und nach Auftragserfüllung dem Auftragnehmer ausgezahlt. Ggf. notwendige Gebüren, Steuer, Verwaltungsaktivitäten etc. werden von dem Söldnerhaufen übernommen.
Nach ein paar Tagen ist der Spuk vorbei, die Söldner radieren das Räuberlager aus, befreien Valmir und Geron aus ihrer misslichen Lage.
Am Ende sind 7 Räuber tot, der Räuberhauptmann ist dabei, aber leider kein Jasper. Auch die Ausrüstung erhalten Valmir und Geron zurück, naja das Meiste. Neben dem sowieso schon abgeschriebenen Geld von Valmir und Geron, sind auch die Heiltränke weg, der Rest aber ist da.